Finanzberatung in Kooperation mit Stiftung Warentest: Was Sie über Fonds wissen sollten


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Berufebilder-Autorin & Finanzexpertin Stefanie Kühn hat in ihrem Stiftung-Warentest-Ratgeber “Geldanlage für Fleißige” wissenswerte Details zum Thema Fonds zusammengetragen - z.B. zur rechtlichen Sicherhiet und zum Cost-Average-Effekt. Hier ein weiterer Auszug daraus.

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Hier schreibt für Sie: Stefanie Kühn ist Finanzberaterin und Certified Financial Planner. Profil

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Hohe rechtliche Sicherheit

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Das Fondsvermögen ist rechtlich ein sogenanntes Sondervermögen. Dies bedeutet, dass die Anlegergelder im Fonds getrennt von dem Vermögen der Fondsgesellschaft bei einer unabhängigen Depotbank verwahrt werden und weder die Fondsgesellschaft noch der Fondsmanager darauf zugreifen können.

Deshalb ist es vor einer Insolvenz der Fondsgesellschaft oder einer Veruntreuung durch den Fondsmanager geschützt.

Was ist die Depotbank

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Die Depotbank gibt Anteilsscheine am gesamten Fondsvermögen an die Anleger aus. Dabei wird bis auf drei Nachkommastellen genau berechnet, mit welchem Anteil der jeweilige Anleger Miteigentümer am Fondsvermögen ist. Über die Depotbank können die Anteilsscheine wieder verkauft werden.

Die Depotbank berechnet dafür börsentäglich den Preis eines Fondsanteils. Der Anteilspreis ergibt sich aus dem Gesamtwert der vom Fonds gehaltenen Einzelvermögenswerte dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile. Der Anteilspreis steigt, wenn die gehaltenen Wertpapiere im Kurs steigen und Dividenden oder Zinsen ausschütten.


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Unterschied zwischen Depotbank & Depot

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Mit der Depotbank haben Sie als Anleger keinen direkten Kontakt. Sie kaufen die Anteilsscheine zum Beispiel über eine Bank und verwahren sie in Ihrem Wertpapierdepot bei einer beliebigen Bank.

Hier ist also zu unterscheiden zwischen der Depotbank als dem Kreditinstitut, bei dem das Sondervermögen von Investmentfonds hinterlegt und verwaltet wird und dem Depot des Anlegers bei einer Bank, in dem seine persönlichen Wertpapiere geführt werden.

Einmalanlage und Fondssparpläne

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Neben der Möglichkeit, einmalig eine größere Sparsumme anzulegen, bieten viele Fonds auch Sparpläne an. Bei einem Sparplan vereinbaren Sie mit einer Bank oder einem freien Finanzdienstleister vereinbaren, dass Sie monatlich oder vierteljährlich eine bestimmte Summe in den Fonds investieren.

Solche Sparpläne sind sehr flexibel, da Sie die Zahlung jederzeit für ein paar Monate aussetzen oder ganz beenden und das Ersparte weiter im Fonds belassen können. Auch die Höhe der Sparrate können Sie jederzeit ändern.

Cost-Average-Effekt

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Fondssparpläne haben einen weiteren großen Vorteil, denn es stellt sich nicht die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt. Dadurch, dass der Sparer zu festen Terminen immer gleiche Summen investiert, erwirbt er bei hohen Kursen weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Fondsanteile. In der Regel erzielt er dadurch einen günstigeren Durchschnittspreis als bei einer Einmalanlage.

Das nennt man Cost-Average-Effekt. Mit einem Sparplan nehmen Sie sich auf diese Weise den Stress, beim Fondskauf möglicherweise den falschen Zeitpunkt zu erwischen. Ein Sparplan eignet sich insbesondere zum langfristigen Vermögensaufbau beispielsweise für die Altersvorsorge.


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Kostenfaktoren bei Fonds

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Beim Kauf von Fondsanteilen fallen natürlich auch Kosten an, da die Fondsgesellschaft, die Depotbank und der Vertrieb bezahlt werden wollen. Bei einigen Kostenblöcken lässt sich mit ein wenig Einsatz aber viel Geld sparen und damit die Rendite erheblich verbessern. Kosten beim Kauf

  • Ausgabeaufschlag Beim Ausgabeaufschlag handelt es sich um eine einmalig anfallende Kaufgebühr bei jedem Kauf von Fondsanteilen. Der Ausgabeaufschlag dient hauptsächlich zur Deckung der Vertriebskosten. Er beträgt bei Aktienfonds üblicherweise 5 Prozent, bei Rentenfonds meist 3 Prozent und bei offenen Immobilienfonds und Mischfonds 4 bis 5 Prozent.

Die Bürokratie will bezahlt werden

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  • Verwaltungsgebühren der Fondsgesellschaft Diese fallen jährlich an und sind das Entgelt für die Verwaltung des Fonds. Damit wird unter anderem das Fondsmanagement bezahlt. Die Verwaltungsgebühren eines aktiv gemanagten Fonds hängen stark davon ab, in welche Märkte er investiert und welche Strategie er verfolgt. Bei Aktienfonds können die Verwaltungskosten über 2 Prozent pro Jahr betragen, 1 bis 2 Prozent sind meist üblich. Bei Indexfonds liegen die Kosten meist zwischen 0,15 und 0,5 Prozent.
  • Depotbankgebühren Für ihre Verwaltung des Fondsvermögens und Kontrollaufgaben stellt die Depotbank dem Fonds jährlich eine Gebühr in Rechnung. Diese beträgt in der Regel 0,1 bis 0,3 Prozent des Fondsvermögens pro Jahr.

Gebühren nach Erfolg

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  • Erfolgsabhängige Gebühren Immer häufiger verlangen Fondsgesellschaften Erfolgsgebühren, vor allem bei Aktienfonds. Diese Gebühren werden in der Regel fällig, wenn der Fondsmanager seinen Vergleichsindex (zum Beispiel den Dax) schlägt. Sie können bis zu 25 Prozent des Vorsprungs gegenüber dem Index betragen.
  • Hig Water Mark Während manche Fonds die Erfolgsgebühr nur berechnen, wenn der Fonds im Vergleichsjahr im Plus lag, kassieren andere die Gebühr sogar, wenn der Fonds Verluste gemacht hat, aber eben der Vergleichsindex noch schlechter war. Es gibt auch Fonds, die nur dann eine Erfolgsgebühr kassieren, wenn der Fonds einen früher erreichten Höchststand übertrifft (High Water Mark). Diese Art der Berechnung ist die fairste.

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  1. Holger Froese

    Serie Finanzberatung in Kooperation mit Stiftung Warentest – Teil 5: Was Sie über Fonds wissen sollten #Business

  2. Liane Wolffgang

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  3. Simone Janson

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