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Weiterbildung finanzieren – 6/13: So finden Sie die passende Weiterbildungs-Beratung



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Wenn Sie unschlüssig sind, welche Weiterbildung für Sie in Frage kommt, sollten Sie sich vielleicht beraten lassen. Wenn Sie eine Förderung beantragen möchten, etwa den Bildungsgutschein oder den Bildungsscheck, ist die Beratung durch bestimmte Stellen sogar Pflicht. Doch wo und von wem können Sie sich überhaupt beraten lassen? Und welche Beratung ist passend für Sie?


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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Beratungsstellen im Test

Die Stiftung Warentest hat bereits 2004 verschiedene Beratungsstellen für Weiterbildung getestet. Ergebnis: Wenn Sie eine Frau sind, sollten Sie gezielt eine Frauenberatungsstelle aufsuchen. Denn bei den getesteten Frauenberatungsstellen gehen die Beraterinnen direkt auf Ihre Qualifikationen ein und machen dann ganz konkrete Vorschläge für ein passendes Weiterbildungsangebot.

Die Atmosphäre ist freundlich und persönlich, die Beratung objektiv. Vor allem, wenn Sie als Frau nach einer Auszeit wieder in ihren Beruf zurück möchten, sind Frauenberatungsstellen eine hervorragende Anlaufstelle. Allerdings gibt es auch einen Nachteil: Diese Beratungsstellen sind selten, in einigen Bundesländern gibt es gar keine, daher kann das bedeuten, dass Sie lange auf einen Termin warten müssen.

Wenn Sie allerdings Informationen zur Förderung über die Bundesagentur für Arbeit suchen, sind die Frauenberatungsstellen der falsche Ansprechpartner, weil diese hier eher schlecht informiert sind. Sie können dann ergänzend zu Ihrem Arbeitsberater bei der örtlichen Arbeitsagentur gehen. Auch wenn Sie als Mann nicht zu einer Frauenberatungsstelle gehen können, können die Arbeitsagenturen ein erster Ansprechpartner sein.

Beratung durch die Arbeitsagentur

Doch die Stiftung Warentest hat herausgefunden: Arbeitsagenturen beraten eben vor allem Arbeitslose ausführlich. Wer nicht arbeitslos gemeldet ist, blitzt bei den Arbeitsagenturen dagegen oft ab. Auch wenn die Arbeitsagenturen per Gesetz auch Aufsteiger und Wiedereinsteiger beraten sollen, geht es dem Arbeitsberater doch vor allem darum, Arbeitslose aus der Statistik zu bekommen.

Dementsprechend waren die Informationen für Aufsteiger mit Karrierewunsch oder Angestellte mit Zukunftsangst bei den Testern insgesamt wenig zufriedenstellend.

Beratung durch die IHK

Wenn Sie eine Weiterbildung absolvieren möchten, um sich beruflich zu verbessern, sollten Sie die Beratung einer Industrie- und Handelskammer bzw. einer Handwerkskammer aufsuchen – falls Sie im Handwerk tätig sind.

Die Kammern bieten einen klaren Vorteil: Die Berater wissen in der Regel recht gut über die Arbeitsmarktsituation in ihrer Region Bescheid und haben viele Tipps für Aufsteiger. Der Nachteil: Nicht selten empfehlen sie vor allem ihre eigene Weiterbildungsangebote und sind damit nicht vollkommen objektiv.

Bertung für Arbeitnehmer

Wenn Sie sich hingegen als Arbeitnehmer Sorgen um Ihre berufliche Perspektive oder Ihren Arbeitsplatz machen oder sich ohne klare Vorstellungen erst einmal informieren möchten, kommen vermutliche eher kommunale Beratungsstellen in Frage. Möglicherweise lässt sich die Beratung hier mit einer anderen Beratung verbinden. Außerdem können Sie sich natürlich direkt von den Bildungsträgern, bei denen Sie die Weiterbildung machen möchten, beraten lassen.

