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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, Beraterin und eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen laut Blogger-Relevanz-Index. Sie ist außerdem Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Laut ZEIT gehört ihr als Marke eingetragenes Blog Best of HR – Berufebilder.de® zu den wichtigsten Blogs für Karriere, Berufs- und Arbeitswelt. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.

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Entscheidungen richtig treffen – 5 Tipps: Wenn der Impuls trügt & zögern hilft

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Intuition ist eine wichtige Fähigkeit, um Entscheidungen zu treffen. Nur sollte man wichtige Entscheidungen nicht dem Bauch alleine überlassen. 5 Tipps, wie man auch unter Zeitdruck überlegte Entscheidungen trifft.

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Strukturiert Entscheidungen fällen ist vielen zu umständlich

Jeden Tag fällt jeder von uns eine große Menge an Entscheidungen – bewusst oder unbewusst. Das gilt auch für Unternehmen, in denen Entscheidungsprozesse oftmals auf der Grundlage komplexer Informationen ablaufen oder zumindest ablaufen sollten. Wenn wichtige Informationen fehlen, kann das zu Fehlentscheidungen führen.

Wenn man Entscheidungsratgeber liest, geht es meist darum, Entscheidungen strukturiert Schritt für Schritt anzugehen. Eine Pro- und Contra-Liste aufzustellen ist da noch eine der einfacheren Methoden, die angeboten werden. In der Regel wird empfohlen,

  • Informationen einzuholen,
  • Kriterien aufzustellen und
  • die gewonnen Erkenntnisse gegeneinander abzuwägen – auch rein rechnerisch.

Im Endeffekt ist das vielen zu umständlich, es scheint zu mühselig, alle notwendigen Informationen einzuholen.

Fehl-Entscheidungen: Oft fehlen Informationen

Studien zeigen, dass fehlende Informationen oftmals die Quelle für Fehlentscheidungen sind. Das Forschungsunternehmen Kelton Research befragte 500 Vorstände, Manager und IT-Entscheider aus Deutschland und 16 weiteren Ländern.

Die Studie hat untersucht, wie Unternehmen und Entscheider mit der stetigen Zunahme von Daten und Informationen umgehen. Ein Ergebnis: Deutsche Unternehmen, die bereits fehlerhafte Entscheidungen getroffen haben, geben an, dass die Daten veraltet waren (42 Prozent), zu ungenau waren (25 Prozent) oder aus fragwürdigen Quellen stammten (17 Prozent).

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Alternativen zur Informationsauswertung

Doch nicht immer stehen solche umfangreichen, gut aufbereiteten Informationen zur Verfügung. Kein Wunder also, dass viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen werden. Ich persönlich bin ja ohnehin eher der Bauchentscheidungs-Typ. Nur nicht lange warten, gleich die Idee umsetzen oder das Problem angehen. Zögern und Zögerer sind mir ein Graus.

Aber manchmal können intuitive Entscheidungen ganz schön in die Irre führen – dann nämlich, wenn man seinem Bauch blind vertraut. Das liegt daran, dass das angeblich gute Gefühl, dass man hat, darauf basiert, dass man etwas sieht, hört oder liest, das man schon kennt und woran das Gehirn natlos anknüpfen kann. Wir entscheiden praktisch nach unserem gewohnten Muster – und das muss nicht grundsätzlich ideal sein.

Bauchentscheidungen aus dem Kopf heraus

Ich bin auch kein Feind intuitiver Entscheidungen, im Gegenteil. Aber man muss sich klarmachen, dass Bauchentscheidungen dann doch auch mit dem Kopf zu tun haben: Sie laufen nämlich im Prinzip genauso ab wie eine strukturierte Entscheidung – allerdings unbewusst und oft in Sekundenbruchteilen, sodass Du es nicht einmal wahrnimmst:

Man hat ein Ziel vor Augen, wägt die Informationen ab – und entscheidet sich für oder gegen eine Alternative. Wer hier schnell und sicher entscheiden kann, ist im Berufsalltag klar im Vorteil, denn er oder sie gilt als entscheidungsfreudig und selbstbewusst.

Impulsentscheidungen – besser nochmal darüber schlafen

Doch bergen solche intuitiven Entscheidungen auch Risiken: Entgegen der landläufigen Meinung, nach der die erste, intuitive Entscheidung richtig ist, belegen zahlreiche psychologische Studien, dass es fast immer besser ist, sich umzuentscheiden, statt an der ersten Eingebung festzuhalten. Denn Änderungen machen viel häufiger aus einer falschen eine richtige Antwort als umgekehrt.

Daher ist es gar nicht so verkehrt, wenn man gelegentlich eine Neigung zum Zögern verspürt und eine Entscheidung nochmals überdenken will – in der Mehrheit der Fälle zahlt sich das tatsächlich aus. Daher gilt: Wer noch Zeit genug hat, sollte am besten noch einmal über die Entscheidung schlafen.

Fehl-Entscheidungen durch Vereinfachung verursacht

Die Erklärung für dieses Phänomen ist simpel, wenn man sich klarmacht, dass Menschen eine gewisse Tendenz haben, Sachverhalte zu vereinfachen: So selektiv, wie die menschliche Wahrnehmung ist, laufen Sie bei intuitiven Entscheidungen schnell Gefahr, wichtige Informationen zu übersehen.

Denn letztendlich fällen Sie eine Entscheidung aus dem Gefühl aufgrund bisheriger Erfahrungen, persönlicher Vorlieben und Gewohnheiten, ohne diese Faktoren überhaupt bewusst wahrzunehmen. Eine spontane Entscheidung fühlt sich vielleicht nur deshalb richtig an, weil sie etwas bestätigt, was Sie schon kennen. Doch kann sie genauso gut falsch sein.

5 Tipps für Spontan-Entscheidungen

Für alle, die dennoch schnell entscheiden müssen und sollen, haben wir hier 5 Tipps zur Spontan-Entscheidung zusammengestellt:

  1. Verschaffen Sie sich zunächst einen Moment der Klarheit. Nehmen Sie sich Zeit. Alleine. Wenigstens fünf Minuten.
  2. Diskutieren Sie nicht und verschwenden Sie diese Zeit nicht! Machen Sie sich klar: Sie brauchen die Pause, um optimal zu entscheiden.
  3. Notieren Sie: Wie entscheiden Sie sich spontan? Entscheidet Ihr Kopf oder Ihr Bauch?
  4. Analysieren Sie rational: Worum geht es bei der Entscheidung konkret, wer und was ist betroffen?
  5. Bringen Sie Ihre spontanen Gefühle mit dem Ergebnis Ihrer rationalen Analyse zusammen: Wie entscheiden Sie sich, nachdem Sie alles rational durchdacht haben?

Mit Hilfe dieser Tipps können schwierige Entscheidungen ohne umständliches, nächtelanges Gegrübel angegangen werden.


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