Hochschulrankings bei der Studienwahl: Bestenlisten, die Orientierung bieten?
Hochschulrankings sollen Qualität sichern und angehenden Studenten Orientierung bieten. Doch leider ist das nicht immer gegeben. Worauf sollten Studierwillige achten, wenn sie sich mit Hochschulrankings beschäftigen?

- Die große Verwirrung
- Jedem Verlag sein eigenes Ranking
- Welche Rankings helfen bei der Studienwahl?
- Eine Frage der Relevanz
- Die Exzellenz-Inititative des Bundes und der Länder
- Elite-Uni kein Entscheidungskriterium
- Auf die Betreuung kommt es an
- Dorn im Auge der Hochschulrektoren
- Das CHE-Ranking in der Kritik
- Fragwürdige Methoden
- Befragungen sind nicht repäsentativ
- Einige sind ganz ausgestiegen
- Gibt es Alternativen?
- Echte Erfahrungen im Internet
- Verschiedene Orientierungshilfen kombinieren
- Top Bücher zum Thema
- Text als PDF lesen
- eKurs on Demand buchen
- Individuelles eBook nach Wunsch
- Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Die große Verwirrung
Wenn sich junge Abiturienten auf die Suche nach ihrem Traumstudium begeben und dazu verschiedene Rankings durchforsten, kommt schnell Verwirrung auf. Welches Ranking ist relevant und vor allem glaubwürdig?
Hochschulrankings sind ein US-amerikanisches Phänomen. Dort haben die Ranglisten eine lange Tradition. In den 90er Jahren schwappte die Ranking-Welle dann über den großen Teich nach Deutschland.
Jedem Verlag sein eigenes Ranking
Bis dato hierzulande unüblich brachten bald zahlreiche Verlage ihre eigenen Hochschulrankings heraus, unter anderem Der Spiegel, der Focus oder das Handelsblatt. Inzwischen hat sich ein Ranking deutlich durchgesetzt:
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Das CHE-Ranking, das in Zusammenarbeit des Zeit Verlags mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) entsteht, hat in Sachen Bekanntheit und Renommee die Nase vorn. Doch die Methoden des CHE-Rankings und seiner amerikanischen Vorbilder sind nicht unumstritten.
Welche Rankings helfen bei der Studienwahl?
Gerade internationale Rankings legen Wert auf Publikationen, Erwähnungen der Veröffentlichungen in anderen Publikationen und wissenschaftliche Auszeichnungen, die eine Hochschule vorweisen kann.
Beim berühmten QS World University Ranking, früher Times Ranking genannt, fließen beispielsweise zu 20 % die Anzahl der Zitationen in die Bewertung ein. Beim ebenso bekannten Shanghai Ranking sind vor allem die Forschungsleistungen der Dozenten und Absolventen ausschlaggebend, also zum Beispiel, wie viele Nobelpreise die Forscher erhalten haben.
Eine Frage der Relevanz
Doch sind diese Kriterien für angehende Studenten wirklich wichtig? Für Studieninteressierte kommt es meist viel eher auf eine gute Organisation der Hochschule oder die Betreuung durch die Professoren an.
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Die Exzellenz-Inititative des Bundes und der Länder
In Deutschland könnte die Bewertung der Hochschulen durch die Exzellenz-Initiative des Bundes und der Länder bei der Studienwahl helfen.
Dieses Förderprogramm zeichnet 11 Universitäten als sogenannte Elite-Hochschulen aus, darunter zum Beispiel die Universitäten Bremen, Köln, Tübingen oder Heidelberg.
Elite-Uni kein Entscheidungskriterium
Die deutsche Exzellenz-Initiative bewertet mit ihrem Förderprogramm aber vor allem die Forschung der Hochschulen. Der Titel „Elite-Uni“ ist für Studenten deshalb kaum ein hilfreiches Entscheidungskriterium.
Das deutsche CHE-Ranking geht einen anderen Weg. Es befragt Professoren und Studenten in verschiedenen Kategorien, zum Beispiel zur Studiensituation, internationaler Ausrichtung oder Praxisorientierung.
Auf die Betreuung kommt es an
Außerdem spielen Fakten wie das Betreuungsverhältnis und die Anzahl der Studenten, die das Studium in Regelstudienzeit schaffen, eine Rolle.
Diese Kriterien sind deutlich näher an den tatsächlichen Interessen der Studenten. Doch auch das CHE-Ranking steht immer wieder in der Kritik. Vor allem die Methodik stößt einigen Hochschulrektoren sauer auf. Das Ranking hat in Deutschland allerdings besondere Bedeutung: Ich möchte es daher einmal genauer unter die Lupe nehmen und mögliche Alternativen aufzeigen.
