Geld verdienen mit Aktien: Grundlegendes zur Wertpapier-Strategie


Gut arbeiten, 500 Bäume pflanzen! Wir machen die Arbeitswelt menschlicher wie ökologischer und spenden – urkundlich belegt – Einnahmen für Aufforstung. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept, on-Demand eKursen und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, WELT, Wikipedia.
Text stammt aus: Endlich mit Aktien Geld verdienen: Die Strategien und Techniken, die Erfolg versprechen (2012) von Max Otte, erschienen bei Münchener Verlagsgruppe (MVG), Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Sie können mit Aktien Geld verdienen. Viel Geld. Wahrscheinlich mehr, als Sie denken. Aber auch anders, als Sie denken. Einige Grundlagen.

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Hier schreibt für Sie:

 

Max Otte ist Finanz- und Wirtschaftsanalyst sowie Gründer des Instituts für Vermögensentwicklung (IFVE).

  Profil

Die Rente ist nicht sicher!

Die staatliche Altersvorsorge wird zunehmend ausgehöhlt. Auch der Wert des Geldes – und damit der Wert von Lebens versicherungen, Sparguthaben und Rentenforderungen – ist gefährdet. Die massive Geldschöpfung der Notenbanken nach der Finanzkrise hat eine Geldschwemme geschaffen, die zunehmend Inflationsdruck erzeugt. Seitdem die Bundesbank gegen den Willen ihres damaligen Präsidenten Axel Weber gezwungen wurde, Staatsanleihen der verschuldeten Südländer zu kaufen, ist sie nicht mehr unabhängig und kann ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich den Geldwert zu sichern, nicht mehr nachkommen. Damit werden Kontoguthaben, Lebensversicherungen und Rentenansprüche über kurz oder lang nicht mehr das wert sein, was einmal versprochen wurde.

Je 30.000 Euro fortlaufender privater Rente im Jahr benötigen Sie ungefähr eine Million Euro Vermögen, wenn Sie Ihren Kapitalstock nicht antasten wollen. Ich zeige Ihnen, wie Sie ihre Finanz und Sparziele erreichen und mit durchschnittlich 10  % Rendite alle sieben Jahre Ihr Kapital verdoppeln können. Das Gute daran: Mein System ist ziemlich einfach. Und: Mein System ist logisch aufgebaut. Mit Disziplin können Sie es erlernen und meine Methoden selber anwenden. Das ist nicht für jeden etwas, denn es gilt, die Stimmungsschwankungen an den Börsen eiskalt auszusitzen und zu nutzen. Aber auch, wenn Sie in einen Aktienfonds investieren wollen, ist es wichtig, die richtigen Prinzipien der Geldanlage zu kennen, um den richtigen Fonds auszuwählen.

Hohe Renditen erhalten Sie nur durch Produktivvermögen

Renditen von 8 bis 10  % pro Jahr können Sie aber nur mit Sachwerten erzielen, mit Produktivvermögen, mit dem Sie am Wachstum der Wirtschaft teilhaben. Geldforderungen – seien es Anleihen, Termingelder oder Lebensversicherungen – werden nicht annähernd diese Renditen erbringen. Aktien sind Produktivvermögen. Sie verbriefen ein Eigentum an einem Unternehmen und dessen Erträgen. Die großen Vermögen wurden in Deutschland vor allem von Unternehmensanteilen, Aktien und Landbesitz über den Zweiten Weltkrieg gerettet und sind oftmals noch heute intakt, so zum Beispiel das Vermögen der Familie Quandt (BMW, Altana), der Haniels (Celesio, vormals Gehe, Metro, Takkt), der Henkels oder der Erben von Fresenius, Wella, Tchibo, Kaiser’s. Da kann es nicht so verkehrt sein, wenn Sie sich in dasselbe Boot setzen.

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Wie sicher eine Aktie langfristig ist, hängt von der Sicherheit des Unternehmens ab. Deswegen gleich zu Anfang ein wichtiger Rat: Setzen Sie auf bewährte Unternehmen wie die oben genannten, nicht auf aktuell schlagzeilenträchtige Ideen wie zum Beispiel „Rohstoffe“, „China“ oder „Erneuerbare Energien“. Solche Branchen sind meistens heiß gelaufen. Die Finanzbranche hat ein Interesse daran, dass solche Hypes, also Phasen der Euphorie, entstehen. Privatanleger verlieren hier in der Summe meistens Geld.

