Zum Artikel

Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  

Bildrechte bei Philip Kahler.

Text stammt aus dem Buch: “Trading Strategien” (nicht nur) für Extrem Situationen. Nutzen Sie Gier, Angst und Panik zu Ihrem Vorteil” (2009), erschienen bei Münchener Verlagsgruppe (MVG), Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Hier schreibt für Sie:

Philipp Kahler ist Finanz- und Börsenexperte.Er schreibt regelmäßig im Traders’ Magazin über den Handel mit automatisierten Systemen. Zudem veranstaltet er Seminare für Einsteiger und Profis zu diesem Thema. Ein weiterer Schwerpunkt ist die ständige Weiterentwicklung und Optimierung von Tradingsoftware, welche Kahler bereits im Eigenhandel bei der Bankgesellschaft Berlin erfolgreich eingesetzt hatte

Börsen-und Finanz-Strategien für extremen Situationen: Geld verdienen trotz Unsicherheit

Wer an der Börse auch in extremen Situationen Geld verdienen will, muss die Aktien-Märkte auch in der Theorie verstehen und Ihre Unsicherheiten kennen. Worauf kommt es dabei an?

Markttheorien

Von Sir Isaac Newton ist ein Zitat überliefert, in welchem er sich beklagt, dass er nun
zwar den Lauf der Gestirne und Planeten berechnen könne, aber nicht den Wahnsinn
der Massen. Er tat diesen Ausspruch, nachdem er beinahe sein gesamtes Kapital in der
»South Sea Bubble« verloren hatte.
Ein paar Jahrhunderte später ereilte den Long Term Capital Management Fund (LTCM)
dasselbe Schicksal. Obwohl von statistischen Modellen hochbegabter Mathematiker gelenkt, darunter die Nobelpreisträger Myron Scholes und Robert Merton, verlor der
Fonds am Ende doch sein gesamtes Kapital. Die privaten und institutionellen Investoren glaubten an die risikolosen 40% auf das eingesetzte Kapital, am Ende musste die
Notenbank einspringen, um das Finanzsystem zu retten.
Im Sommer 2008 ist die Hypothekenkrise noch lange nicht überwunden, und wieder stehen etliche Banken und Fonds am Rande des Abgrunds.

Solche Ereignisse deuten darauf
hin, dass unsere Vorstellungen über die Natur der Kursentwicklung noch sehr in den Kinderschuhen stecken. Und tatsächlich, die erste wissenschaftliche Arbeit zum Thema Börse erschien erst im Jahre 1900: die »Théorie de la Spéculation« des französischen Mathematikers Louis Bachelier. Er ging der Frage nach, wie sich Kurse entwickeln – nicht wohin sie
sich entwickeln, sondern wie eine Kursentwicklung im Allgemeinen aussieht. Dies ist eine
Frage von prinzipieller Bedeutung. Ist es zum Beispiel doppelt so riskant, wenn man eine
Aktie zwei Wochen anstatt nur eine Woche lang hält? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich
die Aktie morgen um mehr als 10% nach unten bewegt? Welches Risiko gehe ich im Lauf
des Jahres ein, wenn ich Tag für Tag 1000 Euro am Markt riskiere?
Um solche Fragen beantworten zu können, ist es von Vorteil, über ein theoretisches
Modell des Markts zu verfügen. Anhand dieses Modells kann man Vorhersagen über
mögliche zukünftige Kursentwicklungen aufstellen und diese Ergebnisse dann anhand
der Realität auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen. Solche Vorhersagen können zum Beispiel eine Schätzung der Volatilität oder fundierte Ansätze zur Positionsgrößenbestimmung sein. Doch muss ich Sie gleich zu Anfang enttäuschen. Leider gibt es ein solches
Modell des Markts noch nicht. Es gibt trotz vielfachen Versuchen der besten Köpfe noch
nicht einmal eine annähernd richtige Theorie über den Markt. Und dennoch gibt es einige
Theorien über dem Markt ähnliche Systeme, sodass man mithilfe dieser Theorien zumindest ein grobes Bild davon entwerfen kann, was morgen passieren könnte. Interessanterweise entstanden viele dieser Theorien im Umfeld von Glücksrittern und Spielern.
Erst in der jüngeren Vergangenheit wird der Themenkreis »Methoden der Spekulation«
auch an Universitäten auf die Lehrpläne gesetzt.

