Recruiting in der IT-Branche: 7 Dinge, die Personaler von Entwicklern lernen können


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Nach wie vor gehören sie zu den gefragtesten Mitarbeitern: Entwickler werden händeringend gesucht. Personaler stellt dies häufig vor Herausforderungen, denn es gibt zu wenige Fachkräfte und sehr guten Entwickler sind entweder schwer zu finden oder nur schwer für das eigene Unternehmen zu begeistern. Was können HR-Experten also machen, um zu überzeugen? Vor allem erst einmal: von Entwicklern lernen. Recruiting in der IT-Branche: 7 Dinge, die Personaler von Entwicklern lernen können Recruiting in der IT-Branche: 7 Dinge, die Personaler von Entwicklern lernen können

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Hier schreibt für Sie: Stefan Schwarzgruber verantwortet seit 2015 die Geschäftsentwicklung von Stack Overflow im DACH-Markt. Profil


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Entwickler: Nur 11 Prozent aktiv auf Jobsuche

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Ende 2017 veröffentlichte der Digitalverband BITKOM eine Arbeitsmarktuntersuchungund stellte fest, dass wieder 55.000 IT-Stellen unbesetzt blieben. Das sind ca. acht Prozent mehr offene Stellen in der Branche als noch im Vorjahr. Es herrscht also Hochbetrieb in den Personalabteilungen und Recruiting-Agenturen, die auf der Suche nach geeignetem Fachpersonal sind. Doch wie rekrutieren diese erfolgreich und nachhaltig? Und was erwarten Entwickler eigentlich von Arbeitgebern?

In der Stack Overflow Entwicklerumfrage 2018, in der mehr als 100.000 Entwickler auf der ganzen Welt befragt wurden, fanden wir heraus, dass nur knapp elf Prozent der Entwickler aktiv auf Jobsuche sind. Allerdings sind 58 Prozent offen für neue Jobangebote, was für Personaler eine große Chance birgt.

7 Tipps: Das schätzen Entwickler beim neuen Job

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Für diese Job-Neugierigen sind die wichtigsten Jobkriterien vor allem, welche Programmiersprachen von ihnen verlangt werden und wie ihr Arbeitsumfeld sowie die Unternehmenskultur aussieht. Es geht nicht darum schnell Positionen zu besetzen.

1. Weiterbildungsmöglichkeiten

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Interessanterweise, erkundigen sich die meisten Kandidaten of erst im Zweiten Schritt nach dem Gehalt und eventuelle Zusatzleistungen. Wichtiger sind für die meisten Entwickler berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten und die Teams, mit denen sie zukünftig arbeiten.


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Wer sich für eine Karriere als Entwickler entschieden hat, der wählte auch den Weg des lebenslangen Lernens. Nur so können sie auf dem Arbeitsmarkt bestehen, weil quasi jedes Jahr neue Programmiersprachen, Technologien und (Team)Managementstile dazukommen.

2. Entwickler muss zur Unternehmenskultur kennen

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Und was können Personaler und Recruiter daraus lernen? Dass es nicht immer um die harten Fakten geht, sondern viele Entwickler auch “weiche Benefits” zu schätzen wissen. Und dass es ausgeklügelte Strategien bedarf, um Entwickler für eine Position zu überzeugen, als diese nur mit Geld zu locken.

Es ist beispielsweise nicht zielführend, nur den erstbesten Entwickler schnell einzustellen, um eine bestimmte Position zu besetzen oder um Projekte weiterzutreiben. Hier lohnt es sich, lieber ein wenig mehr Zeit in einen passenden Kandidaten zu investieren, als nur darauf Wert zu legen, dass Aufgaben schnell fertiggestellt werden können. Es gibt aber ein paar Tipps aus Entwicklersicht, die Recruiter und Personaler bedenken können.

3. Alternative Bildungswege anerkennen

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Was haben Mark Zuckerberg, Thomas Anders und Günther Jauch gemeinsam? Genau, sie alle haben ohne Abschluss ihre Universitäten verlassen. In Deutschland sind nach wie vor Titel und Zertifikate hoch im Kurs, denn eines scheint hierzulande noch nicht so ganz angekommen zu sein: Man braucht kein Abschlusszeugnis, um wirklich gut in dem zu sein, was man macht.

Das zeigt sich sehr stark bei Entwicklern, denn sie bringen sich viel selbst bei. Über 90 Prozent geben an, dass sie sich selbst eine neue Programmiersprache, ein neues Framework oder ein neues Tool außerhalb ihrer formalen Ausbildung beigebracht haben (z.B. über einen Onlinekurs, wie 40 Prozent in der Umfrage äußerten).

