Körpersprache: So hilft Kleidung
Im Lauf seiner Entwicklung hat der Mensch den Umgang mit Waffen und Werkzeugen gelernt. Werkzeuge unterstützen die Tätigkeit der Hände, sie stellen die „Verlängerung“ unseres Körpers dar.

- Machtspiele am Besprechungstisch
- Territorialgewinnung
- Kleidung setzt unbewusst Zeichen
- Engstirnig oder Linienlos?
- Die Kleidung sollte zur Rolle passen
- Effektvolle Geräusche
- Wie ein Ritter mit Speer
- Akten und andere Schutzschilder
- Top Bücher zum Thema
- Text als PDF lesen
- eKurs on Demand buchen
- Individuelles eBook nach Wunsch
- Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Machtspiele am Besprechungstisch
Ein Versicherungsverkäufer lernt in seiner ersten Verkaufsschulung, die Prä- mienhöhe stets vor den Augen des Kunden auszurechnen. Nicht nachvollziehbare Unterlagen erzeugen beim Kunden automatisch Abwehr. Nur wer mit offenen Karten spielt, wirkt überzeugend.
Ein weiteres beliebtes Machtspiel am Besprechungstisch ist das Hineinfassen in fremde Unterlagen. Ähnlich der Distanzzonen-Überschreitung empfinden wir es als aggressives Verhalten, wenn sich jemand an unseren Unterlagen zu schaffen macht – egal, ob Freund oder Feind, ob Chef oder Verhandlungsgegner.
Automatisch versuchen wir, unser Territorium zu verteidigen, und rücken die Unterlagen bewusst zurecht. Schnell wird ein Gespräch von solchen Territorialkämpfen beherrscht, die sachlichen Argumente weichen immer mehr zurück. Verteidigungsschlacht statt Raumgewinn!
Wissen, das wirkt!
Laden Sie das PDF zum Text bzw. den eKurs herunter oder bestellen Sie das Buch zum Thema im Shop oder per Klick auf das Cover: [*Anzeige]
Territorialgewinnung
Ähnlich verhält es sich mit der unbewussten Territorialgewinnung am Verhandlungstisch: Der, der sich für besonders wichtig hält, breitet seine Unterlagen weitflächig aus.
Er definiert damit seinen Machtbereich und schränkt den Raum des anderen ein. Er wird schwer zu Zugeständnissen bereit sein, solange er seine Fronten am Schlachtfeld so klar abgesteckt hat!
Kleidung setzt unbewusst Zeichen
Aber nicht nur Gegenstände dienen zur Unterstützung der Körpersprache, auch Kleidung und Accessoires setzen unbewusst Zeichen:
Zugeknöpft oder hemdsärmelig – diese Adjektive beziehen sich nicht nur auf den Bekleidungsstil, sondern auch auf die Art zu kommunizieren. Lockert sich der Chef in der Mitarbeiterbesprechung die Krawatte, setzt er damit ein Zeichen: Ab jetzt wird’s informell, sagt ruhig, was ihr auf dem Herzen habt!
Reisen. Menschen. Erfolge.
Inspirierende Orte erleben und Erfolge gestalten dank unserem Shop, Rabatte dazu per Newsletter, mehr auf unseren Fokus-Seiten: [*Anzeige]Engstirnig oder Linienlos?
Sowohl zu korrekte, steife Kleidung als auch zu betont lässige Kleidung wirken im Gespräch als Barriere.
- Wer sich hinter zu engen, zugeknöpften Sakkos verschanzt, dem unterstellt man leicht Engstirnigkeit.
- Wer mit lässigen, formlosen Schlabberhosen durchs Leben läuft, dem fehlt wohl die klare Linie, den kriegt man vermutlich schwer zu fassen.
Die Kleidung sollte zur Rolle passen
Welche Kleidung als passend angesehen wird, hängt genauso wie die eigentliche Körpersprache von der gemeinsamen Wellenlänge ab, ganz nach dem Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern“. Bei aller Toleranz in Modefragen suchen wir uns doch gerne unser eigenes Spiegelbild.
Die Erwartungs- haltung spielt dabei eine Rolle. Die junge, aufstrebende Angestellte sollte zwar durchaus im Businesskostüm auftreten, aber bitte nicht mit einem Designerstück, das edler erscheint als das der Seniorchefin!
Effektvolle Geräusche
Kleine Kinder erfahren sehr bald, wie hilfreich der Gebrauch von Gegenständen sein kann. Der Kochlöffel, auf den Tisch geschlagen, erzeugt sehr viel effizienter Lärm als die eigene, kleine Babyhand!
Von derart liebgewonnenen Erkenntnissen trennen wir uns auch als Erwachsene ungern. Der Chef unterstreicht seine Kritik zwar nicht mehr durch den Kochlöffel, dieser wurde in der Zwischenzeit durch ein exquisites Schreibgerät ersetzt, aber das Geräusch von Metall auf Holz klingt trotzdem sehr überzeugend!
Wie ein Ritter mit Speer
Wir ergänzen also oft unsere Körpersprache durch die Verwendung von Gegenständen, machen damit diese Zeichen noch deutlicher, so als würden wir unsere Worte noch lauter hinausrufen wollen.
Wer mit einem Kugelschreiber oder Bleistift seine Argumente unterstreicht, indem er auf einen anderen zeigt, wirkt wie ein mittelalterlicher Ritter mit seinem Speer. Wann wird er den Gegner mit seinen Argumenten verletzen?
