Lücken im Lebenslauf und Mosaik-Karrieren richtig verkaufen: 4 Tipps zur Bewerbung [+Checkliste]


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Lücken im Lebenslauf entstehen heute schneller als viele glauben. Doch auch wenn Mosaik-Karrieren heute immer normaler werden, reagieren noch immer viele Personaler und Recruiter skeptisch. Unsere 4 Tipps schaffen Abhilfe.

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Inga Symann ist freie Texterin und Lektorin.

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Lücken im Lebenslauf – eine Herausforderung für Bewerber

Eine Bewerbung zu erstellen ist grundsätzlich schon eine Herausforderung. Alle Daten müssen zusammengetragen und Informationen zum potenziellen Arbeitgeber gesammelt werden. Dann müssen die gesammelten Werke auch noch übersichtlich in die richtige Form gebracht werden, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Mit Erschrecken stellt so mancher Bewerber fest, dass es für einige Zeiträume keine Tätigkeitsnachweise gibt. Und schon sind sie da: die gefürchteten Lücken im Lebenslauf. Darunter versteht man längere Abschnitte von mindestens zwei Monaten im beruflichen Werdegang, über die es keine Belege gibt. Doch meist stellt nicht die Lücke im Lebenslauf das eigentliche Problem dar. Vielmehr kann der falsche Umgang mit ihnen den größeren Schaden verursachen.

Was ist das Problem an unvollständigen Lebensläufen?

Stellen Sie sich einmal vor, Sie sind Arbeitgeber und möchten einen neuen Mitarbeiter einstellen. Alles passt perfekt und er scheint die richtige Wahl für die ausgeschriebene Stelle zu sein. Doch dann entdecken Sie, dass er über einen längeren Zeitraum nicht nachweisen kann, was er getan hat. Der Bewerber druckst herum und kann keine vernünftige Erklärung geben. Werden Sie dann nicht erst recht neugierig oder gar misstrauisch?

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Personaler und Vorgesetzte möchten für ihr Unternehmen gute Mitarbeiter gewinnen. Diese Mitarbeiter sollen natürlich die geforderten Fähigkeiten mitbringen – aber die Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit ist Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Ist diese Basis von vornherein nicht vorhanden, wählen die Verantwortlichen sicherlich eher einen anderen Bewerber aus.

Die Lücke verstecken? Keine gute Idee!

Wie sagt man so schön: „Lügen haben kurze Beine.“ Können Sie eine mehr als zweimonatige Lücke im Lebenslauf nicht erklären oder versuchen diese gar zu vertuschen, fällt das einem guten Personaler meist schnell auf. Spätestens im Vorstellungsgespräch müssen Sie mit geschickten Fragen diesbezüglich rechnen.

An dieser Stelle wurde schon die ein oder andere „Reparatur“ im Lebenslauf aufgedeckt. Für den Bewerber bedeutet das dann garantiert das Aus. Das Fälschen von Unterlagen kommt nicht gut an. Und kommen die „Schönheitskorrekturen“ sogar erst nach Beginn Ihrer Tätigkeit im Betrieb ans Licht, kann dies zu einer fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen. Das wiederum macht sich für die nächste Bewerbung auch nicht besonders gut im Lebenslauf.

Typische Fehler: Die Tücke mit der Lücke

Typische Fehler im Lebenslauf sind zum Beispiel das Weglassen der Monatsangaben. Hier wird jeder Personaler hellhörig und fragt aufmerksam nach. Oder Sie geben statt eines chronologischen Lebenslaufes ein Profil ohne Zeitangaben ab.

Auch diese Möglichkeit ist keine Alternative. Denn ein Qualifikationsprofil bei einer herkömmlichen Bewerbung auf ein festes Angestelltenverhältnis dient lediglich als Ergänzung der Bewerbungsunterlagen und ersetzt nicht den Lebenslauf. Damit sind die Unterlagen nicht vollständig und die Chancen auf den neuen Job sinken enorm.

