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M-PESA – Kenias Vorreiter-Rolle beim mobile Payment 1/2: Innovationstreiber statt Steinzeitdorf



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Offenlegung & Bildrechte: Die Fluglinie Condor ist unser regemäßiger Kooperationspartner für diverse Recherche-Reisen. Das Kenian Tourist Board hat die Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei einer Recherchereise nach Kenia übernommen.  Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: Mbirikani, Makutano, Kenia.

Heute geht in Berlin die alljährliche Smart-Card-Conference Omnicard zu Ende. Vertreter von IT- und Kommunikations-Unternehmen, Banken und Institutionen diskutierten drei Tage lang über technische Innovationen wie mobile Bezahlfunktionen mit dem Handy, die in Deutschland noch immer in den Kinderschuhen stecken. Im ostafrikanischen Kenia sind uns (nicht nur) die Massai weit voraus.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Klischees und Wirklichkeit

Sogenannte Dritte-welt-Länder werden ja gerne als rückständig gesehen und die Massai, ein ostafrikanischen Nomadenvolk, gilt vielen als der Inbegriff steinzeitlicher-nomadischer Lebensweise.

Tatsächlich sind die Massai auch traditionell wenig steinzeitlich, da sie z.B. Schmiede hatten und Viehzucht betrieben. Dass Klischees nicht immer stimmen müssen, wissen wir nicht erst seit der satirischen Heizungs-Sammelaktion, die Südafrikaner für Norwegen veranstalteten.

Innovation statt Steinzeitdorf

Denn auch wenn wir so ein steinzeitliches Nomadendorf besucht haben, ist Kenia was das mobile, bargeldlose Bezahlen mit dem Handy angeht, uns weit voraus; davon konnte ich mich bei meinem letzten Besuch selbst überzeugen:

Bankautomaten oder gar Filialen sucht man in der weiten Steppe vergeblich. Aber fast in jeder Siedlung entlang der staubigen Feldwege gibt es M-PESA-Agents – so wie hier in der größtenteils von Massai betriebenen Handelsniederlassung Mbirikani.

Was ist M-PESA und wie funktioniert es?

M-PESA wurde von dem kenianischen Mobilfunkunternehmen Safaricom, mittlerweile eine Vodafone-Tochter, Anfang 2007 in Kenia eingeführt. Mit diesem System können die Kenianer grundlegenden Funktionen des Geldtransfers und des privaten bargeldlosen Zahlungsverkehrs über Mobiltelefone ohne die Notwendigkeit eines regulären Bankkontos durchführen. Wie das genau geht, beschreibt Uta Hergenroether ziemlich ausführlich im Betterplace-Lab:

„jede, die über ein Handy verfügt oder jemanden kennt, der über eins verfügt und SMS senden und empfangen kann, kann M-PESA nutzen. Kunden, die Geld transferieren möchten, lassen sich kostenlos bei Safaricom für den M-PESA Dienst registrieren und ihre SIM-Karte anpassen. Dann erhalten sie für ihre Telefonnummer eine PIN, die bei jeder Transaktion benötigt wird. Nun kann nach Bedarf Geld aufgeladen und per verschlüsselte SMS gegen eine geringe Gebühr innerhalb des eigenen Landes gesendet oder empfangen werden. Hierbei ist die Einzahlung und „Einlagerung“ von Geld auf dem Handy kostenfrei. Zur Barauszahlung sucht man so genannte M-PESA auf, die hauptberuflich Internetcafébesitzer, Tankstellen- oder Apothekeninhaber sein können. Diese zahlten für die Betreiberlizenz (und das dazugehörige IT-Gerät) eine einmalige Gebühr an Safaricom. Mittlerweile gibt es in Kenia fast 40.000 dieser Agenten, die auch über ihre eigenen Handys Dienstleistungen für Geldempfänger anbieten, die selbst keine Kunden bei M-Pesa sind.“

Das Wirtschaftswunder von Kenia

Die einfach Handhabbarkeit (Überblick über alle Funktionen dank des sehr Lesenswerten Posts samt Kommentaren von Andreas Fischler) dürfte der Grund dafür sein, dass, folgt man Spiegel Online, in Kenia ein Wirtschaftswunder ausgebrochen ist. Die Menschen sparen Geld und Frauen gründen Unternehmen, was einer kleinen Revolution gleicht.

15 Millionen Nutzer hat M-PESA mittlerweile, das sind rund 80% der Mobilfunkkunden. Vodafone will das erfolgreiche Modell nun auch in andere Länder exportieren. Zum Vergleich: Nur 15 % der Erwachsenen haben überhaupt ein Bankkonto.

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