Random Walk

Der Random Walk ist eine jener Theorien, mit deren Hilfe sich wesentliche Eigenschaften des Markts erklären lassen. Die Naturwissenschaftler unter Ihnen kennen den Random Walk als einen Spezialfall der Brownschen Bewegung. Doch ist hier nicht die Molekularbewegung Thema, sondern die Kursentwicklung.
Um diese Grundlage der Beschreibung von Kursen zu verdeutlichen, möchte ich Sie zu
einem Spiel auffordern. Das Spiel ist ein einfacher Münzwurf: Immer wenn »Kopf« erscheint, gewinnen Sie einen Euro; erscheint »Zahl«, verlieren Sie einen Euro. Notieren Sie
Ihren Kontostand nach jedem Durchgang, dann erhalten Sie einen Random-Walk-Chart.

Diese Kurve weist nun einige Eigenschaften auf, welche Sie auch am Markt beobachten
können. Betrachten Sie zum Beispiel die sich ergebenden Trends. Sie sehen so ähnlich
aus wie die Trends am Kurschart, und doch sind sie nur durch Zufall entstanden. Wie
beim Roulette immer wieder lange Folgen von »nur rot« oder »nur schwarz« auftreten
können, so ist es bei diesem Spiel anscheinend nicht unwahrscheinlich, dass Kopf oder
Zahl mehrfach in Folge auftreten.
Auch sehen Sie Formationen, wie sie an der Börse zu sehen sind. Gab es am Chart nicht
mehrere Double-Bottom-Formationen? Sehen Sie die Kopf-Schulter-Formation? Weist
nicht jeder Trend kleinere Korrekturen auf, welche man gegebenenfalls für Zukäufe nutzen könnte?
Sie sehen die Muster, ich sehe die Muster, und doch sehen wir beide nichts, was sich in
irgendeiner Weise für eine erfolgreiche Tradingstrategie nutzen ließe. Die Kurve ist –
und das sagt uns schon der Name – ein Random Walk. Ob die nächste Zacke nach oben
oder nach unten geht, hängt einzig davon ab, ob der nächste Münzwurf Kopf oder Zahl
zeigt. Auch wenn man als Mensch sofort die vermeintlich zum Traden geeigneten Muster sieht, so lassen sich diese aufgrund ihrer zufälligen Natur dennoch nicht zum Traden
nutzen.

Sie können die zufallsbasierte Kurve zwar mit den Methoden der Charttechnik beschreiben, Sie können jedoch keinen Nutzen aus dieser Beschreibung ziehen. Und
dennoch weist diese Kurve Eigenschaften auf, welche Sie auch am Markt verwenden
können. Denken Sie hierbei an Ihr Money Management. Wenn Sie kein sehr guter, jedoch ein disziplinierter Trader sind, dann wird Ihr Trading in etwa so wie diese Kurve
aussehen. Mal gewinnen Sie, mal verlieren Sie. Gute Phasen wechseln mit schlechten,
»in the long run« pendelt Ihr Depot jedoch um die Nulllinie.
Als Händler muss man sich zum Glück nicht zu tief mit der Mathematik des Zufalls beschäftigen. Für uns ist es vor allem wichtig, die Auswirkungen der Theorien zu verstehen. So kann so manche Falle umgangen werden. Für den Random Walk gilt hierbei,
dass diese zufällig entstandene Kurve der Börse zwar sehr ähnlich sieht, es sich aber
dennoch nur um eine Abbildung des Zufalls handelt. Eine solche Kurve kann man nicht
erfolgreich mit den klassischen Methoden der technischen Analyse handeln. Alle Tradingansätze, die Sie mit solch einer Kurve testen würden, würden wieder zu einem Random
Walk führen. Nur weil etwas aussieht wie Börse, muss es noch nicht Börse sein. Nachdem Sie aber auch nicht ausschließen können, dass die Börse rein vom Zufall gesteuert
ist, müssen Sie sich bei Ihren Tradingstrategien überlegen, ob sie auch auf einer Eigenschaft des Markts basiert, welche nicht nur vom Zufall gesteuert wird. Nur weil man die
Muster sieht, heißt das leider noch nicht, dass diese sich auch für eine erfolgreiche Tradingstrategie verwenden lassen.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs bzw, Reihe herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Der Erwartungswert

