Barack Obama, LinkedIn-Gründer Reid Hoffmann und Narzissmus in der Wirtschaft


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LinkedIn-Gründer Reid Hoffmann spricht über rasantes Unternehmenswachstum, Barack Obama redet kurz darauf von verantwortungsvoller Unternehmensführung. Was läuft schief in unserem System – und was können wir dagegen tun?

Barack Obama, LinkedIn-Gründer Reid Hoffmann und Narzissmus in der Wirtschaft Barack Obama, LinkedIn-Gründer Reid Hoffmann und Narzissmus in der Wirtschaft

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Barack Obama und LinkedIn-Gründer Reid Hoffmann über den Wandel der Wirtschaft

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Nur wenige Minuten bevor Barack Obama auf der Bits & Pretzels über verantwortungsvolles, nachhaltiges Unternehmertum, aber auch über die Notwendigkeit staatlicher Regulierung spricht, sitzt dort der prominente LinkedIn-Gründer und Wagnis-Kapitalgeber Reid Hoffmann.

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Reid Hoffmann war für mich bislang eher positiv besetzt, und sei es weil ich mich an das sehr spannende Interview erinnere, dass ich mit seinem Co-Gründer Konstantin Guericke vor einigen Jahren über Wandermeetings und Vertrauen geführt habe. Reid Hoffmann hat unterdessen heute ein anderes Thema: Blitscaling. Unternehmen müssen schnell wachsen, denn nur wenn sie die Marktdominanz erreichten, können sie erfolgreich sein. Oder plump gesagt: Wirtschaftswachstum um jeden Preis.

Greta Thunberg und der rasante Wachstum in der Tech-Szene

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Dass sich Mitarbeiter über schlechtes Management oder Kunden über den miesen Service beklagten, müsse dem Unternehmen in dieser Wachstumsphase egal sein, bis man die Konkurrenz besiegt habe. Dann aber müsse man sich als Unternehmen auch um diese Themen kümmern – wie wir das gerade bei Facebook sehen, das nach genau diesem Muster groß geworden sei. Und Hoffmann sagte: „Unternehmer wollen immer mehr Zeit. Aber Schnelligkeit ist immer Teil des Wettbewerbs.“

Nun kann man diese in der StartUp- und Techszene weit verbreitete Haltung gerade im Bezug auf den Klimawandel kritisieren – was Barack Obama auch kurz darauf tat und Greta Thunberg lobte, die seiner Meinung nach Unglaubliches geleistet habe.

Der Fall Thelanos und die Frage: „Wie gesund ist unsere Wirtschaft?“

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Doch immerhin: Ganz so rücksichtslos, wie sich das anhört, sieht der sympathisch wirkende Hoffmann die Sache dann doch nicht: Angesprochen auf den Betrugs-Skandal des Blutuntersuchungsunternehmens Thelanos merkte Hoffmann an, dass bewusste Täuschung dann doch ein wenig zu weit gehe – und sprach von Blitzfailing.

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Wie gesund diese Geisteshaltung ist, durfte ich mich denn auch einige Tage später angesichts eines Vortrags von Dr. Bärbel Wardetzki bei einer Konferenz zum Thema „Wirtschaft und Spiritualität“ in Kirchzarten bei Freiburg fragen.

Machtmissbrauch in der Wirtschaft und Narzissmus

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Ihr Thema war Machtmissbrauch in der Wirtschaft und Narzissmus. Für die Diplom-Psychologin aus München basiert unser gesamtes Wirtschaftssystem auf narzisstischen Strukturen. Das betrifft sowohl das System selbst als auch die dort Tätigen.

Dabei müsse man unterscheiden zwischen einem gesunden Narzissmus, der Energien verleiht, uns zu Handlungen antreibt und unser Durchsetzungsvermögen stärkt und dem krankhaften, defizitären Narzissmus, der durch ein zu geringes Selbstbewusstsein entstehe. Dazwischen gebe es eine große Bandbreite unterschiedlicher Ausprägungen, die von Mensch zu Mensch sehr divergiere.

Der Wunsch gesehen zu werden: Gesunder vs. Defizitärer Narzissmus

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Tatsächlich ist der Wunsch, gesehen zu werden, essentiell wichtig für den Menschen. Unser Selbstwertgefühl braucht den Blick des anderen und so entwickelt sich dann auch die menschliche Psyche nur im Austausch mit der Außenwelt und als Reaktion auf das, was uns diese widerspiegelt. Während aber früher nur Herrscher und Mächtige ihren Narzissmus ungebremst ausleben konnten, ist das heute allen Menschen möglich und wird durch die Sozialen Medien sogar noch begünstigt. Daher ist das Problem stärker in unser Bewusstsein gerückt.