So schnell wie sich Technologie heutzutage entwickelt, kann kein Studienplan repräsentieren. Daher sollten alternative Bildungswege und Programmiererfahrung gleichwertig zum Studienabschluss angesehen werden. Wenn sich Unternehmen von dem Zwang nach formalen Bildungswegen freimachen, vergrößern sie ihren Kandidatenpool – und das wahrscheinlich um einige wissbegierige Entwickler.


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4. Entwickler besser kennenlernen

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Entwickler und HR-Experten gehören grundsätzlich zu verschiedenen Arten von Menschen, weswegen sie sich wahrscheinlich außerhalb ihrer Arbeit nicht allzu häufig über den Weg laufen. Das ist eine vertane Chance, denn so würden sie wahrscheinlich besser verstehen, wie Entwickler ticken. Abhilfe schafft hier aber eine hilfreiche Maßnahme:

Unternehmen sollten viel öfter ihre Teams durchmischen. Wenn zum Beispiel die Personaler einige Zeit zwischen den Entwicklern arbeiten, erfahren sie, worauf es bei der Stelle ankommt, welche Interessen Programmierer haben und wie der Arbeitsalltag aussieht. Neue Ideen und Anregungen können so einfach direkt mit in den Arbeitsalltag mitgenommen werden und verbessern so Prozesse und vertiefen vor allem das Verständnis für die gesuchte Position.

5. Teams mehr durchmischen

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Das Entwicklerdasein ist geprägt von ständigen Erneuerungen und Innovationen, sei es durch  ständige Verbesserung der Produkte oder der fortwährenden Arbeit an gerade diesen. Genau diese Gedankengrundlage sollte auch in der HR-Abteilung Anklang finden und umgesetzt werden: Nur weil man es immer so gemacht hat, heißt das nicht, dass das der beste Weg ist.

Einen neuen Weg ging zum Beispiel einer unserer Kunden und erfand das interne  “MOVE”- Programm. Hierbei  können IT-Mitarbeiter in andere Units und kleinere Teams wechseln und sogar seine Führungsqualitäten ausbauen, wenn er oder sie für eine bestimmte Zeit das Team anführt. So entstehen neue Ideen und Perspektiven und auch die Mitarbeiterzufriedenheit wächst, da verschiedene Bereiche ausprobiert werden und ein völlig neuer Arbeitsalltag entsteht. Erst wenn man das bekannte Terrain verlässt, macht man Dinge wirklich anders – und manchmal braucht man dafür eben einen kleinen Anstoß.

6. New Work: Home Office & Flexibilität

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New Work ist ein relativ geflügelter Begriff und bedeutet, dass die starren, alten Strukturen ausgedient haben. Flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Regelungen stehen jedoch vor allem bei Entwicklern hoch im Kurs. Ganz nach dem Motto „Der Mensch richtet sich nicht mehr nach der Arbeit, sondern die Arbeit muss sich nach der Lebenswirklichkeit des Menschen richten”.

Arbeitgeber sollten realisieren, wie wichtig eine Work-Life-Balance heutzutage ist, dass das digitale Büro unzählige Möglichkeiten zur Vereinfachung des Arbeitspensum bietet und dass Unternehmenswerte viel wichtiger sind als noch vor 20 Jahren. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, wenn man auf der Suche nach passenden Kandidaten ist, denn diese Dinge sind nicht nur Entwicklern unheimlich wichtig, sondern auch allen anderen Mitarbeitern.


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7. Technologie ist heute Chefsache

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In den meisten Unternehmen ist es schon angekommen, aber einige wissen es noch nicht: Unternehmen sind erfolgreicher, wenn das oberste Management einen Technikhintergrund oder zumindest einen Einblick in die technologischen Prozesse des Unternehmens hat.

Das vereinfacht nicht nur Prozesse für und mit Entwicklern, sondern die Führungsriege versteht auch die Wichtigkeit von guten Entwicklern.

Fazit: Personaler und Unternehmen müssen neue Impulse zulasse und umsetzen

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Dies sind nur einige Beispiele, wie Personaler besser Entwickler verstehen und folglich auch besser suchen und einstellen können. Letztendlich ist es wichtig, dass die HR-Abteilungen die Werte ihrer Entwickler verstehen.

Nur so kann gewährleistet werden, dass es nicht zu einem “bad-hire” kommt und sich das Mitarbeiterkarussell ständig weiterdreht, sondern die richtigen Leute zur richtigen Zeit an Bord geholt werden. Erst dann können Unternehmen und Mitarbeiter gemeinsam wachsen.

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