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Eine Replik auf Frank Heinrichs Beitrag zur Bildungsmisere: In Deutschland fehlen innovative Ideen


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Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock. Bild-Location: Planet Kids Nursery School, Gyllenstiernsgatan 15, Östermalm, Stockholm, Schweden.

Unser Autor und Experte Frank Heinrich, Leiter der Stensington Akademie, ehemaliger Unternehmenssprecher von SAT.1 und Berater des Prime Ministers Office von Luxemburg, hat in seinem aktuellen Artikel auf das Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit im deutschen Bildungswesen hingewiesen. Ein Beispiel aus Schweden zeigt, dass man das Probelem viel früher angehen muss.Eine Replik auf Frank Heinrichs Beitrag zur Bildungsmisere: In Deutschland fehlen innovative Ideen studieren-mit-kind


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Deutschland: Bildungsmisere statt Bildungsstandort

Einerseits soll der Bildungsstandort Deutschland hochgehalten werden, andererseits sind die Hochschulen mit 160.000 zusätzlichen Studienanfängern mehr als überfordert. Leidtragende sind die Bachelor-Absolventen, die keinen Studienplatz mehr für einen Master finden.

Insgesamt wurden 5 Milliarden Euro bereit gestellt, um die Misere zu beheben - so rechnet Heinrich vor. Und weiß gleichzeitig, dass es nicht nur am Geld hängt: So wirft er in seinem Text auch die Frage auf, ob die Mittel überhaupt adäquat eingesetzt wurden.

Das Problem beginnt viel früher

Genau da könnte der Hase im Pfeffer liegen. Und das Problem betrifft nicht nur die Hochschulen, es beginnt bereits bei der frühkindlichen Kinderbetreuung. Es hat sich ja mittlerweile herumgesprochen, wie wichtig Frühpädagogik für das weitere Leben und Lernen ist.

Ab August 2013 soll für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Noch ist in Deutschland nicht ganz klar, wie man das organisieren und finanzieren will.

Lernen von den Schweden

Nun ist eine Delegeation aus deutschen Ministerien, Landtagen, Jugendämtern, Kreis- und Städtetagen auf Einladung der Deutsch-Schwedischen Handelskammer nach Schweden gereist. Sie wollen dort lernen, wie man mit innovativen Ideen ein gutes Betreuungsangebot auf die Beine stellt.

Der witzige Artikel von Sabine Grüneberg dazu in der Süddeutschen bietet besser als jede Studie einen Einblick, woran das deutsche Bildungssystem insgesamt krankt.

Es fehlen die guten Ideen

Es fehlen, neben den Mitteln, schlicht gute, innovative, manchmal vielleicht auch außergewöhnliche Ideen. Vielleicht steht den Deutschen auch hier ihre Überreglementierung im Weg.  Oder auch schlicht die kinderfeindliche Mentalität.

In ihrem Artikel beschreibt Grüneberg jedenfalls sehr gelungen und humoristisch das erstaunen der deutschen Gäste z.B. über die Mittags-Schlafplätze auf der Terasse und den mobilen Kindergarten im Bus - und das Unverständnis der Schweden bei Fragen nach Parklizenzen und Anwohnerbeschwerden.

Das Problem gilt für die gesamte Bildung

Das Problem lässt sich ohne Weiteres auf das gesamte Bildungssystem bis hin zum Hochschulsektor übertragen - auch da fehlen die guten Ideen, um aus der Bildungsmisere einen echen Bildungsstandort zu machen.

Um wieder zu Frank Heinrich zurückzukommen: Der schlägt zur Lösung des Problems vor, die Konjunktur anzukurbeln und bei den Studienplätzen aufzustocken. Ich finde, wir müssen viel früher anfangen. Die Skandinavier, übrigens bei der Pisa-Studie immer ganz vorne mit dabei, zeigen uns erfolgreich, wie es geht.

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  1. Jonas

    Das Bildungssystem in Deutschland ist schon sehr alt. Und noch bedenklicher ist, dass es in den einzelnen Bundesländern so sehr auseinanderklafft. erst in den letzten Tage habe ich noch Frau Merkel agen hörn, dass das kein Bundes sondern ein Landesproblem ist. Man sollte die Probleme anfassen und nicht verschieben. Hoffen wir mal auf Besserung.

    • Simone Janson

      Da gebe ich Ihnen recht: Leider sind die Prioritäten eher ungünstig verteilt.

  2. Frank Heinrich

    Hallo Frau Janson, damit kein falscher Eindruck entsteht, ich teile Ihre Meinung. Und den Artikel der Süddeutschen habe ich mit sehr viel Freude gelesen! Besten Gruß aus Hamburg Frank Heinrich

    • Simone Janson

      Hallo Herr Heinrich, ich wollte auch gar nicht widersprechen. Es passte nur einfach so gut zu Ihrem Beitrag zur Bildungsmisere.

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