Digital und vernetzt studieren: Was erwartet Studierende heute an Hochschulen


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Auch an den meisten Hochschulen geht heute ohne Internet gar nichts mehr: Ob Bewerbung um einen Studienplatz, Anmeldung zu einer Veranstaltung, Gemeinsames Lernen und sogar die Prüfungen selbst sind heute online möglich! Ein Überblick, wie so ein vernetzes Studentenleben ablaufen könnte. Digital und vernetzt studieren: Was erwartet Studierende heute an Hochschulen Digital und vernetzt studieren: Was erwartet Studierende heute an Hochschulen

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Früher…

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Wer sich früher um einen Studienplatz bewarb, ging z.B. zuerst zur Studienberatung und informierte sich persönlich über das Studienangebot. Anschließend wurde ein Bewerbungsformular ausgefüllt und abgegeben.

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Ging es dann endlich los mit dem Studium, waren oft lange Warteschlangen in den Immatrikulationsämtern unvermeidbar, schließlich musste viel Papier geprüft, gestempelt und abgelegt werden. Vieles hat sich geändert:

vs. heute…

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Zur Absicherung der Studienentscheidung ist die Teilnahme an Online-Self-Assessments möglich (teilweise sogar gefordert); nicht selten wird bereits eine Online-Studienberatung mittels eMail oder Beratungs-Chat von den Hochschulen angeboten. Und die Studienplatzbewerbung funktioniert auch schon per Internet. Die Anmeldung zu Kursen oder zu Prüfungen – auch das geht online.

Auch Vorlesungsunterlagen und ganze Vorlesungen findet man online. Mittlerweile ist es sogar möglich, Prüfungen teils am Computer abzulegen. studienwahl.de zeigt, was Studierende an der Hochschule erwartet. Wie könnte so ein vernetztes Studierendenleben im Zeitraffer denn eigentlich funktionieren? Ein Beispiel:

Digitale Studienvorbereitung

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Schon in der Schule, lange vor Studienbeginn können die zukünftigen Studierenden erste Erfahrungen mit der vernetzten Hochschule machen: Peter besucht die 12. Klasse und möchte in seiner Heimatstadt Berlin studieren. Dazu will er sich im Internet über das Studienangebot der Freien Universität informieren. Er findet eine Übersicht zum Studienangebot und zu den Studienvoraussetzungen im Netz, vergleicht Prüfungsordnungen. Außerdem kann er sich durch das Namens- und Vorlesungsverzeichnis per Mausklick einen Überblick über die Lehrinhalte und die Forschungsschwerpunkte verschaffen und mit anderen Hochschulen vergleichen.

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Als nächsten Schritt liest er aufmerksam alle Hinweise zum Aufbau eines Bachelorstudiums durch und schaut sich auch Videos dazu an. Dazu hat er gleich noch ein paar Fragen, die er beim Online-Chat mit der Allgemeinen Studienberatung klären kann. Durch das Internet erfährt Peter auch von den Möglichkeiten, die Freie Universität kennen zu lernen – z.B. als Gasthörer oder durch die inFU.tage, bei denen man vor Ort über Studiengänge informiert wird. Die Kombination von Informationen im Internet und Orientierungsveranstaltungen an der Hochschule lassen im Laufe seines letzten Schuljahres Peters Entschluss reifen: Er wird Volkswirtschaftslehre studieren.

Nun geht es ans Eingemachte: Peter informiert sich auf der Website der Hochschule über Zulassungsverfahren und die Bewerbungsfristen. Für Volkswirtschaftslehre muss er zunächst ein Online-Bewerbungsverfahren durchlaufen. Bei der Vorbereitung helfen ihm die Video-Lernmodule auf der Website der Hochschule: Er erfährt, wie das Studium und die Bewerbung funktionieren und hat Erfolg: Peter bekommt den Studienplatz und kann sich an der Hochschule einschreiben.