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Die Zeiten ändern sich

Früher begann die typische Karriere eines Arbeitnehmers mit dem Schulabschluss, setzte sich mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung und der Übernahme in das Unternehmen fort und endete mit dem Ausscheiden aus dem Betrieb im Rentenalter. Heute sieht eine Karriere meist etwas anders aus. Bewerber sammeln Erfahrungen, indem sie Jobs wechseln, bilden sich weiter und die Dauer der Anstellung variiert kontinuierlich.

Auch der unbefristete Arbeitsvertrag ist heute eher eine Seltenheit. Schon allein durch diese Vorgehensweise steigt die Häufigkeit eines Jobwechsels oder einer Neuorientierung immens. Die Ansprüche der Unternehmen steigen genau wie das Arbeitsaufkommen. Die Bereitschaft der Arbeitnehmer, sich dem zunehmenden Druck auszusetzen, sinkt. Sogenannte Sabbaticals nehmen zu und immer mehr Schul- und Uniabsolventen werden mit Praktika hingehalten. Der typische und lückenlose Lebenslauf wird somit zunehmend zur Seltenheit.

Lücken im Lebenslauf: 4 Tipps, wie Bewerber damit umgehen

Wer kennt das nicht? Die Extrarunde in der Schule, der Abbruch des Studiums, die kleine Auszeit nach der Ausbildung oder eine etwas länger andauernde Jobsuche. Dies alles sind meistens völlig normale Entwicklungen im Leben von vielen Menschen. Im Lebenslauf entstehen dadurch allerdings die allseits gefürchteten Lücken, die vermeintlich dafür sorgen, dass ein Bewerber den gewünschten Job nicht bekommt. Doch keine Sorge – mit den richtigen Tipps und einem korrekten Umgang mit diesen fehlenden Einträgen müssen Sie sich über die Lücken in Ihrem Lebenslauf nicht mehr Gedanken als nötig machen.

1. Den Lebenslauf genau auf die Stellenausschreibung zuschneiden

Richtig oder falsch gibt es beim Thema Karriere nicht, denn jeder Lebenslauf ist individuell. Wenn auch Sie bereits mehrere berufliche Stationen absolviert haben, stellt sich vielleicht auch Ihnen die Frage, ob Sie damit eine Chance auf den ausgeschriebenen Traumjob haben. Eine pauschale Antwort auf die Frage gibt es leider nicht. Jedes Unternehmen hat andere Vorgaben und häufig sind die Entscheidungen eher subjektiv.

Vertuschen ist also nicht der richtige Weg. Versuchen Sie daher, die ungeliebten fehlenden Daten mehr in den Hintergrund rücken zu lassen. Passen Sie Ihren Lebenslauf noch mehr der Stellenausschreibung an. Womit können Sie überzeugen? Stellen Sie Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten auch im Lebenslauf hervor. Außerdem können Sie vielleicht etwas ablenken, indem Sie – je nach Auftreten der Lücke – die Reihenfolge der Auflistung umkehren. Oder geben Sie Erfolge in Form von Arbeitsproben an. Je positiver Sie an anderer Stelle auffallen, umso unbedeutender wird die Lücke im Lebenslauf.

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2. Checkliste: So Stehen Sie zu Ihren Lücken

In jedem Fall ist es wichtig, eventuelle Lücken im Lebenslauf nicht zu vertuschen. Stehen Sie dazu. Begründungen wie Eltern- oder Erziehungszeiten, Fort- und Weiterbildungen, Auslandsaufenthalte, Selbstständigkeit oder die länger dauernde Bewerbungsphase sind heutzutage keine Seltenheit mehr:

