TALK | Unternehmer Gabriele Paglialonga: Wirtschaftsstandort Südtirol – Top oder Flop?


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Mit Südtirol verbindet man meist Urlaub, doch auch wirtschaftlich hat die Region einiges zu bieten, etwa die niedrigste Arbeitslosenquote innerhalb der EU und das höchste Brutto-Innlands-Produkt Italiens. Wie gut ist der Standort für StartUps? Der Unternehmer Gabriele Paglialonga vergleicht Südtirol mit Innovationzentren in den USA.


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Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

  Profil

Aus den USA nach Südtirol

Gabriele Paglialonga hat lange in den USA gelebt und dort in Boston auch sein Unternehmen Medygo gegründet, bevor er sich entschied, in seine Südtiroler Heimat zurückzukehren. Paglialonga ist auch Koordinator beim italienischen Business Netzwerk Italiacamp und unterstütz auch andere StartUp-Gründer. Für ihn hat Südtirol Vor- wie auch Nachteile – gerade für junge Unternehmensgründer.

Einen Vorteil sieht er in der hohen Lebensqualität, die auch durch die in der italienischen Verfassung garantierten Autonomie der Region Südtirol-Trentino u.a. in Bildung und Wirtschaft bedingt wird.

Die Vorzüge Südtirols

Südtirol hat eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent und ein nominales Brutto-Innlandsprodukt von 18.664 Milliarden Euro. Der Anteil der Unternehmensinvestitionen am BIP betrug 2011 26,7 Prozent. Die Unternehmensbesteuerung (IRES) liegt bei 27,5 Prozent, der IRAP-Steuersatz ist mit 2,98 Prozent der niedrigste Italiens, für neugegründete Unternehmen fällt diese Steuer in den ersten fünf Jahren sogar ganz weg. Die Erwerbstätigkeitsquote liegt bei 71 Prozent, 28 Prozent von ihnen sind Selbständig.

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Das beginnt bereits an der Hochschule, wo Unternehmensgründer in spe mit realen Problemen konfrontiert werden: Im Rahmen eines Universitätsprojekten suchten Elisabetta Seggioci, 19, und Andriy Tyyko, 20, Informatikstudierende des ersten Semesters, nach Innovationen, die Probleme von lokalen Landwirten in der Produktion zu lösen. Sie hatten sich mit diesen getroffen und festgestellt, dass der Hagel das größte Risiko für den Ernteausfall darstellt. Zwar gab es bereits Hagelnetze, diese mussten jedoch bislang manuell geöffnet werden, wenn es hagelte – was zu Zeitverzögerungen und damit zu Schäden führte.

Innovative Hochschul-Spinn-Offs

Die Studierenden entwickelte daher ein Hagel-Melde-System, dessen Sensoren die Hagelnetze automatisch und zeitnah öffnen. Darauf haben sie ein Patent angemeldet und verkaufen nun Lizenzen an Unternehmen, die Hagelnetze herstellen.

Trotz soviel Kreativität ist Südtirol für Paglialonga kein StartUp-Paradis. Das hängt für ihn damit zusammen, dass die Grundbedingung für ein erfolgreiches StartUp kreatives, unternehmerisches Denken ist. Dafür sei nicht nur eine entsprechende Ausbildung nötig, sondern auch das Umfeld müsse entsprechend inspirierend und offen für neue Ideen sein. Paglialonga hat genau aus diesem Grund sein eigenes Unternehmen in Boston gegründet. Für StartUp-Gründer, die extra nach Südtirol kämen, sei es hingegen deutlich schwerer, mit der eher traditionell gefärbten Mentalität vor Ort zurechtzukommen als an anderen Orten.


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  1. Simone Janson

    Danke für den Hinweis, werde ich nochmal checken. Heute wieder an eine Speedboot-Tour gemacht, war weniger heavy als unser Trip, aber für mich ist trotzdem das nix….

  2. Simone Janson

    Danke für den Hinweis, werde ich nochmal checken.

  3. Jasch Zacharias

    Die Arbeitslosenquote in Südtirol liegt aber bei 5,3 Prozent, (Stand Juni 2014)

  4. Jasch Zacharias

    Die Arbeitslosenquote in Südtirol liegt aber bei 5,3 Prozent, (Stand Juni 2014)

  5. KompetenzPartner

    Video-Interview mit Unternehmer Gabriele Paglialonga: Wirtschaftsstandort Südtirol – Top oder … #Beruf #Bildung

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