„Die Immatrikulation muss persönlich oder durch einen Bevollmächtigten erfolgen. Jeder Studierende bekommt mit dem Studentenausweis die Zugangsdaten für unser Online-System und kann von jetzt an die vernetzte Hochschule voll nutzen“

erklärt Siegfried Engl von der Allgemeinen Studienberatung der Freien Universität Berlin. Studierende wie Peter haben von nun an ihren gesamten Studienablauf mit dem Campus Management System selbst verwalten. Anfangs irritieren Peter die vielen Funktionen und Möglichkeiten: Aber die Hochschule bietet spezielle Schulungen und Online-Lehrvideos an, außerdem kann er sich jederzeit an einen Tutor wenden.

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Campus Management: Studentleben online

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Bald ist Peter mit dem System vertraut und kann sich in den kommenden Semestern zu allen Veranstaltungen und Prüfungen anmelden, ohne Schlange zu stehen. Auch Scheine und Papiere muss er in Zukunft nicht mehr sammeln. Vielmehr behält das elektronische System mit einem Notenkonto für ihn den Überblick, welche Kurse er schon erfolgreich absolviert hat und welche noch benötigt werden. Auch die Studienbescheinigungen und Informationen zum Stand der Rückmeldung kann Peter jederzeit abrufen, wenn er die Informationen braucht.

Besonders praktisch findet es Peter, dass er sehr genaue Informationen über jede Veranstaltung online bekommt: Er kann so schnell herausfinden, ob er für einen Kurs die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Er erfährt, wie viele Plätze noch frei sind und wie diese vergeben werden – z.B. im Losverfahren oder nach Schnelligkeit der Anmeldung.

„Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen haben dazu geführt, dass ein Studium heute aus sehr vielen Modulen besteht und daher gut durchorganisiert werden muss – da ist ein elektronisches System eine große Erleichterung für die Studierenden. Zugriff auf die Daten haben auch nur die Studierenden selbst und die Mitarbeiter in Verwaltung und Prüfungsamt – das war schon immer so. Die Professoren hingegen können zwar die Noten für einen Kurs eintragen, nicht aber das gesamte Studienkonto einsehen, weil die entsprechenden Zugriffsrechte nicht haben. Die Benutzerrechte- und Rollen sind klar definiert. Datenschutz nehmen wir sehr ernst!“

beruhigt Siegfried Engl.

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Mensaspeisepläne, Bibliotheken und Prüfungen – alles funktioniert online

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Aber auch sein Studentenleben kann Peter online viel besser organisieren: Er kann online checken, was es heute in der Mensa zu Essen gibt, sich zum Hochschulsport anmelden und sehen, welche interessanten Veranstaltungen es sonst noch auf dem Campus gibt – z.B. einen Vortrag oder ein cooles Konzert. Im OPAC, dem Online-Katalog der Universitätsbibliothek, kann er recherchieren, welche Bücher am Standort vorhanden sind. Der Karlsruher Virtuelle Katalog zeigt ihm auch, welche Bücher in anderen Bibliotheken zu finden sind, wo er sie online per Fernleihe bestellen kann. Besonders praktisch findet es Peter allerdings, dass mittlerweile viele Zeitschriftenartikel und auch zahlreiche Bücher als Ebooks vorhanden sind – das erspart das lästige Ausleihen, Heimtragen und Kopieren.

Und schließlich funktionieren auch Prüfungen an der Freien Universität mittlerweile teilweise online: Peter meldet sich im Campus Mangement System zu jeder Prüfung online an. Wenn eine Prüfung dann am PC abgehalten wird, heißt dies „E-Examinations“. Diese Prüfungen finden unter Aufsicht in einem speziellen PC-Pool der Freien Universität statt. 300 Studierende sitzen hier gleichzeitig und beantworten per Tastatur Fragen, die Sie auf dem Computer vorfinden. Bei sogenannten Open-Book Klausuren dürfen Studierende in der Prüfung Bücher und eigene Aufzeichnungen (analog und digital) verwenden, denn hier werden Syntheseleistungen zu gelerntem Wissen geprüft. Bei Closed-Book Klausuren ist es den Studierenden hingegen untersagt, Bücher oder eigene Aufzeichnungen zu verwenden. Diese Variante zielt in aller Regel auf das reine Abfragen von Faktenwissen ab

