Lebenslauf und CV nach Vorlage: 6 Tipps zur professionellen Vita


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Wer einen Job sucht, benötigt vor allem eines: Einen aussagekräftigen, gut strukturierten Lebenslauf. Wir zeigen in 6 Schritten, worauf es ankommt.

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Hier schreibt für Sie:

 

Inga Symann ist freie Texterin und Lektorin.

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Ein guter Lebenslauf macht den Unterschied

Manchmal ist es wie verhext: Sie haben sich so viel Mühe bei der letzten Bewerbung gegeben – und trotzdem haben Sie den super Job nicht bekommen. Jetzt heißt es: „Weitermachen und nicht den Mut verlieren!“ Hier erfahren Sie, was wirklich in einen guten und professionellen Lebenslauf gehört. Denn wer sich gut und zeitgemäß verkaufen kann, hat viele Vorteile.

Ganz gleich, für welchen Job Sie sich bewerben – einen Lebenslauf benötigen Sie in jedem Fall. Doch mittlerweile reicht es nicht mehr aus, einfach nur alle Stationen des beruflichen Werdeganges hintereinander aufzulisten. Es gibt einige Dinge zu beachten, die Ihre Chancen auf die gewünschte Stelle deutlich erhöhen. Ein guter Lebenslauf ist für die aktive Jobsuche auch und gerade in Zeiten der Digitalisierung sehr sinnvoll. Ob er ausgedruckt vorhanden sein sollte oder als korrekt exportierte PDF verfügbar gemacht wird, hängt von der jeweiligen Ausschreibung ab.

Was soll mit dem Lebenslauf erreicht werden?

Zwar wird der Lebenslauf in einer Bewerbungsmappe erst hinter dem Anschreiben angeordnet, doch ist er von mindestens ebenso großer Bedeutung. Sie sollten diesen Teil der Bewerbung auf keinen Fall unterschätzen und hier die nötige Aufmerksamkeit walten lassen. Das Ziel des Lebenslaufes ist es, anhand des Werdeganges übersichtlich erkennbar zu machen, welche Erfahrungen Sie bereits in Ihrer beruflichen Laufbahn gesammelt haben. Und dabei ist es unerheblich, ob Sie gerade die Schule hinter sich gebracht, das Studium oder die Ausbildung beendet haben oder den Arbeitgeber wechseln wollen.

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Um die nächste Stufe der Bewerbungsleiter, das Vorstellungsgespräch, zu erreichen, ist ein professioneller Lebenslauf – oder auch das Curriculum Vitae – von großer Bedeutung. Hier erfahren Personaler auf einen Blick, welche beruflichen Stationen Sie bereits absolviert haben und welche Fähigkeiten und Kompetenzen Sie vorweisen können.

Was gehört in einen Lebenslauf? Standartisierten Aufbau nutzen

Um es den Entscheidern so leicht wie möglich zu machen, gibt es einen standardisierten Aufbau, den Sie mit etwas Geschick aber noch attraktiver gestalten können. Dafür gibt es zahlreiche Vorlagen und Lebenslauf-Muster im Internet. Zu beachten ist zu Beginn die Platzierung des aktuellen Fotos. Verwenden Sie ein Deckblatt, findet das Foto direkt dort seinen Platz. Ohne Deckblatt gehört das Foto rechts oben auf den Lebenslauf. Bei dem Bewerbungsfoto sollte es sich auf jeden Fall um ein aktuelles und professionelles Foto handeln.

Damit Sie nicht in der Fülle der Bewerbungen untergehen, müssen Anschreiben und Lebenslauf richtig gut und professionell sein. Dazu gehört vor allem auch, den Bezug zur Stellenausschreibung des Unternehmens herzustellen. Haben Sie eine Initiativbewerbung geschrieben, spannen Sie den Bogen zu Ihren Fähigkeiten und der von Ihnen gewünschten Stelle. Tun Sie das nicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Verantwortlichen Ihre Bewerbung gleich zur Seite legen. Aber: Zu kreativ und außergewöhnlich sollte Ihr Lebenslauf auch wieder nicht sein, sonst fällt er zu sehr aus dem Rahmen des gewohnten.

