Arbeitsplatz der Zukunft zwischen BYOD Consumerization und Mary Poppins: Büro als Auslaufmodell?


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In baldiger Zukunft wird der Arbeitsplatz noch flexibler und mobiler. Die Arbeitsgeräte werden kleiner, vielseitiger und persönlicher. Davon sind IT-Entscheidungsträger überzeugt. An der Consumerization führt für Unternehmen bald kein Weg mehr vorbei.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Arbeitsgeräte der Zukunft

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Vor einiger Zeit habe ich hier über meine persönlichen Wunsch-Arbeitsgeräte der Zukunft geschrieben: Klein und leicht sollten sie sein, eben ideal für die Handtasche, gleichzeitig aber so leistungsfähig wie ein normaler, großer Desktop-PC.

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Vor einigen Jahren noch wurde ich von den Herstellern für die Idee einer Art Mary-Poppins-Tasche, die auf Wunsch das passende Gerät zu Tage fördert, noch verlacht. Heute zeigen diverse aktuelle Studien, dass ein Gerät, das sich flexibel unseren Wünschen anpasst, mehr als eine Wunschphantasie ist. Die Zukunft der Arbeit ist viel flexibler, als sich das offenbar Viele, vor allem auch Hersteller, vorstellen können. Und ganz vorne mit dabei: Foldable Screens.

Sechs Endgeräte und zwei Drittel Schreibtisch

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Folgt man dem „Workplace of the Future“-Report des IT-Unternehmens Citrix Systems, so kommen im Jahr 2020 auf einen Mitarbeiter sechs Endgeräte und zwei Drittel Schreibtisch. Für seine Untersuchung hat Citrix 1.900 hochrangige IT-Entscheider in 19 Ländern befragt. Die stellen klar: Bis zum Jahr 2020 werden Unternehmen weltweit ihre Büroflächen um rund 14 Prozent reduzieren.

Am Arbeitsplatz der Zukunft wird es im weltweiten Durchschnitt nur noch 6,7 Schreibtische für zehn Mitarbeiter geben. Die Anzahl der verschiedenen Endgeräte, mit denen die Arbeitnehmer täglich auf das Firmennetz zugreifen, wird sich hingegen noch erhöhen: Bereits heute sind es im weltweiten Durchschnitt 4,35 unterschiedliche Devices vom PC bis zum Smartphone – sozusagen eine Vorform der Mary-Poppins-Tasche.

BYOD – Zukunftsfähig oder Hype

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Dabei vermischen sich auch bei den Geräten die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben zusehends: Die Mehrheit der befragten Unternehmen wollen Bring Your Own Device (BYOD)-Programme einführen, um die große Zahl an Endgeräten zu verwalten, die von Mitarbeitern verwendet werden.

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Weltweit haben bereits 31 Prozent der befragten Firmen solche Modelle, weitere 37 Prozent planen dies innerhalb der nächsten beiden Jahre. Dabei kommt bis 2014 mehr als ein Drittel der Unternehmen für die gesamten Gerätekosten auf, weitere 41 Prozent steuern einen Teil der Anschaffungskosten bei.

Mitarbeiter nutzen private Geräte während der Arbeitszeit

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Bei den Mitarbeitern kommt das gut an: 69 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen mit mindestens 250 PC-Arbeitsplätzen nutzen ein privates Gerät auch während der Arbeit. Das fand der IT-Analyst Techconsult im Rahmen einer Studie (PDF) heraus, die Microsoft in Auftrag gegeben hat.

Das meist genutzte Device ist dabei das Smartphone (67 Prozent), gefolgt von einem eigenen Laptop (53 Prozent), einem einfachen Handy (31 Prozent) und einem Tablet (17 Prozent). Es gibt dabei leichte Unterschiede zwischen Wirtschaftsunternehmen und öffentlichem Sektor (bei letzterem geringere Verbreitung von Gadgets), allerdings nur marginale Abweichungen zwischen Männern und Frauen.

