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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Text stammt aus dem Buch: “Die richtigen Worte finden: Ein Radiomoderator erklärt, wie Sie mit jedem jederzeit gute Gespräche führen können” (2016), erschienen bei Münchener Verlagsgruppe (MVG), Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Hier schreibt für Sie:

thorsten-ottoThorsten Otto ist TV- und Radiomoderator u.a. beim bayrischen Rundfunk.Otto wuchs in der Oberpfalz auf, studierte Jura, wechselte aber nach dem ersten Staatsexamen zur Moderation. Nach einem Praktikum und Volontariat bei einem Sender in Nürnberg und dem Besuch einer Redakteurs-, Reporter- und Moderatorenschule bei SWF3 ging er zwei Jahre zu EinsLive. Danach wechselte er zu ZDF-Sport.1998 wechselte Otto zu Bayern 3, wo er jahrelang das aktuelle Mittagsmagazin moderierte. Seit Oktober 2008 moderiert er im Wechsel mit Brigitte Theile die Interview-Sendung Mensch, Otto!, die Montag bis Freitag von 19:00 bis 20:00 Uhr gesendet wird. Er interviewt zudem sonntags Prominente von 9:00 bis 12:00 Uhr bei Mensch, Otto! – Stars am Sonntag. Einmal im Monat wird dieses Gespräch zusätzlich am Abend im Bayerischen Fernsehen gezeigt.

Nein sagen zu Dauerquasslern: Bitte keine Profilneurose!

Mächtige und einflussreiche Männer neigen nicht selten zur Profilneurose. Diese Leute erzählen besonders gerne von sich und ihren Erfolgen und lassen sich nur sehr ungern stoppen.

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Wie Sie Profilneurotiker zum Schweigen bringen

Sollten Sie im Gespräch an ein Exemplar dieser Spezies geraten, haben Sie zwei Möglichkeiten. Erstens: Sie beten, dass das monologisierende Alphamännchen von selbst die Lust verliert und weiterzieht, was allerdings dauern kann.

Zweitens − und das ist meine Empfehlung: Sie sorgen dafür, dass er die Lust verliert, Sie mit Beschlag zu belegen. Das ist auch gar nicht so schwer, Sie müssen den Mann nur irritieren. Männer seines Schlags sind es gewohnt, dass man ihnen zuhört, sie nicht unterbricht und ihnen schon gar nicht widerspricht.

Profilneurose – Unterbrechen und Irritieren Sie Ihr Gegenüber

Also tun Sie genau das, unterbrechen Sie ihn, irritieren Sie ihn mit frechen Fragen, bringen Sie ihn aus dem Konzept.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs bzw, Reihe herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Als ich vor zwei Jahren in Hamburg mit dem deutschen Radiopreis ausgezeichnet wurde, kam ich auf der Party nach der Preisverleihung mit einem der immer noch einflussreichsten deutschen Fernsehmanager ins Gespräch.

Wenn Gespräche dank Profilneurose plötzlich kippen

Was zunächst recht amüsant begann, entwickelte sich bald zum alkoholgeschwängerten Monolog eines frustrierten Medienmachers, der offenbar glaubte, sich bei mir auskotzen zu können, deshalb schnell dazu überging, über alles und jeden zu schimpfen, sich zusehends in Rage redete, schließlich auch mich beleidigte und kurz vor dem Kollaps zu stehen schien.

Ich dagegen wollte nur feiern und nicht Zeuge eines Herzinfarkts werden, und als es mir nach einiger Zeit zu dumm wurde, fragte ich den Mann einfach, seit wann er denn Alkoholiker sei.

Tschüss Profilneurotiker – Trauen Sie sich!

Seine Reaktion habe ich heute noch vor Augen: Der mächtige Mann wurde kurz bleich, seine Lippen bebten, er rang um Fassung, drehte sich abrupt weg und die Unterhaltung oder das, was er dafür hielt, war beendet.

Noch vor ein paar Jahren hätte ich mich niemals getraut, auf diese Weise zu reagieren. Und jetzt kann ich es!