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Defizitärer Narzissmus entsteht nach Wardetzki, wenn der eigene Selbstwert vor allem in der Kindheit zu stark gekränkt wird: Wer ständig das Gefühl vermittelt bekommt, so wie er ist, nicht angenommen zu werden, sondern den – auch teilweise überhöhten Idealvorstellungen – der eigenen Eltern entsprechen zu müssen, entwickelt als Reaktion darauf eine narzisstische Fassade, die später auch Nähe in sozialen Beziehungen erschwert aus Angst, jemand könnte dahinter schauen und einen als minderwertig betrachten.

Entmenschlichte Wirtschaft begünstigt Narzissmus

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Während Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein andere Meinungen akzeptieren können, weil diese nichts mit ihren eigenen Werten zu tun haben, werden defizitäre Narzissten an dieser Stelle rabiat, gieren nach Macht um Kritik zu entwerten, umgeben sich mit Ja-Sagern.

Es ist daher, nach Auffassung der Psychologin, kein Wunder, wenn unser aktuelles Wirtschaftssystem Narzissten den idealen Lebensraum bietet. Denn die Abkoppelung des Ökonomischen vom menschlichen ist dabei ein wesentlicher narzisstischer Faktor.

Das Problem des in sich selbst abgeschotteten Bankensystems

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Als Beispiel nennt Wardetzki den ehemaligen Investmentbanker Rainer Voss, der von der in sich geschlossenen Bankenwelt berichtet, in der einen die Außenwelt nichts mehr angeht. Und nur so könnten Banker überhaupt ihren Job machen.

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Das Problem dabei: Wenn alles auf Nützlichkeit, Zins, Profit und Mehrwert reduziert wird, dann entkoppeln wir die Wirtschaft vom Gemeinwohl und damit vom Menschen. Die narzisstischen Auswüchse führen zu Gier, Unmoral und persönlicher Bereicherung auf Kosten anderer.

DM-Gründer Götz Werner: „Sie verdienen nur Geld, wenn andere für Sie arbeiten“

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Wie tief diese Denkweise in unserer Gesellschaft verwurzelt ist, zeigt für mich eine Aussage des als Philanthrop bekannten DM-Gründers Götz Werner vor einigen Jahren auf der re:publica. Ein Satz, geäußert während eines Vortrags, der sich mir wie kein zweiter ins Gedächtnis eingebrannt hat: „Sie können nur Geld verdienen, wenn andere für Sie arbeiten“, sagte Werner und umreist für mich damit das Kernproblem unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems.

Wie kann eine Lösung aus diesem Dilemma aussehen? Wie können wir als Gesellschaft mit so einem System dennoch die anstehenden Probleme, von denen ich den Klimawandel für das größte und wichtigste halten, lösen?

Problemlösung durch Motivationsanreize

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Die richtigen Anreize zur Motivation zu setzen, könnte ein wichtiger Faktor sein: Weg von der in vielen Unternehmen herrschenden Boni-Mentalität hin zu gesellschaftlich sinnvolleren Motivatoren. Studien etwa der New York University und der London Business School zeigen, dass intrinsische Faktoren häufig wichtiger für die Motivation sind als äußere Anreize.

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Das ist vor allem im Non-Profit-Sektor so, wo es vergleichsweise wenig Geld gibt. Hier wirkt dann die große, verbindende sozial-ökologische Idee oder der Aufbau eines gemeinsamen Unternehmens gleichsam wie die Karotte vor der Nase. Je größer und wichtiger die Idee, desto mehr Einsatz wird verlangt und desto weniger Geld wird gezahlt.

Handeln wie Greta Thunberg

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Für Diplom-Psychologin Wardetzki müssen innerer und äußerer Wandel stets Hand in Hand gehen. „Geht in die Welt und handelt“, sagte auch sie im Hinblick auf Greta Thunberg, denn „Alles, was wir tun, hat Modellcharakter für andere.“ Und: Man kann durchaus sein narzisstische Energie nutzen, um etwas zu bewegen. Die Frage sei nur, ob man sie zum Wohl der Gesellschaft und Vorbild werde nutzt oder zur Destruktivität.

Daher müsse man sich stets hinterfragen, ob man nicht übertreibt. Zudem müsse man hinnehmen, dass Systeme sich nicht so schnell verändern, sondern oft einige Jahrzehnte brauchen. Daher müssten wir auch aufpassen, dass wir uns nicht von Narzissten blenden lassen, die kurzfristige Lösungen versprechen, aber nur ihren eigenen Vorteil im Kopf haben.

Lösungsvorschläge von Reid Hoffmann und Barack Obama

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Aktiv handeln ist schließlich das Motto von LinkedIn Gründer Reid Hoffmann und Ex-President Barack Obama. Für beide liegen die Lösungen beispielsweise in geeigneter Umwelttechnologie. Während Obama etwa Unternehmen zur Wasserfilterung eine große Zukunft prophezeit, sieht Hoffmann das Problem eher in einer technologiefeindlichen Einstellung:

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„Gerade die Science Fiction Filme seit den 70er Jahre haben bei vielen Menschen große Angst vor Technik hervorgerufen. Hier ist Hollywood mit neuen storys gefragt, die zeigen, wie man mit Technologie Probleme lösen kann.“


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