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Frauenpower in Führungspositionen - 1/3: 3 typische Fehleinschätzungen



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Erfolgreiche Frauen beweisen Nervenstärke, Zielstrebigkeit und Selbstvertrauen. Kurz: Sie sind emotional und mental stark, gelassen und souverän. Aber nicht alle Frauen denken groß genug für Führungspositionen. Frauenpower in Führungspositionen - 1/3: 3 typische Fehleinschätzungen Frauenpower in Führungspositionen - 1/3: 3 typische Fehleinschätzungen


Hier schreibt für Sie: Antje Heimsoeth ist Expertin für mentale und emotionale Stärke, Motivation und Selbstführung. Profil

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Handlungsbedarf besteht!

Das deutsche Parlament war noch nie so männlich. Der revolutionäre Gender-Umbruch im Top-Management deutscher Unternehmen blieb auch nach Einführung der Frauenquote aus.

In der Post-Feminismus-Ära gibt es also noch jede Menge Handlungsbedarf für eine Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen.

Wenn die eigene Haltung im Wege steht

Nicht selten beklagen Unternehmen, es mangele ihnen an geeigneten Kandidatinnen für Führungspositionen. Doch die Gründe für das Fehlen von Frauen an der Unternehmensspitze sind nicht nur äußere Umstände.

Vieles beruht auf der Haltung der Frauen auf ihrem eigenen Karriereweg: Sie kämpfen oftmals mit Blockaden und es mangelt an Selbstvertrauen, weil sie sich ihrer Stärken nicht bewusst sind. Männer wissen: Nur wer an sich selbst glaubt, dem glauben und folgen auch andere Menschen. Nur wer sich selbst vertraut, dem vertrauen Kollegen, Partner oder der Chef.

Wenn der Glaube an sich selbst fehlt

Sich selbst vertrauen heißt aber, auf seine Stärken zu bauen. Frauen richten ihren Fokus hingegen viel zu sehr auf Schwächen, Defizite und Misserfolge – ob im familiären Umfeld, im Business oder bezogen auf das eigene Selbstbild. Sie wissen ganz genau, was sie wann, wo und wie falsch gemacht haben.

Dabei ist der Glaube an sich selbst und das eigene Können ein entscheidender Faktor, von dem abhängt, ob wir erfolgreich sind mit dem was wir tun oder eben nicht. Ein kritischer Blick auf häufig angeführte Argumente macht die Mentalität vieler Frauen deutlich – und zeigt die Baustellen zur Weiterentwicklung für Frauen in Führungspositionen:

3 Typische Fehleinschätzungen

Wenn es um das Thema Führungspositionen geht, begehen viele Frauen, die beruflich weiterkommen wollen, immer noch 3 typische Denkfehler:

Fehleinschätzung Nr. 1: Ich brauche kein Netzwerk.

Frauen arbeiten intensiv an Problemlösungen und Aufgaben, aber vernachlässigen das Knüpfen von Kontakten und den Austausch mit anderen. Dabei ist es beim Streben nach Führungspositionen wichtig, sichtbar zu sein, mögliche Sparringspartner kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Anders als Männer unterstützen Frauen sich nicht selbstverständlich untereinander. Oft spielen unterschwellige Ängste eine Rolle:

  • Liefere ich mit Offenheit zu viel Angriffsfläche?
  • Was denken andere von mir?
  • Gilt jeder gemachte Fehler als Schwäche?
  • Was habe ich davon, dass ich eine Kollegin unterstütze?

Fehleinschätzung Nr. 2: Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt.

Gut ausgebildet und fachlich qualifiziert, wollen Frauen zwar respektiert und gefördert werden, aber ungern im Fokus der Aufmerksamkeit platziert sein. Dabei bringt jeder Karriereschritt nach vorne mehr Aufmerksamkeit mit sich.

Doch was bei männlichen Kollegen Wasser auf die Mühlen des Eigenmarketings ist, führt bei Frauen auf dem Weg in Führungspositionen noch allzu oft zum Rückzug. Sie neigen dazu, ihre eigenen Erfolge kleinzureden statt stolz darauf zu sein. Das unterschwellige Motiv: Bloß nicht anecken, Neid wecken, Kollegen verprellen.

Fehleinschätzung Nr. 3: Ich mute meinem privaten Umfeld zu viel zu.

Eine Führungsposition bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und Zeit zu investieren. Diese Investition scheuen etliche Frauen aus Sorge, nicht mehr genügend für Partner und Familie da sein zu können. Gerade, wenn hier Widerstände zu erwarten oder bereits vorhanden sind, verzichten Frauen auf den nächsten Schritt in Richtung Karriere.

Dabei ließe sich vieles organisieren – mit einem gut bezahlten Job wächst auch die Auswahl an Möglichkeiten. Doch dazu braucht es den Willen – von allen Seiten. Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, die Erkenntnis bleibt gleich: Es mangelt an der nötigen mentalen Stärke von Frauen, um an Führungspositionen zu gelangen und dort zu bestehen.

Auf der Suche nach Anerkennung

Einer der weiblichen Stolpersteine auf dem Weg an die Spitze ist der Wunsch, von allen geliebt zu werden und es möglichst vielen recht zu machen. Stets auf der Suche nach Anerkennung und Wertschätzung, geben Frauen alles – und manchmal sich selbst und ihre ursprünglichen Ziele dabei auf.

Hinzu kommt, dass sich Dinge und Umstände heute rasant schnell verändern. Und obwohl Veränderung, neue Wege zu gehen, ein Zugewinn an Lebensqualität bedeuten kann, haben viele Frauen Angst davor.

Altes loslassen!

Wichtig ist zu wissen, Veränderung beginnt im Kopf. Um Neues kennenzulernen, gilt es, manchmal Altes loszulassen. Aber wir Menschen sind Festhalter. Wir halten an Prozessen, Gewohnheiten oder Beziehungen fest, weil wir meinen, bereits zu viel darin investiert zu haben.

Genau das bremst jede Form von Entwicklung und Fortschritt. Wir müssen lernen, uns von Dingen zu verabschieden, die uns belasten. Loslassen, was es loszulassen gilt, und uns ausschließlich mit Dingen zu beschäftigen, die in unserem eigenen Einflussbereich liegen, auch mental. Damit schaffen wir Kapazitäten für unsere persönliche Weiterentwicklung und befreien uns von unnützem mentalen und emotionalen Ballast.

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