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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Text stammt aus dem Buch: “ERFOLGSERPROBTE EINSTELLUNGSINTERVIEWS: Wie Sie mit professionellen Fragen die passenden Mitarbeiter finden” (2016), erschienen bei BusinessVillage Verlag, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Hier schreibt für Sie:

UtaUta Rohrschneider ist geschäftsführende Gesellschafterin der grow.up. Managementberatung.Sie berät nach langjähriger Erfahrung in der Personal- und Führungskräfteentwicklung seit fünfzehn Jahren Kunden bei der Implementierung eines nachhaltigen HRM. Sie ist Autorin von über zwanzig Publikationen zu den Themen Führung und HRM. Gemeinsam mit Sarah Friedrichs, Hanna Haarhaus und Marie-Christine Lohmer hat sie das Buch “Erfolgserprobte Einstellungsinterviews. Wie Sie mit professionellen Fragen die passenden Mitarbeiter finden” geschrieben. Mehr Informationen unter concheck.de/

Jobinterview in der globalisierten Arbeitswelt: Bewerber-Matching und Fremdsprachenkenntnisse

Durch die zunehmende Globalisierung und Vernetzung ist die Welt gefühlt kleiner geworden. Viele Unternehmen arbeiten mit internationalen Kunden unterschiedlicher Kulturkreise. Von Mitarbeitern wird selbstverständlich das selbe erwartet. Job002

Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern?

Sich in mindestens einer Fremdsprache mit den Kunden oder Kollegen aus ausländischen Niederlassungen verständigen zu können, ist oftmals eine Anforderung für eine neue Stelle.

Ebenso wird heutzutage erwartet, dass sich Mitarbeiter problemlos auf internationalem Parkett bewegen können, sich also auf unterschiedliche Kulturen einstellen und auf kulturelle Unterschiede und Gepflogenheiten adäquat reagieren können.

Bewerbungsgespräch in einer Fremdsprache

Wenn Personaler sicherstellen wollen, dass ihr Kandidat eine Sprache tatsächlich beherrscht, bietet es sich an, dass sie zumindest Teile des Bewerbungsgespräches auch in dieser Sprache durchführen.

So erhalten sie eine genaue Vorstellung davon, ob die Sprachkenntnisse Ihren Anforderungen genügen. Doch das reicht nicht: Ändern Sie die Perspektive: Versetzen Sie sich in die Situation, eine wichtige Stelle besetzen zu müssen. Wie erfahren Sie die notwendigen Dinge vom Bewerber?

So erfahren Sie mehr vom Bewerber

Mit den folgenden Fragen können Sie einen Einblick erhalten, wie Ihr Bewerber hinsichtlich des Themas Internationalität und interkulturelle Kompetenz aufgestellt ist:

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs bzw, Reihe herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

  • Wie würden Sie Ihre internationale beziehungsweise interkulturelle Kompetenz beschreiben? (Konkrete Beispiele nennen lassen)
  • Welche internationalen Erfahrungen haben Sie gemacht? Wie hat Sie das geprägt/Was haben Sie dabei gelernt?
  • Wie oft haben Sie bisher in einem internationalen Kontext gearbeitet, bei dem die Kommunikation nicht in deutscher Sprache stattgefunden hat?
  • Wie haben Sie in der Vergangenheit mit internationalen Kunden/Kollegen zusammengearbeitet? (Konkrete Beispiele nennen lassen)
  • Wie wichtig ist es Ihnen, international/mit internationalen Kunden zu arbeiten?

Der Job, der zu mir passt

Junge Mitarbeiter legen großen Wert auf persönliche Entfaltung und die Möglichkeit, sich individuell zu entwickeln und beachtet zu werden. Das ist keine Maßlosigkeit, sondern eine Frage der Gewohnheit. Häufig berichten sie, dass sie auf der Suche nach einem Unternehmen beziehungsweise einer Stelle sind, die zu Ihnen passt, beinahe so, als sei sie auf sie persönlich zugeschnitten.

Diese Anforderung, dass der Beruf für das eigene Leben passend sein soll, darf nicht als Maßlosigkeit junger Mitarbeiter aufgefasst werden. Es liegt schlichtweg darin begründet, dass die Generation Y seit frühester Kindheit daran gewöhnt ist, dass Dinge individuell an sie angepasst werden können.

Welche Anforderungen stellt der Mitarbeiter?

Es ist aus diesem Grund bei der Auswahl von jungen Mitarbeitern sehr wichtig, genau zu erfragen, welche Anforderungen sie an Ihr Unternehmen stellen.

  • Was ist ihre jeweilige Lebenssituation zu der Ihre Stelle passen soll?
  • Was empfinden sie als passend für sich?

Der Mitarbeiter muss zur Stelle passen

Eine Prüfung der Passung bezieht sich also darauf, dass Sie durch das Erfragen der aktuellen Lebenssituation Ihres Kandidaten einschätzen können, ob die Stelle heute zu seinem Leben passt. Doch nicht nur für den Kandidaten muss die Stelle passend sein. Die jeweilige Lebenssituation des Kandidaten muss auch passend für Sie und Ihr Unternehmen sein.