„Derzeit können wir in unseren E-Examinations-Räumen gut 300 Studierende gleichzeitig an fest installierten PCs und ihren eigenen Laptops prüfen. Der Vorteil: Die Daten werden sofort in unser System übertragen und der Dozent muss nicht erst die Handschriften entziffern – das spart eine Menge Arbeit und die Ergebnisse liegen viel schneller vor. Wir optimieren derzeit auch unser Konzept für Prüfungen am eigenen Laptop. Diesen schließen die Prüflinge dann an einer speziellen Dockingstation an, so dass nur noch das Prüfungsprogramm auf dem Rechner zu sehen ist, das nur durch Abgabe der Prüfung beendet werden kann. Damit könnten wir weitaus mehr Studierende gleichzeitig prüfen. Das Problem bei dieser Entwicklung ist aber, dass die Studierenden natürlich unterschiedliche Betriebssysteme nutzen. Derzeit klappt es für Apple-Rechner nur teilweise.“

erklärt Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Center für Digitale Systeme (CeDiS). CeDiS ist das Kompetenzzentrum für eLearning und Multimedia an der Freien Universität und zuständig für alle Themen des digitalen Lehrens, Lernens und Prüfens.

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Online pauken: eLearning

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Damit Peter seine Prüfungen auch besteht, nutzt er das eLearning-Angebot der Freien Universität, das den Großteil seiner Kurse begleitet. Blended Learning heiß der Fachbegriff für die Ergänzung der Präsenzlehre durch Online-Elemente. Hierfür gibt es an der Freien Universität unter anderem eine zentrale Lernplattform namens Blackboard. Über diese im Internet zugängliche Plattform kann Peter jederzeit die Materialien und Skripte zu seinen Vorlesungen und Seminaren online abrufen. Außerdem veranschaulichen multimedial aufbereitete Materialien mit Animationen, Videos und Ton komplexe Themen, die Peter so viel besser verinnerlichen kann. Er kann sich sogar Ton- und Videodkumente herunterladen und sie sich unterwegs auf dem Handy anhören und anschauen. Wenn er Hilfe braucht, gibt es online zahlreiche Video-Tutorials, außerdem kann er sich täglich an die Support-Hotline bei CeDiS, wo die Lernplattform verwaltet wird, wenden.

„Die Lernplattform ersetzt zum Beispiel viele Kopien und Skripte, die früher in den Seminaren verteilt wurden: Die finden die Studierenden nun oft schon vor der Veranstaltung im Netz und können sich so optimal vorbereiten. Doch die Art und Weise, wie die Professoren das Internet nutzen, ist sehr unterschiedlich: Die einen übertragen ihre kompletten Vorlesungen ins Netz oder bieten ihren Studierenden spezielle Lernsoftware, bei anderen findet man begleitendes Material wie Texte, Bild- und Tondokumente, einige Professoren eröffnen Diskussionsforen und wieder andere stellen nur Literaturlisten online oder gar kein Material online. Das hängt sehr stark davon ab, wie internetbegeistert der Hochschullehrer ist“,

verdeutlich Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos.

Doch auch wenn viele seiner Veranstaltungen online zu finden sind und sich Peter diese bequem am heimischen Computer anschauen könnte: Bislang ist er noch nie auf die Idee gekommen, mal eine Vorlesung zu schwänzen. Viel zu wichtig ist für ihn der direkte Kontakt zu seinen Professoren und Kommilitonen. Denn gerade weil er seinen Laptop mit Internetzugang immer dabei hat, kann er Artikel, die der Professor während seines Vortrags erwähnt, auch an Ort und Stelle sofort recherchieren und gezielt Fragen stellen. Dadurch ergeben sich für ihn ganz neue Möglichkeiten, direkt in der Vorlesung zu diskutieren.

