{Best of HR Live} ARD-Reportage Das Märchen vom Fachkräftemangel: Mit Best of HR – Berufebilder.de®


Gut arbeiten, 500 Bäume pflanzen! Wir machen die Arbeitswelt menschlicher wie ökologischer und spenden – urkundlich belegt – Einnahmen für Aufforstung. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept, on-Demand eKursen und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, WELT, Wikipedia.
Bildrechte:  Bildmaterial vom Urheber des Videos.

Im März wurde ich zur Diskussion um das Thema Fachkräftemangel auf Best of HR – Berufebilder.de® von der ARD interviewt. Das Ergebnis wird nun in der ARD ausgestrahlt. Titel der Sendung: “Die Story im Ersten: Der Arbeitsmarktreport – Das Märchen vom Fachkräftemangel“.

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Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

  Profil


Wie alles anfing

Die Diskussion dazu hatte auf Best of HR – Berufebilder.de® 2009 ganz harmlos mit ein paar Leserkommentaren begonnen, weitete sich aber dann, zu einer veritablen Diskussion aus und gipfelte schließlich in der Gründung eines Gegenverbands zum Verein Deutscher Ingenieure. Denn, so heißt es in der Beschreibung zur Sendung:

Kaum ein Lobbyverband hat sich so vehement dafür eingesetzt, ausländische Fachkräfte ins Land zu holen, wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Ingenieure selbst sind es, die dem Verein vorwerfen, er lasse sich von Unternehmen instrumentalisieren und drücke das Mindestgehalt. Weil der Ingenieursverband regelmäßig mit Horror-Zahlen aufwartet, hat man den Ingenieursberuf zum Mangelberuf erster Klasse erklärt und erlaubt Unternehmen jetzt, hochqualifizierte ausländische Fachkräfte einzustellen, zu einem Mindestlohn von 32.500 Euro im Jahr. Früher lag diese Grenze bei 66.000 Euro. Mit Blue Card und europäischer Freizügigkeit sollen Fachkräfte aus Spanien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien auf den deutschen Arbeitsmarkt strömen. Deutschland ist stolz darauf, Krisenstaaten zu unterstützen, indem es ihnen Arbeitslose abnimmt.

Leser auf der Palme

Genau dieses Verhalten bringt unsere Leser schon seit Jahren auf die Palme. 2014 ist nun auch ein vielbeachtetes Buch von Martin Gaedt dazu erschienen. Unter den Titel “Mythos Fachkräftemangel” wirft er den Unternehmen fehlende Aktivität hinsichtlich der Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften aus.

O-Ton des Buches: Fachkräftemangel ist oft hausgemacht und es muss viel stärker differenziert werden. In Ausgabe 12/2014 habe ich zu dem Thema auch den Beitrag Von wegen Mangel geschrieben.

Zur Sendung

Ich bin nun gespannt, was während und nach der Sendung passiert. Ich habe selbst das fertige Ergebnis auch noch nicht gesehen, aber mein Interview bereits hier resümiert.

Auf jeden Fall sind alle interessierten herzlich eingeladen, das Thema mitzudiskutieren. Sendetermine sind:

  • Mo, 21.07.14 | 22:45 Uhr | Das Erste
  • Di, 22.07.14 | 04:45 Uhr | Das Erste

Viel Spaß!

Update

Gut 10 Tage ist es her, dass am 21. Juli in der ARD die Reportage “Das Märchen vom Fachkräftemangel” ausgestrahlt wurde, an der Best of HR – Berufebilder.de®.de durch Hilfe bei der Recherche, Vernetzung mit potenziellen Interviewpartnern und letztlich auch einen eigenen Wortbeitrag maßgeblich beteiligt war.

Seitdem hat es eine Reihe spannende Resonanzen gegeben.

Endlich Menschen mit der gleichen Meinung!

Was mich persönlich sehr berührt hat: Gleich nach der Sendung meldeten sich zahlreiche Ingenieure zur Wort, die uns für unsere Arbeit dankten, weil sie durch die Sendung festgestellt haben, dass sie mit ihrem Problem, keinen Job zu finden, gar nicht so allein sind. So schrieb mir Regina:

Hallo Frau Janson, am Montag haben mein Mann und ich Sie in der Arbeitsreportage – Das Märchen vom Fachkräftemangel – gesehen und gehört. Uns tut das so gut, endlich mal Menschen zu hören, die die gleiche Meinung haben wie wir.