Mit dem richtigen Inhalt überzeugen: So fällt Ihr Lebenslauf positiv auf

Das bedeutet also, dass Ihr Lebenslauf aktualisiert und auf die von Ihnen gewünschte Stelle zugeschnitten ist. Nennen Sie die Anforderungen und Tätigkeiten des Jobs demnach nicht nur im Anschreiben, sondern beziehen Sie diese auch in den Lebenslauf mit ein. Beschreiben Sie zum Beispiel, dass Sie die geforderte Tätigkeit, das besondere Programm oder die Aufgabe beim vorherigen Arbeitgeber bereits durchgeführt oder sich eine besondere Qualifikation dafür angeeignet haben. Diese relevanten Punkte zeigen dem Personaler und Chef von Anfang an, dass Sie die nötigen Kenntnisse für den Job mitbringen.

Auch berufliche Erfolge haben eine Berechtigung, im Lebenslauf genannt zu werden. Schließlich wollen die Entscheider bei der Sichtung der Unterlagen sehen, welchen Mehrwert ihnen der Bewerber für das Unternehmen bieten kann. Durch eine gezielte Erwähnung von Erfolgen können Sie sicherstellen, dass Ihre Vorzüge auch gesehen werden.

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Aufbau und Inhalt des Lebenslaufs

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die richtige Struktur. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Übersichtlichkeit. Genauso wichtig ist jedoch auch der Inhalt, also die lückenlose und korrekte Wiedergabe der von Ihnen gemachten Angaben zu Ihrer Person, dem beruflichen Werdegang und anderen persönlichen Komponenten. Um den Lebenslauf so übersichtlich wie möglich zu gestalten, sollten folgende Kriterien erfüllt sein:

1. Alle Abschnitte mit entsprechenden Überschriften

Alle Abschnitte sollten mit zum Inhalt passenden Überschriften versehen werden, beginnend mit der Hauptüberschrift „Lebenslauf“. Darunter gehören dann folgende persönliche Angaben:

  • Name und Geburtsname
  • Geburtsdatum und -ort
  • Staatsangehörigkeit
  • Familienstand (optional)

Wahlweise können an dieser Stelle auch bereits die Kontaktdaten samt Adresse genannt werden.

Der nächste Abschnitt der Aufzählung ist dann der berufliche Werdegang, den Sie wiederum erneut mit der passenden Überschrift versehen. Unbedingt beachten sollten Sie, dass die Stationen

2. In umgekehrt chronologischer Reihenfolge

Alle Stationen des Lebenslaufs sollten in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeben werden. So sieht der Personaler oder der zukünftige Chef auf einen Blick die aktuelle Situation beziehungsweise die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sowie Ihre Berufserfahrung.

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3. Übersichtliche Struktur

Schaffen Sie auch für sich selbst eine Übersicht mithilfe einer guten Struktur, die Sie, je nach Stellenausschreibung, füllen. Mit zusätzlichen Qualifikationen, die für den ausgeschriebenen Job hilfreich sind, können Sie bei den Entscheidern Pluspunkte sammeln. Folgende Reihenfolge hat sich bewährt:

  1. Persönliche Angaben zur Person
  2. Beruflicher Werdegang
  3. Schul- und Berufsausbildung
  4. Weiterbildungen
  5. Kenntnisse und Fähigkeiten oder zusätzliche Qualifikationen
  6. EDV-Kenntnisse
  7. Engagement und Hobbys

Abhängig von der persönlichen Situation können Sie die Punkte selbstverständlich auch variieren oder entfernen. Führen Sie zum Beispiel kein Ehrenamt aus, benötigen Sie den Punkt Engagement auch nicht. Auch Sprachkenntnisse oder Zusatzqualifikationen können bei Bedarf zusammengefasst werden. Welche Einteilung für Sie am meisten Sinn macht, kommt auf Ihren ganz individuellen Werdegang und die von Ihnen angestrebte Stelle an.

4. Der Abschluss: Datum und Unterschrift

Oftmals wird dieser Punkt vergessen, doch die Empfehlung lautet: Unterschreiben Sie zusätzlich zum Anschreiben auch Ihren Lebenslauf. Mit der Unterschrift bestätigen Sie die Richtigkeit des Dokuments und die Angaben erhalten mehr Seriosität. Ebenfalls gerne gesehen sind Datum und Ort der Unterschrift, die dem professionellen Lebenslauf den letzten Schliff geben. Bei elektronisch übermittelten Bewerbungen können Sie Ihre Unterschrift einscannen und so digital unterschreiben. Dies ist mittlerweile anerkannter Standard.