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Gut vernetzt mit Kommilitonen und Professoren

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Und auch dabei hilft ihm die Lernplattform weiter: Denn darüber kann man sich ganz hervorragend mit Mitstudenten und Hochschullehrern austauschen, wie Peter findet. So kann Peter über die zentrale Lernplattform schnell und einfach erfahren, ob eine Veranstaltung überhaupt stattfindet oder z.B. wegen Krankheit des Dozenten ausfällt. Denn die Lehrenden können ihre Studierenden per Online-Ankündigung oder über einfach zu bedienende Mail-Funktionen über kurzfristige Änderungen informieren. Außerdem kann Peter in Arbeitsgruppen mit Kommilitonen chatten, in Foren diskutieren, Nachrichten versenden oder Dateien austauschen. Eine Kalenderfunktion erleichtert die Terminabsprache für regelmäßige Treffen der Lerngruppe. Gemeinsam können die Kommilitonen so den Stoff besser erarbeiten und verstehen. Auch der Tutor, ein älterer Student, der die Veranstaltungen begleitet, ist auf diese Weise immer verfügbar.

Dozenten und Tutoren verteilen in den Arbeitsgruppen auch „Hausaufgaben“ oder führen Tests und Klausuren zur Probe durch. Letztere findet Peter besonders wichtig: Er bekommt sofort ein Feedback für seine Arbeit und kann so sehr schnell herausfinden, ob er den gelernten Stoff verinnerlicht hat oder wo noch Bedarf besteht. Dadurch gibt es bei den richtigen Prüfungen keine böse Überraschung. Aber die Vorteile des Online-Lernens gehen noch weiter: Wenn Peter an einer Hausarbeit oder einem Referat sitzt, können die anderen Gruppenmitglieder Literaturvorschläge und Kommentare zu seinen Thesen machen. Peter kommt auf diese Weise zu ganz anderen Ergebnissen, als wenn er allein im stillen Kämmerlein vor sich hinbrüten würde. Aber er bemerkt dann bei seinen Vorträgen auch, dass die Kommilitonen ein viel größeres Interesse an seinen Themen mitbringen und seine Ausführungen lebhaft diskutieren. So macht lernen Spaß!

„Wir haben tatsächlich festgestellt, dass eLearning die Motivation steigert. Beispiel Statistik – das ist in der Regel für viele Studierende einen Horrorveranstaltung. Wir jedoch lassen die Studierenden mit der eigens entwickelten Lernsoftware „Statisiklabor“ am Computer reale statistische Probleme lösen: Dafür befragen wir sie zu bestimmten Dingen und stellen ihnen dann die Aufgabe, ihre eigenen Daten auszuwerten. Ergebnis: Die Studierenden haben mehr Spaß, die Durchfallrate ist erheblich gesunken und die Statistikveranstaltung wurde mehrfach als beliebteste Veranstaltung gewählt.“

berichtet der CeDiS-Leiter.

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Peter absolviert während seines Studiums mehrere Praktika und verbringt ein Semester im Ausland. Doch auch während seiner gesamten Abwesenheit kann er dank der Lernplattform Kontakt zu seinen Kommilitonen, seinen Professoren und Tutoren halten. Er kann sich die Vorlesungen ansehen und mitdiskutieren – sprich: Auch in der Ferne weiß Peter jederzeit, was zu Hause passiert. Allerdings bemerkt er dabei auch, dass ihm schon der persönliche Kontakt zu den Leuten fehlt.

„eLearning kann Präsensveranstaltungen sehr gut ergänzen und vertiefen, nicht jedoch ersetzen. Wir haben festgestellt, dass die Studienabbruchraten in den reinen Online-Fernstudiengängen viel höher sind. Das liegt u.a. daran, dass die Leute sich auch persönlich sehen und Austauschen wollen. Lernen hat ja auch immer eine soziale Komponente und muss einfach Spaß machen. Deswegen setzt die Freie Universität vor allem auf das Konzept Blended Learning, in dem Online- und Präsenzlehre gemischt werden und sich gegenseitig ergänzen. „

zeigt Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos die Grenzen der digitalen Vernetzung auf.

