{Replik} Wenn Online-Banner wie Kunst-Print-Anzeigen wären: So schön geht Werbung!


Gut arbeiten, 500 Bäume pflanzen! Wir machen die Arbeitswelt menschlicher wie ökologischer und spenden – urkundlich belegt – Einnahmen für Aufforstung. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept, on-Demand eKursen und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, WELT, Wikipedia.
Bildrechte:  Bildmaterial erstellt von Simone Janson | Best of HR - Berufebilder.de®

Bitte mehr Phantasie, ihr Werbegestalter! Dass Werbeanzeigen auch ein ästhetisches Kunstwerk sein, zeigen diese Bilder. Der Haken dabei: Es handelt sich dabei um Printkampagnen? Wann kommt statt nervös blinkender Banner endlich auch Online-Banner, die ein Augenschmauss sind?

berufebilder

Wichtiger Hinweis: Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

  Profil

Werbung ist nicht schön?

In der Diskussion zu meinem Vortrag Mitte Oktober an der Hochschule Mittweida war eines der Argumente gegen Werbung, dass sie eine Website verschandelt – und daher den Besucher sofort zu wegklicken bringt.

Das aber liegt doch vor allem daran, dass Werbung im Internet oft alles ist – nur nicht schön.

Werbung als Kunst

Daher war ich ziemlich begeistert, als ich auf Logoloock diese tollen Anzeigen gefunden habe. Andre Paetzel schreibt dazu:

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

“Denn wenn man schöne Printanzeigen entwickeln will, muss / sollte man Bilder eine Geschichte erzählen lassen. Denn wenn sie dieses nicht tun, dann werden sie Euch, die Zielgruppe nicht fesseln und sie werden bei Euch auch nicht im Gedächtnis bleiben. Denn primäres Ziel einer jeden Anzeige ist natürlich, dass ihr sie zum einen wahrnimmt, aber dass sie zum anderen auch in Eurem Gedächtnis bleibt.”

Jede Menge Diskussionsstoff

Andre hat die tollen Anzeigen übrigens auf designyourway gefunden, wo sich neben zwei Anzeigen der Jobbörse Monster auch noch einige weitere Motive finden. Auch ich habe hier mal eine kleine Auswahl an passenden Motiven zusammengetragen, aber weitergucken lohnt sich auf jeden Fall.

Und Diskussionstofft bietet sich auch: Zum Beispiel darüber, ob die Harley-Werbung schlicht geschmacklos ist oder ob sich mit so einem Bild nicht auch prima Werbung für Pflegeberufe machen ließe….

Und eine Anregung

Jetzt meine Frage: Warum sieht, in einer Zeit, in der Online-Werbung eindeutig auf dem Vormarsch ist, diese nicht so ansprechend aus?

Monster.com

monster2

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

CNN

cnn

EDF

edf

Harley Davidson

Harley Davidson

Anzeigen aus den 50er und 60ern

Der kanadische Webdesigner Andrew Lindström hat sich die große Mühe gemacht, 50 Anzeigen aus den 50ern und 60ern zusammenzutragen – und beweist damit eines: Werbung von damals erscheint vielleicht heute manchmal etwas altmodisch. Unästhetisch ist sie aber keinesfalls. Mal ein paar Beispiele.

Was mir an Andrew-Lindströms-Werbe-Sammlung aufgefallen ist: Einige Motive sind für heutige Verhältnisse politisch inkorrekt. Und auch das Frauenbild, das in der Werbung damals transportiert wurde, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Dennoch ist die Sammlung sehenswert. Ich gebe hier mal ein paar Eindrücke wieder.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

western-electric-is-crossing-a-telephone1

Bei so einem Bodenbelag kann man sich wahlweise Aussuchen, ob man Augenkrebs bekommt oder sich wie in einem Aquarium fühlt:

ozite-carpet-tiles1

Das hier wäre meine persönliche Horrorvorstellung

vw-if-the-world1

Und was Woody Allen und die Muschel mit Wodka zu tun haben, habe ich auch nicht ganz verstanden…

smirnoff-woody-allen1

Ästhetisch aber politisch unkorrekt

Und dann gibt es auch noch die Abteilung ästhetisch gelungen, aber politsch unkorrekt. In Zeiten, in denen manche Männer statt Frauen Sex-Dolls besitzen, sollte einen eigentlich nichts mehr wundern – oder doch? Ikea hat Frauenrechtlerinnen auf die Palme gebracht, als bekannt wurde, dass das Möbelhaus in der saudi-arabischen Variante des Katalogs die Frauen herausretuschiert hat. Das treibt nun im Internet seltsame Blüten: Ein Blog zeigt, wie eine Welt aussehen würde, in Ikea-Möbel Frauen ersetzen.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

ikea1

Eine Braut als Handtuchhalter, Mutter Theresa als Reibeisen?

ikea

Mutter Theresa

Modells als Regale

Ein Unbekannter hat dabei aus diversen Fotos von Prominenten oder bekannten Kunstwerken die Frauen herausretuschiert und durch Ikea-Möbel ersetzt. Die Vergleiche die er dabei anstellt, sind witzig bis grotesk und zum Teil wenig schmeichelhaft auch ein wenig geschmacklos:

