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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine nachhaltige Arbeitswelt. Mit unserem einzigartigen on-Demand Verlags-Konzept bieten wir Bücher, Magazine sowie eKurse und haben über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – Kunden u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen, Projekt-Partner Bundesbildungsministerium. Verlegerin Simone Janson ist eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Text stammt weitestgehend aus dem Buch: “Der Karriereführerschein: Erfolgstipps für alle, die anfangen zu arbeiten” (2011), erschienen bei Campus Verlag, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.


Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, Beraterin und eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen laut Blogger-Relevanz-Index. Sie ist außerdem Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Laut ZEIT gehört ihr als Marke eingetragenes Blog Best of HR – Berufebilder.de® zu den wichtigsten Blogs für Karriere, Berufs- und Arbeitswelt. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.

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Artikel richtig gut Schreiben in 9 Schritten: Druckreif formulieren!

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Vielleicht passiert es Ihnen nie in Ihrem Berufsleben, dass Sie einen Artikel oder Buchbeitrag zu verfassen haben. Vielleicht werden Sie aber doch einmal völlig unvorbereitet mit der Aufgabe konfrontiert, einen längeren Beitrag für die Mitarbeiterzeitung, für ein Fachmagazin oder für einen Sammelband erstellen zu müssen. Oder natürlich für einen Blog. Und dann?

fragen

Schritt 1: Klären Sie die Grundsatzfragen

Ob Bücher, Fachzeitschriften, Magazine oder Blogs – im Berufsalltag kann es immer mal wieder passieren, dass Sie einen Artikel zu einem bestimmten Thema irgendwo veröffentlichen müssen. Hier ein paar weitere Tipps dazu.

Bevor Sie über Inhalte nachdenken, sollten Sie sich über einige wesentliche Rahmenbedingungen im Klaren sein, und zwar:

  • In welchem Blog, welcher Zeitschrift, in welchem Magazin oder in welchem Sammelband wird der Beitrag erscheinen?
  • Wer wird der “offizielle” Autor sein? Das müssen nicht unbedingt Sie als Verfasser sein, oft setzt nämlich der Chef seinen Namen darunter.
  • Wie lang soll der Beitrag sein? Dies wird oft in Zeichen angegeben. Zur Orientierung: Eine durchschnittliche Textseite hat etwa 2000 Zeichen (incl. Leerzeichen).
  • Wann soll der Beitrag erscheinen, bis wann muss er der Redaktion vorliegen und bis wann muss er im Haus abgestimmt sein?
  • Wer gibt firmenintern den Beitrag frei?
  • Mit wem im Haus muss der Beitrag abgestimmt werden?
  • Muss die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informiert werden?
  • Muss gegebenenfalls die Erlaubnis von Kunden, Lieferanten oder Partnern eingeholt werden?
  • Können Abbildungen, Grafiken, Tabellen oder Fotos verwendet werden?
  • Ermitteln Sie, ob es spezifische Autoren- und Formathinweise gibt.
  • Klären Sie, wie umfangreich die Autorenangaben (Lebenslauf, Position) sein sollen.
  • Ganz wichtig: Wer sind die Leser? Was wissen sie über das Thema? Für was interessieren sie sich?

Schritt 2: Formulieren Sie die Überschrift

Vielfach wird an (Journalisten-)Schulen empfohlen, die Überschrift erst dann zu formulieren, wenn man den Text zu Ende geschrieben hat. Ich bin da anderer Auffassung: Wer sich gleich zu Beginn eine prägnante Überschrift überlegt, ist dazu gezwungen, sich Gedanken über das Ziel seines Beitrags zu machen.

Selbstverständlich kann man die Überschrift aber jederzeit auch wieder ändern. Die Ziele können unterschiedlichster Art sein. Sie können etwas kommentieren oder etwas bewerben oder verkaufen. Sie können sachlich informieren oder andere motivieren. Sie können Ihre eigene Kompetenz unter Beweis stellen oder versuchen, andere zu überzeugen.

Beachten Sie bei der Formulierung der Überschrift folgende Hinweise:

  • Die Überschrift ist das auffälligste Element eines Artikels und soll beim Leser Neugierde wecken sowie eine pointierte Aussage transportieren.
  • Die Überschrift sollte das Thema im engeren Sinn klar machen.
  • Die Überschrift sollte in der Regel nicht mehr als 30 Zeichen haben.
  • Die Überschrift sollte aus kurzen Wörtern bestehen.
  • Die Überschrift sollte mindestens ein Verb beinhalten.

