Die Bewerbung mit der Post war gestern, mittlerweile reicht in den meisten Fällen eine eMail mit den entsprechenden Unterlagen im Anhang. Doch auch diese Methode wird langsam abgelöst.

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Bewerbungsformen der Zukunft

Wie also werden wir uns morgen bewerben? Die Studienreihe “Recruiting Trends” die Monster jedes Jahr zusammen mit dem “Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS)” der Universität Bamberg durchführt, hat diese Frage beleuchtet.

Für die aktuelle Ausgabe der Studienreihe Recruiting Trends 2016 wurden die 1.000 größten Unternehmen (Rücklaufquote 11,4%) aus Deutschland befragt und die Ergebnisse mit den Resultaten des Nutzungsverhalten und den Einschätzungen von über 4.800 Stellensuchenden und Karriereinteressierten verglichen.

Analyse der Top-300-Unternehmen

Für einen umfassenden Überblick wurden zudem Analysen der Top 300 Unternehmen aus den Branchen Automotive (Rücklaufquote 8,0%), Handel (Rücklaufquote 7,7%) und IT (Rücklaufquote 9,0%) sowie mehrere Fallstudien durchgeführt. Auf Unternehmensseite ist die Verteilung der Stichproben der jeweiligen Studienteilnehmer gemäß dem aktuellen Datenbankregister von Bisnode hinsichtlich der Merkmale Umsatz, Mitarbeiterzahl und Branchenzugehörigkeit in Bezug auf die entsprechende Grundgesamtheit repräsentativ.

Ein Teil der Studie beschäftigte sich mit klassischen und neuen Bewerbungsverfahren und deren Akzeptanz bei Unternehmen und Bewerbern. Weit abgeschlagen liegt dabei die papierbasierte Bewerbung.

Papier, eMail, Online-Formular?

Noch gehen in den Unternehmen zwar rund 13 Prozent der Bewerbungen auf Papier ein, aber weder sie noch die Bewerber räumen dieser Form in Zukunft noch Bedeutung ein. Unter den derzeit genutzten Bewerbungsformen steht bei den Bewerbern die eMail mit 83 Prozent auf Platz 1 und auch rund 26 Prozent der Unternehmen sehen hier noch eine leicht steigende Bedeutung. Allerdings rechnen viele Unternehmen mit einem Trend hin zur Formularbewerbung (17,3 Prozent mehr in 2020).


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Hier ist sicher auch der Wunsch Vater des Gedankens, denn diese Form der standardisierten Online-Bewerbung bevorzugen 75 Prozent der Unternehmen. Das sehen allerdings nur knapp sieben Prozent der Bewerber ebenso. Da lohnt sich der Blick auf die Alternativen. Vielleicht bringen sie die Bedürfnisse der Unternehmen und der Bewerber besser auf einen Nenner:

1.     Das Kurzprofil

Das Kurzprofil ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten und beruflichen Hintergründe des Bewerbers. Dazu gehören: die wichtigsten beruflichen Stationen, Fachkenntnisse und persönliche Eigenschaften sowie sogenannte Hard- und Softskills. Im Fokus stehen dabei vor allem die Fakten, die für den Wunschjob eine Rolle spielen. Ein solches Profil kann dann beispielsweise in Karrierenetzwerken angelegt werden.

Der Vorteil: Die Unternehmen sehen auf den ersten Blick, ob der Bewerber die richtigen Voraussetzungen für die entsprechende Stelle mitbringt. Knapp 59 Prozent der Bewerber halten sie daher für eine wichtige Bewerbungsform. Tatsächlich spielen sie noch keine allzu große Rolle, die Recruiting Trends 2016 zeigen, dass sie für nur 15 Prozent der befragten Unternehmen wichtig sind. In Zukunft wird sich das allerdings ändern, denn 58 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Kurzprofile immer wichtiger werden.

2.     Die One-Click Bewerbung

Bei einer One-Click Bewerbung wird das aktuelle Bewerberprofil aus einem Karrierenetzwerk oder einer Lebenslaufdatenbank per Mausklick direkt an den Wunsch-Arbeitgeber gesendet. Das beschleunigt das Bewerbungsverfahren deutlich, da sich Interessierte jederzeit und sogar über das Smartphone bewerben können. 61 Prozent der Unternehmen befürchten daher auch eine Bewerbungsflut und mehr Aufwand für die Recruiter.

Zu ihrer Beruhigung kann allerdings gesagt werden, dass nur etwa 26 Prozent der Bewerber davon ausgehen, dass sie sich vermehrt über diese Form bewerben wollen und nur knapp 39 Prozent von ihnen gehen davon aus, dass die One-Click Bewerbung künftig eine wichtige Rolle spielen wird. Die Unternehmen sehen das etwas anders, hier glauben 54 Prozent, dass diese Form der Bewerbung künftig wichtig ist.

3.     Infografiken und Bewerbungsvideos

Bewerbung mit Entertainmentfaktor? In Zeiten der zunehmenden Visualisierung jeder Art von Information, liegt der Gedanke nahe, die Bewerbung durch ein Bewerbungsvideo oder eine Infografik aus der Menge herauszuheben. Knapp unter 20 Prozent (Infografiken/19,3 und Videos/18,2 Prozent) der befragten Bewerber sehen visuelle Elemente als Ersatz für Anschreiben und Lebenslauf als wichtige Bestandteile für künftige Bewerbungen. Rund 15 Prozent der befragten Unternehmen teilen diese Meinung hinsichtlich der Bedeutung von Bewerbungsvideos.

Aber welche Bewerbungsform sich letztlich auch durchsetzt, wichtig ist, dass sie dem Recruiter die für den jeweiligen Job wesentlichen Fakten übersichtlich und auf einem Blick präsentiert. Dann sind die Chancen groß, dass er die Bewerbung intensiver prüft. Das geschieht in den Unternehmen derzeit, laut der Studie, nur bei vier von zehn Bewerbungen.


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