Kein Geld verlieren

Die Börsenregel Nummer eins lautet daher: „Kein Geld verlieren.“ Auf lange Sicht kein Geld zu verlieren schaffen Sie mit bewährten Investments wie zum Beispiel CocaCola, Beiersdorf, Henkel, BMW oder Daimler. Hinter diesen Unternehmen stehen Firmengeschichten, die viele Jahrzehnte und manchmal deutlich mehr als ein Jahrhundert in die Vergangenheit reichen. Dort arbeiten jeweils zehntausende Menschen für Sie, den Aktionär. Aber Geld verdienen ist noch etwas anderes. Denn auch mit all diesen Unternehmen hätten Sie im Laufe der 2000er Jahre kein oder kaum Geld verdient. Es kommt also durchaus darauf an, wann Sie solche sicheren Unternehmen kaufen und wann Sie diese gegebenenfalls wieder verkaufen.

Wenn es darum geht, langfristig ein Vermögen aufzubauen, sind Aktien ganz vorne mit dabei. Natürlich geschieht dies nicht von alleine, sondern verlangt von Ihnen vor allem eins: Geduld – denn Ihr stärkster Verbündeter bei der Kapitalanlage ist die Zeit. Doch darüber hinaus gibt es ein paar hilfreiche Tricks, mit denen Sie langfristig erfolgreich an den Börsen investieren können. Lassen Sie sich überraschen, wie Sie schon mit kleinen, aber regelmäßigen Geldbeträgen in einem Sparplan Ihr Kapital enorm vermehren können. Nutzen Sie den ZinseszinsEffekt, der in diesem Kapital genauso erklärt wird wie der sogenannte CostAverageEffekt, mit dem Sie beim Anlegen automatisch den Erfolg Ihrer Investments vergrößern können. Ein Überblick über die verschiedenen Anlageklassen zeigt Ihnen, mit welchen Renditen Sie im Schnitt rechnen dürfen und welche Vor und Nachteile diese Klassen haben.

Sie können mit Aktien Geld verdienen – viel Geld!

Seit langem beschäftige ich mich mit der Aktienanlage – in den 1980er Jahren spielerisch und nicht immer sehr erfolgreich als Student, dann als Doktorand und junger Unternehmensberater eher nicht und ab Mitte der 1990er Jahre zunehmend professionell. Es hat ein Jahrzehnt gedauert, bis mein System wirklich zu mir passte und ausgereift war. Diesen Weg will ich Ihnen verkürzen. Ganz ersparen kann ich ihn Ihnen aber nicht. Der große André Kostolany sprach davon, dass das an der Börse verdiente Geld nichts anderes als Schmerzensgeld sei: „Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.“

Nicht alle von Ihnen werden es schaffen, das System anzuwenden und dabei durchzuhalten. Es gibt Menschen, die nicht dazu geboren sind, an den Kapitalmärkten zu investieren. Manchen fehlen die geistigen, manchen die charakterlichen Voraussetzungen. Etwas Grips, Bildung und Interesse an Wirtschaft (wenn auch weniger, als Sie vielleicht meinen), Fleiß und vor allem Gelassenheit, Selbstvertrauen und Ruhe sind notwendig. Aber wenn Sie diese Voraussetzungen mitbringen, gibt es keinen Grund, warum Sie sich bei sehr begrenztem Arbeitsaufwand mit langfristig weniger als 8 bis 10 % zufrieden geben sollten.

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Vermögenszuwachs durch Aktienanlagen: Um was es geht

Ich gebe zu, dass ich Aktienfan bin. Der Großteil meines Kapitals ist in Aktien angelegt. Aktien guter Unternehmen sind Produktiv und Sachvermögen mit Inflationsschutz. Sie können selbst überprüfen, ob meine Methode erfolgreich ist oder nicht – und zwar anhand eines Fonds, der nach meiner Methode gemanagt wird.

