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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

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Simone Janson ist VerlegerinBeraterin und eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen laut Blogger-Relevanz-Index. Sie ist außerdem Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Laut ZEIT gehört ihr als Marke eingetragenes Blog Best of HR – Berufebilder.de® zu den wichtigsten Blogs für Karriere, Berufs- und Arbeitswelt. Mehr zu ihr im Werdegang.

Berufsbild Umweltgutachter: Für Naturschutz gegen Klimawandel

Der Klimawandel ist auf dem Vormarsch, daher liegt dieser Beruf voll im Trend. Aber was macht ein Umweltgutachter eigentlich und welche Ausbildung ist nötig?

Natur- und Klimaschutz im Trend: Mehr als Fridays for Future

Der Agrarökolge und Publizist Immo Lünzer verortet seit 2000 eine „reformierte Neo-Alternativbewegung“, die durch undogmatische Konsumtypen mit oft überdurchschnittlichem Einkommen geprägt ist: Da gibt es die Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability), die Lovos (Lifestyle of Voluntary Simplicity), Die Neo-Ökos, Utopisten und schließlich Scuppies (Socially Conscious Upwardly mobile People). Und Sie alle sind bereit für gesunde Lebensmittel aus ökologischen Anbau, schadstoffarmes Wohnen und ökologische Hight-Tech Produkte. Denn die neuen Ökos sehen sich als verantwortungsbewusste Gutmenschen, die durch Konsumverhalten und gezielte Produktauswahl Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit fördern. Aber, und das entscheidet sie deutlich von früheren Generationen der Umweltbewegung, sie wollen gleichzeitig ganz bewusst das Leben genießen und konsumieren.

Kein Wunder also, dass der Umsatz bei Biolebensmitteln seit Jahren stetig ansteigt: Waren es 1997 noch 1,48 Milliarden Euro im Jahr, so hat sich der Umsatz 10 Jahre später, deutlich vervielfacht und Biowaren sind längst bei einer breiten Verbraucherschicht angekommen und bescheren dem Biomarkt heute unglaubliche Umsatzanteile am gesamten Lebensmittelmarkt. Kein Wunder dass auch die Zahl der Bio-Supermärkte und Öko-Startups stetig wächst. Aber nicht nur das: Mittlerweile hat der Öko-Trend auch die Discount-Märkte erreicht, die immer mehr Produkte auch Bio-Variationen und zu höheren Preisen anbieten.

Öko ist “in” – in allen Bereichen

Doch Öko und Bio spielen nicht nur bei Nahrungsmitteln eine immer wichtiger werdende Rolle, sondern mehr und mehr in allen Bereichen unseres Lebens: Ökostrom, Ökokleidung, umweltverträgliche Kosmetikprodukte, umweltbewusstes Wohnen und umweltfreundliche Haushaltsgeräte. Anleger können Ihr Geld in ökolgische und nachhaltige Geldanlagen investieren und finden dafür auch spezielle Finanzberater. Ja sogar vor Notebooks und chemischen Produkten macht die Ökologisierung nicht halt, sogenannte weiße Biotechnologie ist stark im Kommen.

Und es gibt pfiffige Ideen: So gibt es Unternehmen, die sich im Baukasten der Natur bei Eiweißen, Bakterien, oder Mikroorganismen bedienen, um mit kleinen Produktverbesserungen große Effekte zu erzielen und so z.B. Waschmittelenzym entwickeln, die es erlauben, viele Sachen auf 40° C statt auf 60° C zu waschen. Dadurch lassen sich in Deutschland jährlich mehr als eine Million Tonnen CO2 einsparen.

Viele Experten glauben sogar, dass zukünftig nur noch Produkte auf dem Markt Erfolg haben werden, die die Bedürfnisse der Verbraucher nach sozialen, ethischen und ökologischen Herstellungsbedingungen befriedigen. Das bedeutet: Wer als Unternehmer langfristig am Markt Erfolg haben will, muss sich, egal welche Dienstleistung er anbietet, nach diesen Prinzipien richten.

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Was macht eigentlich ein Umweltgutachter?

Umweltgutachter zertifizieren Unternehmen nach dem europäischen Öko-Audit-System (EMAS) und erstellen Gutachten über die Qualität der sogenannten Umweltleistungen eines Unternehmens. Darüber hinaus können sie gesetzlich geforderte Prüf-Bescheinigungen in anderen Rechtsbereichen, wie z.B. Treibhausgas-Emissionshandel oder Altfahrzeugverwertung, ausstellen.