Im Zusammenhang mit der Random-Walk-Kurve möchte ich auch einen weiteren, später öfter verwendeten Begriff einführen: den Erwartungswert. Er gibt an, welches Ergebnis ich durchschnittlich erzielen werde, wenn ich das Spiel lange genug spiele. In
diesem Fall ist das Ergebnis klar: Es ist Null. Egal wie geschickt Sie dieses Spiel spielen,
am Ende werden Sie wieder alles verloren haben, was Sie zwischenzeitlich gewonnen
hatten. Aus diesem Grund bezeichnet man dieses Münzwurfspiel auch als Nullsummenspiel.
Ein Spiel, welches beinahe ein Nullsummenspiel ist, ist Roulette. Gäbe es die Null nicht,
dann wäre es ein Nullsummenspiel. Durch die Null – erscheint sie, gewinnt die Bank –
erhält dieses Spiel einen leicht negativen Erwartungswert. Durchschnittlich gewinnt die
Bank pro Durchgang 1/37 der am Tisch platzierten Einsätze.

Die Börse ist ebenfalls ein Spiel mit einer leicht negativen Gewinnerwartung. Theoretisch ist sie ein Nullsummenspiel. Das Geld wird zwischen den Gewinnern und Verlierern nur umverteilt, es entsteht oder verschwindet nichts. In der Praxis zahlen Sie jedoch bei jeder Transaktion die Brokerspesen und den Bid-Ask Spread. Dies lässt die
Börse für Sie zu einem Spiel mit negativem Erwartungswert werden. Je höher die zu
zahlenden Spesen und je höher der Bid-Ask Spread, desto negativer der Erwartungswert. Gerade für private Trader steht die Auswahl eines sehr liquiden Markts und eines
Brokers mit minimalen Spesen an erster Stelle. Mit den Konditionen der meisten Hausbanken müsste man schon ein ausgefuchster Profi sein, um bei vielen Transaktionen
nach Spesen noch auf einen positiven Erwartungswert zu kommen.

Theorie der effizienten Märkte

Eng verbunden mit der Random-Walk-Theorie ist die Theorie der effizienten Märkte. Sie
besagt, dass der aktuelle Kurs immer alle verfügbaren Informationen abbildet. Dies ist
schnell geschrieben, hat jedoch starke Auswirkungen darauf, wie wir den Markt schlagen
wollen. Am Markt bildet sich der nächste Kurs immer dort, wo die Mehrheit des kaufwilligen Kapitals genauso von seinem Vorteil überzeugt ist, wie es die Verkäufer von ihrem
sind. Wenn jedoch alle verfügbaren Informationen im Kurs abgebildet sind, dann kann man
sich, egal wie man es anstellt, keinen Vorteil gegenüber den anderen Marktteilnehmern
herausarbeiten. Dies würde das Ende des Tradens und die Rückkehr zum Buy-and-HoldAnsatz bedeuten. Nun, ganz so effizient sind die Märkte nicht, jedoch meist deutlich effizienter, als es uns
Händlern lieb ist. Um die Markteffizienz zu verstehen, müssen wir uns zunächst mit
dem Begriff Information auseinandersetzen. Information kann zum Beispiel eine noch
nicht allgemein bekannte Nachricht sein. Sind Sie zum Beispiel ein gut informierter
Händler und nutzen Ihr Informationsnetzwerk, um etwas aus der Vorstandsetage einer
interessanten AG zu erfahren, dann kommen Sie unter Umständen in den Besitz von
Insider-Informationen. Wollen wir einmal außer Acht lassen, dass das Spekulieren mit solchen Informationen rechtlich nicht einwandfrei ist, sondern konzentrieren wir uns
darauf, welche Auswirkungen Ihr Handeln am Markt hat.