5. Ehrlichkeit bei Hobby und Interessen

Auch die Rubrik „Hobbys oder Interessen“ ist von Bedeutung. Langweilen Sie den Leser nicht mit standardisierten Phrasen. Vielleicht passen die Anforderungen des Hobbys, wie zum Beispiel Teamfähigkeit beim Sport, auch hervorragend zum ausgeschriebenen Job. Präzisieren Sie Ihre Interessen also am besten.

Ein wichtiger Punkt ist auch das Thema Ehrlichkeit. Personaler haben meist schon viele Erfahrungen mit Bewerbern sammeln dürfen und somit im Bewerbungsalltag eine Menge erlebt. Sie erkennen kleine Unwahrheiten schnell. Spätestens im Bewerbungsgespräch können ausgefeilte Fragetechniken diese ans Licht bringen. Somit lautet die Empfehlung von Anfang an: Schließen Sie Lücken im Lebenslauf und seien Sie offen und ehrlich zu sich selbst und Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber.

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6. Inhalt und Form: Worauf ist grundsätzlich zu achten?

Prinzipiell ist es wie so oft im Leben: Der erste Eindruck zählt. Das gilt auch bei einer Bewerbung und einem professionell gestalteten tabellarischen Lebenslauf. Das heißt, dass der Blick zuerst auf das äußere Erscheinungsbild fällt. Durch ein ansprechendes Design können Sie sich von der Masse der Mitkonkurrenten abheben. Setzen Sie Ihre Fähigkeiten damit gezielt in Szene. Das Layout sollte gut formatiert, strukturiert und einheitlich, aber auch schön und übersichtlich gestaltet sein. Wählen Sie ein ansprechendes Layout, das gut zu überblicken ist und nicht mit bunten Bildern und unübersichtlichen Tabellen aufwartet. Wie sorgfältig Sie den Lebenslauf und den Rest der Bewerbungsunterlagen gestalten, gibt potenziellen Arbeitgeber einen ersten Einblick in Ihre Arbeitsweise; Sorgfalt und Genauigkeit sind in jedem Fall wünschenswerte Eigenschaften.

Vermeiden Sie Rechtschreib- und Grammatikfehler, denn die sich für die meisten Personaler ein absolutes No-Go, da diese auch auf Ungenauigkeit schließen lassen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, den Lebenslauf von Freunden oder Verwandten gegenlesen zu lassen. Vier oder mehr Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Und auch alle von Ihnen gemachten Angaben müssen einheitlich und stimmig in den dazugehörigen Unterlagen wiederzufinden sein. Widersprechen Sie sich im Verlauf der Bewerbung, kann das Ihre Chancen auf die Stelle zunichte machen.

Fazit: Ein aktueller, aussagekräftiger Lebenslauf ist wichtig

Lassen Sie sich die Chance nicht entgehen. Aktualisieren Sie Ihren Lebenslauf auf die ausgeschriebene Stellenbeschreibung. Heben Sie deutlich hervor, dass Sie die gewünschten Fähigkeiten besitzen oder sich diese umgehend aneignen wollen. Seien Sie offen und ehrlich und erklären Sie eventuelle Lücken im Lebenslauf. Damit fallen Sie zwischen der Vielzahl von Bewerbern auf und kommen Ihrem Traumjob damit sicher schnell einen Schritt näher.


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  1. Martin L.