Akten und andere Schutzschilder
Daher ist es nicht verwunderlich, wenn sich der andere zu seinem Schutz auch bewaffnet. Während ein Gesprächspartner immer wieder drohend die Mängelliste schwingt, hält sich der andere schützend ein paar Akten vor den Körper.
Meist ist die Bedrohung nicht so deutlich und trotzdem sucht ein Gesprächspartner hinter einem künstlichen Schutzwall Deckung.
- Wer Schriftstücke oder Unterlagen so vor sich hält, ist für ein Gespräch nicht offen. Der Schutzschild blockiert die Aufnahme.
- Ältere Damen umklammern ihre Handtasche schutzsuchend vor dem Körper, Geschäftsmänner ihre Aktentaschen.
- In der belanglosen und ungefährlichen Situation des Small Talks sind wir noch recht froh, zumindest ein Glas vor unserem Körper zu halten. Schutzsuchend umklammern wir es mit beiden Händen. Nur mit Mühe gelingt es dem Gegenüber, diese Abwehr zu durchbrechen und ein offenes Gespräch zu beginnen.
- Am Verhandlungstisch werden solche Waffen oft bewusst eingesetzt. Wer sich nicht in die Karten schauen lassen will, klappt plötzlich seinen Laptop hoch. Der andere hat keinen Einblick, er weiß nicht, welche Geheiminformation da über den Bildschirm flimmert, er wird verunsichert.
- Eine Verhandlung, bei der sich jeder hinter seinem Laptop oder seinem Handy verschanzt, hat wenig Chancen auf konstruktive Ergebnisse. Eine solche Körpersprache sagt auch wirklich mehr als tausend Worte!
Mehr Wissen über Menschen und Orte
Für Ihren persönlichen Erfolg in der Post-KI-Welt bieten wir außerdem individuelle Beratung und viele, frei verfügbare Informationen, die Menschen und Orte wirkungsvoll verbinden: Unter Berufebilder.de, staatlich geförderter Partner des früheren Bundesbildungsministeriums, finden Sie alles über Business, Beruf und Erfolg, während Travel2s.de, vorgestellt im Rahmen eines EU-geförderten Projekts, touristische Themen behandelt. Viel Erfolg! [*Anzeige]
Top Bücher zum Thema
Text als PDF lesen
Diesen Text als PDF erwerben (nur zur eigenen Nutzung ohne Weitergabe gemäß AGB): Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu. Sie können auch Text-Reihen erwerben.
7,99€Bezahlen
eKurs on Demand buchen
Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!
29,99€Bezahlen
Individuelles eBook nach Wunsch
Falls unser Shop Ihnen nicht Ihr Wunschthema bietet: Wir stellen gerne ein Buch nach Ihren Wünschen zusammen und liefern in einem Format Ihrer Wahl. Bitte schreiben Sie uns nach dem Kauf unter support@berufebilder.de
79,99€Bezahlen
Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Egal ob es um das Erreichen von Zielen, die persönliche Entwicklung oder berufliche Fragen geht: Wir beraten Sie individuell rund um Ihren Erfolg in einer sich schnell wandelnden Post-KI-Welt.
199,99€Bezahlen
Hier schreibt für Sie
Dr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz und Cerwinka OEG.Sie verfügt über Langjährige Berufserfahrung als Vorstandssekretärin. Nach dem Studium der Berufspädagogik und Kommunikationswissenschaften sowie International Human Resource Management/Organizational Development ist sie seit 1993 freiberufliche Referentin und Coach für Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation sowie Office-Management. Zudem ist sie Fachbuchautorin und Universitätslektorin. Alle Texte von Dr. Gabriele Cerwinka.
Gabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz und Cerwinka OEG; Wien – Zürich.Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Wien arbeitete sie im Management der Berlitz-Sprachschule in Wien. Seit 1993 ist sie selbständige Trainerin und Beraterin für Kommunikation, professionelles Auftreten, Prozessoptimierung und Persönlichkeitsentwicklung. Sie betreut Projekte schwerpunktmäßig im Dienstleistungs-, Arzt- und Assistenzbereich sowie Kommunikation im Krankenhaus. Des Weiteren ist sie auch als Fachhochschullektorin tätig und hat schon zahlreiche Fachbücher zum Thema Office-Management und professionelle Kommunikation verfasst. Alle Texte von Gabriele Schranz.
Ihr Post-KI-Kompass
Menschen und Orte verbinden: Als staatlich geförderter Verlag, beteiligt an EU-Programmen, kuratieren wir Wissen entitätsbasiert für die Post-KI Welt in Print- wie Digital-Medien mit weltweitem Vertrieb, u.a. direkt an führende Unternehmen (Liste). Das bedeutet Wirkung seit über 20 Jahren, mit Kunden wie Samsung, DELL, Telekom oder Hochschulen, Partnern wie dem früheren Bundesbildungsministerium, engagiert für Klimaschutz und nachhaltige Innovation, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia. Gegründet von Simone Janson.
3 Antworten zu „Körpersprache: So hilft Kleidung“
-
Die Macht der versteckten Signale – Teil 15: Kugelschreiber statt Keule?: Im Lauf seiner Entwi… #Beruf #Bildung
-
Die Macht der versteckten Signale – Teil 15: Kugelschreiber statt Keule? –
-
Die Macht der versteckten Signale – Teil 15: Kugelschreiber statt Keule? –











Schreiben Sie einen Kommentar