Schritt 3: Erarbeiten Sie Ihre Kernbotschaften

Auch normale Mitarbeiter, die eigentlich nichts mit Kommunikation zu tun haben, müssen heute immer öfter schreiben – z.B. im Coorporate-Blog des Unternehmens. Zum Beispiel im Daimler-Blog:

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Warum Botschaften wichtig sind

Wie Blogmanager Uwe Knaus im Interview auf Best of HR – Berufebilder.de® berichtet, erzählen die Mitarbeiter hier von ihrer Arbeit. Das vermittelt eine authentische Darstellung des Unternehmens. Doch wie baut man so einen Blogbeitrag auf und arbeitet die Kernbotschaft möglichst genau heraus? Dazu drei wichtige Tipps.

  1. Versuchen Sie, in wenigen Sätzen zusammenzufassen, was Sie mitteilen wollen.
  2. Denken Sie dabei daran, den Sachverhalt nicht (nur) aus Ihrer Sicht darzustellen, sondern vor allem aus dem Blickwinkel der Leser zu betrachten.
  3. Schreiben Sie also nicht, was Sie wissen, sondern berichten Sie von dem, was Ihren Lesern am meisten nutzen dürfte.

Probleme und Lösungen im Auge behalten

Um es bildlich auszudrücken: Sie wollen das Aussehen eines Kuchen beschreiben, doch die Leser interessieren sich in der Regel nur für das Rezept. Das heißt: Nennen Sie (nicht nur) Fakten, sondern gehen Sie vor allem auch auf Probleme und Ihre Lösungsvorschläge und -methoden ein.

Wie viele Kernbotschaften – man kann auch von Gliederungspunkten sprechen – sollten Sie über Ihren Beitrag transportieren? Es hat sich bewährt, nicht mehr als fünf Kernbotschaften zu bringen.

Schritt 4: Formulieren Sie Ihre Kernbotschaften aus

Der für viele Menschen schwierigste Teil ist das Abfassen des Hauptteils. Immerhin müssen Sie nicht mit dem sprichwörtlichen “weißen Blatt Papier” beginnen, denn Sie haben ja schon Ihre Kernbotschaften stehen. Diese müssen übrigens nicht zwangsläufig chronologisch angeordnet sein – viel wichtiger ist, sie folgen einer nachvollziehbaren Logik und sind spannend aufgebaut.

5 Tipps für gutes Formulieren

In Anbetracht der nahezu unendlichen Vielfalt an Themen, über die sich schreiben lässt, fällt es naturgemäß schwer, allgemeingültige Empfehlungen für diesen Schritt zu geben. Dennoch, hier einige Tipps:

  1. Erklären Sie, was Sie gemacht haben oder zu einem bestimmten Thema denken.
  2. Begründen Sie stets Ihre Aussagen.
  3. Denken Sie daran: Ihr Beitrag wird umso besser, je konkreter Sie schreiben und je mehr anschauliche Beispiele Sie geben.
  4. Verlieren Sie sich jedoch nicht in Details und verhindern Sie, dass Inhalte in der Informationsflut “untergehen”.
  5. Ziehen Sie Schlussfolgerungen aus Ihren Thesen.

Grafik und Beispiele

Aus meiner praktischen Erfahrung möchte ich noch zwei Tipps geben: Versuchen Sie, auf jeder Seite ein grafisches Element (Abbildung, Tabelle, Aufzählung) zu platzieren. Bedenken Sie dabei aber, dass Abbildungen, die Sie beispielsweise in PowerPoint erstellt haben, in Büchern oder Zeitschriften nicht farbig und außerdem stark verkleinert abgedruckt werden.

Im Internet haben Sie natürlich mehr Möglichkeiten. Und für beide gilt: machen Sie sich zudem bewusst, dass Artikel, Studien und Bücher eine lange “Lebensdauer” haben, aber die darin erwähnten Beispiele oft schnell veralten. Wählen Sie Ihre Beispiele also mit Bedacht aus.

Schritt 5: Formulieren Sie die Einleitung

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, dass Sie unmittelbar mit dem Hauptteil beginnen sollen. Dies hat den einfachen Grund, dass man sich in der Regel viel leichter mit dem Schreiben der Einleitung tut, wenn man weiß, was danach kommt.

Mit der Einleitung führen Sie zum Thema hin, etablieren die “Tonalität” (legen also fest, in welchem Ton Sie fortan formulieren) und machen sich den Leser gewogen. Allerdings trifft dies nur auf längere Beiträge zu. Es gilt die Faustregel: Je kürzer ein Artikel, desto eher sollten Sie gleich “zur Sache kommen”.