Private Services mit Dienstgeräten

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Etwa jeder vierte Mitarbeiter – Männer hier deutlich mehr als Frauen – nutzt private Services während der Arbeit, etwa für eMails mit Freunden oder dem Surfen im Netz. Allerdings gab ein erstaunlicher hoher Anteil der Befragten auch an, mit der privaten Hardware Arbeitsaufgaben zu erledigen, wie Office, Bildbearbeitung, elektronische Kalender oder geschäftliche eMails.

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Das legt den Schluss nahe, dass die Unternehmens-IT den aktuellen Entwicklungen nicht stand hält und Mitarbeiter oft veraltete Hard- und Software benutzen müssen. Die Mehrheit erhofft sich einen Produktivitätsschub, wenn sie eigene Systeme verwenden darf.

Chancen und Risiken der Consumerization

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Genau mit diesem Thema, dem im Fachjargon als Consumerization bekannten Trend, beschäftigte sich auch eine mehrjährige Studie, die TNS Global Research im Auftrag von Dell und Intel durchführte. Die zeigt, dass Wahlfreiheit bei der Technologie die Produktivität der Mitarbeiter erhöht, weil die Mitarbeiter sich bewusster, freier und flexibler auf ihre Bedürfnisse angepasst für ein Endgerät entscheiden.

Gleichzeitig erhöht die Verwendung eigener Endgeräte allerdings die Sicherheitsrisiken in vielen Unternehmen: Unter den befragten Führungskräften besteht ein Konsens, dass die Verwendung von privaten Geräten am Arbeitsplatz mit zusätzlichen Sicherheitsrisiken und der Gefahr von Datenmissbrauch verbunden ist. Die Herausforderung besteht darin, sowohl die erhöhte Produktivität genau zu ermitteln als auch die Sicherheitsrisiken präzise einzuschätzen und beides gegeneinander abzuwägen.

Tablets ohne Zukunft?

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Wie aber sieht das Arbeitsgerät der Zukunft denn nun genau aus? Mit dieser Frage hat sich das britische Marktforschungsuntenehmen Vanson Bourne beschäftigt und dazu 500 britische CIOs befragt. 47 Prozent davon träumen von einem papierlosen Büro, obgleich Unternehmen heute eher mehr als weniger drucken.

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Das Festnetz-Telefon, so sagen die CIOs, werde bald aus den Büros verschwinden. Auch dem klassischen Desktop-PC schreiben sie keine allzulange Lebensdauer mehr zu. Doch auch iPad und Tablets scheinen für viele keine Alternative zu sein: 24 Prozent der Befragten glauben, dass iPad und Co in den kommenden Jahren an Bedeutung verlieren werden.

Fazit: Mary Poppins lässt grüßen

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Doch wie sieht es denn aus, das ideale Arbeitsgerät der Zukunft? Vielleicht arbeiten wir in einigen Jahren nur noch auf holografischen, virtuellen Flächen je nach Bedürfnis. Die Mary-Poppins-Tasche lässt grüßen.


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  1. Robert

    Die Consumerization hat allerdings nicht nur Vorteile. Stand jetzt verursachen „mitgebrachte“ BYOD-Geräte jede Menge Probleme. Angefangen bein Datenschutz über Haftungsfragen bei Verlust bis hin zum großen Thema IT-Security und Mobile Security. Die IT muss bei BYOD einiges auffangen. Fürs Employer Branding hingegen wäre es doch auch besser, wenn man ein schickes Firmengerät bekommt und nicht sein eigenes mitzubringen hat. So wie hier beschrieben: https://blog.everphone.de/byod-ist-tot

    • Simone Janson

      Hallo Robert, das sehe ich durchaus ähnlich, ich glaube nur, dass dieser Trend im Zuge der Vermischung zwischen Privat und Beruf nicht aufzuhalten ist.

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