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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einem einzigartigen Buch-Konzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte: Das Videomaterial wurde vom Ersteller des Videos zur Verfügung gestellt. 
Redaktionelle Bearbeitung: Dieser Beitrag wurde zur Veröffentlichung auf Best of HR – Berufebilder.de® überarbeitet und inhaltlich für das Format angepasst von Simone Janson. Alle Beiträge von Simone Janson

Best of HR – Berufebilder.de®Hier schreibt für Sie: Jeannine Koch (geb. Bahrke) ist diplomierte Medienberaterin. Im August 2010 beendete sie am Institut für Sprache und Kommunikation an der TU Berlin ihr Studium. In ihrer Abschlussarbeit behandelte sie das Thema “Über den öffentlichen Umgang mit privaten Daten am Beispiel Facebook”. Zudem studierte sie Anglistik/ Amerikanistik und Neuere Deutsche Philologie an der HU und TU Berlin sowie International Communication an der Macquarie University in Sydney, Australien. Seit November 2010 ist sie im Bereich Marketing und PR bei einem Berliner Schuhlabel tätig. Beit Twitter ist sie als @djane0815 unterwegs. Alle Texte von Jeannine Koch.

Facebook Datenschutz & Privatsphäre: Wie Facebook böse wurde!

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In den letzten Jahren hat ein Wandel im Gebrauch durch die Facebook-Nutzer und in der Architektur des heutigen Facebook stattgefunden. Das aktuelle Facebook zielt mit seiner Struktur genau auf Funktionen, wie Teilen von Informationen, erleichterte Suche nach Menschen mit gleichen Interessen und auf die Selbstdarstellung der Nutzer ab.


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Can I be your friend?

Bei Facebook stellen wir ständig wildfremden Menschen Freundschaftsanfragen, zeigen anderen Leuten unser Fotoalbum oder “liken” irgendwas. Wenn man sich das genau betrachtet, sind das alles Dinge, die wir im normalen Leben vermutlich niemals  tun würden, weil sie uns viel zu absurd vorkämen. Dieses lustige Video hat den Facebook-Wahnsinn auf die Schippe genommen, indem es Facebook wörtlich nimmt:

“Ever thought how odd your online life is? Ever thought what could go wrong? This film looks forward to ENO’s production of Nico Muhly’s new opera ‘Two Boys’. A new opera that lifts the lid on the dangers of living our lives online.”

Warum teilen Nutzer Informationen

Doch dieses lustige Sache hat einen ernsten Hintergrund: Sie macht die Relevanz der Kontrolle über die Freigabe persönlicher Daten deutlich.

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Die Wissenschaftlerin Danah Boyd benennt in ihrer Eröffnungsrede zur SXSW 2010 einen weiteren entscheidenden Faktor für den Antrieb zur Veröffentlichung von “PII- Personally Identifiable Information” (persönliche identifizierbare Informationen):

Daten freigeben, um gefunden zu werden?

Nämlich die Hoffnung darauf, dadurch von Freunden im Internet ausfindig gemacht zu werden. Allerdings fügt Boyd einschränkend hinzu, dass es sich hierbei nicht um sogenannte “PEI- Personally Embarrissing Information” (also “persönlich beschämende Informationen”) handelt, die der Nutzer in der Regel freiwillig öffentlich macht.

Denn in diesem Fall wären dies Informationen, die einen erheblichen Reputationsschaden anrichten könnten – vorausgesetzt jedoch, diese Daten würden überhaupt von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Boyd betont, dass nur, weil etwas verfügbar ist, es nicht bedeutet, dass es auch abgerufen wird.

“Ich hab ja nichts zu verlieren”

Sie hebt zudem hervor, dass die Nutzer aufgrund der Annahme, es sei nicht viel zu verlieren, private Daten der Öffentlichkeit zugänglich machen. Handelt es sich hierbei um ungünstig getroffene Partybilder, ist dies zwar ärgerlich, hat aber im Zweifelsfall keine weiteren Konsequenzen.

Oftmals unbeachtet bleibt hierbei jedoch die Tatsache, dass Informationen, die einmal im Internet veröffentlicht wurden, meist dauerhaft auffindbar bleiben. Eine andere Situation entsteht, wenn, wie Boyd beschreibt, ein Kind, welches mit seiner Mutter das Bundesland anonymisiert verlassen musste, um vor dem gewalttätigen Vater des Kindes zu flüchten, ein Konto bei Facebook eröffnet.

Facebook ändert plötzlich den Datenschutz

Ohne vorherige Ankündigung verändert Facebook im Dezember 2009 die Voreinstellung von “privat” auf “öffentlich” und setzt somit die Mutter und das Kind der ungewollten Auffindung durch den Vater aus. Boyd betont, dass der größte Unsicherheitsfaktor im Internet darin besteht, dass Nutzer nicht wissen, wie sie mit Veränderungen des Systems umzugehen haben:

“one of the most destabilizing issues online is that people aren’t good at managing how the system might change the rules on them.”

Facebook – früher ein Hort für Datenschützer?

Denn erstaunlicherweise wurde Facebook früher als ein Netzwerk wahrgenommen, in dem die Privatsphäre einen besonderen Schutz genoss. Im Februar 2009 schrieb Zuckerberg auf The Facebook Blog:

Our philosophy is that people own their information and control who they share it with. The trust you place in us as a safe place to share information is the most important part of what makes Facebook work.

Zuckerberg spricht hier von der Philosophie seines Unternehmens, die besagt, dass die Nutzer im Besitz ihrer eigenen Informationen sind und zudem kontrollieren können mit wem sie sie teilen möchten. Er bezeichnet in dieser Aussage das Vertrauen, welches die Nutzer in Facebook als einen sicheren Ort zum Teilen von Informationen setzen, als Grundlage für die Funktionstüchtigkeit von Facebook.

Eine neue Wahrnehmung

Die Veränderungen der Privatsphäreneinstellungen im Dezember 2009 brachen jedoch grundlegend mit dieser Wahrnehmung. Facebook hat sich damit selbst dekonstruiert. Da per Voreinstellung nun alle persönlichen Informationen für “jedermann” sichtbar waren, es sei denn, man hatte sich per “Opt-out” dagegen entschieden, wurden mit dieser Veränderung 65% aller Nutzerprofile der Öffentlichkeit zugänglich.

Zuckerberg verwies schon Anfang 2009 im oben genannten Blogpost darauf, dass der Nutzer jederzeit die Möglichkeit hätte, den Zugang zu den privaten Daten durch Dritte zu begrenzen.

“People want full ownership and control of their information so they can turn off access to it at any time.”

Datenschutz dem Mammon geopfert?

Eine der größten Kritiken, die in diesem Zusammenhang aufkam, war die Frage, warum man sich nicht per “Opt-in” bewusst für die Freigabe der persönlichen Daten entscheiden konnte, anstatt, dass Facebook im Vorhinein die Annahme tätigt, dass alle Nutzer mit dieser Freizügigkeit einverstanden wären.

Eine grundlegende Erklärung liefert Boyd in ihrer Rede, indem sie darauf hinweist, dass für Facebook erst durch dieses Verfahren eine große Viralität3 entstanden ist und damit verbunden das Netzwerk erstmals monetarisierbar wurde.

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6 Antworten zu “Facebook Datenschutz & Privatsphäre: Wie Facebook böse wurde!”

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