{Studie} Recruiting-Trends 2015: Das Ende des Bewerbungsschreibens?


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Vergangene Woche präsentierte Prof. Dr Tim Weitzel vom Projekt CHRIS der Universität Bamberg beim Monster Pressefrühstück in Frankfurt die Ergebnisse seiner aktuellen Studie “Recruiting Trends”. Dabei wurde klar: Mobile Recruiting könnte das Ende des klassischen Bewerbungsschreibens einläuten. Und nicht nur das.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

  Profil

Unterschiede in der Bewerbungsform

So zeigt die Studie Recruiting Trends und Bewerbungspraxis 2015, dass es deutliche Unterschiede bei den bevorzugten Bewerbungsformen gibt zwischen Unternehmen und Bewerbern.

Unternehemen etwa lieben Bewerbungen mit Formular, sie landet in deren Bewertung auf Platz 1 noch vor den eMails und Papierbewerbungen. Bewerber hingegen sehen die standartisierte Papierform mit Skepsis, sie bevorzugen eMail-Bewerbungen, weil sie Angst haben, mit standartisierten Formularen Fehler zu begehen.

Unternehmen lieben Forumlarbewerbungen

Hier gibt es laut Studienleiter Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg, erhöhten Kommunikationsbedarf zwischen Unternehmen und Bewerber. Denn für ihn liegt, basierend auf den ermittelten Zahlen und der Entwicklung in den letzten Jahren liegt der Schluss nahe, dass automatisierte Bewerbungsprozesse in Zukunft weiter zunehmen werden. Vielleicht fällt am Ende sogar das Anschreiben weg – siehe Teil 2 des Beitrags morgen.

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Denn ein standardisiertes Formular, objektive Vergleichsmöglichkeiten, eine einfache Übertragung in das interne System – Formularbewerbungen erlauben es Arbeitgebern, sich einen schnellen Überblick über den Bewerber zu verschaffen und liegen deshalb bei großen Unternehmen im Trend. Das zeigen die Ergebnisse der “Recruiting Trends 2015”: Mehr als zwei Drittel (72,3 Prozent) der 1.000 größten deutschen Unternehmen geben an, die Bewerbung via Formular anderen Bewerbungsformen vorzuziehen – Tendenz steigend (Anstieg von 22,3 Prozent seit 2012).

Bewerber lieben eMail-Bewerbungen

Ganz anders sieht es allerdings laut Studie auf Bewerberseite aus: Formularbewerbungen bevorzugen laut den Ergebnissen der “Bewerbungspraxis 2015” nur 8,9 Prozent der befragten Karriereinteressierten gegenüber anderen Bewerbungsformen. Seit 2012 hat sich diese Einstellung trotz des digitalen Wandels kaum geändert (Anstieg von 2,0 Prozent seit 2012).

Demgegenüber steht bei Stellensuchenden weiterhin die Bewerbung via eMail hoch im Kurs: Acht von zehn geben an, am liebsten per eMail bei Unternehmen vorstellig zu werden (Anstieg von 5,1 Prozent seit 2012).

Starke Unterschiede bei Employer Branding und Arbeitszeitmodellen

Die befragten Bewerber arbeiten am liebsten bei einem Unternehmen, bei dem ein gutes Arbeitsklima herrscht (94,3 Prozent). 85,9 Prozent der Befragten geben darüber hinaus an, dass das Thema flexible Arbeitszeitmodelle im Vordergrund stehen sollte (siehe Fallstudie DB Immobilien in Recruiting Trends 2015), und 84,5 Prozent sind gute Karrieremöglichkeiten wichtig. Am wenigsten ausschlaggebend für die Attraktivität eines Unternehmens ist die Tatsache, ob durch das Unternehmen Vereine oder Veranstaltungen gesponsert werden (16,2 Prozent).

Unterschiede gibt es auch hinsichtlich des Employer Brandings. So finden die Arbeitnehmer, dass Unternehmen zu wenig für die Integration von Frauen, Kandidaten aus dem Ausland und ältere Arbeitnehmer tun. Vor allem die Einführung von Quoten für diese Zielgruppen ist bei den befragten Unternehmen kein großes Thema.

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Spannend fand ich diesen Aspekt: Vor allem Bewerber der Generationen X und Y fragen verstärkt nach flexiblen Arbeitzeitmodellen, nehmen diese dann aber genauso selten in Anspruch wie Mitarebeiter älterer Generationen. Dabei erkennen die Mitarbeiter offenbar zunehmend die Nachteile der flexiblen Arbeitsform, etwa Vereinsamung oder Karrierprobleme durch fehlende Sichtbarkeit im Unternehmen.

 


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