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Redaktionelle Bearbeitung: Dieser Beitrag wurde zur Veröffentlichung auf Best of HR – Berufebilder.de® überarbeitet und inhaltlich für das Format angepasst von Simone Janson. Alle Beiträge von Simone Janson

Hier schreibt für Sie:

valentine-wolf-doettinchemValentine Wolf-Doettinchem ist Coach und Beraterin.Seit über 10 Jahren begleitet, berät und trainiert sie Menschen in beruflichen Orientierungs- und Reflexionsprozessen.  Dabei bringt sie eigene Erfahrungen sowohl als Angestellte als auch als Selbständige, allein und mit anderen, mit Unternehmensverkauf und Fusion mit. Seit 7 Jahren ist sie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGfK e.V. ), dem Sie 5 Jahre lang vorstand. Alle Texte von Valentine Wolf-Doettinchem.

Buddhismus & Meditation meets Management: 2 X 2 Tipps zur Organisationsentwicklungsstrategie

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Eine neue Organisationsentwicklungsmethode verknüpft buddhistische Strategien mit bewährten Beratungstechniken. Daraus soll ein neues Erfolgsrezept für Firmen mit ethischen Grundsätzen entstehen.

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Buddhismus und Managment – ein Widerspruch in sich?

Buddhismus und Management: ein Widerspruch oder eine wohltuende Ergänzung? Möglichkeit oder Spinnerei? Nur etwas für Einzelkämpfer und realitätsfremde Weltverbesserer?

Tatsächlich hat der Buddhismus einiges zu bieten, wenn es darum geht neue Wege zu gehen und ein Unternehmen nach ethischen Kriterien zu führen. Und dabei ist es auch durchaus wünschenswert guten Gewinn zu machen, denn nur so können alle Beteiligten auch profitieren.

Vorsorge gegen Burnout

Meditation und auch Achtsamkeit ist zum Beispiel eine hervorragende Vorsorge gegen Burnout. Tatsächlich wurde in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, dass Meditation die Fähigkeit, sich konzentrieren zu können signifikant erhöht.

Eine Studie von Yi-Yun Tang an der Texas Tech University in Lubbock kam zu dem Schluss, dass tägliche Meditation einen weitaus positiveren Effekt auf die Gehirnzellen hat, als etwa eine reine Entspannungsübung: Die Leitgeschwindigkeit der grauen Zellen wird nach nur vier Wochen Übung im vorderen Cortex erhöht.

Emotionen kontrollieren durch Meditation

Das bedeutet im Klartext, dass ein kontrollierter Umgang mit Emotionen durch Meditation möglich ist. Darüber hinaus hat Meditation einen positiven Effekt auf das vegetative Nervensystem: Atmung, den Puls, Herz- und Kreislauf stabilisieren sich durch regelmäßiges meditieren.

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Buddhistische Organisationsentwicklung bedeutet allerdings weit mehr als das Lernen von Techniken. Es bedeutet, eine buddhistische Grundhaltung allem und jedem gegenüber zu etablieren. Buddhisten verstehen sich als Teil eines großen Ganzen, es steht dadurch niemals ausschließlich der eigene Gewinn im Mittelpunkt.

Buddhistische Unternehmer sehen das große Ganze

Laut einer Studie hat dies zur Folge, dass buddhistisch orientierte Unternehmer sich immer auch die weitreichenden Konsequenzen ihrer Handlungen vor Augen halten.

Eine Tatsache, die fast zwangsläufig in ein faires Unternehmertum mit sozialem Engagement und Nachhaltigkeitsprinzipien führt. Eine wichtige Rolle spielen dabei Mitgefühl, Weitsichtigkeit und Wertschätzung.

2 Beispiele und Tipps aus der Praxis

Ich möchte im Folgenden an zwei praktischen Beispielen aus unserem Beratungsalltag schildern:

Karsten S. möchte in seiner Firma einen Wertewandel etablieren. Sein Ziel: Fairness, Motivation und ein gegenseitigen Respekt als ethische Prinzipien für jeden seiner 800 Mitarbeiter als Leitbild. Karsten weiß jedoch nicht so recht wie er seine neuesten Pläne in die Tat umsetzten soll, denn nicht allen in der Führungsebene gefällt sein Stil.

Auf ungewöhnliche und buddhistische Managementstrategien setzt auch der Hersteller von natürlichen Nahrungsergänzungen Hans B. Seine Mitarbeiter sind an keinen vorgegebenen Zeitplan gebunden, da Hans ihnen ganz vertraut und dem Firmenchef vor allem eines wichtig ist: die Eigenverantwortung eines jeden Mitarbeiters. Hans managt sein Unternehmen nach buddhistischen Prinzipien mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

Wie nun setzt man dies konkret um? Ich will das im folgenden Beitrag, der morgen erscheinen wird, anhand eines sogenannten Paramitachecks ausführlicher erläutern.

