Zum Text

Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine nachhaltige Arbeitswelt. Mit unserem einzigartigen on-Demand Verlags-Konzept bieten wir Bücher, Magazine, eKurse und haben über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – Kunden u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen, Partner Bundesbildungsministerium. Verlegerin Simone Janson ist eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte: Bildrechte via Malte Loos.
Redaktionelle Bearbeitung: Dieser Beitrag wurde zur Veröffentlichung auf Best of HR – Berufebilder.de® überarbeitet und inhaltlich für das Format angepasst von Simone Janson. Alle Beiträge von Simone Janson


Hier schreibt für Sie: Christoph Berger ist Journalist.Er schreibt u.a. für Focus, Handelsblatt, Wirtschaftswoche, FAZ, Hamburger Abendblatt oder WAZ. Berger lebt und arbeitet in Berlin. Alle Texte von Christoph Berger.

  • Arschloch Boss & Kollegen überleben {+AddOn nach Wunsch}
  • Agiler Führen mit Hirn & neuer Autorität {+AddOn nach Wunsch}
  • Golfplatzmanagement – die geheime Erfolgsstrategie {+AddOn nach Wunsch}
  • Effizient Arbeiten im Homeoffice {+AddOn nach Wunsch}
  • Strategien gegen Mobbing {+AddOn nach Wunsch}
  • Spaß an Führung Motivation & Change Managment {+AddOn nach Wunsch}
  • Wertschätzung {+AddOn nach Wunsch}
  • Mehr Geld verdienen weniger arbeiten besser leben {+AddOn nach Wunsch}
  • Nachhaltig leben & arbeiten {+AddOn nach Wunsch}
  • Nicht mehr alleine sein. Neue Freunde finden trotz Stress undamp; zu viel Arbeit {+AddOn nach Wunsch}
  • Lust & Leiden im Büro {+AddOn nach Wunsch}
  • Tschüss Sabotage! Mobbing Depression Ängste überwinden {+AddOn nach Wunsch}
  • Positive Energie {+AddOn nach Wunsch}
  • Charisma! Auftreten & Wirkung zum Erfolg {+AddOn nach Wunsch}
  • Körpersprache für Manager & Macher {+AddOn nach Wunsch}
  • Die Feedbackfalle {+AddOn nach Wunsch}
  • Den Chef führen von Unten {+AddOn nach Wunsch}
  • Reit den Bullen {+AddOn nach Wunsch}
  • Nie mehr arbeiten. Gewinnen durch passives Einkommen {+AddOn nach Wunsch}
  • Tschüss Bullshit Jobs {+AddOn nach Wunsch}

Berufliche Umorientierung & Neuanfang: Vom Elitestudium zum Karatelehrer

Bisher 8497 Leser, 1344 Social-Media-Shares Likes & Reviews (5/5) • Kommentare lesen & schreiben

“Ichi! Ni! San! Yon shi! Go! Roku! Nana shichi! Hachi! Kyu ku! Ju!” Laut zählt Malte Loos immer wieder, mal auf Japanisch, mal auf Deutsch, von eins bis zehn. Vor ihm stehen etwa 14 Frauen und Männer, die meisten zwischen 30 und 40 Jahren alt, und folgen seinen Anweisungen. Seine Schüler lernen bei ihm Karate!

berufebilder

Sich fallen lassen

In seiner Karateschule üben sie Tritte und Blocks, Schläge und Sprünge. Und sie versuchen, sich innerlich fallen zu lassen.

Malte Loos wünscht sich beim Ausharren in bestimmten Ständen von ihnen: “Lasst euch fallen, zittert alles in den Boden, macht euch frei!” Er meint das Freiheit finden in sich selbst.

Der Weg zur inneren Wahrheit und Stille

Auf dem Weg in die Freiheit befindet sich auch Malte Loos beziehungsweise auf dem Weg hin zu einem Zustand innerer Wahrheit und Stille, wie er selbst sagt. Lange Zeit verfolgte er jedoch einen anderen Lebensentwurf. Er dachte, sein Glück bestünde aus seiner begonnen wissenschaftlichen Karriere, aus wirtschaftlichem und finanziellem Erfolg.