Tatsachen, die wütend machen

Hier merkt man, wie frustrierend und auch psychisch belastend es für viele Menschen ist, immer und immer wieder das Klagen der Arbeitgeber über den angeblichen Fachkräftemangel zu hören, zu der entsprechenden Zielgruppe zu gehören – und dennoch keinen Job zu finden.

Auch andere Zuhörer waren betroffen. So schreibt Weiterbilder Martin Salwiczek: “Der Film war treffend, macht wütend.” (https://twitter.com/MSalwiczek/status/491344506173030400)

Diskussion stößt neues Blogprojekt an

Was mich gefreut hat, war das es aber auch konstruktive Tipps zur Lösung des Problems gab. So bereichtete Clara von ihren Erfahrungen mit hunderten von Bewerbungen als Ingenieur und ihrer Konsequenz: Auswandern!

Wir haben schlussendlich ganz einfach das Land verlassen und leben nun seit mehr als 5 Jahren im Ausland, teilweise außereuropäisch, sind alle in Lohn und Brot und machen uns über das deutsche System keine Sorgen mehr. Es interessiert uns auch nicht mehr. Unsere Kinder sind mehrsprachig und steuern gerade auf ihre Master-Abschlüsse (auch Ingenieurwissenschaften :-) ) zu.

Da das Thema bei anderen Lesern auf reges Interesse stößt, hat sich Clara nun dazu entschlossen, etwas umzusetzen, das sie offenbar schon länger mit sich herumträgt: In einem eigenen Blogprojekt, wird sie nun über das Auswandern als Ingenieur berichten. Wir dürfen gespannt sein.

Kritische Stimmen

Daneben gab es auch Kritik an der Machart der Sendung – und zwar in Form einer fundierten Rezension von Gerhard Kenk, Macher der Crosswater Job Guide, der den Aufbau der Reportage mit einer Telenovela verglich. Für seinen Geschmack war die Sendung etwas zu viel Feuilleton und etwas zu wenig Analyse.

Ganz unrecht hat er nicht, auch für mich persönlich hätte es etwas weniger Tränendrüse sein müssen. Hier kommt natürlich die Tatsache zum Tragen, das dem Zuschauer Fakten möglichst als leichte Kost und in einprägsamen Bildern präsentiert werden sollen.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Aber ich war insgesamt begeistert von der Tatsache, dass es der Sendung gelang, dennoch in so kurzer Zeit alle wichtigen und höchst unterschiedlichen Aspekte des Themas zu präsentieren.

Ich bin nur nicht überzeugt, ob auch Menschen, die von dem Thema keine Ahnung haben, auch alles verstanden haben. Da gebührt es nun Gerhard Kenk, dass er in seinem Beitrag die wichtigsten Fakten noch einmal übersichtlich versammelt hat. Zum Beispiel:

  • Karl Brenke (DIW) definiert den Fachkräftemangel so: Auf 1 Stelle kommen 3 Bewerber – das ist keine klare Mangelsituation.
  • Martin Gaedt (Autor von “Mythos Fachkräftemangel”): Schlagzeilen werden leicht von den Medien aufgegriffen.
  • IW multipliziert die offenen Stellen mal 7 – das ist Lügen mit Zahlen.
  • Die Erwerbspersonenlücke beträgt 6.5 Millionen, das allein ist noch keine Basis für einen Fachkräftemangel.
  • Billige Löhne für Fachkräfte: Das Jahresgehaltsminimum wurde von 66.000 über 47.000 auf 32.000 Euro gesenkt.
  • Und vieles mehr – dazu einfach den Beitrag lesen.

Funktioniert Fachkräftemangel wie Fruchtjoghurt?

Einen etwas anderen Überblick gibt Respektspezialistin Bettina Schöblitz: Sie stellt die verschiedenen Lügen-Fakten einander gegenüber und auf witzige Weise in Frage, indem sie sie mit Alltagsbeispielen konterkarrikiert.

Etwa das Beispiel von dem Enttäuschten Arbeitgeber, der nur sechs Bewerbungen erhält, von denen er vier sofort einstellen könnte, aber dennoch enttäuscht ist. Ist es ein echter Mangel, wenn ich im Supermarkt “nur” zwischen sechs Sorten Erdbeerjoghurt wählen kann und keiner davon meiner Anforderung nach 183 ml Inhalt und 47 % Fruchtanteil entspricht?


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