Schritt 6: Formulieren Sie den Schluss

Aus der Schulzeit ist Ihnen sicherlich noch bekannt: Ein Aufsatz endet nicht abrupt, sondern hat ein Ende, und sei es noch so kurz. Welche Möglichkeiten haben Sie, einen Artikel zu beenden? Ziehen Sie ein (kurzes) Fazit und fassen Sie Ihre Kernbotschaften zusammen.

  1. Erläutern Sie, welche Konsequenzen der Leser aus Ihrem Beitrag ziehen sollte.
  2. Stellen Sie einen Bezug zur Einleitung her.
  3. Geben Sie Tipps und Hinweise, wie der Leser von Ihren Ausführungen profitieren kann.
  4. Fordern Sie Ihre Leser auf, eine bestimmte Aktion zu ergreifen oder einen Vergleich anzustellen.
  5. Fordern Sie den Leser auf, einen Fragebogen im Internetauszufüllen oder weiteres Infomaterial anzufordern.

Auch hier gilt, was bereits gesagt wurde: Je kürzer der Artikel, desto knapper sollte auch der Schluss ausfallen.

Schritt 7: Stellen Sie dem eigentlichen Text eine Zusammenfassung voran

Sie werden das aus Zeitungsartikeln kennen: Dort heißt die Zusammenfassung am Anfang des Textes “Lead” und hat die Aufgabe, den Leser neugierig zu machen und ihn über die wichtigsten Inhalte zu informieren.

Ähnlich ist es bei den meisten Fachartikeln und manchmal auch bei Buchbeiträgen. Beantworten Sie in zwei bis drei Sätzen die sechs wichtigsten “W-Fragen”, nämlich: “Wer macht Was Wann Wo Wie und Warum?”

Schritt 8: Ergänzen Sie die Autorenangaben

Bei den meisten (Fach-)Magazinen ist es üblich, dass zum Schluss einige Informationen zum Verfasser beziehungsweise zu den Verfassern gegeben werden. Nennen Sie hier stets Ihren vollen Namen mit akademischen Titeln, den Arbeitgeber und die Position.

Gelegentlich steht auch mehr Platz zur Verfügung – dann können Sie wichtige Stationen des Lebenslaufs sowie vorherige Veröffentlichungen nennen.

Schritt 9: Korrigieren Sie Ihren Beitrag

Überprüfen Sie zum Schluss Ihren Text im Hinblick auf inhaltliche Richtigkeit, die Einhaltung der Formatvorschriften, korrekte Angabe der benutzten Quellen und Literatur, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Stil.

Zeichenzahl ergänzen

Ergänzen Sie dann noch die Zeichenzahl – das geht in Word und anderen Textverarbeitungsprogrammen recht einfach mit der Funktion “Extras – Wörter zählen”.

6 abschließende Tipps

Abschließend noch einige zusätzliche Hinweise, die Ihnen beim Verfassen von Artikeln und Buchbeiträgen helfen können:

  1. Verwenden Sie Fachbegriffe möglichst sparsam, außer Sie schreiben ausschließlich für Fachleute.
  2. Verwenden Sie keine Abkürzungen. Ausnahme: Wenn Sie längere Begriffe häufiger verwenden (wie etwa “Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie”), dann schreiben Sie den Begriff zunächst einmal aus und nennen Sie dann die Abkürzung (BMWi).
  3. Vermeiden Sie eine werbliche Ausdrucksweise, also keine Superlative, Übertreibungen und ausschmückenden Beschreibungen.
  4. Verwenden Sie bei längeren Texten Zwischenüberschriften, um Ihren Beitrag auch optisch zu gliedern.
  5. Verzichten Sie möglichst auf Hervorhebungen (Fettungen im Text, Kursivstellungen, rechtsbündige oder zentrierte Textzeilen).
  6. Schicken Sie keine vorläufigen oder unabgestimmten Versionen von Texten an die Redaktion – immer nur die endgültige.

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12 Antworten zu „Artikel richtig gut Schreiben in 9 Schritten: Druckreif formulieren!“

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  2. Guter Beitrag zum guten Schreiben!

  3. Die Fähigkeit, gute Texte zu schreiben, wird oft unterschätzt!

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  5. Eine super Anleitung für viele tolle Texte. Danke dafür!

  6. Gute Tipps für gute Texte – diesem Artikel ist wirklich nichts hinzuzufügen. Danke!
    Mit herzlichen Grüßen,
    Tanja von Beyond-9to5.de
    die Ihre Anregungen für ihr Blog beherzigen wird

  7. Der Karriere-F ührerschein: In 9 Schritten einen Artikel schreiben (Teil 3) #Business
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