Eine Braut als pinkfarbener Handtuchhalter. Yoko Ono als Schubladenkomode. Mutter Therasa als Reibeisen. Audry Hepburne als Kühlschrank. Prinzessin Kate als Lampe. Models auf dem Laufsteg als Regale. Und Gott in Michelangelos “Erschaffung Adams” umgeben von Kissen statt von weiblichen Engeln. Sogar vor Anne Frank macht er nicht halt, sie wird kurzerhand zum Klappstuhl.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Eine Welt, in der Frau Ikea-Möbel sind?

ikea

Wäre der Hintergrund nicht so traurig, man könnte es für eine gelungene Gurilla-Marketing-Aktion halten. So aber bleibt einem das Lachen im Halse stecken – zumal man die  Motive des Machers nicht kennt. Und es stellt sich die Frage: Wie sähe eine Welt ohne Frauen aus? Ohne menschliche Nähe und Emotionen? Jedenfalls gar nicht mehr so hip und lifestylig, wie es der Ikea-Katalog vermitteln will.

“Wer international erfolgreich sein will, zeigt lieber Möbel als Frauen”

Dazu kommt noch die immer wieder gern diskutierte Frage, inwieweit sich Unternehmen undemokratischen Regeln in einem Land beugen wollen oder müssen, um dort Geschäfte zu machen. Die Google-China-Diskussion lässt grüßen.

Die Reaktionen im Netz vom Vorgehen von ikea und zu der Bilderserie waren entsprechend ironisch bis negativ.

Christian Brandes, Gründer von Spiegel Offline, heute Schlecky Silberstein, bringt die Sache auf den Punkt:

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

“Mittlerweile entschuldigte sich das Möbelhaus, wir aber merken uns: Wer international erfolgreich sein will, der zeigt im Zweifel lieber Möbel als Frauen.”

Und die schwedische EU-Ministerin Birgitta Ohlsson verurteilte das Vorgehen auf Twitter als “mittelalterlich”:

Ikea hat sich gleich entschuldigt

Ikea hat sich übrigens auch entschuldigt. In einer Erklärung schreibt das Unternehmen:

Wir hätten reagieren und verstehen sollen, dass der Ausschluss von Frauen aus der saudiarabischen Version des Katalogs in Konflikt mit den Werten der Ikea-Gruppe steht”.

Aber wie gesagt, wenn das Geld winkt, sind die Schuklappen erstmal groß.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Extreme Schock-Werbung ist da noch harmlos!

Zum Abschluss des Tages machte mich Michael Prätorius von der Isarrunde via Twitter noch auf diese Werbeanzeigen aufmerksam, die ihren Zuschauer ganz bewusst schockieren sollen. Im Vergleich zur IKEA-Aktion fand ich das noch ästhetisch und geschmackvoll.

Kinder und Rauchen

smoke


Mehr Wissen - PDF-Download, eKurs on Demand oder persönliche Beratung


Offline-Download: Diesen Text als PDF herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Da wir den Titel dieses Textes aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist. Nach dem Kauf Text ausschließlich unter dieser URL herunterladen (bitte abspeichern).

3,99 Jetzt buchen


Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung und Zertifikat – alle weiteren Informationen!

19,99 Jetzt buchen


Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgeber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) – zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

179,99 Jetzt buchen



Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  1. Simone Janson

    Danke für die Flotte Antwort…
    Das mit dem Preis ist schon klar – das mit der KB-Begrenzung hingegen nicht. Gehts dabei um die Schnelligkeit der Seite?
    Wie wärs z.B. mit Schwarz-Weiß u./o. Zeichnungen? Natürlich auch wieder ne Geldfrage…

    Aber sicher sind, vielleicht neben den Inhalten, die nicht unbedingt hochwertigen Werbeformen, die auf manchen Seiten ja sofort vor den Text springen, ein Grund dafür, dass Online von vielen immer noch als ein minderwertiges Medium angesehen wird.
    Ein guter Ansatz sind z.B. kreative Werbevideos. Nur bei Bannern gibt es seit 10 Jahren die gleich Eintönigkeit.
    Noch ist ja Internet nicht das Hauptwerbemedium, zumindest was die BVDW-Statistiken angeht, aber wenn es dazu kommt, lässt man sich da hoffentlich noch ein paar Dinge einfallen… Jedenfalls wünsche ich mir das aus Publishersicht…

  2. Andre

    Das ist meistens eine frage der KB Zahl.
    Bei Online Bannern bist du sehr oft auf 40 kb beschränkt, da kriegst du so detalierte Bilder niemals klein gerechnet.

    Daher sehen vielen Sachen sehr langweilig aus.

    Je größer das Bild, desto teurer wird es.

  3. Warum das Internet hässlich ist

    […] ein Dank an Simone Janson, die einen schönen Blogpost mit Erwähnung meinerseits geschrieben hat. Grüße ans andere […]

  4. André Paetzel

    RT @SimoneJanson: Wenn Online #Banner so geil wie manche Print Anzeigen wären – so schön geht Werbung-mit tollen Bildern

  5. Simone Janson

    Wenn Online #Banner so geil wie manche Print #Anzeigen wären – so schön geht #Werbung-mit tollen Bildern (dank @paetzel)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.