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Sylke Sergel, Head of Corporate Human Resources bei EOS: „Neue Wege, um die richtigen Talente anzusprechen!“


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Offenlegung & Bildrechte: EOS hat uns finanziell unterstützt. Bildmaterial von unserem Interviewpartner.

Sylke Sergel, Head of Corporate Human Resources bei EOS erzählt im Interview, warum Unternehmen in der Digitalisierung neue Wege gehen müssen, gerade auch um IT-Talente zu gewinnen und wie man auf ein Recruiting-Video 45.000 views generiert. Sylke Sergel, geboren 1974 in Oberhausen, studierte Betriebswirtschaftslehre und startete ihre Karriere im Personalwesen. Sie arbeitete u.a. in der Bauindustrie und danach im Automotive-Bereich wo sie in allen HR-Bereichen operativ sowie strategisch tätig war. Seit Mai 2016 ist sie Head of Corporate Human Resources bei EOS, einem zur Otto Group gehörenden Finanzdienstleister.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil


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Frau Sergel, bitte beschreiben Sie kurz, was EOS ist und als Unternehmen tut.

Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Finanzdienstleistungen und Teil der Otto Group. Den Schwerpunkt bildet das Forderungsmanagement. Im Kern stehen dabei drei Geschäftsfelder: Treuhandinkasso, Forderungskauf und Business Process Outsourcing.

Mit knapp 8.000 Mitarbeitern bietet EOS seinen rund 20.000m Kunden in über 25 Ländern der Welt mit mehr als 60 Tochterunternehmen maßgeschneiderte Services im B2C- und B2B-Bereich an. Dabei dient uns die Kombination von Herz und Verstand immer als Arbeitsgrundlage.

Sie haben mit dem „Virtual Beginner“-Video gerade eine neue Recruiting-Kampagne gestartet: Was beinhaltet diese, über welchen Zeitraum läuft die Kampagne und was ist das Ziel?

Das Virtual-Beginner Video war ein erster Schritt und eine erste Antwort auf die veränderten Marktbedingungen. Wir alle wissen, dass wir heutzutage als Unternehmen nicht unbedingt die Qual der Wahl unter Spitzenkandidaten haben, sondern uns um die besten der Branche regelrecht bewerben müssen. Und da reicht kein Flyer, den man mal ab und an auf Messen verteilt. Differenzierung spielt eine entscheidende Rolle, um sich abzuheben.

Mit dem interaktiven Format im Recruitment schlagen wir einen neuen Weg in Zeiten der Digitalisierung ein, um die richtigen Talente anzusprechen. Wir möchten dabei vor allem eins: transparent und nahbar sein. Mit diesem Video machen wir einen Schritt in die richtige Richtung. Es geht darum, Lust auf EOS zu machen und Einblicke zu geben, die Bewerber oder Interessenten sonst nicht so ohne Weiteres bekommen können. Wir haben für uns keinen Kampagnenzeitraum festgelegt, vielmehr ist es ein Startpunkt.


In welchen Bereichen suchen Sie gezielt Mitarbeiter? Und gibt es Bereiche, in denen es besonders schwierig ist, geeignete Mitarbeiter zu finden?

Wie viele große Unternehmen suchen wir neben unserem Kerngeschäft Inkasso vor allem Spezialisten in den Bereichen IT und Analyse sowie in Corporate-Funktionen.

Da stehen wir natürlich nicht nur im Branchenwettbewerb, sondern vor allem im lokalen Wettbewerb an unseren jeweiligen Standorten. Besonders IT-Experten sind aktuell sehr gefragt, was natürlich auch für uns herausfordernd ist. Mit kreativen Wegen wie dem „Virtual Beginner“ Video gehen wir diese Herausforderung an.

Welche Art von Bewerbern wollen Sie mit Ihrem Video gezielt ansprechen? Und was genau wollen Sie dabei mit dem Video erreichen?

Als Unternehmen, welches sich digital leadership auf die Flaggen geschrieben hat und sich derzeit in einem Kulturwandel befindet, suchen wir vor allem Mitarbeiter, die eine hohe Eigenmotivation mitbringen, sich für ihre Themen begeistern und Lust haben, Dinge auf die Straße zu bringen. Mit dem Video wollen wir zeigen, wie wir zusammen arbeiten – denn das interessiert potenzielle neue Mitarbeiter doch am meisten. Dabei ist der Umgang in vielerlei Hinsicht familiär und sympathisch.