Umweltgutachter beurteilen dazu das betriebliche Umweltmanagement, die umweltbezogene Unternehmenspolitik (am jeweiligen Standort) und die selbstgesetzten Umweltziele. Darüber hinaus begutachten sie das interne Umweltmanagementsystem, das Öko-Controlling des Unternehmens sowie seine Umwelterklärung (diese ist definierter Teil des Öko-Audit-Verfahrens). Dabei prüfen Umweltgutachter, ob die standortbezogene Umweltpolitik des Unternehmens festgelegt wurde und ob sie den Bestimmungen der europäischen Öko-Audit-Verordnung (EMAS) entspricht. Zudem kontrollieren sie, ob die Umweltbetriebsprüfung vorschriftsmäßig durchgeführt wurde und ob die Angaben in der Umwelterklärung zuverlässig sind und den Vorgaben entsprechen.

Schließlich prüfen sie die Einhaltung der einschlägigen umweltrechtlichen Bestimmungen. Anschließend bestätigen sie in einem Prüfvermerk die Einhaltungen der relevanten Bestimmungen. Dies ist Voraussetzung zur Erteilung des EMAS-Logos der EU. In Gutachten, z.B. in Emissions- und Immissionsberichten, bewerten sie die messbaren Leistungen des Umweltmanagements eines Unternehmens. Zudem können Umweltgutachter ihre Kunden z.B. hinsichtlich eines effizienten Energiespar- oder Abfallwirtschaftsmanagements beraten. In diesem Fall ist eine Überprüfung desselben Unternehmens nach EMAS jedoch ausgeschlossen. Meistens sind Umweltgutachter auf bestimmte Branchen und damit auf den betrieblichen Umweltschutz innerhalb dieser Branchen spezialisiert.

Voraussetzungen, Aus- und Weiterbildung

Um diese Tätigkeit ausüben zu können, wird in der Regel ein Hochschulstudium gefordert, insbesondere auf den Gebieten Wirtschafts- oder Verwaltungswissenschaften, Naturwissenschaften oder Technik, Bio-, Agrar-, Forst- oder Geowissenschaften, Medizin oder Recht. Eine mindestens dreijährige eigenverantwortliche hauptberufliche Tätigkeit, bei der praktische Kenntnisse über den betrieblichen Umweltschutz erworben wurden, ist außerdem erforderlich. Laut Umweltauditgesetz (UAG) muss auch die Fachkunde nachgewiesen werden.

Auch mit einer Fachschulausbildung, der Qualifikation als Meister oder einer gleichwertigen Zulassung oder Anerkennung durch eine oberste Bundes- oder Landesbehörde oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und mindestens fünf Jahren hauptberuflich wahrgenommener Aufgaben in leitender Stellung oder als Selbstständiger bieten sich Zugangsmöglichkeiten.

Zudem benötigt man eine entsprechende Zulassung (Akkreditierung gemäß der EG-Umwelt-Audit-Verordnung und dem UAG) durch die Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU) nach dem Umweltauditgesetz. Weitere Informationen bietet die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V. (http://www.umweltbildung.de/) oder das European Network of Environmental Professionals (http://www.environmentalprofessionals.eu/)

Formalitäten und Chancen bei der Existenzgründung in Kürze

Als Umweltgutachter sind Sie freiberuflich tätig. Das bedeutet, Sie benötigen lediglich eine Steuernummer beim Finanzamt. Eine Gewerbanmeldung ist nicht erforderlich.

Ob Fridays for Future, Klimawandel, Wind- und Solarenergie oder Biolebensmittel und fairer Handel: Umweltthemen treten in Wirtschaft, Politik und im ganz normalen Alltag immer mehr in unser Bewusstsein. Waren es früher nur einige wenige seltsam anmutende Hippi-Typen mit Hang zum alternativen Lebensstil und Weltverbessbergungsidealismus, die sich für ökologische Produkte stark machen, so ist Umweltbewusstsein heute ein Massentrend: Wer in sein will, ist öko. Also gute Chancen für Menschen, die in diesem Bereich arbeiten wollen.

Auch wer sich im Bereich Umweltgutachten erfolgreich spezialisiert hat, steht – bedingt durch Veränderungen und Neuerungen – immer wieder vor neuen Herausforderungen. Das Spektrum dafür ist breit und reicht von Umweltrecht über Umwelttechnik bis zu Qualitätsmanagemen. Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es daher, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und sein Fachwissen laufend zu ergänzen, zu vertiefen und an aktuelle Entwicklungen anzupassen. So sind verbesserte Umweltschutzrichtlinien und Neuentwicklungen im Umweltmanagement sind Themen, denen sich Umweltgutachter immer wieder neu stellen müssen.

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