Selbst digital aktiv werden

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Wieder zu Hause möchte Peter nicht mehr nur das digitale Angebot seiner Hochschule konsumieren, sondern sein digitales Wissen an jüngere Studierende weitergeben. Er entscheidet sich daher für einen einwöchigen Kurs im E-Tutoring, der zum Teil aus Online-Selbstlerneinheiten besteht. Hier lernt er nun die Lernplattform noch viel besser kennen: U.a. erfährt er, wie auch Lehrende das System nutzen können oder wie man digitale Lernmaterialien erstellt. Mit diesem Wissen bewirbt er sich als studentische Hilfskraft und wird sofort eingestellt, denn der Professor benötigt dringend die Hilfe eines Studierenden, der sich mit dem eLearning-System auskennt.

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Während seines Studiums hat sich Peter immer mehr auch mit den Web-2.0-Angeboten der Hochschule beschäftigt: Er hat mit Kommilitonen ein Wiki zum gemeinsamen Arbeiten an Texten aufgebaut. Außerdem schreibt er einen eigenen Blog über seine Auslandserlebnisse, den ihm die Freie Universität kostenlos anbietet. Eine gelungene Idee ist für ihn auch die Online-Tauschbörse fuelundfriends, in der Studierende z.B. Lehrmaterialien austauschen können. Das gute daran: Hier haben Lehrende keinen Zutritt.

Studium digitale – vernetzt studieren

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Aber Peter publiziert an der Hochschule nicht nur auf seinem Blog oder in Diskussionsforen: Dank der Empfehlung seines Professors kann Peter gegen Ende des Studiums seine Bachelor-Arbeit auf dem universitären Dokumentserver der Universitätsbibliothek veröffentlichen: Hier können wissenschaftliche Arbeiten von Angehörigen der Freien Universität nach dem Prinzip des Open Access kostenlos veröffentlicht werden. Open Access edeutet nichts anderes, als dass Fachveröffentlichungen online für frei zugänglich gemacht und genutzt werden können. Peter muss dafür nur noch seine Arbeit hochladen – und schon kann sie weltweit gelesen und rezipiert werden.

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10 Tipps für das digitale Studium

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Computercracks oder Newbie: Welches Vorwissen sollten Studienanfänger mitbringen, die sich heutzutage an einer digitalen Hochschule zurechtfinden wollen? studienwahl.de gibt Tipps, um sich erfolgreich im online-Dschungel zurechtzufinden.

  1. Wichtig ist eine gewisse Affinität zu Computern. Wer den Umgang mit Computern oder Internet bereits von Schule und Freizeit her kennt, sollte an der Hochschule keine Probleme haben.
  2. Viele kennen das Internet bereit als Kommunikationsmedium, z.B. durch das SchülerVZ., oder durch Spiele. Wer erfolgreich online studieren will, muss aber verstehen, dass der Computer mehr ist, als nur ein Spaß- und Spielgerät: Er muss den Computer als Arbeits-, Lern- und Informationsgerät begreifen.
  3. Ängste vor dem Computer, wie Eltern oder Lehrer sie oft haben, auch gerade was den Datenschutz angeht, sind unangebracht: Wichtig ist, dass man einen verantwortlichen Umgang mit dem Medium lernt.
  4. Um eLearning-Angebote zu nutzen, muss man noch kein Nerd sein; wer sich jedoch mit der Funktionsweise der Angebote näher auseinandersetzen will, muss tiefer einsteigen.
  5. Online-Lernen erfordert Selbständigkeit und Eigenverantwortung: Man muss sich vieles durch Online-Kurse und Ausprobieren selbst beibringen. Aber: Der Support ist auch immer in Reichweite.
  6. Wer an der Hochschule einen eigenen Laptop mitbringt, hat deutliche Vorteile: Zum Beispiel weil er Material direkt in der Vorlesung recherchieren kann.
  7. Auch aktuelle Software ist von Vorteil, weil diese wahrscheinlich eher mit den digitalen Angeboten an den Hochschulen kompatibel ist.
  8. Zum digitalen Studium gehört aber auch viel Selbstdisziplin: Wer viel online ist, läuft schnell Gefahr, sich durch die vielen Spaß-Angebote ablenken zu lassen. Also Vorsicht, dass man beim Surfen während der Vorlesung nicht versehentlich bei Facebook hängen bleibt.
  9. Vorsicht mit dem Urheberrecht: Auch wenn Informationen jetzt frei im Internet verfügbar sind, heißt das nicht, dass man Hausarbeiten einfach kopieren kann oder Quellen nicht nennen muss. Hier ist Sorgfalt weiterhin gefragt.
  10. Die Schnellebigkeit der Informationen lädt zu Ungenauigkeiten ein. Doch Vorsicht: Auch die Fähigkeit, sorgfältig zu recherchieren, gut zu argumentieren und längere Texte zu schreiben ist weiterhin gefragt und sollte entsprechend geübt werden.

