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Finanzplanung & Vermögensaufbau für Einsteiger – 1/4: 7 Tipps für besseren Überblick



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Der 12. Juli war für den deutschen Steuerzahler ein zwiespältiger Tag: Rein statistisch wird bis zu diesem Datum für Steuern und Sozialabgaben gearbeitet, erst danach fließen die Einnahmen in die eigene Tasche. Umso wichtiger ist es, sich mit einem essentiellen Thema, zu beschäftigen: Überblick über die eigenen Finanzen.

Finanzplanung & Vermögensaufbau für Einsteiger – 1/4: 7 Tipps für besseren Überblick


Hier schreibt für Sie: Holger Junglaus ist Finanzexperte und Steuerberater. Profil

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Warum der bewusste Umgang mit Geld wichtig ist

Der bewusste und richtige Umgang mit Geld ist extrem wichtig. Der Effekt ist nicht hoch genug zu bewerten, denn mit dem nötigen Wissen und wertvollen Tipps ausgestattet, bleibt am Ende des Monats endlich etwas übrig und kann sogar für größere Ausgaben, das Alter und den Aufbau eines (kleinen) Vermögens angespart werden.

Verschaffen Sie sich einen detaillierten Überblick über Ihre finanzielle Situation. Machen Sie sich bewusst, wie viel Sie haben und regelmäßig einnehmen. Dann listen Sie auf, wofür Sie Ihr Geld ausgeben sowie an welchen Stellen Sie sparen können.

Nur so sind Sie in der Lage, Ihre Situation realistisch einzuschätzen. Zugleich kann nun ein Umdenken einsetzen:

  • Sind wirklich alle Ausgaben notwendig und wichtig?
  • Können Sie an manchen Stellen optimieren und einsparen?
  • Worauf können Sie verzichten? Es geht hier nicht um absoluten Verzicht, im Gegenteil – Lebensfreude und Genuss sind wichtige Aspekte für uns Menschen, sie erhalten unsere Motivation und Zufriedenheit.

Checkliste Finanzen - Teil 1:

Machen Sie dann eine Bestandsaufnahme Ihrer Finananzen. In die Bestandsaufnahme gehören:

1. Vorsorge:

Leider ist auf das Auto oft besser versichert als das wertvollste Gut – die Arbeitskraft und damit das Einkommen. Ein genauer Blick auf die Vorsorge ist also wichtig für die Bestandsaufnahme. Notieren Sie auch die Zahlungsweise (oft kann man hier bereits sparen) sowie die Konditionen bei unterschiedlichen Stufen des Schadensfalls, sowohl für Sie selbst als auch Ihre Familie.

  • Gesundheitsvorsorge: Krankenversicherung (evtl. auch für die Familie), Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung (sichert Ihre wichtigste Einnahmequelle ab – Sie selbst)
  • Altersvorsorge: Gesetzliche Vorsorgeansprüche – für Sie und Ihre Familie
  • Sach- und Vermögenssicherung: Privat-Haftpflichtversicherung, Hausrat- und evtl. Gebäudeversicherung, Rechtschutz, Kfz-Versicherung, Reiseversicherungen (mit Auslandskrankenschutz, Unfallschutz u.v.m.)

2. Kapitalanlagen:

Selbst wenn Sie noch keine nennenswerten Kapitalanlagen haben, lohnt ein Blick um zu schauen, was für Möglichkeiten es gibt und welche für Sie vom Anlagetyp in Frage kommen

  • Geld und Sachwerte
  • Vermögensbildung mit dem Staat (also steuerlich geförderte oder bezuschusste Modelle wie der Bausparvertrag oder Aktienfonds, wer mehr als 17.900 Euro pro Jahr zu versteuern hat, kann vermögenswirksame Leistungen auch in die betriebliche Altersvorsorge investieren)
  • Immobilie(n)
  • Aktien und Aktienfonds

3. Verbindlichkeiten:

  • Darlehen und Finanzierungen: von Hypothek auf die Immobilie bis (Konsum-)Kredit

4. Sonstige Verpflichtungen:

- wie Mitgliedschaften, Abonnements, Hobbys, aber auch Unterhaltszahlungen oder Bürgschaften

Checkliste Finanzen - Teil 2:

Nach diesem umfassenden Überblick über die langfristige Absicherung geht es nun darum, die Einnahmesituation genau ins Auge zu fassen und ihr die monatlichen Ausgaben gegenüberzustellen:

5. Einnahmen:

  • aus nichtselbstständiger und/oder freiberuflicher sowie gewerblicher Arbeit
  • aus Vermietung und Verpachtung
  • Renten
  • Sonstige

6. Ausgaben:

  • Haushalt: Wohnen mit Energie (Strom, Gas, Wasser), Kommunikation, Fernsehen usw.
  • Ernährung: Essen und Trinken sowie die Haushaltsführung
  • Bekleidung: für sich selbst sowie die anderen Familienmitglieder
  • Versicherungen: Zur Erinnerung, das sind etwa Kranken-, Unfall- und Berufsunfähigkeit, Lebens- und Rentenversicherung, Haftpflicht, Hausrat, Rechtschutz, Reise
  • Schuldentilgung und Verpflichtungen: für Hypotheken, Anschaffungskredite, Hypotheken, Kleinkredite, Abos
  • Sonstige Ausgaben: für Kinderbetreuung, Fahrgelder und Kraftfahrzeuge, Zeitschriften und Zeitungen (auch digital), Beiträge und Gebühren, Taschengeld, Sonstiges
  • Rücklagen für Urlaub, Bekleidung, Wünsche, Erfüllung Ihres (Lebens-)Plans, eiserne Reserve

7. Ergebnis:

Sie haben Ihre Einnahmen und Ausgaben aufgelistet und wissen nun, ob am Ende des Monats etwas übrigbleibt bzw. bleiben sollte – ist dies nicht der Fall, macht es Sinn zu überlegen, wofür Sie das Geld ausgeben. Eventuell herrscht aber auch bereits auf dem Papier eine Unterdeckung, dann ist es notwendig, Ausgaben zu überdenken.

Nun wissen Sie auch bereits, ob die Absicherungen für den Ruhestand ausreicht und ob der Lebensstandard im Fall eines Falles abgesichert ist. Ist die Familie ausreichend abgesichert und ebenso die Vermögenswerte?

So erreichen Sie ihre Träume

Mit diesem Wissen können Sie grundsätzlichere Fragen angehen, die weit über das übliche Verständnis von Finanzplanung hinausgehen – nämlich die nach Ihren Zielen und Wünschen: Ist es der Traum vom eigenen Haus oder von einer Strandbar im Süden? Ist es Ihnen wichtig, die Zukunft der Kinder zu sichern und ein Vermächtnis zu hinterlassen? Auch wenn diese Ziele womöglich in weiter Ferne liegen oder auf den ersten Blick unerreichbar scheinen, müssen sie es nicht sein. Und der Schritt zum Erfüllen dieser Pläne ist die Bestandsaufnahme, denn hier beginnt das Umdenken.

In drei weiteren Beiträgen werde ich Ihnen die Grundlagen „Über den Umgang mit Geld“ vermitteln. Dabei geht es um die folgenden Themen: Starten Sie mit einer genauen Analyse Ihrer Einnahme und Ausgaben, ziehen Sie die notwendigen Rückschlüsse und sparen Sie eine eiserne Reserve an, beschäftigen Sie sich zudem mit den Grundlagen des Kapitalmarktes. So gewappnet können Sie durchstarten.

 

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