Das Märchen vom Fachkräftemangel: Eine Frage der Perspektive



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Auch in vorherigen Artikeln haben wir uns mit dem Thema Fachkräftemangel auseinandergesetzt. In der ständigen Diskussion wird vor allem eines klar: Das Märchen oder die Realtität vom Fachkräftemangel ist vor allem eine Frage der Perspektive.

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Hier schreibt für Sie: Dirk Ohlmeier ist Headhunter, Personalberater und Geschäftsführer der Ethos Human Recruitment GmbH. Profil

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Eine Frage der Perspektive

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Wir erleben ja sehr viele unterschiedliche Perspektiven auch immer wieder in unserem Tagesgeschäft. Und stellen dabei häufig fest: Ob der Fachkräftemangel ein schauriges Märchen oder die harte Realität ist, scheint nämlich allein von der Perspektive abzuhängen.

Vielleicht scheint es deshalb, als würde dieses Thema kein Ende nehmen können, weil einfach zu viele Meinungen, zu viele Sichtweisen und vor allem zu viele mögliche „Betroffene“ aufeinandertreffen.

Was ist eigentlich eine Fachkraft?

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Laut Duden bezeichnet eine Fachkraft „jemand, der innerhalb seines Berufs, seines Fachgebiets über die entsprechenden Kenntnisse, Fähigkeiten verfügt“.

Wikipedia differenziert an dieser Stelle noch ein Stück weiter. Laut Wikipedia ist eine Fachkraft „allgemein eine Person, die eine gewerbliche, kaufmännische oder sonstige Berufsausbildung erfolgreich absolviert hat. Personen mit akademischem Grad werden seltener als Fachkraft bezeichnet“.


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Klare Antwort „Nein“?!?

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Zwei Punkte kommen dabei hoch, die mich in dieser ewigen Diskussion schon des längeren stören. Folgen wir zuerst der Definition von Wikipedia, dann bleibt die Frage bestehen, warum im Fokus der Fachkräftediskussion immer die MINT-Fächer stehen, die in der Regel ein Studium verlangen.

Zum anderen möchte ich, wenn wir der Definition des Duden folgen sehr stark bezweifeln, dass es keine Bewerber mehr gibt, die über die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse ihres Berufes verfügen.

Allein durch Ausbildung oder ggf. Studium muss diese Qualifikation vorliegen. Also bleibt die Frage, warum reden alle über den Fachkräftemangel und warum scheinen die Unternehmen, zumindest teilweise, ein Problem in der Rekrutierung zu haben?

Die Unternehmenssicht

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Natürlich stimmt es, dass einige Unternehmen verstärkt Probleme haben geeignete Mitarbeiter für bestimmte Positionen zu finden. Nur stellen sich diese Unternehmen leider selten die Frage, ob der Grund dafür wirklich der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel ist, oder ob das Problem nicht hausgemacht sein könnte.

Meines Erachtens nach gibt es viele Faktoren, die für die zweite Möglichkeit sprechen. Schon allein, da viele Unternehmen über Jahrzehnte hinweg sowohl den Personalabteilungen als auch den damit verbundenen Maßnahmen wie Mitarbeiterbindung etc. zu wenig Beachtung geschenkt haben.

Warum finden Unternehmen keine Mitarbeiter?

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Ich möchte Ihnen das an einem einfachen Beispiel verdeutlichen:


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  • Ihr Unternehmen ist in einer sehr ländlichen Region in einem 70-iger Jahre Fabrik- oder Wohnblock angesiedelt
  • Sie zahlren Ihren Mitarbeiten ein „normales“ Gehalt zahlen ohne besondere Anreize
  • Sie suchen junge, qualifizierte Mitarbeiter für eine Sachbearbeiterposition mit wenig Entwicklungsperspektiven

In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie keine bzw. wenig Bewerbungen erhalten, sehr hoch. Zumindest im Vergleich zu dem Unternehmen, welches städtisch gelegen ist, über helle und offene Räumlichkeiten verfügt und den Mitarbeitern über das Gehalt hinaus weitere attraktive Anreize bieten.

Was können Unternehmen tun?

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Nur was bedeutet das für Sie als Unternehmen? Natürlich können Sie ihren Standort nicht einfach verlagern, ihre Unternehmensprozesse komplett auf den Kopf stellen. Aber Sie können an den ersten kleinen Schrauben drehen. Stellen Sie sich als attraktiven Arbeitgeber dar.

Denke Sie mal drüber nach, wie wichtig „Fachkräfte“ für Ihren Unternehmenserfolg sind. Können Sie ohne Produktionsteam erfolgreich produzieren? Was sind Ihnen diese Mitarbeiter wert? Welche regionalen Anreize können Sie bieten? Ich denke, jedes Unternehmen kann sich attraktiver darstellen und den Mitarbeitern passende Anreize schaffen, wenn man den Blick auf sich selber wendet.

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  2. Martin Gaedt YOUNECT

    RT @HpH_Coach: Das Märchen vom Fachkräftemangel – 1/2: Eine Frage der Perspektive via @berufebilder

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    Das Märchen vom Fachkräftemangel – 1/2: Eine Frage der Perspektive: Auch in vorherigen Artikel... #Beruf #Bildung

  4. Simone Janson

    Das Märchen vom Fachkräftemangel - 1/2: Eine Frage der Perspektive -

  5. Berufebilder

    Das Märchen vom Fachkräftemangel - 1/2: Eine Frage der Perspektive -

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