Nachdem Sie erfahren haben, dass in den nächsten Tagen eine Übernahme der AG bevorsteht, beginnen Sie heute zu kaufen. Dadurch, dass Sie nun kaufen, es aber keine neuen
Gründe gibt, die Aktie zu verkaufen, treiben Sie den Preis der Aktie nach oben. Dies werden Sie solange tun, bis der Aktienkurs dort steht, wo Sie das Übernahmeangebot erwarten. Ob der Trade ein Gewinn wird oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Von Bedeutung hierbei ist, dass Sie selbst die Markteffizienz hergestellt haben. Auch wenn die
Information über das bevorstehende Übernahmeangebot noch immer nicht allgemein
bekannt ist, haben Sie selbst den Preis schon so weit getrieben, dass aus der Information
über die Übernahme kein weiterer Gewinn zu ziehen ist. Es sind also alle Informationen,
auch wenn sie nur ein Marktteilnehmer hat, im Preis der Aktie enthalten.
Informationen sind jedoch nicht nur harte wirtschaftliche Fakten wie Dividenden, Aufträge und Gewinne der Firmen, sondern auch alle aus der Vergangenheit ableitbaren
Informationen. Dies kann zum Beispiel die Information sein, die Sie aus einem Indikator oder einem Kursmuster ziehen.

Die Effizient der Märkte

Ein anschauliches Beispiel für diese Effizienz des Markts ist ein Handelssystem basierend auf dem RSI-Indikator. Der Indikator wurde 1978 von Welles Wilder in seinem
Buch New Concepts in Technical Trading Systems vorgestellt und ist neben dem einfachen
gleitenden Durchschnitt einer der bekanntesten und am häufigsten angewandten Indikatoren. Doch leider scheint es so, als ob diesen Indikator die Theorie der effizienten
Märkte eingeholt hätte. Betrachtet man die Performance eines klassischen RSI-Systems,
also »kaufe bei einem Schnitt über die 30er-Linie, gehe short bei einem Schnitt unter
die 70er-Linie«, dann sieht man schnell, dass die besten Zeiten dieses Systems eindeutig
vorbei sind. Bis zur Veröffentlichung des RSI schien man mit einem solchen Tradingansatz gutes Geld verdient zu haben, doch seit der Veröffentlichung des Indikators ist dies
anscheinend nicht mehr so einfach möglich. Ein Grund dafür kann die Markteffizienz

Wie wird nun die Information von einem Indikator in ein geändertes Marktverhalten
übertragen? Auf den ersten Blick erscheint dies nicht plausibel, und doch ist der Ablauf
einer solchen Marktanpassung relativ einfach.
Wenn alle Trader wissen, dass sie bei einem Durchbruch des RSI über die 30er-Linie
kaufen sollen, dann wird der Kurs aufgrund der erhöhten Anzahl von Kauforders zu
diesem Zeitpunkt kurzfristig steigen. Anstatt den ohne diesen Effekt zustandekommenden niedrigeren Preis zu erhalten, kaufen nun alle Marktteilnehmer zu einem um wenige Ticks höheren Preis. Derselbe Effekt tritt auf, wenn der Indikator das Gegensignal
gibt und die Positionen geschlossen oder gedreht werden. Auch zu diesem Zeitpunkt
erhält man wieder einen schlechteren Preis, als dies der Fall ohne die anderen RSI-Trader
gewesen wäre. Irgendwann ist dann der Zustand erreicht, dass die Anwendung des Indikators in dieser Interpretationsweise nichts mehr bringt. Die Information ist in den
Kurs übernommen, die Märkte haben ihre Effizienz erneut unter Beweis gestellt.
Das Spiel ist dadurch natürlich noch nicht beendet. Funktioniert der Indikator nicht
mehr, da die Information »kaufe bei einem Schnitt über die 30er-Zone« im Kurs enthalten ist, dann werden viele Marktteilnehmer auf einen anderen Indikator umsteigen

