EnglishGerman

Teamarbeit & Mixed Leadership: Führen Frauen besser?


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Männer überschätzen tendenziell ihr eigenes Können. Gleichzeitig unterschätzen sie die Fähigkeiten anderer. Und übersehen dabei Kooperationschancen. Frauen hingegen vertrauen häufig weniger ihren eigenen Fähigkeiten als denen ihrer Umwelt.

kooperation_weiblich


Hier schreibt für Sie: Ulrike Stahl ist Businesscoach, Trainerin und Rednerin zum Thema Erfolgsfaktor Kooperation. Profil

Weitere Infos & Leistungen? Werden Sie Mitglied oder profitieren Sie von unserem regelmäßigen Newsletter!

Frauen bevorzugen Teamarbeit

Kooperativ zu sein, gilt eindeutig als weibliche Charaktereigenschaft. Das bestätigen John Gerzema und Michael D’Antonio in ihrem Buch „The Athena Doctrine“. 32.000 Personen in 13 Ländern weltweit sollten 125 Charaktereigenschaften als männlich, weiblich oder neutral einordnen.

Kooperativ zu sein, wurde eindeutig als weibliche Tugend eingestuft. Auch andere Studien belegen, dass Frauen lieber in Teams arbeiten, während die meisten Männer eigenverantwortliches Handeln bevorzugen

Die ideale moderne Führungskraft ist kooperativ

Die Studie der o. g. Autoren zeigt ebenfalls: Kooperativ zu sein, gehört zu den zehn wichtigsten Charakterstärken einer zeitgemäßen Führungskraft. Haben männliche Führungskräfte jetzt ausgedient? Sicher nicht.

Vielmehr ist dies ein starkes Zeichen an Unternehmen, welches Arbeitsklima sich sowohl Männer als auch Frauen wünschen und welche Verhaltensweisen Führungskräfte in den Vordergrund stellen müssen.

Die innere Haltung

Kooperation beginnt mit der inneren Haltung. Die Gründe, warum Frauen Kooperation dem Wettbewerb vorziehen, geben wertvolle Hinweise. Frauen gehen natürlicherweise davon aus, dass in einem kooperativ geprägten Umfeld ihre Ergebnisse durch die Zusammenarbeit mit anderen potenziert werden.

Inwieweit sich das für sie materiell lohnt ist nachrangig. Die Realität spiegelt das: Frauen sind im Non-Profit-Bereich deutlich überrepräsentiert und im Finanzbereich bzw. Führungspositionen großer Unternehmen unterrepräsentiert.

Auch Männer kooperieren… wenn es sich (für sie) lohnt!

In einem Versuch durften die Beteiligten wählen, ob sie im Team oder alleine arbeiten möchten. Deutlich mehr Frauen als Männer entschieden sich für die Teamarbeit.

Im nächsten Schritt gab es für exzellente Teamarbeit eine Belohnung. Als diese auf zehn Prozent anstieg, entschieden sich genau soviel Männer fürs Team wie Frauen.

Gleichgewicht

Um erfolgreich zu kooperieren, müssen wir die Grundhaltung pflegen, dass die Beiträge aller Teammitglieder gleich wichtig sind: unser eigener und die der anderen.

Dabei sollten wir nicht in die Falle der Expertengläubigkeit treten. Auch der frische oder unkonventionelle Blick eines Neulings oder eines Fachfremden kann Fallen aufzeigen und neue Kreativität entfachen.

Überprüfen Sie Ihre Haltung in 2 Schritten

  1. Tendieren Sie dazu, Ihr Licht unter den Scheffel zu stellen und Ihre Ideen sehr spät oder gar nicht zu teilen?
  2. Oder gehen Sie grundsätzlich davon aus, die richtige oder bessere Lösung zu haben und stellen diese in den Mittelpunkt der Kommunikation?

Die multiperspektivische Sichtweise hilft

Ohne sofort auf den Outcome zu schielen, fällt es leichter, Zeit und Aufmerksamkeit zu investieren. Hier das richtige Maß zu finden, beeinflusst die Haltung, inwieweit Kooperation sich lohnt.

Sobald wir verstehen, dass eine multiperspektivische Sichtweise zu verträglicheren und nachhaltig besseren Entscheidungen führt, hören wir auf, den Ertrag von Kooperation rein materiell zu betrachten.

Offenheit und klare Sprache

Kooperationen sind dann besonders erfolgreich, wenn

  • Ziele und Erwartungen der Beteiligten frühzeitig klar definiert werden,
  • eine gemeinsame Vision entwickelt und
  • in regelmäßigen Abständen evaluiert wird, ob die Zusammenarbeit noch diesen Vereinbarungen entspricht.

Ist das nicht der Fall, muss diese Abweichung angesprochen werden, um daraus entstehende Konflikte zu bewältigen und die Zusammenarbeit wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Männer und Frauen

Kooperativ zu sein, erzeugt nicht nur ein besseres Arbeitsklima. Kooperation ist der Nährboden für Kreativität und Innovation.

Nur durch die kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten können die immer komplexer werdenden Aufgabenstellungen erfolgreich bewältigt werden. Gelingen kann sie in der Bündelung sowohl weiblicher als auch männlicher Fähigkeiten.

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere E-Kurse & persönliche Beratung


E-Kurse Beratungberufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. Thomas Eggert

    Teamarbeit & Mixed Leadership: Führen Frauen besser? von Ulrike Stahl via B E R U F E B I L D E R - Empfehlenswerter Beitrag oU8OcNYOwK

  2. BEGIS GmbH

    Teamarbeit & Mixed Leadership: Führen Frauen besser? von Ulrike Stahl via B E R U F E B I L D E R - Empfehlenswerter Beitrag 3KFk0t4A0p

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.