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Interview mit Norbert Nick, Fiducia & GAD IT 2/2: Quereinsteiger, Fintechs & Künstliche Intelligenz



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Im zweiten Teil des Interviews mit Norbert Nick, Leiter Beratung, Training und Outsourcing bei Fiducia & GAD IT AG, Karlsruhe, geht es darum, wie etablierte Unternehmen mit Fintechs kooperieren und warum Arbeitgeber von Quereinsteigern profitieren.

Norbert Nick ist Betriebswirt (VWA) und ausgebildeter Techniker der Datenelektronik. Nach langjähriger Erfahrung im Dienstleistungsgeschäft für Banken ist er heute Leiter Beratung, Training und Outsourcing bei der Fiducia & GAD IT AG in Karlsruhe. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Prozessmanagement in Banken, Optimierung von Produktionsprozessen, Abbildung und Steuerung der Vertriebsprozesse im Bankenanwendungssystem, Effizienter Einsatz von IT-Systemen, Outsourcingangebote für den optimalen IT-Einsatz von IT-Systemen und Umsetzung der Digitalisierung des Bankgeschäftes. Die Fiducia & GAD IT AG entwickelt unter anderem Komplett-Software für Banken und hat knapp 4.500 Mitarbeiter.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Viele Personaler sortieren ja sogenannte fachfremde Bewerber gleich aus. Sie sind offen für Quereinsteiger?

Aber ja. Wir schauen da weniger auf die Abschlüsse als auf den Menschen: Es kommt immer auf den Lebenslauf, den Werdegang und das Fachwissen eines Bewerbers an. Für die weitere Qualifizierung und Einarbeitung sowie die berufliche Entwicklung in der Stelle fühlen wir uns zusammen mit dem Mitarbeiter verantwortlich.

Auch beim Alter machen wir keine Unterschiede: Viele unserer Bewerber sind Anfang 20 und haben gerade ihre Banklehre abgeschlossen. Aber wir stellen auch 50Jährige ein, denn entgegen aller Vorurteile verfügen auch ältere Mitarbeiter oft über ein gutes IT-Wissen.

Denn das ist keine Frage der Ausbildung oder des Alters, sondern der persönlichen Offenheit: Es kommt immer darauf an, wie sehr sich jemand für ein Thema interessiert. Wenn jemand wirklich für die Sache brennt, profitieren wir ja auch als Arbeitgeber davon.

Apropos Persönliche Offenheit: Welche Soft Skills erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern?

Für uns ist wichtig, dass die Grundqualifikation sowie die Motivation passt – und dass die persönlichen Fähigkeiten zu der Stelle passen. Die Berater haben in ihren Projekten beispielsweise immer mit Führungskräften in den Banken zu tun.

Oft sind die Vorstände in den Banken mit in die Projekte eingebunden, mindestens im Lenkungsausschuss von Kundenprojekten. Von daher sind Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit weitere Schlüsselqualifikationen für diese Aufgabe. Da viele Berater auch Projektleiter sind, ist Führungsfähigkeit wichtig. Und sie müssen den starken Wunsch verspüren, Veränderungen zu gestalten.

Notwendig ist schließlich eine hohe Bereitschaft zu Reisen, da die Stellen 60-80% Reisetätigkeit beinhalten.

Bilden Sie auch selbst aus?

Je nach Themenbereich sind wir an Bewerbern interessiert, die direkt von der Uni kommen und sich stark für die Finanzbranche interessieren – insbesondere im Meldewesen suchen wir hier Mitarbeiter, die das für die Beratung notwendige IT-Wissen dann von uns erhalten.

Außerdem bieten wir zusammen mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe zwei Duale Studiengänge an, nämlich Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Sales & Consulting sowie BWL Dienstleistungsmanagement mit Schwerpunkt Consulting & Services. Die entsprechen Ausbildungsstellen schreiben wir regelmäßig aus.

Wie viele Beratungsstellen bieten Sie an?

Aktuell sind rund 15 Stellenprofile in der Ausschreibung. Wir orientieren unser Wachstum an der Kundennachfrage nach unseren Leistungen, und diese ist noch weit über dem, was wir aktuell an Mitarbeitern an Bord haben. Deshalb bauen wir hier perspektivisch weiter aus.

Wie hoch ist die Nachfrage nach entsprechenden Stellen? Und aus welchen Bereichen kommen die Interessenten?

Im vergangenen Jahr haben wir 29 Bewerber eingestellt. 2017 werden die Zahlen ähnlich aussehen.

Rekrutieren Sie eher traditionell oder nutzen Sie z.B. auch Active Sourcing?

Wir nutzen die Online-Jobbörsen Stepstone und Xing. Daneben schalten wir aber auch ganz klassisch Anzeigen in Bankenzeitschriften oder einer genossenschaftlichen Jobbörse im Bankenbereich. Mit Active Sourcing haben wir bislang noch kaum Erfahrung.

Wie sieht der Auswahlprozess aus?

Wir führen zwei Gespräche und stellen eine Fachaufgabe, um sicherzustellen, dass die Bewerber zu uns als Unternehmen passen.

In diesem Beruf ist es wichtig, wie die Mitarbeiter im Gespräch argumentieren, direktere Fragen parieren, sich darstellen oder auch am Flipchart agieren.

Ein Wort zu Fintech-Unternehmen: Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Fintech-Unternehmen haben mitunter gute, neue Ideen und bieten oft Lösungen für einzelne Bereiche des Bankings an. Wenn es sich anbietet, arbeiten wir aber auch mit Fintechs zusammen, beispielsweise bei VR-Scan2Bank. Das ist eine Anwendung mit der sich Rechnungen mit der Kamera des Smartphones einscannen und die Kontodaten direkt in Überweisungsträger übertragen lassen. Eigentlich tüfteln wir aber lieber selbst an neuen Ideen und innovativen Lösungen, die wir unseren Kunden und den Bankkunden an die Hand geben können.

Ein aktuelles Beispiel ist das Trendthema Künstliche Intelligenz. Hierzu arbeiten wir an „Sarabi“, der sich zum Allround-Assistenten in vielen Lebenslagen (nicht nur Banking sondern auch Brötchen beim Bäcker bestellen und gleich bezahlen) entwickeln könnte.

Wie sehen Sie die Zukunft im Bankensektor?

Insgesamt erleben wir in den vergangenen Jahren einen immensen Zuwachs bei digitalen Lösungen für Bankkunden wie z.B., beim Online-Banking oder der Nutzung von Banking Apps. In allen Bereichen der Bank hat die IT Einzug gehalten.

Die genossenschaftlichen Banken genießen in Deutschland großes Vertrauen, das übertragen wir in den digitalen Raum. Zum Beispiel mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen beim digitalen Banking, oder der Möglichkeit über digitale Kanäle mit seiner Bank Kontakt aufzunehmen und sich beraten zu lassen. Die Digitalisierung in der Bankenbranche ist heute ein MUSS.

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