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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte: Ethos Human Recruitment GmbH unterstützt unsere Arbeit finanziell. Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Hier schreibt für Sie:

Foto – Dirk OhlmeierDirk Ohlmeier ist Headhunter, Personalberater und Geschäftsführer der Ethos Human Recruitment GmbH.Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und nach einem absolvierten Führungskräfte-Traineeprogramm bei der Bertelsmann AG, war er neun Jahre lang sowohl in Deutschland als auch in London als Berater und Headhunter tätig.In seiner Funktion als Berater bei HBQ Partners in London betreute er Vorstände, Gesellschafter und Investoren von Konzernen. Anschließend war er in Deutschland als Personalberater EMEA für Unternehmen aus der Immobilienbrache für Cobalt Consulting Ltd. verantwortlich. Durch den Wechsel als Partner zur Personalberatung Pentagon AG, spezialisierte er sich auf die europaweite Beratung von mittelständischen und familiengeführten Unternehmen. 2013 gründete er sein eigenes Unternehmen, die Ethos Human Recruitment GmbH. Zusätzlich ist er als Referent zu Themen rund ums Personalwesen tätig. Mehr Informationen unter www.ethos-hr.de

Das Märchen vom Fachkräftemangel: Eine Frage der Perspektive

Wiederholt haben wir uns auf Best of HR – Berufebilder.de® mit dem Thema Fachkräftemangel auseinandergesetzt. In der ständigen Diskussion wird vor allem eines klar: Das Märchen oder die Realtität vom Fachkräftemangel ist vor allem eine Frage der Perspektive.

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Eine Frage der Perspektive

Wir erleben ja sehr viele unterschiedliche Perspektiven auch immer wieder in unserem Tagesgeschäft. Und stellen dabei häufig fest: Ob der Fachkräftemangel ein schauriges Märchen oder die harte Realität ist, scheint nämlich allein von der Perspektive abzuhängen.

Vielleicht scheint es deshalb, als würde dieses Thema kein Ende nehmen können, weil einfach zu viele Meinungen, zu viele Sichtweisen und vor allem zu viele mögliche “Betroffene” aufeinandertreffen.

Was ist eigentlich eine Fachkraft?

Laut Duden bezeichnet eine Fachkraft “jemand, der innerhalb seines Berufs, seines Fachgebiets über die entsprechenden Kenntnisse, Fähigkeiten verfügt”.

Wikipedia differenziert an dieser Stelle noch ein Stück weiter. Laut Wikipedia ist eine Fachkraft “allgemein eine Person, die eine gewerbliche, kaufmännische oder sonstige Berufsausbildung erfolgreich absolviert hat. Personen mit akademischem Grad werden seltener als Fachkraft bezeichnet”.

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Klare Antwort “Nein”?!?

Zwei Punkte kommen dabei hoch, die mich in dieser ewigen Diskussion schon des längeren stören. Folgen wir zuerst der Definition von Wikipedia, dann bleibt die Frage bestehen, warum im Fokus der Fachkräftediskussion immer die MINT-Fächer stehen, die in der Regel ein Studium verlangen.

Zum anderen möchte ich, wenn wir der Definition des Duden folgen sehr stark bezweifeln, dass es keine Bewerber mehr gibt, die über die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse ihres Berufes verfügen.

Allein durch Ausbildung oder ggf. Studium muss diese Qualifikation vorliegen. Also bleibt die Frage, warum reden alle über den Fachkräftemangel und warum scheinen die Unternehmen, zumindest teilweise, ein Problem in der Rekrutierung zu haben?

Die Unternehmenssicht

Natürlich stimmt es, dass einige Unternehmen verstärkt Probleme haben geeignete Mitarbeiter für bestimmte Positionen zu finden. Nur stellen sich diese Unternehmen leider selten die Frage, ob der Grund dafür wirklich der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel ist, oder ob das Problem nicht hausgemacht sein könnte.

Meines Erachtens nach gibt es viele Faktoren, die für die zweite Möglichkeit sprechen. Schon allein, da viele Unternehmen über Jahrzehnte hinweg sowohl den Personalabteilungen als auch den damit verbundenen Maßnahmen wie Mitarbeiterbindung etc. zu wenig Beachtung geschenkt haben.

Warum finden Unternehmen keine Mitarbeiter?

Ich möchte Ihnen das an einem einfachen Beispiel verdeutlichen:

  • Ihr Unternehmen ist in einer sehr ländlichen Region in einem 70-iger Jahre Fabrik- oder Wohnblock angesiedelt
  • Sie zahlren Ihren Mitarbeiten ein “normales” Gehalt zahlen ohne besondere Anreize
  • Sie suchen junge, qualifizierte Mitarbeiter für eine Sachbearbeiterposition mit wenig Entwicklungsperspektiven

In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie keine bzw. wenig Bewerbungen erhalten, sehr hoch. Zumindest im Vergleich zu dem Unternehmen, welches städtisch gelegen ist, über helle und offene Räumlichkeiten verfügt und den Mitarbeitern über das Gehalt hinaus weitere attraktive Anreize bieten.

Was können Unternehmen tun?

Nur was bedeutet das für Sie als Unternehmen? Natürlich können Sie Ihren Standort nicht einfach verlagern, ihre Unternehmensprozesse komplett auf den Kopf stellen. Aber Sie können an den ersten kleinen Schrauben drehen. Stellen Sie sich als attraktiven Arbeitgeber dar.

Denke Sie mal drüber nach, wie wichtig “Fachkräfte” für Ihren Unternehmenserfolg sind. Können Sie ohne Produktionsteam erfolgreich produzieren? Was sind Ihnen diese Mitarbeiter wert? Welche regionalen Anreize können Sie bieten? Ich denke, jedes Unternehmen kann sich attraktiver darstellen und den Mitarbeitern passende Anreize schaffen, wenn man den Blick auf sich selber wendet.

Bücher zum Thema

5 Antworten zu “Das Märchen vom Fachkräftemangel: Eine Frage der Perspektive”

  1. Aktuelle Kolumne in “DIE WELT” mit Ergänzungen: Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen | B E R U F E B I L D E R sagt:

    […] Außerdem stellt der Artikel diese Tatsachen gar nicht in Abrede: Allerdings gibt es nach wie vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die trotz der von Ihnen beschriebenen Umstände immer noch über Fachkräftemangel klagen. Der Artikel nennt Gründe dafür und zeigt Lösungen auf, weitere Lösungen gibt es im Beitrag Das Märchen vom Fachkräftemangel – Eine Frage der Perspektive. […]

  2. Martin Gaedt YOUNECT sagt:

    RT @HpH_Coach: Das Märchen vom Fachkräftemangel – 1/2: Eine Frage der Perspektive via @berufebilder

  3. KompetenzPartner sagt:

    Das Märchen vom Fachkräftemangel – 1/2: Eine Frage der Perspektive: Auch in vorherigen Artikel… #Beruf #Bildung

  4. Simone Janson sagt:

    Das Märchen vom Fachkräftemangel – 1/2: Eine Frage der Perspektive –

  5. Berufebilder sagt:

    Das Märchen vom Fachkräftemangel – 1/2: Eine Frage der Perspektive –

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