Dies erwies sich aber als eine Fehleinschätzung. Aggressivität und ein aufbrausender Charakter bestimmten noch vor zehn Jahren sein Leben. Dieses Verhalten plus das Gefühl, insgesamt das Falsche zu tun, wurden schließlich so stark, dass er es mit sich selbst nicht mehr aushielt.

Leben, wie das Umfeld es will

Er brach die bereits fortgeschrittene Laufbahn ab, durchlief Zeiten innerer Ängste und Unsicherheiten – immerhin standen plötzlich existentielle Fragen im Raum: Wie soll ich weiterleben, wie meinen Lebensunterhalt verdienen, was machen?


Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Klar war ihm nur, dass er sich bis dahin etwas vorgemacht hatte, gelebt hatte, wie es sich sein Umfeld gewünscht und vorgestellt hatte, wie er vielleicht selbst gerne gewesen wäre. Aber nicht ist.

Studium in der Kaderschmiede zukünftiger Eliten

Nach dem Abitur leistete Malte Loos seinen Wehrdienst ab, studierte Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Mathematik an den Universitäten des Saarlands und in Bonn, machte 1994 sein Diplom, absolvierte ein Masterprogramm an der London School of Economics and Political Science.

Schließlich landete er als Doktorand am Massachusetts Institut of Technology (MIT) in Boston – einer der Kaderschmieden künftiger Wirtschaftseliten.

Ein geradliniges Leben aus Zahlen, Daten und Fakten

Sein Leben bestand aus Zahlen, Daten und Fakten, aus mathematischen Formeln, die nicht abstrakt und formal genug sein konnten. Und hätte sich Malte Loos auf dieses Geflecht logischen Denkens weiterhin verlassen können, sein Leben wäre bestimmt gradlinig weiterverlaufen.

Er wäre zu einem Paradebeispiel avanciert, hätte einen Lebenslauf par excellence präsentieren können, einen wie ihn Unternehmen gerne nachkommenden Generationen präsentieren.

Auf dem Weg zur Traumkarriere

Die meisten seiner ehemaligen Kommilitonen haben heute Lehrstühle inne oder besetzen gutbezahlte Führungssessel in Unternehmensberatungen und Industriekonzernen. Und auch Loos bearbeitete sein erstes Projekt bei JP Morgan im Bereich Finance Research.

Doch da ist das “Hätte”. Hätte deshalb, weil sich in dem Umfeld eines solch rationalen Lebens, in dem es vor allem um oberflächliche Umstände, Zustände und Entwicklungen geht, bei manchen Menschen entweder schleichend anpirschend, bei anderen mit Blitz und Donner aufziehend, eine innere Stimme meldet, die all das, was man bisher getan hat, anzweifelt.

Top-Job, aber die innere Stimme zweifelt

Dabei hatte er eigentlich alles, wovon viele Träumen: Eine Elite-Ausbildung, ein guter Job, ein Top-Gehalt – und dennoch ist da eine ständige innere Unzufriedenheit – eine innere Stimme, die einem immer wieder sagt, dass es so nicht weitergeht.

Und die einen schließlich dazu bringt, das Ruder ganz herumzureißen. Über Malte Loos brach dieser Zustand 2003 herein, an einem Sonntagnachmittag in seinem New Yorker Büro.

Die Wahrheit finden – durch Rippenbrüche und Niederlagen

Dort arbeitete er in einem Finanz-Start-up, hatte das Angebot für 175.000 US-Dollar im Jahr in einem Investment Fond zu arbeiten, Einstiegsgehalt. Doch genau an diesem Nachmittag brach es aus ihm heraus. Er sagt heute: “Da war klar, dass ich keine Kraft mehr hatte, das weiterzumachen.”

Unterstützt hatte diesen Ausbruch auch der Umstand, dass Loos bereits in seinem ersten Jahr am MIT, das war 1996, mit Karate begonnen hatte. Ein Kommilitone hatte gefragt, ob er nichtmal mitkommen wolle, als Ausgleich zur Schreibtischarbeit.

Hart, aber gut!

Schon aus seiner ersten Gürtelprüfung kam er mit zwei Rippenbrüchen. Überhaupt waren die Einheiten eine Tortur. Doch nicht nur das. “Ich konnte auch aus den Niederlagen, aus dem Zusammengeschlagen werden von dem Gegner etwas herausziehen”, erzählt Malte Loos rückblickend. “Jedes Training fühlte sich irgendwie wahr an.”