Diese Beratung hat den Vorteil, dass Sie ganz genau auf die gewählte Weiterbildungsmaßnahme eingeht. Allerdings zeigt auch hier ein Test der Stiftung Warentest, dass diese Beratungen nicht immer empfehlenswert sind: Nicht selten steht, so der Test, die Frage, ob man einen Bildungsgutschein bekommt, im Mittelpunkt der Beratung und in einem Gespräch wurde dem Tester sogar geraten, den Wohnort zu wechseln, um seine Chancen auf einen Bildungsgutschein zu erhöhen. Wesentlich seltener geht es in der Beratung um Ausbildung und Praxiserfahrung der Dozenten, die Arbeitsmarktchancen nach Kursende oder die persönlichen Eignungsvoraussetzungen. Diese Punkte sollten Sie daher in einem Beratungsgespräch unbedingt selbst ansprechen.

Das sollten Sie mit dem Weiterbildungsanbieter klären

Die folgende Checkliste hilft Ihnen, gemeinsam mit Ihrem Weiterbildungs-Anbieter klären, welche Beratung überhaupt in Frage kommt:

  • Fragen Sie nach der Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung des Dozenten. Übrigens: Wenn die Dozenten häufig wechseln, spricht das für eine geringere Qualität.
  • Wie sehen die Lehrpläne aus, welche Methoden (z. B. Rollenspiele, Computer, Diskussionsrunden usw.) werden eingesetzt?
  • Fragen Sie nach der Größe der Lerngruppen: Je größer die Gruppen, desto billiger häufig der Kurs – und desto schwieriger individuelles Lernen.
  • Schauen Sie sich die Unterrichtsräume und ihre Ausstattung an – eine gute Atmosphäre ist für den Lernerfolg wichtig, Computerarbeitsplätze sollten technisch up-to-date sein.
  • Steht die Dauer des Kurses in angemessenem Verhältnis zum Bildungsziel? Schnellkurse zu komplexen Themen sollten ebenso kritisch beäugt werden wie langatmige Kurse in Grundfertigkeiten.
  • Lassen Sie sich eingehend über Ziele und Nutzen der Weiterbildung beraten – was wollen Sie erreichen und was können Sie erreichen? Ist das angestrebte Ziel realistisch? Der Anbieter sollte Ihnen z. B. vorgeben, welchen Aufwand Sie zum Erreichen betreiben müssen und Sie sollten realistisch einschätzen, ob Sie diesem Aufwand gewachsen sind.
  • Welche Voraussetzungen müssen die Kursteilnehmer mitbringen? Wird darauf geachtet, dass die Zugangsvoraussetzungen quasi gleich sind? Manche privaten Bildungsanbieter würfeln z. B. bei Sprachkursen Teilnehmer verschiedener Niveaus zusammen, um den Kurs vollzubekommen.
  • Erfüllen Sie diese Voraussetzungen – ganz ehrlich? Natürlich können Sie nur die Weiterbildungen machen, die auch für Sie geeignet sind, z. B. können Sie keine Europasekretärin werden, wenn Sie kein Abitur haben.
  • Klären Sie, wie viele Unterrichtsstunden Sie an einem Tag haben, wann diese liegen usw. Überlegen Sie, ob die Einteilung zu Ihrem Tagesrhythmus passt: Als starker Raucher brauchen Sie wahrscheinlich ein System mit vielen kleinen Pausen und wenn Sie zu der Sorte Mensch gehören, die möglichst alles schnell hinter sich bringt, ist ein Drei-Stunden-pro-Tag-Rhythmus nichts für Sie!
  • Auch sollten Sie keinen Kurs am späten Abend wählen, wenn Sie eigentlich ein Frühaufsteher sind und wenn Sie Kinder haben, können Sie möglicherweise nur lernen, wenn diese außer Haus sind.
  • Lassen Sie sich das Unterrichtsmaterial zeigen – wichtig ist, dass das Lehrbuch auf dem neuesten Stand ist und dass Sie mit dem Lehrbuch klar kommen.
  • Besuchen Sie nach Möglichkeit eine Probestunde in der von Ihnen gewählten Bildungsmaßnahme. Sie bekommen so den besten Einblick in die Qualität des Unterrichts, des Dozenten und der Ausstattung des Kursraums. Und Sie sehen, ob die Chemie zwischen Ihnen und dem Dozenten stimmt, was für den Lernerfolg besonders wichtig ist.

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