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Existenzgründung & Firmenname: Das müssen Unternehmen beachten


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Unter dem handelsrechtlichen Begriff der „Firma“ wir nicht das Unternehmen als Ganzes bezeichnet, sondern lediglich der Name, unter dem der Kaufmann im Geschäftsverkehr auftritt (§ 17 HGB). Daraus ergeben sich verschiedene Pflichten.


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Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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Warum ist die Wahl des Firmennamens so entscheidend?

Die Wahl des richtigen Namens ist für jedes Unternehmen von entscheidender Bedeutung – und das gerade in Zeitalter von Domains, deren Wert mit zunehmendem Alter und Verlinkung im Netz steigt und eine Veränderung schwierig macht.

Dazu kommt: Jeder Unternehmensname, jedes Unternehmen, jede Firma ist ein Brand mit einem gewissen Wiedererkennungswert. Wenn man ihn später noch ändert, geht dieser Wiedererkennungswert verloren. Und das ist schlecht für Marketing und Marken-Image.

Eine kleine Anekdote

Als ich vor einigen Jahren meinen Unternehmensnamen wählte, achtete ich darauf, dass dieser am Anfang des Alphabets zu finden war.

Zugegeben: Noch besser wäre ein Name mit A gewesen. Aber ich wollte auch nicht irgendeinen sinnentleerten Namen sondern etwas, das auch meinen fachlichen Schwerpunkt charakterisiert. Und das sind nun mal Beruf und Bildung. Und: Arbeitsblog hat mir nicht so gefallen – obwohl es denn jetzt auch gibt.

Später dann zahlte sich diese Strategie aus: Nachdem ich mich in diversen Listen der Job- und Karriereblogs ganz oben wiederfand, wurde mir klar, warum die Domain berufebilder.de, doch eine gute Wahl gewesen ist: Der Name fängt mit B an. Und B steht im Alphabet und damit auf jeder Liste ziemlich weit vorne. Mit Erfolg, wie man heute sieht.

Eine Firma darf nur von einem Kaufmann geführt werden

Nun ist mein Unternehmen natürlich keine Firma. Da die Anbindung des Firmenbegriffs an die Kaufmannseigenschaft im Sinne des HGB anknüpft, kann eine Firma nur von einem im Handelsregister eingetragenen Kaufmann geführt werden.

Dennoch ist das Thema Namenswahl grundsätzlich für alle Selbständigen interessant, z.B. auch wenn es um die Registrierung einer eigenen Domain geht – wie oben schon erwähnt.

Im Einzelnen sind daher für Kaufleute zulässig:

  • Namensfirma (zum Beispiel: „Müller GmbH“, „Schmitz OHG“, „Manfred Krause e.K.“)
  • Sachfirma (zum Beispiel: „Top Vermögensanlage GmbH“, „Die Durstlöscher OHG“)
  • Phantasiefirma (zum Beispiel: „ABC GmbH“, „Luxuria OHG“)
  • Kombination (zum Beispiel: „Luxuria Vermögensberatung GmbH“)

Kleinunternehmer & GbR müssen mit Eigennamen auftreten

Andere Unternehmen (sog. Kleingewerbetreibende oder Kleinunternehmer und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts) sind nach der Gewerbeordnung grundsätzlich verpflichtet, im Geschäftsverkehr mit Vor- und Familiennamen aufzutreten (§ 15 b Abs. 1 Gewerbeordnung – GewO).

Zulässig sind alle Firmierungen, denen eine Kennzeichnungs- und Unterscheidungskraft zukommt und die nicht wesentliche geschäftliche Verhältnisse irreführt. Darüber hinaus muss der Firmenname auch eine präzise Rechtsformangabe enthalten (zum Beispiel: GmbH, OHG, eingetragener Kaufmann – e.K.-)

Unzulässige Firmennamen

Unzulässig ist hingegen eine Firmierung bei reinen Gattungsbegriffen (zum Beispiel: „Modegeschäft e.K.“, „Imbiss e.K.“). Vor der Eintragung des Firmennamens erfolgt eine eingeschränkte Prüfung durch das Handelsregister (§ 18 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Nur bei einer klar erkennbaren Irreführung im Firmennamen wird das Handelsregister daher die Eintragung verweigern. Jedoch können sich aus der Namensgebung ggf. auch wettbewerbsrechtliche Konsequenzen ergeben. Nach den Regelungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) können Abwehr- bzw. Unterlassungsansprüche eines Mitbewerbers gegen die Führung eines Firmennamens entstehen.

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