    Das es irgendeine Möglichkeit zum “Zeigen” geben sollte, dem muss ich zustimmen. Und da eine Maus oder ähnliches unterwegs unpraktisch ist bleibt uns wohl erstmal “nur” der Multitouchscreen. Leider finde ich den Link gerade nicht, aber es gibt zum Beispiel auch Forschungen dazu, Vibrationen eines Smartphones/Tablets so zu timen, das das Gehirn dazu gebracht wird auf einer ebenen Fläche eine Schwelle zu “erkennen”. Damit hätte man zumindest schon mal die Möglichkeit Tasten zu simulieren. Das wäre doch für den Anfang auch schon mal ein guter Kompromiss, oder?.
    Übrigens vermute ich, das es vor allem Menschen leicht fällt eine Tablet-Tastatur zu verwenden, die das 10-Finger-Schreiben nie gelernt haben. Warum? Weil diese Menschen häufig ihre verschiedenen Finger viel vielseitiger auf der Tastatur einsetzen nachdem sie das Adlersuchsystem überwunden haben und sich dadurch leichter an das Tablet anpassen können. Schließlich hält man das auch immer wieder anders, so das sich immer wieder neue Anforderungen ergeben: mal in zwei Händen, so das nur die Daumen schreiben, mal auf einer Hand oder dem Unterarm, so das nur die andere Hand frei ist, mal flach auf dem Tisch liegend wie eine normale Tastatur, mal angewinkelt auf den Knien auf dem Sofa liegend, manchmal in merkwürdigen Winkeln zwischen Bauch und Tisch eingeklemmt wenn der Tisch belegt ist…
    Ein paar letzte Wort zu den Tablets: Ich finde es lohnt sich durchaus mal mit verschiedenen Tastaturen von Zusatz-Apps zu erperimentieren, das Layout – vor allem die Tastengröße – macht da enorme Unterschiede. Leider finde ich auch da wenige neue Alternativen. Wenn schon Multitouch, warum dann simulierte Tasten, warum nicht zum Beispiel mit einem einzigen Finger aus einer langen automatisch zoomenden Leiste den Buchstaben auswählen und ihn dann mit einer Bewegung nach oben “schnippen”? Oder noch einfacher, eine Tastatur die in Fingernähe die Tasten vergrößert, so das man sicher sein kann die richtige gedrückt zu haben. Nur zwei von vielen Ideen. Wie gesagt: Fehlanzeige…
    Diese mangelnde Innovationsfreude der Firmen ist leider auch ein Grund warum es schwer ist gute Informationen zu finden. Die meiste Entwicklung findet wohl an Universitäten statt und obwohl die Informatik ein sich so schnell veränderndes Feld ist sitzen die meisten Forscher hier in ihrem Elfenbeinturm und veröffentlichen ihre Ergebnisse eher in eigenen Papers, sogar in diesem benutzernahen Feld. Ich bin selten auf allgemein verständliche Informationen gestoßen und die meisten waren entweder veraltet oder die Ideen sind nach einem hoffnungsvollen Start nie weiterverfolgt worden. Außerdem sind die Informationen auch noch weit verstreut, deswegen kann ich im Moment leider nicht mit guten Links aufwarten so leid es mir tut. Von den ein oder zwei Seiten die ich im Kopf habe finde ich auch gerade die Links nicht. Aber der beste Weg ist denke ich sowieso sich auszudenken was schön wäre und dann zu fragen wie man das erreichen kann.

  2. Martin L.

    Als fast fertiger Informatiker, der sich unter anderem mit Benutzerschnittstellen auseinandersetzt muss ich leider bezweifeln, das diese Idee so, selbst wenn sie technisch schon machbar wäre konkurrenzfähig wäre. Ein paar der wichtigsten Punkte für mich:
    – Kein taktiles Feedback – schon Tablet-Tastaturen sind hier grenzwertig. Warum sonst bräuchte man eine externe Tastatur? Sicher, es gibt schon Entwicklungen, Feedback z.B. mit Ultraschall zu erzeugen. Aber das ist eine weitere Technik die erst noch existieren muss.
    – Die Arme werden schnell lahm bei dieser Stellung.
    – Die zusätzliche Tastatur trennt die Aufmerksamkeit. Das “ideale” Interface hat m.E. sowieso keine Tastatur mehr im klassischen Sinne sondern extrem gute Vorhersagen erlauben es sich auf die wahrscheinlichsten Buchstaben zu beschränken oder der PC arbeitet sowieso mit Spracheingabe.
    – Die Software, die in dem Video verwendet wird verwendet die gute alte Fenstertechnik. Diese Metapher ist langsam aber sicher ebenfalls überholt, da sie für alte Interaktionstechniken optimiert ist. Warum sich auf einen zweidimensionalen “Schreibtisch” beschränken wenn man schon ein Hologramm hat? Wozu riesige Programme, wenn man doch eigentlich Aufgaben erledigt, die eh immer wieder ähnliche Tools benötigen? Zukünftige Software wird immer modularer. Nur mit dem passenden Softwareinterface kann man die Vorteile der Interaktionstechniken nutzen. Android hat diese Metapher ja auch schon ziemlich aufgegeben.
    – Wenn ich in der Straßenbahn sitze möchte ich nicht, das jeder auf meinen holographischen Screen gucken kann.

