Wir alle wünschen uns mehr Selbstwirksamkeit und stehen uns doch oft selbst im Weg. Was tun gegen die oft eingefahrenen Selbstsabotage-Techniken?

Tschüss Selbstsabotage: 2 X 7 Tipps für mehr Selbstwirksamkeit & gegen eingefahrene Denkmuster

Selbstsabotage: Wenn wir unsere Ziele, Wünsche und Träume nicht erreichen

Menschen haben Ziele, Träume, Wünsche. Doch oft genug hindern uns nicht die äußeren Umstände an der Umsetzung, sondern unsere eigenen Denk- und Verhaltensmuster. Unser Leben, so scheint es dann, ist unsere eigene persönliche Falle, und wir tappen oft in diese Falle, ohne es zu merken. Dieses Verhalten ist ziemlich häufig. Marketingfachleute nennen es “Selbstsabotage”. Und die tritt dann ein, wenn Sie Ihre eigenen Bemühungen oder Ihr Glück sabotieren. Es handelt sich um ein destruktives Verhaltensmuster, mit dem man seinen eigenen Erfolg untergräbt, entweder absichtlich oder unabsichtlich. Selbstsabotage ist daher eine der schädlichsten und am schwierigsten zu überwindenden Verhaltensweisen.

Selbstsabotage kann verschiedene Ursachen haben, darunter negative Selbstgespräche, Versagensängste und Perfektionismus. Sie kann sich auf vielfältige Weise äußern, z. B. durch Aufschieben, Vermeiden schwieriger Aufgaben und sogar durch destruktive Verhaltensweisen, die der Produktivität abträglich sind. Wissenschaftlich gesehen ist Selbstsabotage die an sich selbst vollzogene Absicherung der antisozialen Elemente von Selbsthass, die nicht unter Kontrolle der Selbstliebe zu bringen sind. Das klingt erstmal harmlos, kann in seiner schlimmsten Ausprägung aber bis zur Zerstörung der Persönlichkeit und sogar physischen Krankheiten wie Schmerzen, Atemnot oder Depression führen.

So kann sich selbst Sabotage konkret auswirken

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Selbstsabotage ist eigentlich ein Schutzmechanismus unseres Gehirns, kann in der Realität jedoch zu einigen Denkfehlern führen, weil wir z.B. Gefahren nicht nur über-, sondern auch unterschätzen. Zum Beispiel weiblich Hurrikane-Namen: Sind wirklich gefährlicher? Laut Statistik: ja! Und das hat einen einfachen Grund. Sie werden “namentlich” unterschätzt, mit fatalen Folgen. Die bedrohten Menschen wiegen sich in Sicherheit und schützen sich weniger. Und Menschen, die ökologische Produkte kaufen, handeln im Alltag auch moralischer. Möchte man meinen. Stimmt aber nicht. Denn die Öko-Käufer erwerben mit dem Produkt eine Art “moralischen Kredit” und sind sogar häufig rücksichtsloser. Es hilft also nicht nur uns selbst, sondern auch anderen, wenn wir uns über unsere Selbstsabotage klar werden und daran arbeiten.

Und auch für Unternehmen ist das Thema ein Problem: Mitarbeiter, die sich selbst sabotieren, können ihrer eigenen Karriere und dem Unternehmensergebnis schaden. Selbstsabotage kann ein ernstes Problem sein und zu einem Rückgang der Arbeitsmoral, geringerer Produktivität und sogar zu Umsatzeinbußen führen. Im Zweifel kann Selbstsabotage sogar zu höheren Krankenständen führen: Denn wer z.B. davon überzeugt ist, dass das Alter vor allem Krankheit und Einsamkeit bedeutet, ist stressanfälliger, was mit fortschreitendem Alter tatsächlich zu mehr Erkrankungen führt. Daher ist es für Arbeitgeber. Unternehmer und auch die betroffenen Mitarbeiter selbst wichtig, die Anzeichen von Selbstsabotage zu erkennen und die zugrunde liegenden Probleme so schnell wie möglich anzugehen. Dabei können z.B. psychologische Schulungen helfen.



Die 7 häufigsten Selbstsabotage-Techniken

Wie äußert sich nun Selbstsabotage im Alltag ganz konkret, mit welchen Gefühlen, Mustern und Verhaltensweisen haben wir es hier zu tun? Ein Überblick.