  • Ausbildungsplatzwechsel oder Studienabbruch oder -wechsel: Nicht immer ist die erste Wahl gleich das Nonplusultra. Für einen Wechsel des Ausbildungsplatzes oder des Studienganges muss sich niemand schämen. Fragen kommen erste dann auf, wenn diese Vorgehensweise häufiger wiederholt wird.
  • Berufseinstieg: Gleich nach Schule oder Studium muss man sich manchmal erst einmal orientieren. Referenzen liegen noch nicht vor, sodass das Bewerbungsverfahren manchmal etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.
  • Arbeitslosigkeit: Dauert sie nicht zu lange, ist diese für den neuen Arbeitgeber meist kein Problem. Ob kurz oder lang – in jedem Fall ist eine ehrliche Erklärung und Ehrgeiz hilfreich.
  • Krankheit: Eine Krankheit müssen Sie nicht verheimlichen. Ist diese jedoch chronisch, könnte es je nach Diagnose zu Vorbehalten seitens der Entscheider kommen. Gut ist immer ein genau umrissener Zeitraum.
  • Kündigung: Je nachdem, ob selbst- oder unverschuldet, werden Ihnen Fragen dazu gestellt. Antworten Sie auch hier ehrlich und ohne Schuldzuweisungen. Das zeugt von Respekt und Loyalität dem ehemaligen Arbeitgeber gegenüber.

3. Die Lücken im Lebenslauf füllen

In Sachen Lücke gilt das Motto „Ehrlich währt am längsten.“ Sie müssen diese nicht hervorheben. Sollten Sie jedoch danach gefragt werden, hilft Ehrlichkeit meist wirklich weiter. Überlegen Sie dann noch einmal genau, was Sie in der Zeit genau gemacht haben. Können Sie diese Tätigkeit vielleicht sogar für den ausgeschriebenen Job verwenden? Vielleicht haben Sie genau in dieser Zeit einen Onlinekurs absolviert, der Ihnen jetzt weiterhilft. Oder Sie haben Ihre Sprachkenntnisse aufgefrischt. Versuchen Sie die in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen positiv zu verwerten.

Auch Personaler sind Menschen, sodass auch die Verantwortlichen wissen, was im Berufsalltag Sache ist. Doch auch an dieser Stelle sollten Sie Vorsicht walten lassen. Denn ehrlich heißt nicht, dass Sie intime Details ausplaudern. Achten Sie darauf, dass die Erklärung gut verpackt und zudem gut verdaulich ist.

4. Lücken im Lebenslauf ganz vermeiden

Natürlich denkt man im wahren Leben nicht ständig daran, ob der Lebenslauf nach einer getroffenen Entscheidung stets lückenlos ist. Es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Plötzlich ist der Arbeitgeber insolvent und Sie sind unerwartet arbeitslos. Oder es kommen viele Dinge auf einmal zusammen, sodass Ihnen alles über den Kopf wächst.

Wichtig bei einer auftretenden Lücke ist vielmehr, dass Sie diese am besten von Anfang an gut füllen. Gute Möglichkeiten dafür sind Weiterbildungen, Sprachkurse oder Praktika. So kommen Sie gar nicht erst in die Verlegenheit, sich vor Ihrem neuen Arbeitgeber rechtfertigen zu müssen.

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Ausblick: Auch bei Bewerbungen gibt es Veränderungen

Digitalisierung, neue Medien, Gesellschaft … alles ist im steten Wandel. Auch in Sachen Bewerbung und Lücken im Lebenslauf hat sich einiges getan. Was früher ein absolutes No-go war, wird heute vielleicht ganz anders gesehen. Ein vollkommener Lebenslauf ist mittlerweile eher eine Seltenheit. Immer häufiger lenken Personaler und Arbeitgeber ihr Augenmerk auf die sogenannten Soft Skills von Bewerbern.

Zudem sorgt der Fachkräftemangel für eine Veränderung auf dem Arbeitsmarkt. Auch die Arbeitgeber sind an dieser Stelle gefragt, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Aufgrund dessen wird die ein oder andere Lücke im Lebenslauf bereits eher akzeptiert. Nichtsdestotrotz sollten sich Bewerber gut vorbereiten, mit Kompetenzen punkten können und zudem mit Ehrlichkeit überzeugen.


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