Der PI Global Value (WKN: A0NE9G) investiert nur dann in Anleihen oder Termingelder, wenn keine geeigneten Aktien mehr vorhanden sind. Der Fonds ist also ein globaler Mischfonds mit den Schwerpunkten Deutschland, Österreich, Schweiz, Europa und Nordamerika, mit einer Tendenz zu Aktien. Seit seiner Auflegung am 15. März 2008 bis zum 2. April 2012 hat der PI Global Value Fund fast ausschließlich mit Aktien 51 % Rendite erzielt. Das sind trotz der größten Finanzkrise seit 1929 und der Reaktorkatastrophe in Japan pro Jahr 10,8 %. Der DAX legte im selben Zeitraum übrigens um 8,7 % zu – auch das entspricht trotz der Finanzkrise einer jährlichen Rendite von 2,2 %. Auch mit Aktien hätten Sie also locker das Festgeld geschlagen, wenn die Achterbahnfahrt Ihnen auch viele Nerven abverlangt hätte.

Der PI Global Value Fund ist mittlerweile bei etlichen deutschen Banken zu erwerben. Er verfolgt die Grundphilosophie des ValueInvesting (wertorientiertes Anlegen): Zur Bewertung der Aktien wird eine gründliche Fundamentalanalyse vollzogen und somit überprüft, ob das analysierte Unternehmen an der Börse unter bzw. überbewertet ist. Nach diesen Prinzipien handelt auch Warren Buffett, der drittreichste Mensch der Welt, welcher es seit Auferlegung seines Fonds auf eine durchschnittliche Rendite von über 22 % jährlich gebracht hat.

Aktien kaufen, einschlafen?

In unserem Wachstumsportfolio haben wir mit nachvollziehbaren und transparenten Strategien seit 2002 eine Rendite von 202 % erzielt, das sind 13,1 % pro Jahr. Im selben Zeitraum erzielte der DAX eine Rendite von 90,7 %, das sind 7,4 % pro Jahr. Auch in turbulenten Zeiten sind also gute Renditen an der Börse möglich.

Die Börsenlegende André Kostolany riet dazu, Standardwerte zu kaufen, in die Apotheke zu gehen, Schlafpillen zu holen und nach fünf, sechs Jahren Tiefschlaf aufzuwachen und sich an einem hübschen Gewinn zu freuen. Ihm ging es dabei um einen psychologischen Ratschlag sich selbst so vor falschem Verhalten zu schützen. Es ist insofern nicht als eine simple Buy and HoldStrategie zu verstehen. Letztlich ist das auch gar nicht so schlecht. Selbst wenn Sie nur diese „Schlaftablettenstrategie“ anwenden, können Sie zu beeindruckenden Erfolgen gelangen. Der DAX hat von 1948 bis 2010 eine durchschnittliche Rendite von 11,6 % erzielt. Der Euro Stoxx50 hat im Zeitraum von 1987 bis 2010 eine durchschnittliche Rendite von 9,2 % erreicht – trotz Finanzkrise! Sie können also mit normalen Aktien langfristig Renditen von 8 bis 10 % erzielen, wenn Sie einfach Standard titel kaufen und liegen lassen. Bei Aktienfonds wird es leider etwas weniger sein, weil es die meisten Fondsmanager langfristig nicht schaffen, besser zu sein als der jeweilige Vergleichsindex. Hierzu später mehr.

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So verdoppeln Sie Ihr Vermögen

Mit normal erreichbaren Aktienrenditen von 8 bis 10 % Wertzuwachs pro Jahr verdoppeln Sie alle sieben bis neun Jahre Ihr Vermögen. Auch bei Berücksichtigung der Inflation bleiben sehr ordentliche Renditen übrig: Jeremy Siegel von der University of Pennsylvania hat die Aktienrenditen der vergangenen zwei Jahrhunderte untersucht und kam real – also nach Abzug der Inflation – auf 6,6 bis 7 %. Vor Inflation wären es ca. 10 % gewesen.