2 Methoden für die richtige Umsetzung

Oben habe ich praktische Beispiele aus unserem Beratungsalltag gezeigt. Im zweiten Teil möchte ich nun etwas ausführlicher zwei Methoden vorstellen, wie das gelingen kann.

Methode 1: Paramitacheck

Ein Beispiel für eine Methode ist der sogenannte Paramitacheck: In diesem werden klassische Organisationsaufstellungen mit buddhistisch-ethischen Handlungsanleitungen (Paramitas) zusammengeführt.

Bei Organisationsaufstellungen geht man davon aus, dass Unternehmen dynamische Systeme sind. In diesen verhalten sich sowohl Gruppen (z.B. Abteilungen) als auch Einzelpersonen anhand der persönlichen Beziehungen auf unterschiedliche Weise zueinander. Ist dieses Verhalten gestört, etwa wegen einer Fehlbesetzung, so hat das Konsequenzen für das ganze Unternehmen.

Wann sind Aufstellungen sinnvoll?

Der Vorteil einer Organisationsaufstellung ist, dass diese Beziehungsdynamiken mittels „Darsteller“ (Repräsentanten) im Raum sichtbar gemacht werden und deshalb dreidimensional erlebt werden können: also sichtbar, hörbar und fühlbar. Dieses körperliche Erleben hilft dabei alte Denkmuster aufzulösen und neue Wege zu beschreiten.

Besonders gut eignen sich Organisationsaufstellungen etwa bei Firmenübernahmen, wichtigen Neubesetzungen, oder internen Umstrukturierungen. Dies hat sich insbesondere in den Bereichen Recruiting und Mitarbeiterförderung bewährt. Bei einem Paramitacheck wird zusätzlich zur herkömmlichen Organisationsaufstellung eine zweite Aufstellungsebene eingeführt – nämlich die der Paramitas.

Was sind die Paramitas?

Die Paramitas sind sechs konkrete, buddhistische Handlungsweisen, die helfen nach ethischen Prinzipien erfolgreich zu sein. Dazu zählen klassische Karrieretugenden wie Ausdauer und energische Tatkraft, sowie Großzügigkeit und sinnvolles Handeln als ethische Basis jeder Aktion.

Methoden, die helfen den Horizont zu erweitern, konkret Meditation und Weisheit, gehören ebenfalls dazu. Wörtlich übersetzt bedeutet Paramita „Tat“. Es geht also darum, welche Taten man setzten muss um mit Ethik Erfolg zu haben.

Paramitas und Organisationsaufstellungen

Nachdem die Paramitas als eigenes Element für sich alleine „aufgestellt“ wurden, werden nun in einem weiteren Schritt Paramita- und Organisationsaufstellung miteinander verknüpft.

Dadurch kann man auch sehr genau aufzeigen, wie die Paramitas in dem jeweiligen Unternehmen angewendet werden können. Aus den Resultaten dieses ersten Checks, stelle ich dann auch einen individuellen Maßnahmenkatalog zusammen.

Methode 2: Entspannte Konzentration

Dieser Maßnahmenkatalog kann sowohl individuelle Coachings als auch auf das Unternehmen zugeschnittene Seminare beinhalten. Dem Buddhismus entnommene weiterführende Methoden wie Meditation, asiatische Körperübungen oder Führungskräfteretreats sind ebenfalls möglich.

Ziel dieser Methoden ist es einen Zustand entspannter Konzentration zu erzeugen. Diese mühelose Konzentration kann mit einiger Übung auch auf die Tätigkeiten in der Arbeitswelt übertragen werden.

In den Flow kommen

Eine wichtige Voraussetzung, um etwa in einen Zustand von „Flow“ kommen zu können. Dabei handelt es sich um einen Zustand, der zu mühelosen Höchstleistungen führen kann.

Flow ist von dem Psychologen Mihály Csíkszentmihályi entdeckt und bereits hinlänglich erforscht worden. Flow gilt als ein Zustand, in dem „Handlung und Bewusstsein verschmelzen“, als eine Form von Glück, auf die man selbst Einfluss nehmen kann.

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4 Antworten zu “Buddhismus & Meditation meets Management: 2 X 2 Tipps zur Organisationsentwicklungsstrategie”

  1. Buddhismus als Organisationsentwicklungsstrategie – Teil 1: Buddhismus meets Management | B E R U F E B I L D E R –

  2. RT @jobcollege: Buddhismus als Organisationsentwicklungsstrategie – Teil 1: Buddhismus meets Management: Eine … #B…

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