Seine universitäre Karriere gab er damals zwar noch nicht auf, doch Karate wurde immer mehr zu seinem bestimmenden Lebensinhalt. Er trainierte, gab irgendwann selbst Unterricht und organisierte für seinen Karatemeister, Kazumi Tabata, dessen Organisation. 2004 entließ dieser Loos mit der Begründung, er solle nun seinen eigenen Weg geht, eine eigene Schule aufmachen. Loos sagt: “Das war hart, aber gut.”

Berlin wurde zum Lebensmittelpunkt

2005 landete Malte Loos nach drei Jahren Abwesenheit wieder in Deutschland – sein altes Leben immer noch nicht ganz hinter sich lassen könnend. Ein Freund verschaffte ihm einen Job an der Universität Kiel, vier Tage die Woche. Doch Loos‘ Lebensmittelpunkt wurde Berlin.

Dort erhielt er eine einmalige Chance, den Grundstock für die Zukunft zu legen: Der Bundestag suchte einen neuen Karatelehrer, Malte Loos wurde es. Von da ab trainierte er dort mit den Angestellten und einigen Abgeordneten – Unternehmenssport sozusagen.

Vom Unternehmenssport zur eigenen Schule

Er gab auch Qi Gong-Kurse im Bundesministerium der Finanzen und im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

2010 gründete Malte Loos seine ganz eigene Schule, die der Inneren Stille. Dort bietet er nicht nur Karate-Kurse für jedes Level an – er selbst ist Inhaber des dritten Dan – sondern auch Übungen zur stillen Kontemplation.

Jeder muss selbst seinen Weg finden

Heute sagt Malte Loos von sich, dass er viel ausgeglichener, ruhiger geworden sei. Früher sei er um ein wesentliches Mehr aggressiver gewesen. Und um ein Vielfaches unglücklicher. Außerdem lässt er seine Schüler – ganz untypisch für Karatelehrer in Deutschland, jedoch ähnlich dem Stil seines Lehrers – selbst ihren Weg finden.

Er beschreibt sich als einen unfertigen Menschen und vermeidet es, über den Sinn seiner Trainingsanweisungen zu reden. Seine Schüler sind aufgefordert, deren Sinn individuell und durch Selbstbeobachtung zu finden.


Text als PDF kaufen

Diesen Text als PDF erwerben (nur zur eigenen Nutzung ohne Weitergabe gemäß AGB): Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu. Sie können auch Text-Reihen erwerben.

3,99Jetzt buchen

Mehr erfahren – unsere Bücher zum Thema

Oder für wenig mehr direkt ganzes Buch oder eKurs zu diesem Thema kaufen, dazu weiterlesen. Hier finden Sie eine passende Auswahl.

eKurs on Demand kaufen

Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!

19,99Jetzt buchen

  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review

10 Antworten zu „Berufliche Umorientierung & Neuanfang: Vom Elitestudium zum Karatelehrer“

  1. KompetenzPartner

    Beruflicher Neuanfang – 1/2: Vom Elitestudium zum Karatelehrer: „Ichi! Ni! San! Yon shi! Go! R… – Spannender BeitragFik02tFXGy #Beruf #Bildung

  2. kanzlei-job

    Beruflicher Neuanfang – 1/2: Vom Elitestudium zum Karatelehrer: „Ichi! Ni! San! Yon shi! Go! Roku! Nana shichi… – Spannender BeitragredfTmRnXH

  3. Porträt meines Karatelehrers | b4shot.de

    […] antrieb und heute bewegt, darum geht es in meinem Beitrag auf Simone Jansons Seite berufebilder.de: Teil 1 des Porträts: Freiheit finden in sich selbst! Teil 2 des Porträts: Auf der Suche nach Wahrheit & innerer Stille März 2, 2012 | […]

  4. Lars Hahn

    Inspiration! RT @b4shot: Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst!

  5. Lars Schäfer

    Toll! RT @SimoneJanson Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst!

  6. Natalie Schnack

    Toll! RT @SimoneJanson Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst!

  7. Holger Froese

    Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst! #Business

  8. Christoph Berger

    Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst! – berufebilder.de:

  9. Simone Janson

    #Blogpost Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst!

  10. Liane Wolffgang

    Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst!: „Ichi! Ni! San! Yon s…

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.

EnglishDeutsch