Heutzutage kann man sich Fondssparpläne bequem bei vielen OnlineBanken einrichten. Teilweise sind schon Beträge ab 25 Euro monatlich möglich, die man problemlos und ohne großen Aufwand in Fonds sparen kann. Es ist kein Geheimrezept, aber es gehören Disziplin, Fleiß und die erforderlichen Charakter eigenschaften dazu. Ich hoffe, dass Sie sich trauen werden, direkt in einige Aktien zu investieren. Falls Sie sich aber aus irgendeinem Grunde dagegen entscheiden, können Sie über einen Aktienfondssparplan in einen gut geführten, wertorientierten Aktienfonds investieren.

Regelmäßig investieren mit Fondssparplan

Mit einem Aktienfondssparplan investieren Sie regelmäßig, also etwa jeden Monat oder einmal im Quartal, eine gleich hohe Summe in einen Aktienfonds. Die meisten Banken und Investmentgesellschaften bieten Sparpläne ab einem monatlichen Betrag von 50 Euro an. Das Geld fließt in einen Fonds, und Sie erhalten entsprechend dem aktuellen Fondskurs einen oder mehrere Anteile für ihre regelmäßige Investition. Ein Aktienfonds beinhaltet mehrere Aktien. Diese werden von einem Fondsmanager zusammengestellt. Der Fondsmanager analysiert Aktien und kauft bzw. verkauft diese aufgrund seiner Analysen, Vorstellungen und Bewertungen; er ist flexibel im Umschichten seines Aktienportefeuilles. Der Fonds kann nach verschiedenen „Philosophien“ und Ausrichtungen des Managers zusammengestellt sein. Ziel des Fondsmanagers ist es, den Wert des Fonds zu steigern, indem er Aktien auswählt, die potenziell im Kurs steigen. Gelingt das, steigt auch der Wert der Fondsanteile, die Sie über den Sparplan regelmäßig erwerben.

In den ersten Jahren seit Auflegung des PI Global Value Fund waren viele Anleger vor allem in Deutschland mit der Schwierigkeit konfrontiert, den Fonds bei Banken ins Depot zu bekommen. Häufig beantworteten Bankhäuser entsprechende Kundenanfragen mit einem Kopfschütteln und der Begründung: „Tut uns leid, der Fonds hat keine Vertriebszulassung in Deutschland.“

In Fonds investieren

Seit mit Erlangung der Vertriebszulassung in Deutschland, Österreich und der Schweiz dieses Argument weggefallen ist, hat sich sehr viel in Bezug auf die Verfügbarkeit des PI Global Value Fund getan. Der Fonds kann bei den meisten Banken in Deutschland mittlerweile problemlos gezeichnet werden, auch die Direktbanken haben mittlerweile kräftig nachgezogen und ermöglichen ein Investieren in den Fonds schon für sehr kleine Vermögen.

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So bietet die INGDiBa die Möglichkeit einer Einmalanlage schon ab einem Volumen von 1.000 Euro an, bei Comdirect ist dies sogar schon ab einer Summe von 500 Euro möglich. Cortal Consors geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht ihren Depotkunden die Einrichtung eines Spar planes schon für einen Betrag ab 25 Euro monatlich. Die genauen Einstellungen dieses Sparplanes gestalten sich sehr flexibel. So ist nicht nur der zu besparende Betrag ab der sehr geringen Mindesthöhe frei wählbar, auch eine quartalsweise oder halbjährliche Ausführung ist möglich.

Das auf den Vergleich von Direktbanken spezialisierte Internetportal Optimal Banking (www.optimalbanking.de) hat hier gleich alle drei Banken unter die Lupe genommen und sehr detaillierte sowie unterstützt durch Schaubilder gut nachvollziehbare Anleitungen zum Einrichten der Einmalanlagen bei Comdirect und der Einrichtung des Sparplanes bei Cortal Consors zur Verfügung gestellt.

Planvoll reich werden: Mit kleinen Beträgen ein Vermögen aufbauen

Anhand von zwei Beispielen möchte ich Ihnen einmal konkret aufzeigen, welche Kapitalgenerierung mit relativ kleinen monatlichen Sparbeträgen im Laufe der Jahre möglich ist. Für fast jedermann – sofern er sich diszipliniert bei seinen Ausgaben verhält – dürfte es möglich sein, pro Monat 50 oder 100 Euro für den Vermögensaufbau zurückzulegen. In unserem ersten Beispiel gehen wir von einem 50EuroSparplan und Renditeannahmen von 10 bzw. 13 % aus, was der von unseren Fonds über die letzten drei Jahre seit seiner Neuauflage erreichten Rendite entspricht.

