Absolventen auf vergeblicher Jobsuche: Nur nicht aufgeben!



Voriger Teil



Wir machen die Arbeitswelt menschlicher wie ökologischer und spenden – urkundlich belegt – Einnahmen für Aufforstung. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept, on-Demand eKursen und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, WELT, Wikipedia.
Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Viele Absolventen haben hochfliegende, idealistische Pläne für ihre berufliche Zukunft – und scheitern dann sehr schnell bei der Jobsuche an der Realität. Es empfiehlt sich daher, die Jobsuche ganz pragmatisch anzugehen. Klagen bringt nicht weiter, handeln ist angesagt.

Absolventen auf vergeblicher Jobsuche: Nur nicht aufgeben! jobsuche

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!


Mehr Wissen - PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung

Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Pluspunkt Arbeitserfahrung

Zur Übersicht

Arbeitserfahrung ist ein Pluspunkt bei der Bewerbung: Sie zeigt in der Regel, dass man in der Lage ist, seine Fähigkeiten in Unternehmen auch gewinnbringend umzusetzen. Dabei kann auch jede noch so unbedeutend scheinende Erfahrung weiterqualifizieren – beispielsweise zeigt ein Kellnerjob, dass man hart, unter Druck und im Team arbeiten und mit Kunden umgehen kann.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Allerdings ist es nicht sinnvoll, irgendwelche Arbeitserfahrungen wahllos aneinanderzureihen; vielmehr sollten die Jobs eine rote Linie im Lebenslauf und einen Fortschritt erkennen lassen, da potenzielle Arbeitgeber sonst schnell den Eindruck gewinnen, der Bewerber sei unentschlossen und unambitioniert. Nach dem Abschluss sollte daher Schluss sein mit prekären Beschäftigungen wie unbezahlten Praktika und Studentenjobs. Denn diese sind auch aus sozialversicherungstechnischer Sicht schwierig.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Zur Übersicht

Oft gehört zur Jobsuche auch das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein oder die richtigen Leute zu kennen. Denn viele Unternehmen suchen ihre Mitarbeiter kurzfristig und sparen sich gerne langwierige Auswahlverfahren.

Natürlich lassen sich solche glücklichen Zufälle nicht planen, und doch kann man ihnen systematisch auf die Sprünge helfen, indem man sich rechtzeitig ein Netzwerk an guten Kontakten aufbaut. Dadurch stehen die Chancen gut, von freien Stellen zu erfahren, noch bevor diese ausgeschrieben werden.

Networking hilft

Zur Übersicht

Möglichkeiten, solche Kontakte zu knüpfen, gibt es genug: Praktika und Studentenjobs, Zeitarbeit, Messen, Recruitingveranstaltungen, Stammtische oder Onlinenetzwerke wie unsere Xing-Gruppe Geistes- und Sozialwissenschaftler in der Wirtschaft. Doch Networking heißt nicht, besonders viele Kontakte jedweder Art zu knüpfen.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Viele Situationen erfordern nur wenige Kontakte, dafür aber genau die richtigen. Um diese herzustellen muss man Initiative zeigen und Vorleistung erbringen. Denn es geht darum, Vertrauen aufzubauen. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wer hingegen vorschnell Erwartungen äußert, verspielt seine Chance nur allzu leicht.

Die Methode: Life Work Planning

Zur Übersicht

Eine Methode, die sich für Jobsuche, Bewerbung und Networking gleichermaßen eignet, ist das aus den USA stammende Life Work Planning, das in drei Schritten abläuft und in Seminaren oder im Selbststudium mit Hilfe von Büchern erlernt werden kann.

Das wichtigste dabei: Absolventen müssen sich nicht mehr mit den vorhandenen Stellenangeboten zufriedengeben, sondern können systematisch ihr eigenes Profil herausarbeiten und sich dann inen Arbeitgeber suchen, der zu ihnen passt. Angeblich haben durchschnittlich 86% aller Teilnehmer/innen ein Jahr nach einem LWP-Seminar einen erfüllenden Job.

Berufsfindung Schritt für Schritt

Zur Übersicht

  1. In Schritt 1 soll sich der Jobsuchende über seine Ziele, Wünsche und Fähigkeiten klar werden, z.B. indem er sie aufschreibt. Denn: Je genauer jemand weiß, was er will, desto eher findet er es auch.
  2. In Schritt 2 wird überlegt, wie sich die persönlichen Interessen in einen Beruf einbringen lassen. Wer sich dabei fragt „Was kann ich mit meinem Studienfach anfangen?” schränkt die Auswahl automatisch ein. Besser ist die Frage: Welche Berufstätigkeit strebe ich an? – denn es gibt mehr Möglichkeiten, als viele denken.
  3. Schritt 3 schließlich ist der schwierigste: Jetzt wird aktiv nach Kontakten gesucht, und zwar indem man gezielt Leute anspricht, die eine Stelle haben, die einen interessieren würde. Aber: in dieser Phase geht es noch nicht um die eigentliche Jobsuche, sondern um das Sammeln von Informationen und den Abgleich zwischen Realität und persönlichen Vorstellungen. Wer ohne allzu viele Hintergedanken offen auf andere zugeht, wird die erstaunliche Entdeckung machen, dass die meisten Menschen sich über ehrliches Interesse an ihrer Person oder Arbeit freuen und gerne Auskünfte geben.