Das fängt schon bei so einfachen Dingen an, dass es eine ausgeprägte Networking-Kultur gibt und die Mitarbeiter sich gegenseitig gerne unterstützen – vor allem interdisziplinär und über Bereichsgrenzen hinweg. Diese Offenheit ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Unsere Herausforderung ist es, genau diese positiven Facetten, die innerhalb von EOS erlebbar sind, auch nach außen zu transportieren und potenzielle Mitarbeiter für uns zu begeistern. Das wollen wir mit diesem spielerischen Einblick in einen möglichen ersten Arbeitstag bei EOS erreichen.

In Ihrem Video kommen mehrere Mitarbeiter vor. Spielen Mitarbeiter als Markenbotschafter für Ihre Arbeitgebermarke sonst eine Rolle – Stichwort Mitarbeiter als Testimonials?

Definitiv. Uns geht es ja nicht darum, mit Stockfotos oder Models eine Welt nachzustellen, die der potenzielle Mitarbeiter dann bei EOS gar nicht vorfindet. Vor allem der Transparenz und Authentizität zuliebe setzen wir, wie auch in unserer Kampagne, auf unsere eigenen Mitarbeiter.

Für uns sind Mitarbeiter die besten Markenbotschafter. Wer hinter EOS, unserer Kultur und unseren Werten steht, kann dies auch richtig rüberbringen. Ich empfehle ja auch nur Produkte, die ich vorher auf Herz und Nieren getestet habe.

Wie hoch sind zeitlicher Aufwand und Kosten eines solch interaktiven Recruiting-Videos?

Vom Start bis zum Launch haben wir gute 9 Monate gebraucht. Das ist nicht ohne, von der Auswahl der Mitarbeiter und Räumlichkeiten bis hin zur viralen Strategie – definitiv kein leichtes Unterfangen. Dennoch haben wir mit großer Motivation aller Mitwirkenden ein tolles Ergebnis erzielt. Viel wichtiger als das Budget ist für uns, dass sich alle Mitarbeiter so toll engagiert haben und auch in ihrer Freizeit mit dabei waren.

Mit dem Video setzten Sie bewusst auf Gamification als Trend auf und lassen die Bewerber interaktiv Fragen beantworten, auch um die Passung zum Unternehmen zu testen. Nun gibt es bereits ausgeklügelte psychologische Testverfahren, sogenannte Self-Assessments, die genau dies abfragen. Warum haben Sie sich auf nur drei Fragen beschränkt?

Bei unserem Video geht es vor allem um einen ersten Eindruck und eine ansprechende Candidate Experience. Natürlich hätten wir hier noch auf viele weitere Fragen aufbauen und diese im Verlauf des Videos „abtesten“ können. Im ersten Schritt haben wir uns jedoch auf drei beschränkt, um den Bewerber einen kurzen und knackigen Einblick zu geben.

Außerdem ist Aufmerksamkeit ein hart umkämpftes Gut im Netz. Sieht der User, dass das Video 20 Minuten dauert, sind die Absprungraten enorm. Aber wir haben weitere spannende Projekte in der Pipeline, und vielleicht ergänzen wir das Video auch noch um weitere Varianten oder ziehen in Zukunft noch Matching Tools hinzu. Stillstand gibt es bei EOS nicht.

Welche Rückmeldungen haben Sie zu dem Video/zur Kampagne erhalten? Haben Sie bereits (erhöhte) Nachfrage von Bewerbern diesbezüglich erhalten?

Bisher haben wir durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Unternehmensintern war das Feedback auch sehr bestätigend. Viele Mitarbeiter erkennen ihre Kollegen, sehen, dass wir als EOS neue Wege gehen und freuen sich, dass sie solch innovative Projekte miterleben können.

Auch extern findet es guten Anklang. Bisher haben zudem fast 80% unserer Bewerber das Video im Vorfeld eines Interviews durchgespielt und uns tolles Feedback gegeben. Auf youtube haben wir mittlerweile 45.000 views, ohne ein großes Mediabudget dahinter stehen zu haben – darauf sind wir jetzt schon stolz.

Könnten Sie sich vorstellen, für die Zukunft weitere Technologien, etwa Virtual Reality, zu nutzen, um den ersten Arbeitstages für Bewerber erlebbarer zu machen?

Klar, wir halten immer die Augen offen nach den neuesten Trends und Technologien. Ob unser nächstes Projekt Virtual Reality beinhaltet? Das möchte ich noch nicht verraten.


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