Laufzeit (Jahre) 10 % 13 %
5 3.861 € 4.161 €
10 10.080 € 11.830 €
15 20.096 € 25.958 €
20 36.226 € 51.988 €
25 62.204 € 99.946 €
30 104.042 € 188.307 €
40 279.939 € 651.051 €

Diese Tabelle zeigt die Entwicklung des Vermögens bei 50EuroSparplan im Monat mit dem PI Global Value Fund über die Jahre der Laufzeit mit einer angenommenen Rendite von 10 % bzw. 13 %.

In diesem Beispiel zeigt sich, welcher Vermögenszuwachs bereits mit kleinen Beträgen, die monatlich auf die hohe Kante gelegt werden, möglich ist. Deutlich macht sich der ZinseszinsEffekt bemerkbar: Nach 40 Jahren Laufzeit würde sich mit 13 % durchschnittlicher Rendite und einer Einzahlung von insgesamt 24.000 Euro am Ende ein Vermögen von über einer halben Million Euro angesammelt haben. Bei 10 % Rendite und einer Laufzeit von 40 Jahren wären es immerhin noch knapp 280.000 Euro, was für ein ansehnliches Einfamilienhaus eine solide Ausgangsbasis darstellen würde.

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Laufzeit (Jahre) 10 % 13 %
5 7.722 € 8.323 €
10 20.160 € 23.660 €
15 40.192 € 51.916 €
20 72.452 € 103.976 €
25 124.409 € 199.893 €
30 208.084 € 376.614 €
40 559.879 € 1.302.103 €

Diese Tabelle zeigt die Entwicklung des Vermögens bei 100EuroSparplan im Monat mit dem PI Global Value Fund über die Jahre der Laufzeit mit einer angenommenen Rendite von 10 % bzw. 13 %.

Bei einer monatlichen Sparleistung von 100 Euro und einer angenommenen Rendite von 13 % sowie 40jähriger Laufzeit kommen Sie auf ein Gesamtvermögen von sagenhaften 1,3 Millionen Euro. Doch klingen 13 % Rendite nicht reichlich utopisch? Dem muss ich nochmals entgegenhalten, dass der PI Global Value Funds zum Beispiel zwischen seiner Auflage am 15. März 2008 und dem 15. März 2011 trotz Finanzkrise eine Rendite von 13,7 % erzielt hat.

Der ZinseszinsEffekt als Renditetreiber

Der Tabelle können Sie entnehmen, in welchen Schritten sich dieses Vermögen von 1,3 Millionen Euro über die Jahre angesammelt hat. Dennoch ist es schon fast unglaublich, dass man aus 100 Euro monatlicher Sparrate ein so großes Kapital aufbauen kann. Das dahintersteckende Geheimnis war aber schon im alten Indien bekannt. Der Legende nach herrschte dort im 3. oder 4. Jahrhundert ein König namens Shihram, der durch Härte

Planvoll reich werden – mit kleinen Beträgen ein Vermögen aufbauen und Vetternwirtschaft Not und Elend über sein Land brachte (Sie sehen, es hat sich in den vergangenen Jahrhunderten wenig geändert). Um den arroganten Shihram zum Nachdenken anzuregen, allerdings ohne sich dessen Zorn zuzuziehen, soll der Gelehrte Sissa ibn Dahir eine frühe Form des Schachspiels erfunden haben: Schließlich kann dort der König allein, also ohne die anderen Figuren, gegen seine Feinde nichts ausrichten und ist zur Niederlage verdammt.

Weisheit kann man nicht kaufen

Also schenkte Sissa seinem Herrscher das von ihm erfundene Spiel mit der Begründung, damit könne der König seine Langeweile bekämpfen, hoffte aber gleichzeitig, dass der Beschenkte beim Spiel erkennen möge, wie wichtig in einem Staat auch die Untertanen sind. Die Legende berichtet, Shihram sei von dem Schachspiel so begeistert gewesen, dass er den Befehl gab, es in seinem Reich verbreiten zu lassen. Der Gelehrte hatte also sein Ziel erreicht, denn der König erkannte die Lebensweisheit des Spiels und bat seinen Erfinder, ihm einen Wunsch zu nennen, er werde ihn erfüllen.

