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Erfahrungsbericht: Mit Komparatistik und Buchwissenschaft zum Verlag


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Ich habe Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Buchwissenschaft und Jura studiert. Meine Berufsvorbereitung begann schon mit der Wahl meiner Studienfächer: Ich hatte mich erkundigt, welche Fächerkombinationen sinnvoll sind und mich dann gerade auch deshalb für Jura im Nebenfach entschieden.


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Praktika und Nebenjobs

Neben dem Studium begann ich, heute Junior-Lektorin im Campus-Verlag, bereits im ersten Semester, Praktika zu machen, die mir Einblicke in den Wunschjob vermittelten – und zwar bei ganz verschiedenen Unternehmen: Je bei einem Verlag für Belletristik sowie einem Wissenschaftsverlag, einer Literaturagentur und der Stiftung Lesen. Parallel dazu kamen noch Nebenjobs in einer Buchhandlung und in der Redaktion des ZDF hinzu.

Nützliche Erfahrungen

Auf diese Weise habe ich früh gemerkt, welche Aufgabenbereiche innerhalb des Literaturbetriebes für mich in Frage kommen. Zum Beispiel merkte ich bald, dass Pressarbeit mir weniger liegt und ich auf jeden Fall im Lektorat arbeiten wollte.

Ich wollte meine Praktika jedoch nicht nur nutzten, um Erfahrungen zu machen, sondern auch um wichtige Kontakte zu knüpfen, die ich zum Teil auch noch heute noch pflege. Denn ein gutes Netzwerk ist einer der wichtigsten Faktoren für den Berufseinstieg. Viele Unternehmen suchen ihre Mitarbeiter kurzfristig und sparen sich gern langwierige Auswahlverfahren. Gute Kontakte helfen dabei, in solchen Situationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Dadurch stehen die Chancen gut, von freien Stellen zu erfahren, noch bevor diese ausgeschrieben werden.

Tipps für die Jobsuche

Kontakte waren für mich aber letztendlich nicht die Eintrittskarte zu ihrem Traumjob: Ich fand die Ausschreibung für ein Volontariat auf der Website des Verlages. Nach insgesamt nur fünf Bewerbungen unterschrieb ich wenige Wochen nach meinem Abschluss den Arbeitsvertrag.

Auf den Lerneffekt kommt es an!

Heute betreue ich als Lektorin u.a. die Bewerbungsratgeber bei Campus und bin selbst auch an Auswahlgesprächen beteiligt. Studierenden kann ich daher folgenden wichtigen Tipp geben: Bei der Wahl des Praktikums kommt es nicht nur auf das Renommee des Unternehmens an, sondern darauf, etwas zu lernen.

Praktikanten sollten sich engagieren, sich eigenständig um interessante Aufgaben bemühen und nachfragen, damit man ihnen etwas erklärt – denn nicht immer haben die Mitarbeiter genug Zeit, um von sich aus auf die Praktikanten zuzugehen. Wer aber merkt, dass er in dem Praktikum wirklich nichts lernt, sollte auch den Mut haben, ein Praktikum abzubrechen und sich ein anderes zu suchen.

Persönliches Engagement ist wichtig

Denn bei der Stellensuche kommt es schließlich auf dieses persönliche Engagement an: Wer noch gar keine Erfahrungen in einem Beruf mitbringt, kann auch selbst nur schlecht einschätzen, ob der Wunschberuf auch wirklich der Richtige für ihn ist.

Außerdem lernt man bei solchen Praktika und Jobs wichtige Schlüsselqualifikationen, die dem potentiellen Arbeitgeber zeigen, dass der Bewerber in der Lage ist, seine Fähigkeiten in Unternehmen auch gewinnbringend umzusetzen –  etwa indem man unter Druck und im Team arbeiten oder mit Kunden umgehen kann.

Arbeitserfahrung – aber richtig!

Allerdings ist es nicht sinnvoll, irgendwelche Arbeitserfahrungen beliebig aneinander zu reihen; vielmehr sollten die Jobs eine rote Linie im Lebenslauf und einen Fortschritt in der persönlichen Entwicklung erkennen lassen, da Unternehmen sonst schnell den Eindruck gewinnen, der Bewerber sei unentschlossen und unambitioniert. Daher achten Arbeitgeber bei der Bewerberauswahl neben dem Studienfach vor allem auf die bisherigen Berufserfahrungen.

Wir schauen z.B. darauf, wie sich jemand präsentiert, ob er zu uns passt und ob er eine Affinität für diesen Beruf mitbringt. Außerdem ist die Buchbranche recht klein. Da spricht es sich schnell herum,  wenn jemand einen besonders positiven oder negativen Eindruck während eines Praktikums hinterlassen hat.

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