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Hier schreibt für Sie:

Sina Lehman ist Online-RedakteurinLehman schreibt schwerpunktmäßig zu den Themen Karriere, Beruf und Bildung.

{Studie} Wer verdient am meisten: Der große Gehaltsreport

Mediziner, Juristen und Ingenieure zählten bereits in den letzten Jahren zu den Spitzenverdienern in der Bundesrepublik Deutschland, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie im Jahr 2015 erneut den Stepstone-Gehaltsreport anführen.

Gehaltsvergleich

Promotion verbessert Gehaltsaussichten

Statistisch gesteigert werden kann das sowieso schon überdurchschnittliche Gehalt noch zusätzlich, wenn man promoviert hat, in einem größeren Unternehmen arbeitet und in Hessen wohnt.

Durchschnittlich 77.951 Euro brutto verdienen berufserfahrene Ärzte pro Jahr, was ein knapp 13.000 Euro höheres Gehalt als bei den Juristen bedeutet, welche im Schnitt mit 65.041 Euro jährlich vergütet werden.

Mediziner verdienen am Besten

Ergo gelten auch in diesem Jahr Mediziner weiterhin als die bestbezahlten Angestellten Deutschlands. Mit 59.079 Euro Jahresgehalt folgen Experten in der IT-Branche sowie Ingenieure welche durchschnittlich 59.063 Euro pro Jahr verdienen. Am repräsentativen Report haben im August 2014 gut 50.000 Fach- und Führungskräfte teilgenommen.

Wertet man den vorliegenden Gehaltsreport nach Branchen aus, so gehören auch Angestellte im Bankgewerbe zu den Topverdienern: sie erhalten durchschnittlich 62.451 Euro. Auch im Pharmasektor (59.991 Euro) sowie der Fahrzeugindustrie (59.727 Euro) werden die Mitarbeiter überdurchschnittlich entlohnt. Vergleichsweise schlechte Aussichten bieten hingegen die Bereiche Gastronomie (34.175 Euro) und Handwerk (34.970 Euro).

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Regionale Unterschiede

Doch neben dem eigentlichen Beruf sollten auch die zahlreichen regionalen Unterschiede berücksichtigt werden: Denn während die Spitzenverdiener statistisch gesehen in den letzten drei Jahren immer aus Hessen – gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg – kamen, gab es eine Änderung auf den unteren Rängen. Mecklenburg-Vorpommern (39.377 Euro) ist mittlerweile nicht mehr das Land, mit den statistisch am wenigsten verdienenden Angestellten.

Von diesem Platz wurde es von Sachsen-Anhalt mit 38.309 Euro im Jahr abgelöst. Auch in Sachsen (39.410 Euro), Brandenburg (40.022 Euro) und Thüringen (40.213 Euro) verdienen Fachkräfte ein vergleichsweise niedriges Gehalt. Als Faustregel gilt hier also weiterhin, dass der Verdienst für Angestellte in ostdeutschen Bundesländern wesentlich geringer ausfällt als für westdeutsche Angestellte in vergleichbaren Positionen.

Im Süden gibt es das meiste Geld

Suchen Sie als IT-Spezialist oder Mechatroniker also einen neuen Job, sollten Sie sich vor allem auf den Süden Deutschlands konzentrieren, um die Chancen auf ein möglichst hohes Gehalt bestmöglich auszuschöpfen – zumal es hier auch die meisten Stellenangebote gibt. Die meisten Fachkräfte werden im Flächenland Hessen gesucht, während Sachsen-Anhalt auch hier den letzten Platz belegt.

Ein weiterer Faktor, der für das Gehalt von wesentlicher Bedeutung sein kann, ist die Größe des Unternehmens. Denn während selbst studierte Angestellte in der Pflegebranche in einer Firma mit unter 500 Mitarbeitern durchschnittlich lediglich ein Bruttojahresgehalt von 31.507 Euro verdienen, erhalten Angestellte in vergleichbaren Positionen in einem Betrieb mit über 1000 Mitarbeitern statistisch betrachtet ein bis zu zehn Prozent höheres Gehalt.

Männer verdienen mehr

Doch nicht nur Bildung, Branche, Wohnort, Berufserfahrung und Unternehmensgröße entscheiden über die letztliche Gehaltshöhe: Auch auf das Geschlecht kommt es leider immer noch an. Zwischen männlichen und weiblichen Ärzten beträgt die Differenz statistisch betrachtet ganze 16.720 Euro jährlich.

Im Schnitt verdient eine Fach- und Führungskraft in Deutschland, sofern man alle Boni, Provisionen und Prämien mit einrechnet, ungefähr 52.000 Euro brutto pro Jahr. Vergleicht man diese Zahlen mit denen des Vorjahres, so lässt sich eine leichte Steigerung erkennen. Doch dass die durchschnittlichen Gehälter im Vergleich zum Jahr 2014 gestiegen sind, geht laut Robert Walters mit einer höheren Kompetenzerwartung einher.

Globalisierung und internationales Profil

Durch die Umstrukturierungen, welche die Globalisierung bedingt, erwarten Unternehmen von ihren Experten immer häufiger ein internationales Profil. Das bedeutet, dass die Kandidaten mit internationalen Arbeitsstrukturen vertraut sein sollten und insbesondere auch interkulturelle Kompetenzen besitzen.

Dynamische und flexible Kandidaten mit mehreren Sprachkenntnissen und entsprechenden Abschlüssen zu finden, gilt im Banken- und Finanzwesen auch heute noch als große Herausforderung.

Gehaltsrechner: Wie viel ist möglich?

Welche Gehaltsaussichten auf einen persönlich zutreffen, kann man mit Hilfe eines Gehaltsrechners erfahren. Der Brutto-Netto-Rechner ermittelt nach Eingabe des Bruttogehalts, Steuerklasse, Geburtsjahr, Bundesland, eventuellen Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer, Sozialversicherungsabgaben und eventuellen Einmalbezügen, die detaillierten Beträge zu den Steuerabgaben.

Zusätzlich erhalten Sie eine detaillierte Übersicht, wie sich das Nettoeinkommen zusammensetzt. Das Kriterium des Geschlechts wird in diesem Rechner jedoch nicht mit berücksichtigt.

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