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Sissa äußerte den Wunsch, mit Reiskörnern entlohnt zu werden. Dafür solle der König auf das erste Spielfeld ein Reiskorn legen, auf das zweite Feld zwei Körner, auf das dritte vier Körner und so weiter. Shihram war über diesen scheinbar bescheidenen Wunsch sehr überrascht und gab sofort den Befehl, die erforderlichen Reiskörner herbeizuschaffen. Kurze Zeit später erkundigte er sich, ob Sissa seinen Lohn schon bekommen habe. Da erklärten ihm seine Beamten, dass sie bisher aus dem gesamten Reich keine so große Menge an Reis hätten auftreiben können. Damit hatte der Gelehrte seinem König eine weitere Lehre erteilt: Weisheit kann man mit keinem Reichtum der Welt erkaufen.

So wirkt sich der Zinsezins aus

Denn insgesamt hätte der König den Gelehrten mit rund 18 Trillionen Reiskörnern belohnen müssen (eine Trillion ist eine Eins mit 18 Nullen). Um diese gewaltige Zahl ein wenig zu veranschaulichen, nehmen wir an, dass ein Reiskorn 0,03 Gramm wiegt. Nach dem 17. Feld beträgt das Gewicht aller Reiskörner knapp 2 Kilogramm, nach dem 26. Feld bereits eine Tonne. Das Gesamtgewicht der Reismenge nach dem 64. Spielfeld beläuft sich dann auf unglaubliche 5.000 Billionen Tonnen. Auch diese Zahl ist noch wenig anschaulich, daher ein weiterer Vergleich: Die weltweite Nachfrage nach Reis betrug nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO im Jahr 2010 rund 450 Millionen Tonnen. Mit der Reismenge, die sich der indische Gelehrte von seinem König gewünscht hat, könnte nach heutigen Maßstäben die Weltbevölkerung 11.000 Jahre lang mit Reis ernährt werden. Wohlgemerkt, angefangen hat alles mit einem einzigen Reiskorn auf dem ersten Schachbrettfeld!

Eine schöne Legende, aber vielleicht fragen Sie sich jetzt, was das alles mit der Geldanlage und dem ZinseszinsEffekt zu tun hat. Nun, der Gelehrte Sissa forderte für jedes weitere Feld die doppelte Menge an Reiskörnern wie auf dem vorhergehenden. Der „Zins“ pro Spielfeld betrug also 100 %. Eine solche Verzinsung würde heutzutage zu Recht als Wucher bezeichnet werden, dennoch lässt sich mit dem Schachbrett und dem Reiskorn der ZinseszinsEffekt gut erklären. Angenommen, Sie bekommen „nur“ 10 % mehr pro Spielfeld, also pro Jahr für Ihr Kapital, das am Anfang (also auf dem ersten Feld) 1.000 Euro betrug. Im zweiten Jahr wächst Ihr Kapital also um 10 % auf 1.100 Euro an. Im dritten Jahr erhalten Sie weitere 10 % auf Ihr Kapital – nun jedoch nicht auf Ihre 1.000 Euro Ausgangskapital, sondern auf 1.100 Euro, denn zugrunde gelegt wird der Stand vom zweiten Jahr. Das wären dann schon 1.210 Euro. Und so geht das weiter; im zehnten Jahr ist Ihr Startkapital von 1.000 Euro auf fast 2.600 Euro angewachsen. Obwohl Sie „nur“ 10 % Zinsen pro Jahr bekommen haben, hat sich Ihr Anfangskapital damit um 160 % erhöht, also tatsächlich um 16 % pro Jahr. Der Grund: Sie erhielten pro Jahr nicht nur 10 % auf Ihr eingesetztes Kapital, sondern stets auch auf die darauf gezahlten Zinsen. Daher die Bezeichnung „Zinseszins“.


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