Ehrliches Interesse und Eigenititative

Zur Übersicht

Life Work Planning ist auch deshalb so erfolgreich, weil Absolventen, die wissen, was sie wollen, bei der Bewerbung auch ehrliches Interesse und Eigeninitiative mitbringen. Das machen die Personalentscheider häufig schon an der äußeren Form der Bewerbung fest. Daher sind standardisierte Bewerbungen Tabu, ganz zu schweigen von Massen-eMails, die den Eindruck von Beliebigkeit erwecken.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Besser ist es herauszustellen, dass man sich intensiv mit dem Unternehmen befasst hat und weiß, was einen dort erwartet – und das möglichst kurz und knapp: Im Schnitt nimmt sich ein Personaler 30 Sekunden für eine Bewerbung und sortiert alles, was nicht passt, sofort aus. Und: Die häufig gestellte Frage: „Warum wollen Sie gerade bei uns arbeiten?“ zielt ganz klar darauf ab, welchen Nutzen das Unternehmen von einer Mitarbeit des Bewerbers haben könnte – und das sollte sich ein Bewerber schon im Voraus überlegen.

Kompetenzen erweitern

Zur Übersicht

Bei der Jobsuche von der Frage auszugehen, welche Möglichkeiten ein geisteswissenschaftlicher Studienabschluss bietet, ist auch deshalb zu kurz gedacht, weil sich vorhandene Kompetenzen jederzeit durch Weiterbildungen und Aufbaustudiengänge erweitern lassen. Dabei ist die Finanzierung nicht das Hauptproblem, da es hier Stipendien, Kredite und staatliche Förderungen gibt.

Weitaus schwieriger ist es, im Angebotsdschungel den passenden Inhalt und Abschluss zu finden. Denn: Auf gesetzlich kaum reglementierten Weiterbildungsmarkt gibt es neben zahlreichen auch international anerkannten Angeboten (etwa dem Master of Business-Administration in verschiedensten Variationen) auch Zertifikate einzelner Institute, die auf dem Arbeitsmarkt völlig unbekannt sind.

Ist der Abschluss auch anerkannt?

Zur Übersicht

Wer jedoch Zeit und Geld in eine Weiterbildung investieren will, sollte genau darauf achten, wie potenzielle Arbeitgeber den Abschluss annehmen.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Das ist z.B. dann gewährleistet, wenn ein Studiengang akkreditiert wurde und in einschlägigen Rankings auftaucht. Und auch inhaltlich bringt die Weiterbildung nur dann etwas, wenn sie auch konkret und praxisnah auf eine ganz bestimmte Berufstätigkeit vorbereitet, z.B. durch Praxiseinheiten innerhalb des Kurses.

Nur nicht aufgeben!

Zur Übersicht

Das wichtigste allerdings scheint mir dabei: Trotz aller frustrierenden Erfahrungen stets weitermachen und nicht aufgeben. Scheitern gehört zu Leben dazu, auch wenn das in unserer erfolgsversessenen Gesellschaft kaum jemand zugeben mag.

Die Kunst besteht darin, wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!


Mehr Wissen - PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung

Zur Übersicht


Offline-Download: Diesen Text als PDF herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Da wir den Titel dieses Textes aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist. Nach dem Kauf Text ausschließlich unter dieser URL herunterladen (bitte abspeichern).

3,35 Jetzt buchen


Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung und Zertifikat – alle weiteren Informationen!

16,20 Jetzt buchen


Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgeber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) – zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

149,99 Jetzt buchen


berufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  1. univativ Journal

    RT @SimoneJanson: Absolventen auf vergeblicher Jobsuche – 2/2: Nur nicht aufgeben! – - Spannender Beitrag1GGZ9G1cSN

  2. Nordy

    Schöner Artikel! Scheitern wird heute leider immer mit Misserfolg verknüpft! Externe Ansprüche aus der Gesellschaft verschlimmern die Spirale! Erfahrungen zeigen, dass jene entgegen aller Ratschläge Ihrem Willen folgen, zufrieden und glücklicher sind!

    • Simone Janson

      Danke für den tollen Kommentar!

  3. Karista

    #Absolventen auf vergeblicher #Jobsuche – nicht aufgeben!
    - Spannender BeitragniH5t9qRxY
    @berufebilder
    @SimoneJanson

  4. Katharina Nicolaus

    Sehr hilfreicher Artikel mit neuen Impulsen, insbesondere der Life Work Planning Ansatz gefällt mir! Vielen Dank!

    • Simone Janson

      Das freut mich zu hören. Ich will auch zu neuem Denken animieren, weg von dem „Ich habe XY studiert, was kann ich machen“ hin zu „was WILL ich machen.“ Freut mich, wenn ich Denkprozesse in Gang setzen kann.
      Viel Erfolg.

  5. KompetenzPartner

    Absolventen auf vergeblicher Jobsuche – 2/2: Nur nicht aufgeben!: Viele Absolventen haben hoch… - Spannender BeitragjetZZqBhk6 #Beruf #Bildung

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.