Zum Talker wird man nicht geboren, man lernt es

Aber ich erwähnte ja bereits, dass ich nicht zum Talker geboren wurde, und wenn ich es gelernt habe, auf diese Weise den Schlusspunkt unter ein Gespräch zu setzen, dann können Sie es auch, wobei ich Ihnen wünsche, dass Sie − Gelegenheit zur Übung hin oder her − nie in eine derart unangenehme Situation kommen.

Noch schwieriger wird das Beenden eines Gespräches in der Regel, wenn man ein privates oder geschäftliches Gespräch unter vier Augen führt, bei dem nicht die Möglichkeit besteht, sich so einfach zu “verdrücken” oder “abzuklatschen”.

Wenn Geschäftspartner genau so empfinden

Jeder kennt dieses unangenehme Gefühl, dass der andere vielleicht beleidigt sein könnte, wenn man sich jetzt verabschiedet. Aber ich kann Ihnen versichern, in den meisten Fällen empfindet Ihr Gegenüber gerade genauso und wird Ihnen nur dankbar sein, wenn Sie das Gespräch zügig beenden.

Im Übrigen, was bringt es dem anderen, wenn Sie nicht mehr ganz bei der Sache sind und nur auf den nächstbesten Moment warten, um zu gehen. Nur einige wenige Leute sind nicht in der Lage, diese Feinheiten zu bemerken.

Besser ein Ende mit Schrecken…

Bevor das Gespräch zur Qual wird, denken Sie an die Binsenweisheit: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Ich empfehle Ihnen deshalb, so ehrlich wie möglich zu sein und dem anderen höflich, aber bestimmt zu erklären, dass Sie zum nächsten, genauso wichtigen Termin müssen und dort ebenfalls pünktlich sein möchten.

Ein Talk mit Rolf Eden

Auch ich hatte in meinen Anfangsjahren als Talker große Probleme, Gespräche mit speziellen Gästen zum Ende zu bringen, weil ich dachte, es wäre unhöflich, den anderen nicht ausreden zu lassen, bis ihm wirklich gar nichts mehr einfällt.

Ich erinnere mich mit Grausen an eine “Mensch, Otto!”-Sendung mit Rolf Eden, dem Altmeister der Playboys, der mit immer noch einer schlüpfrigen Anekdote aufwartete und, als die Stunde sich dem Ende zuneigte, erst so richtig in Fahrt und kaum zu stoppen war.

Besser kein guter Zuhörer

Ich war jung und unerfahren und hörte ihm noch zu, als wir längst nicht mehr auf Sendung waren und mir die Ohren schon längst rauschten.

Als der Herr der Häschen sich nach gefühlten zwei Stunden mit den Worten verabschiedete: “Sie sind wirklich ein hervorragender Zuhörer”, wusste ich sofort, dass ich dieses Kompliment gerade gar nicht wollte und dass ich in Zukunft einiges würde anders machen müssen.

Bücher zum Thema

6 Antworten zu “Nein sagen zu Dauerquasslern: Bitte keine Profilneurose!”

  1. Nico Müller sagt:

    “Gespräche konfliktfrei beenden – 4/5: Profilneurotiker zum Schweigen bringen von Thorsten Otto” – Empfehlenswerter Beitrag UYK7WVxeSe

  2. KompetenzPartner sagt:

    Gespräche konfliktfrei beenden – 4/5: Profilneurotiker zum Schweigen bringen von Thorsten Ott… – Empfehlenswerter Beitrag 55B1hLLg8W #Beruf #Bildung

  3. Thomas Eggert sagt:

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  4. BEGIS GmbH sagt:

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    • DrGee sagt:

      Ihr braucht diesen Kommentar nicht zu veröffentlichen, lesen reicht. Der Artikel ist ekelhaft und ihr seid anmaßend. Das ist kein rhetorisches Geschick, es ist eingeübtes Diffamieren spezieller Gruppen, das hat irgendwie faschistoide Züge. Wenn ihr stolz drauf seid, bitte. Ich schäme mich für euch Selbstdarsteller.

      • Simone Janson sagt:

        Danke für Ihre Meinung. Wir leiten das an den Autor weiter.

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