Fakten zum digitalen Studium in Deutschland

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So oder ähnlich wie in dem Beispiel von Peter läuft mittlerweile das Studium an vielen deutschen Hochschulen ab. Verlässliche Zahlen darüber, wie weit die Digitalisierung des Studiums in Deutschland bislang fortgeschritten ist, gibt es aber bislang nicht. Das liegt auch daran, dass die Hochschulen unterschiedliche IT-Systeme nutzen, die zwar ähnliche Funktionen aufweisen, jedoch Vergleiche schwierig machen.

An der Freien Universität Berlin kommen beispielsweise das „SAP Campus Management“ und Blackboard als eLearning-Plattform zum Einsatz. Die Freie Universität war damit erste deutsche Universität, die mit integrierter IT-Unterstützung modulare Studiengänge abbildet.

Auch die HIS Hochschul-Informations-System GmbH entwickelt derzeit mit HISinOne eine IT-Lösung für Verwaltung und Studienorganisation an Hochschulen. Das Besondere dabei: Die Software wird gemeinsam mit 15 Pilotpartnern entwickelt, die das System derzeit im Betrieb testen. Zu den Pilothochschulen gehören u.a. die Universitäten Bonn, Mannheim, Freiburg und Siegen, außerdem die RHTW Aachen, die Humboldt-Universität zu Berlin oder die Fachhochschule Flensburg.

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Neben der eLearning-Software Blackboard kommt an Deutschen Hochschulen auch Moodle zum Einsatz – zum Beispiel an der Universität Duisburg-Essen. Im Gegensatz zu Blackboard, das kommerziell vertrieben wird und daher kostenpflichtig ist, läuft Moodle als Open Source Software frei unter GPL Lizenz. Jeder kann sich die Software also frei herunterladen und frei zu nutzen.

Immer mehr Hochschulen bieten außerdem virtuelle Studienberatungen, Web-basierte Eignungstests oder Self-Assessments an. Auf diese Weise wollen die Hochschulen bei Bewerbern Interesse wecken, aber gleichzeitig herausfinden, ob die Studienanwärter wirklich für das Fach geeignet sind. Auch hier gibt es je nach Hochschule große Unterschiede: Einige Verfahren sind reine Eignungstests, bei denen nur das vorhandene (Fach)wissen abgefragt wird und die Bewerber am Ende eine Empfehlung erhalten. Andere helfen als Self-Assessment, eine Entscheidung für oder gegen ein Studienfach zu treffen. Ein Beispiel ist dafür ist die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg. Die sogenannten HAW-Navigatoren, die von der Hamburger Cyquest GmbH speziell für die HAW entwickelt wurden, zeigen in verschiedenen Modulen mit Texten, Bildern und Videos, welche Inhalte, Anforderungen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt die zukünftigen Studierenden erwartet und testen deren Wissen mit kleinen Aufgaben. Am Ende bekommen die Studienbewerber eine Empfehlung.

Man sieht: Der vernetzte Student ist längst keine Zukunftsvision mehr – und das durchaus im positiven Sinne. Die Digitalisierung kostet zwar in der Einführungsphase viel Zeit und Geld, spart Hochschulen, aber auch Studierenden, auf Dauer viel Zeitaufwand und Kosten. Man darf gespannt sein, was die digitale Entwicklung der nächsten Jahre mit sich bringt.

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