Langweilige Meetings co-moderieren: 3 typische Situationen und ihre Lösung


Gut arbeiten, 500 Bäume pflanzen! Wir machen die Arbeitswelt menschlicher und ökologischer, z.B. durch unser gut dokumentiertes Engagement zum Klimaschutz. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Von der Top20-Bloggerin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, WELT, Wikipedia.
Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Ein Schwachpunkt vieler Meetings ist die Moderation. Denn häufig weiß der Moderator selbst nicht recht, was er will. Aber was kann man als Teilnehmer dagegen tun?

meeting

Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

  Profil

Wenn der Chef schlecht moderiert

Sie kennen das vielleicht: Das sitzen Sie im Meeting und Kollege X hat viel zu viel Redezeit. Zum Beispiel weil der Moderator  einzelne Teilnehmer viel zu lange reden lässt oder  überfordert ist von einer heftiger werdenden Diskussion.

Und das Schlimme: Sie können nicht einmal etwas dagegen sagen, denn häufig ist der Moderator der Chef. Aber: Mit Nachfragen und Vorschlägen kann man indirekt agieren – und das Meeting retten. Was hilft? Moderieren Sie einfach mit. Aber indirekt, denn der Moderator sollte ja das Gesicht nicht verlieren.

Konstruktives Nachfragen als Mittel der Wahl

Das Mittel der Wahl: Konstruktives Nachfragen.  Denn dadurch verliert der Moderator nicht das Gesicht. Gleichzeitig wirken Sie selbst wie ein besonders engagierter Teilnehmer.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) herunterladen oder für wenig mehr Buch zum Thema mit Rabatt bzw. eKurs buchen. Aktionen oder News per Newsletter!

Außerdem lenken Fragetechniken zunächst von Ihnen ab, so dass Sie Ihre Argumente nicht verteidigen müssem. Sie helfen dann, in der Gruppe gemeinsam und konstruktiv Lösungen zu finden, ohne dass sich jemand angegriffen fühlt. Fragen sind daher die optimale Technik für ein erfolgreiches Meeting.

3 typische Probleme in Meetings

Die Situationen, in denen man die Fragen einsetzen kann, sind natürlich ganz unterschiedlich, aber wenn man genau hinsieht, stellt sich heraus, dass die folgenden drei Schemata typisch für Meetings sind und sich fast immer anwenden lassen:

Prooblem 1: Direkter Angriff

Ein anderer Teilnehmer greift eine Idee oder einen Redbeitrag an, indem er eine Gegenthese aufstellt, z.B. “Das klingt ja nett, aber wir haben damit andere Erfahrungen gemacht.” Nun steht Aussage gegen Aussage. Der Trick: Einfach mal fragen, ob die Situation richtig beschrieben wurde. So geht es:

  1. Bitte um Präzisierung, wenn die Informationen zu vage sind: “Wer besonders?” “Wie genau?” “Alle?” “Wie viel Prozent?” usw.
  2. Bitte um zusätzliche Informationen, wenn Sie noch etwas mehr wissen wollen: “Wer war noch beteiligt?” “Wer war betroffen?” “Wer war verantwortlich?” “Was ist geschehen?” “Würden Sie einmal berichten, wie das konkret war?”
  3. Vergleichen Sie die neuen Informationen eines Gesprächspartners mit bekannten Informationen, um ein klareres Bild zu bekommen: “Im Vergleich wozu?”
  4. Lenken Sie mit einer Verständnisfrage rhetorisch geschickt von sich ab und lassen Sie den anderen erklären: “Habe ich Sie richtig verstanden, Sie sagen, dass…”

Problem 2: Achtung Nörgler!

Ein Teilnehmer beurteilt die Konsequenzen Ihres Vorschlages viel negativer als Sie selbst, etwa so: “Das hört sich ja nett an, aber ich glaube, dass dadurch die Produktivität erheblich sinken wird.”

Jetzt sollten Sie herausfinden, ob die Handlung tatsächlich zu den vermuteten Konsequenzen führen würde oder ob noch andere zu erwarten sind. So geht es:

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) herunterladen oder für wenig mehr Buch zum Thema mit Rabatt bzw. eKurs buchen. Aktionen oder News per Newsletter!

  1. Bitten Sie alle Teilnehmer darum, zu überlegen, welche möglichen Konsequenzen es noch geben könnte: “Haben wir alle Konsequenzen überdacht?” “Was kann sonst noch dabei herauskommen?” “Gibt es Alternativen?” “Haben wir etwas vergessen?”
  2. Übersteigern Sie mögliche Konsequenzen: “Was kann denn schlimmstenfalls passieren, wenn wir diese Option wählen?” Sie machen damit klar, dass es so schlimm nicht werden kann, und dass die Schwarzseher hoffnungslos übertrieben haben.
  3. Fragen Sie nach einer Begründung: “Warum ist diese Lösung die beste?” “Warum ist Option 1 Option 2 vorzuziehen?” “Welche Gründe haben wir, diese Idee abzulehnen?”
  4. Stellen Sie diese Frage bewusst an alle, auch an sich selbst. Sie machen damit klar, dass auch Sie mitdenken. Wenn Du diese Frage nur an andere Teilnehmer stellst, kommen diese durch das “Warum?” in einen Rechtfertigungszwang – und das erzeugt Widerstand. Führe die anderen bewusst in eine Sackgasse, um damit die Absurdität der Befürchtungen klar zu machen: “Was müssen wir tun, damit uns das Problem erhalten bleibt?” “Was kann passieren, wenn wir das Problem auch weiterhin nicht lösen?” Du machst damit auch klar, dass es besser ist, zu handeln, statt untätig zu bleiben – und hast die Lacher auf Deiner Seite.