    Um das gleiche Gefühl zu erzeugen gibt es übrigens tatsächlich Möglichkeiten, wenn auch teure: Ein Display in der Brille (einäugig um die Orientierung in der realen Welt zu erhalten, beidäugig für 3D-Sicht oder sogar mit Einblendung in das Bild der realen Welt) und dazu ein Handschuh der Handbewegungen analysiert. Sieht dann Cyborg-artig aus mit der Brille und erzeugt belustigte Gesichter wenn man dann in freier Wildbahn scheinbar ziellos in der Luft herum fuchtelt, aber funktioniert. Interessant ist das diese Techniken sein Jahren existieren, sich aber wie viele andere nicht durchsetzen konnten. Deshalb dürfte es schwierig sein sie mit aktuellen Handys zu verbinden. Warum sie sich nicht durchgesetzt haben? Keine Ahnung…

    • Simone Janson

      Hallo Martin,
      danke für den Super-Kommentar. Ich sehe, du hast gleich mehrere Schritte weitergedacht als so mancher Hersteller (m.E. ein Grund dafür, warum sich so manche Technologien nicht durchsetzen).
      Ich dachte jetzt allerdings an eine richtige, normale Tastatur oder eine Notbooktastatur – weil ich deinen Einwand teile, dass man ein taktiles Feedback braucht teile: Auf einer Tablet-Tastatur im 10-Finger-System zu schreiben, ist ja auch schier unmöglich.
      Wenn Spracheingabe wirklich funktionieren würde, bräuchte man ja weder einen großen Bildschirm noch Tastatur. Allerdings kann ich mir Spracheingabe allenfalls für die Texteingabe vorstellen: Wo es darum geht, Elemente zusammenzustellen, zu Layouten, zu recherchieren oder Grafik zu bearbeiten braucht es dann doch wieder einen guten Bildschirm.
      Die Sache mit der Brille finde ich erstmal abschreckend: Man kann ja schon gut abdrehen, wenn man zu viel Zeit vor dem Computer verbringt – finde ich. Wenn der Computer dann noch mehr mit der Sinneswahrnehmung verschmilzt, macht mir das regelrecht Angst. Vermutlich geht das anderen Leuten ähnlich.

      Andererseits würde uns das vielleicht auch die Möglichkeit geben, die ziemlich ungesunde Schreibtisch-Arbeitsposition zu ändern: Man könnte zum Beispiel im Liegen, Stehen oder gehen arbeiten und einfach abwechseln.

      Wo finde ich denn verständliche Informationen darüber, was technisch sons noch so alles an Verbesserungen möglich ist?

  3. Erwin

    Aber ja
    Wenn man an das iPad mittels WLAN einen mobilen Beamer und einen WLAN Drucker anschließt
    Sowie die Apple Tastatur mit der Maus
    Perfekt wird das ganze mit dem skye-Scanner der scannt bei DIN A3
    Und ,wie gesagt alles mobil und ratzfatz auf und abgebaut.
    Na ja vieleicht spediere Ich mir noch ein Mac-Book Air………………

    • Simone Janson

      Das klingt super. Allerdings: Muss man das Beamer-Bild nicht irgendwo hinprojezieren? Und der große Touchscreen wie im Video fehlt natürlich auch – ich benötige den großen Bildschirm ja vor allem zum navigieren.

  4. Oelze Consult

    #Beruf Mein Text bei imgriff über das Arbeiten von Morgen: Tablet, Handy oder Notebook?

  5. Liane Wolffgang

    Mein Text bei imgriff über das Arbeiten von Morgen: Tablet, Handy oder Notebook?: Ich experimentiere ja schon än…

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