  1. Katastrophieren: Damit ist gemeint, sich auszumalen, was alles schiefgehen könnte, wenn man den aufrechten Gang geht. Man malt die Zukunft in düstersten Farben (wenn ich etwas verändere, verliere ich die Rente, habe kein Dach über dem Kopf und nichts zu essen).
  2. Selbstverleugnung: Wer anderen zum eigenen Nachteil den Vortritt überlässt, mag nobel handeln, aber verleugnet letztlich eigene Interessen. Selbsverleugnung stellt den Dienst an anderen (Ehepartner, Familie, Kinder, Kollegen) über die Genehmigung zur Selbstverwirklichung.
  3. Bewertungen von anderen: Dazu gehört, sich an Maßstäben messen, die sich kaum erreichen lassen. Der Bewertungs-Eindruck sorgt dafür, sich selbst und andere entweder hoffnungslos über- oder unterzubewerten.
  4. Druckmacher: Das bedeutet, mehr von sich erwarten, als leistbar ist – und das auch noch für normal erachten. Der Druckmacher bringt soviel Strom in die Sache, dass man sie besser gleich sein lässt.
  5. Regel-Hörigkeit: Nie das kleine Planquadrat verlassen und sich durch selbst verordnete Regeln einschnüren. Regel-Hörigkeit ist im Alltag auch bekannt als das haben wir schon immer so gemacht.
  6. Misstrauen: Selbstzweifel pflegen nach dem Motto “Das schaffe ich ohnehin nicht!” Das Misstrauen hindert uns daran, gute und beglückende Erfahrungen mit anderen zu machen, weil wir ständig Angst haben, von ihnen über den Tisch gezogen zu werden.
  7. Übermotivation: Immer mit Vollgas starten und nach halber Strecke außer Atem hinschmeißen. Übermotivation deckt schwerwiegende Probleme zu, indem er uns zur Ablenkung wie besessen in Projekte, Aufgaben oder Sportarten stürzen lässt.

Warum es wichtig ist, Selbstsabotage anzugehen

Natürlich, jeder Mensch erlebt ein gewisses Maß an Selbstsabotage, aber wenn sie beginnt, unser Leben und unsere Beziehungen zu beeinträchtigen, kann dies ein Hinweis auf ein zugrunde liegendes Problem sein, das angegangen werden muss. Um zu verdeutlichen, wie so eine Selbstsabotage abläuft, hier das Zitat eines Selbstsaboteurs, der gerne anonym bleiben möchte:

Selbstsabotage stellt eine besondere Art innerhalb von zwei Minuten dar, wie man sein Leben ruinieren kann. Damit ist sie eine Form von Selbstzerstörung. Selbstzerstörung Selbstsabotage. Nachdem ich meinen Zielen definiert hatte, wieso ich nicht aufhören konnte, meine Ziele zu sabotieren, entschied ich, etwas Konkretes zu tun, um die Problematik zu beheben. Ich analysierte meine Selbstsabotage-Muster, um zu ergründen, wo der eigentliche Grund für meine Selbstsabotage liegt. Ich inspizierte die Erwartungen, die ich an mich selbst hatte.

Wenn Sie das Verhalten der Selbstsabotage und die zugrundeliegenden Ursachen verstehen, können Sie anfangen, die Kontrolle über Ihr Leben zu erlangen und sich von selbstzerstörerischen Mustern zu befreien. Daher sollten Sie sich mit der Psychologie hinter der Selbstsabotage, den Folgen und den vorgeschlagenen Strategien und Interventionen befassen, die Ihnen helfen, die Kontrolle wiederzuerlangen.

7 Tipps für mehr Selbstwirksamkeit statt Selbstsabotage

Wenn Sie sich mehr Selbstwirksamkeit wünschen, sind die folgenden 7 Tipps zur Anwendung bei akuten Anfällen von Selbstsabotage dringend empfohlen. Dabei sollte man jedoch auch auf die Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen achten:

  1. Gefühle sind keine Tatsachen: Nur weil Sie die Welt schlecht denken, wird sie nicht schlecht, aber ganz sicher auch nicht besser.
  2. Erst einmal eine Pause machen: Wenn Sie vor lauter Problemen keinen klaren Entschluss fassen können, machen Sie erst mal eine Pause. Beamen Sie sich gedanklich sechs Monate in die Zukunft. Welche der aktuellen Sorgen wird Sie dann wohl noch beschäftigen? Welche haben dann zumindest deutlich an Schrecken verloren?
  3. Negative Gefühle zulassen: Es ist in Ordnung, Scheißtage zu haben und sich das selbst zuzugestehen.
  4. Fehler akzeptieren: Es ist in Ordnung, Fehler zu machen, solange Sie nicht dieselben Fehler zu oft wiederholen und für die Zukunft darüber nachdenken, Dinge zu verbessern.
  5. Dinge akzeptieren: Wer nur das Gute im Leben sieht, ist glücklicher als andere. Stimmt leider nicht. Korrekt ist: Wer akzeptiert, dass positive und negative Gefühle zum Leben gehören, ist paradoxerweise zufriedener als jemand, der negative Emotionen vermeidet.
  6. Positive Selbstgespräche: Dabei geht es um eine liebevollen, wertschätzenden und realistischen Umgang mit sich selbst. So wie in vielen Coaching-Ratgebern ist es allerdings Quark, denn wer zu viel Wunschvorstellung hineinlegt, steigert mit solchen Monologe den Druck, dem Idealbild zu entsprechen und können sogar das Gegenteil bewirken. Die richtige Gratwanderung ist also gefragt.
  7. Denkmuster entspannt ändern: Es ist nicht immer das Ziel, Selbstbewusstsein zu gewinnen. Es ist einfach das Nebenprodukt Ihrer Taten.


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