Problem 3: Die Allgemeinheit hat recht

Ein Teilnehmer greift Ihre Ausführungen an, indem er sich auf einen allgemeingültigen Konsens beruft: “Das ist ja nett, aber wir wissen ja alle, dass das viel zu idealistisch gedacht ist: Niemand arbeitet mehr, als er unbedingt muss.”

Der Trick dabei ist einfach: Die Mehrheit irrt nicht; etwas, das alle wissen, ist quasi unwiderlegbar. Wenn Sie es doch tun, stimmt mit Ihnen etwas nicht (zumindest fühlen Sie sich so), und daher haben Sie kaum Chancen, Ihre Meinung zu rechtfertigen. Doch ist die allgemeine Meinung überhaupt richtig? Regen Sie die anderen Teilnehmer zum Nachdenken an:

  1. Finden Sie heraus, warum eine Position für jemanden wichtig ist: “Was ist für Sie besonders wichtig?” “Was steht hier für Sie hier im Vordergrund?”
  2. Fragen Sie danach, wie jemand zu seiner Ansicht gelangt ist: “Was hat Sie dazu veranlasst, die Situation so zu sehen/so zu deuten?”
  3. Brechen Sie die allgemeine Perspektive auf Einzelfälle herunter, indem Sie unterscheiden: “Das trifft für diesen Fall zu, aber gilt das auch für…?”, “Dort passte dieses Handeln – aber wie ist das in diesem Zusammenhang?”
  4. Laden Sie die anderen Teilnehmer dazu ein, einmal die Perspektive zu wechseln: “Wenn wir das aus der Perspektive des Kunden betrachten: Wie würde er das sehen?” “Wie, glauben Sie, würde unser Chef reagieren?”

Mehr Wissen - PDF-Download, eKurs on Demand oder persönliche Beratung


Offline-Download: Diesen Text als PDF herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Da wir den Titel dieses Textes aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist. Nach dem Kauf Text ausschließlich unter dieser URL herunterladen (bitte abspeichern). Oder für wenig mehr direkt ganzes Buch oder eKurs mit diesem Text kaufen, dazu weiterlesen.

3,99 Jetzt buchen


Kundenmeinungen lesen und Buch zu diesem Thema mit Rabatt kaufen: Ihnen gefällt dieser Text und Sie wollen mehr Informationen dazu lesen? Kaufen Sie das passende Buch inklusive diesem Text, direkt hier in zwei Sprachen erwerben, als Mitglied sogar mit 20 Prozent Rabatt. Sie wollen zuerst einen Blick in das Buch werfen? Dazu können Sie das Buch in der Vorschau ansehen und dann auf der Buchseite erwerben.

Deutsche Ausgabe: ISBN 9783965960435

7,99  Direkt kaufen

Englische Ausgabe: ISBN 9783965960428 (Hinweis zur Übersetzung)

7,99  Direkt kaufen


Kundenmeinungen lesen und Buch zu diesem Thema mit Rabatt kaufen: Ihnen gefällt dieser Text und Sie wollen mehr Informationen dazu lesen? Kaufen Sie das passende Buch inklusive diesem Text, direkt hier in zwei Sprachen erwerben, als Mitglied sogar mit 20 Prozent Rabatt. Sie wollen zuerst einen Blick in das Buch werfen? Dazu können Sie das Buch in der Vorschau ansehen und dann auf der Buchseite erwerben.

Deutsche Ausgabe: ISBN 9783965960435

7,99  Direkt kaufen

Englische Ausgabe: ISBN 9783965960428 (Hinweis zur Übersetzung)

7,99  Direkt kaufen


Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung und Zertifikat – alle weiteren Informationen!

19,99 Jetzt buchen


Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgeber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) – zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

179,99 Jetzt buchen



Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  1. Dagmar R.

    - Spannender BeitragHmOMTuJ0Q6

  2. KompetenzPartner

    Langweilige Meetings co-moderieren: 3 typische Situationen & ihre Lösung: Ein Schwachpunkt vie… - Spannender BeitragzhwJzPL66g #Beruf #Bildung

  3. Henryk Lüderitz

    RT @Berufebilder: Langweilige Meetings co-moderieren: 3 typische Situationen & ihre Lösung – - Spannender Beitrag6S83a5vDM1

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.