Suchen Sie eine Person für eine Stelle, die immer eine hohe Reisetätigkeit beinhaltet, bietet es sich an, dies bereits im Auswahlgespräch zu verdeutlichen, um zu sehen, ob der Kandidat sich dies bewusst gemacht hat und er auch unter dieser Bedingung Interesse an der Stelle hat.

So finden Sie heraus, was Ihr Bewerber will

Nachfolgend finden Sie einige Beispielfragen, um die Anforderungen, die ein Kandidat stellt, herauszufinden:

  • Welche Erwartungen/Wünsche haben Sie an Ihren zukünftigen Arbeitgeber, damit der Job gut zu Ihnen/Ihrer aktuellen Lebenssituation passt?
  • Wie sieht eine optimale Arbeitswoche für Sie aus?
  • Welche Rahmenbedingungen einer Tätigkeit in unserem Haus sind für Sie motivierend/demotivierend?
  • Unter welchen Arbeitsbedingungen sind Sie maximal leistungsfähig?
  • Welche Rahmenbedingungen haben Ihnen für Ihre berufliche Zufriedenheit in der Vergangenheit gefehlt?
  • Wie sieht für Sie ein optimaler Arbeitsplatz aus (zum Beispiel Arbeitszeiten, Ausstattung etc.)

Technische Entwicklung: Rasant!

Die technische Entwicklung der vergangenen zwanzig Jahre ist im Eiltempo vorangegangen. Für Personaler gilt es im Vorstellungsgespräch herauszufinden: Welche technischen Fähigkeiten bringt der Bewerber mit?

Betrachtet man allein die Verbreitung des Mobiltelefons seit 1990, zeigt sich ein Anstieg von ehemals etwa einer Viertel Millionen Anschlüsse in Deutschland auf aktuell über 100 Millionen Anschlüsse. Der Trend geht zum zweiten oder dritten Mobiltelefon.

Ähnlich rasant verliefen Entwicklungen im Internet, die aus dem heutigen beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken sind: eMail, Google oder Wikipedia, um nur einige Beispiele zu nennen. Ganz zu schweigen von Laptops, mobilem Internet usw. Die technische Welt von 1990 hat nur noch bedingt etwas mit der technischen Welt von heute zu tun.

So finden Sie heraus, wie technisch versiert Ihr Bewerber ist

Um zu erfahren, welche Fähigkeiten und Erfahrungen Ihr Kandidat mit dem Internet und im Umgang mit technischen Geräten hat und ob er diese so nutzt, wie es von Ihrem Unternehmen gewünscht ist, können Sie ihm einige der folgenden Fragen stellen:

  • Wie erfahren sind Sie im Umgang mit XY?
  • Besitzen Sie XY für Ihren privaten Gebrauch?
  • Haben Sie XY bereits bei einem anderen Arbeitgeber genutzt?
  • Welche Anforderungen stellen Sie an die technische Ausstattung an Ihrem Arbeitsplatz?
  • Welche technischen Geräte brauchen Sie, um gut arbeiten zu können?
  • Welche sozialen Netzwerke im Internet nutzen Sie?
  • Wie ist Ihre Erfahrung mit dem Programm XY?
  • Welche Programme nutzen Sie, um XY zu machen?

Das Matching muss stimmen!

Nicht für alle jungen Bewerber werden diese vier Themen von gleicher Wichtigkeit sein. Genauso wird es auch Bewerber aus anderen Generationen geben, für die diese Themen besondere Relevanz haben.

Um eine gute Stellenpassung sicherzustellen, können Sie sich aber in jedem Fall überlegen, wie Ihr Unternehmen zu diesen vier Themen steht und welche Angebote und Möglichkeiten es im Unternehmen gibt. Teilen Sie dies den Bewerbern mit. So geben Sie Ihnen einen realistischen Einblick in ihr potenzielles Tätigkeitsfeld.

Mehr erfahren – unsere Bücher zum Thema

4 Antworten zu “Jobinterview in der globalisierten Arbeitswelt: Bewerber-Matching und Fremdsprachenkenntnisse”

  1. Karriere-Einsichten sagt:

    RT @SimoneJanson: Vorstellungsgespräch mit High Potentials – 3/5: Hauptsache global? –

  2. Martin Gaedt YOUNECT sagt:

    RT @SimoneJanson: Vorstellungsgespräch mit High Potentials – 3/5: Hauptsache global? –

  3. Kexpa E-Books sagt:

    Globale Fragen bei globalen Jobs im #Vorstellungsgespräch: via @SimoneJanson

  4. KompetenzPartner sagt:

    Vorstellungsgespräch mit High Potentials – 3/5: Hauptsache global?: Durch die zunehmende Globa… #Beruf #Bildung

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