Dadurch ist jedoch der Preissprung beim nächsten RSI-Signal nicht mehr ganz so groß,
unter Umständen lohnt sich auch der Handel der Signale bald wieder. Dann jedoch werden vermutlich wiederum die anderen Händler die Effizienz herstellen.
Die Theorie der effizienten Märkte ist auch das Damoklesschwert der Handelssysteme.
Sobald ein System von zu vielen Personen gehandelt wird, verliert es mit ziemlicher Sicherheit seine Performance. Dies kann auch geschehen, wenn man ein System mit zu
großem Volumen handelt. Wenn man bei jedem Signal so viele Kontrakte kaufen möchte, dass man selbst den Markt um ein paar Punkte nach oben treibt, ist man selbst der
Händler, der die Markteffizienz herstellt. Dieses Verhalten können Sie auch bei erfolgreichen Hedgefonds feststellen.

Das Problem großer Fonds

Dieses Problem gibt es oft bei einem großen, systematisch gehandelten Fonds.
Das Handelssystem funktionierte schon einige Jahre in »kleinerem« Rahmen, bevor der
Fonds 2003 an die Öffentlichkeit ging und Geld einzusammeln begann. Mit der hervorragenden Performance des zugrunde liegenden Systems war dies vergleichsweise schnell
möglich. Doch sehen Sie selbst, was geschah: Kaum war der Fonds mit deutlich mehr
Geld als in den Jahren davor ausgestattet, ergab sich das Problem, dieses hohe Volumen am Markt unterzubringen. Und so begann dieses Handelssystem mit seinen großen Orders den Markt zu beeinflussen. Dementsprechend brach die Performance
zusammen. Seit 2003 hätten Sie deutlich weniger verdient, als Sie 2003 eigentlich
erwarten durften.

Ziehen nun wieder viele Leute ihr Kapital ab, wird vermutlich auch die Performance
wieder anspringen. Das Handelssystem kann wieder mit dem Markt handeln, anstatt
sich selbst den nächsten Kurs zu machen.
Die Theorie der effizienten Märkte ist auch die Grundlage für den Random Walk. Wenn
bereits sämtliche verfügbare Information im aktuellen Kurs abgebildet ist, dann kann
man keine Aussage über den nächsten Kurs treffen. In diesem Fall könnte man auch eine
Münze werfen um herauszufinden, ob long oder short die bessere Position wäre. Damit
ist man aber wieder beim Random Walk angelangt. Auch dort ist jeder nächste Punkt
völlig unabhängig vom vorhergehenden. Keine Information der Vergangenheit kann mir
etwas über die Zukunft aussagen.

Würde die Theorie der effizienten Märkte also immer stimmen, dann könnte man sich
das Traden sparen. Es gäbe keine praktikable Möglichkeit, sich einen Vorteil gegenüber
den anderen Marktteilnehmern zu verschaffen und eine bessere Performance als die
Durchschnittsperformance des Markts zu erreichen. Damit wären wir nach allen Versuchen, mit Traden Geld zu verdienen, wieder bei Buy-and-Hold-Strategien gelandet.

Text als PDF kaufen

Diesen Text als PDF erwerben: Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu.

3,99 Jetzt buchen

Bücher zum Thema

Oder für wenig mehr direkt ganzes Buch oder eKurs zu diesem Thema kaufen, dazu weiterlesen. Hier finden Sie eine passende Auswahl.

eKurs on Demand kaufen

Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!

19,99 Jetzt buchen

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.

EnglishDeutsch
error: Warnung Der Inhalt ist geschützt!