Dorn im Auge der Hochschulrektoren
Alles könnte so schön einfach sein: Das deutsche CHE-Ranking befragt ja schon Professoren und Studenten in verschiedenen Kategorien, es erhebt dabei Daten zur Betreuung, insgesamt zur Studiensituation oder – zunehmend wichtig – zur Praxisorientierung.
Doch nicht wenigen Hochschulrektoren ist das CHE-Ranking ein Dorn im Auge. Warum eigentlich?
Das CHE-Ranking in der Kritik
Das CHE-Ranking arbeitet mit einem Ampelsystem. In den verschiedenen Kategorien unterteilt es die Hochschulen in Schlussgruppe (Blau), Mittelfeld (Gelb) und Spitzengruppe (Grün).
Die tatsächlich erreichte Note der Uni ist dabei irrelevant, nur der Vergleich zu den anderen Hochschulen zählt. Diese Darstellung bemängeln viele Kritiker als zu vereinfachend und verwirrend.
Fragwürdige Methoden
Auch die Methoden, mit denen das CHE die Daten für das Ranking erhebt, stehen in der Kritik. Beispielsweise führen die Hochschulen – aus Datenschutzgründen – die Befragungen der Studenten selbst durch, teilweise sogar die Professoren nach den eigenen Vorlesungen.
Dass deshalb schnell der Manipulationsverdacht im Raum stand, überrascht kaum. Außerdem ist nicht bekannt, wie viele Studenten tatsächlich an den Umfragen teilnehmen.
Befragungen sind nicht repäsentativ
Die Befragungen sind deshalb nicht repräsentativ. Ein weiterer Vorwurf der Kritiker ist, dass das CHE die Datengrundlage nicht offen legt. Die Erhebungen sind deshalb nicht überprüfbar.
Anfangs protestierten die Kritiker nur. Dann sperrten sich ganze Fachbereiche gegen die Befragungen, allen voran die Historiker.
Einige sind ganz ausgestiegen
Inzwischen sind einige Unis komplett aus dem Ranking ausgestiegen, beispielsweise die Uni Köln – die zuvor im CHE-Ranking häufig zur Schlussgruppe zählte.
Ob nun verletzter Stolz zum Ausstieg führte oder nicht – je weniger Hochschulen mitmachen, desto weniger aussagekräftig ist auch das Ranking. Studenten, die vor der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Hochschule stehen, sollten sich deshalb nicht nur auf das CHE-Ranking verlassen.
Gibt es Alternativen?
Viele Studenten stellen erst im Laufe des Studiums oder beim Berufseinstieg fest, ob das Studium wirklich das richtige ist. Wer also vor der Studienwahl steht, fragt am besten bei den Studenten und Dozenten vor Ort nach.
Wer nicht das Geld oder die Zeit hat, jede infrage kommende Uni zu besuchen oder sich nicht traut, „Feldforschung“ vor Ort zu betreiben, findet auch im Internet wertvolle Meinungen.
Echte Erfahrungen im Internet
In Foren und Blogs tauschen sich viele Studenten untereinander aus und geben gerne Hilfestellungen, bewerten ihr Studium, schreiben Rezensionen und Erfahrungsberichte und vergeben Noten in Kategorien wie Organisation.
Durch solche Erfahrungswerte bekommen Studieninteressierte einen authentischeren Einblick in die Studiensituation vor Ort. Dennoch birgt natürlich auch das Internet Manipulationsgefahr.
Verschiedene Orientierungshilfen kombinieren
Wer sich also für einen Studiengang entscheiden muss, kann auf verschiedene Orientierungshilfen zurückgreifen. Hochschulrankings geben einen ersten Eindruck, besonders was das Renommee der Hochschule in der Forschung betrifft.
Studieninteressierte sollten Hochschulrankings jedoch kritisch hinterfragen, denn nicht immer sind die Kategorien relevant und aussagekräftig.
Kombiniert mit den Erfahrungen von echten Studenten sind die angehenden Akademiker gut vorbereitet, um schließlich die richtige Entscheidung bei der Studienwahl zu treffen.
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Henrike Böser ist Online Marketing Managerin. Sie bei der Online Akademie in Köln für mehrere Informationsportale zu Bildung und Studium verantwortlich, u.a. für das Bewertungsportal StudyCheck.de. Alle Texte von Henrike Böser.
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