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Blended-Learning für Eltern: Nachhilfe in Sachen Bildung?


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Gerade ist mir eine Mitteilung auf den Tisch geflattert, bei der ich nicht so richtig weiß, ob ich lachen oder weinen soll. Lachen, weil Nachhilfe für Eltern in Sachen Bildung oftmals Not tut. Und weinen darüber, wie das dann umgesetzt wird. Sprache Lernen Sprachreise


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Was ist "Understanding School in Germany"?

Aber erstmal der Reihe nach. Die Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. Hamburg veranstaltet Blended-Learning-Kurs für englischsprachige Eltern. „Understanding School in Germany“ heißt das Projekt.

Es wird als Teil des ESF-Projekts Schulmentoren – Hand in Hand für starke Schulen, eine Kooperation zwischen der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. sowie der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), öffentlich gefördert.

Zielsetzung & Ablauf

Ziel des Kurses  ist es, Eltern ein anwendbares Grundwissen rund um den Schulalltag und den Übergang in das Berufsleben zu vermitteln.

Der Ablauf ist wie folgt: Die Inhalte, Übungen und Diskussionen, finden in Präsenzworkshops und auf der digitalen Lernplattform Blackboard Learn statt.

Der Anspruch dahinter

Der Anspruch des Projekts ist tatsächlich löblich, denn wie man richtig erkannt hat, ist die Bildung ein wichtiger Aspekt bei der Integration. Und dabei brauchen die Schüler die Unterstützung ihrer Eltern. So heißt es in der Pressemitteilung:

Warum ist die Kita so wichtig? Wie kann mein Kind mehrsprachig aufwachsen? Was passiert nach der Schule? Der Kurs „Understanding School in Germany“ beantwortet Eltern, die das deutsche Schulsystem selbst nicht durchlaufen haben, diese und viele weitere Fragen. Mütter und Väter der Herkunftsländer Afghanistan, Ghana, Iran, Nigeria, Peru, Russland, Türkei sowie der Ukraine haben den Kurs bereits erfolgreich absolviert. Aufgrund der großen Nachfrage startet er am 18. März 2015 erstmals auf Englisch!

Das Projekt erreicht die falschen

Genau der Sprachaspekt ist ein Aspekt, der mich an dieser Sache stört: Um die Eltern zu erreichen, bei denen diese Kurse wirklich nötig wären, müsste man die Kurse in der jeweiligen Landessprache abhalten.

Oder wie viele der Migranten-Eltern aus sogenannten bildungsfernen Schichten sprechen englisch? Das Projekt erreicht also nicht die, die es wirklich nötig hätten, sondern die, die sich ohnehin schon aktiv um die Bildung ihrer Kinder bemühen.

Teilnehmer als Mentoren?

Dafür war aber offenbar kein Geld da. Denn tatsächlich hat man offenbar auch darüber nachgedacht und folgende Lösung gefunden:

Die teilnehmenden Eltern sollen als ehrenamtliche Mentoren oder Multiplikatoren fungieren und die Informationen aus den Kursen in ihrer Herkunftssprache an andere Eltern weiter. Das fungiert nach meiner Erfahrung wahrscheinlich nur in Einzelfällen.

Digitalkompetenz für alle!

Noch ein anderes Problem sehe ich: Die Kurse finden auf einer digitalen Lernplattform statt. Das würde auch viele deutsche Eltern mit mangelnder digitaler Kompetenz überfordern. Vielleicht müsste man erst einmal Kurse in digitaler Kompetenz geben.

Überhaupt wäre das eine glänzende Idee im digitalen Entwicklungsland Deutschland: Digitalkompetenz für Eltern und Lehrer. Haben wir dafür aber überhaupt genug Lehrkräfte?

Weitere Infos

Wen es dennoch interessiert: „Understanding School in Germany“ startet am 18. März 2015 und endet am 6. Mai 2015. Die Präsenzworkshops finden immer mittwochvormittags in den Räumlichkeiten der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. statt.

Alle Informationen, Anmeldemodalitäten und Kontaktdaten finden Interessierte unter http://www.schulmentoren.de.

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