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Kriterien für die Studienwahl – 2/2: Wenn plötzlich alles zu viel wird



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Jeder der eine Ausbildung oder Studium beginnt kennt die Phase der eigentlichen Auswahl. Da liegen Bücher vor einem, man beschäftigt sich mit den potentiellen Studieninhalten, und überlegt wo dann die „größte Rendite“ abfällt. Am Ende ist es meistens ein Fach das dem „Schweinezyklus“ unterliegt. Der Kopf hat gewonnen.

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Hier schreibt für Sie:

 

Dr. Oliver Krone, MBA in International Business Management, ist internationaler Experte für Wissensintegration.

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Was will ich wirklich

Wie also hält man die Balance zwischen den eigenen Wünschen, den Anforderungen im Joballtag und dem Stress? Wichtig sind dabei im wesentlichen zwei Aspekte: Sie selbst und seine eigenen Wünsche gut kennen.

Wichtig ist, sich selbst zu erkennen und anzuerkennen, wo die eigenen physischen und psychischen Grenzen der maximalen Belastung liegen. Die fallen bekanntlich Mitte Zwanzig anders aus als später. Daher gilt es hier permanent auf der Hut zu sein. Je mehr Stress ein Beruf bringt, desto schneller sind tendenziell die Akkus und das Leistungsvermögen am Ende.

Die andere Sache ist die weit schwierigere Aufgabe die jedem einzelnen gestellt ist. Es geht darum sich gewahr zu werden, was er ist und was die echten persönlichen Ziele und Wünsche sind die der Studienwahl vorausgehen.

Worum geht es?

Es geht darum eine Motivationserforschung vorzunehmen und mit Bekannten und Freunden zusammen zu überlegen, aber alleine zu entscheiden, was ist das was mir wirklich Spaß macht und wo andere die Augen blitzen sehen.

Sich selbst aktiv zu „managen“ heißt in diesem Zusammenhang einzusehen, dass sich die Arbeitswelt unbestrittener Weise geändert hat, und vieles von dem was heute gelernt wird basiert auf Theorien die aus einer „anderen Zeit“ stammen. Als Student sollte jeder für sich dafür ein Gefühl entwickeln, und eine kritische Distanz aufbauen können zum gelernten.

Was kann die Umwelt tun?

Das ist es was der Einzelne tun kann und wo Stress und die inneren Batterien anders wirken, und die Wirkungen von Stress und „Erfolglosigkeit“ besser verkraftet werden. Aber was kann die Umwelt für die nun angefangenen Studenten tun?

Es geht darum die Studenten nicht nur mit Wissen zu füllen. Es geht auch um die Frage sich selbst zu managen. Und das bedeutet in diesem Kontext nicht die Fähigkeit Hausarbeiten gemäß Fach X Regeln zu schreiben.

Fehler beim Hochschulmarketing

Das Lehrpersonal hat hier einen Anteil Studenten auf die Unwägbarkeiten und Schnelllebigkeit des Arbeitslebens vorzubereiten – ja ist heute Studium Berufsvorbereitung. Ein solches Verständnis kann dazu beitragen Studenten rational entscheiden zu lassen wie sie ihr Leben gestalten wollen.

Und so hart es klingen mag: Lehrpersonal kann beginnen damit aufzuhören Studenten „anzutörnen“ mehr zu wollen, als sie jeweils individuell schaffen können.

Elite oder Gesundheit?

Es ist in diesem Sinne Individuell genauso rational sein nicht Teil der Elite oder ExzellensWelt zu sein, wie Teil dieser zu sein. Allerdings werden die Kosten beider Entscheidungen jeweils individuell getragen.

Die Entscheidung zur Elite dazugehören zu wollen hat Kosten die der einzelne, wie oben gesehen, mit sich und seiner Gesundheit ausmachen muss. Dieses klar zu sagen, und hier nicht um den heißen Brei herum zu reden, dass ist es was von aufgeklärten, rationalen Lehrpersonal erwartet werden kann und muss. Die Kosten dies nicht zu tun, sind zu hoch.

Zweifel aus dem Unterbewusstsein

Grund für solche Kopfentscheidungen: Ein Studium ist eine Investition, die eben irgendwann einen „ROI“ abwerfen muss – so die landläufige Meinung, die aber heute scheinbar weniger und weniger realistisch erscheint.

Während also nun der fertige Student so seine Überstunden „schrubbt, sich vielleicht in fremden Hotelzimmern auf Dienstreisen Todmüde in das Bett fallen lässt, da kommt im Unterbewusstsein vielleicht der Zweifel, ob das alles so richtig ist was man da so tut.

Es ist nichts Konkretes. Schnell wird der Zweifel beiseite gewischt unter Hinweis auf das gute Gehalt, die gute Position, das „ansehen“. Aber je länger das Todmüde sein anhält und zu einem Dauerzustand wird, und irgendwann auch nicht mehr die Belohnungen mehr fließen wie gewohnt, werden die Zweifel doch größer.

Die potentielle Abwärtsspirale

Es beginnt die potentielle Abwärtsspirale in psychologischer und sonstiger gesundheitlicher Hinsicht. Das Gehirn beginnt sich selbständig zu machen, und da wo man schlafen möchte bohrt sich der Gedanke im Kopf fest: Es passt etwas nicht.

Je mehr die rationale Seite sagt „Ist doch alles super, und wenn DU morgen noch dies, jenes, und welches erledigst dann kommt auch die nächste Belohnung im Job“ desto weniger Chancen bestehen einer persönlichen „Echt-Grenzerfahrung“ zu entgehen.

The Shinning Happy Person

Doch der Körper und die Seele haben oft zu diesem Zeitpunkt bereits umgestellt auf das „Notfall-Programm, und vieles wird schwerer. So fängt das Zipperlein eines „nervösen Magen“ an, und je nach Fortdauer des Zustandes der inneren Unzufriedenheit und fortgesetzten Stresses der nicht durch Ruhepausen abgebaut werden kann, beginnt eine Entwicklung in der nach außen die „Shining Happy Person“ repräsentiert wird.

Unkonzentriertheit, Fahrigkeit, Launigkeit und was noch so als negative Wirkungen von Dauerstress auf Listen stehen kann sich breit machen. Im inneren wird der eigentliche Kern des Betroffenen immer kleiner; im wahrsten Sinne des Wortes verkümmert der Mensch.

Burnout & Herzinfarkt im Ohr

Irgendwann ist dieser Kern so klein, dass es zu einem gesundheitlichen Knall kommt. Meistens kommt der eher laut und dann sehr vernehmlich, so dass der/die Betroffene zum echten inne halten gezwungen wird.

Der Knall kann sein, das aktuell überall thematisierte Burnout, das kann die weniger prominente Depression sein, der bekannte Tinitus, der Herzinfarkt im Ohr namens Hörsturz, aber auch Herzkreislaufbeschwerden und sonstige Krankheiten die die moderne Medizin eindeutig auf Stress zurück führen kann.

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