Es gibt viele Tipps und Ratschläge dazu, wie man Gespräche und Small Talk beginnt – aber wenig wird dazu gesagt, wie man sie wieder beendet – und das möglichst ohne Stress. Ein Überblick.

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Richtig Nein sagen – warum ist das nötig?

Die Antworten auf die folgenden Fragen könnten schockierend sein: Wie viele Menschen kennen Sie, die Nein zu Ihnen sagen können, ohne Sie bzw. Ihre Gefühle zu verletzen? Und wie viele Menschen kennen Sie, die Nein zu Ihnen sagen können, ohne dass Sie sich dabei unwohl fühlen? Tatsächlich ist richtig Nein sagen eine Kunst, die auch sehr von der Situation abhängt.

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum es geboten ist, ein Gespräch zu beenden, als da zum Beispiel wären:

Wie Sie ein Gespräch elegant beenden

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Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es also an: Vielen Menschen fällt es schwer, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann es an der Zeit ist, eine Unterhaltung zu beenden. Wir alle kennen solch unangenehme Situationen mit Fremden auf einer Party, mit Kollegen im Büro oder mit Freunden zu Hause.

Irgendwann geht einem der Gesprächsstoff aus, man langweilt sich oder möchte schlicht noch mit anderen Menschen im Raum sprechen. Aber wie stellt man es elegant an, eine Unterhaltung zu beenden, ohne unhöflich zu sein oder den anderen gar zu beleidigen?

Wenn aus Small Talk eine echte Plage wird

Für alle Beteiligten ist eine Unterhaltung, die nur noch dahinplätschert und mühsam am Leben gehalten wird, anstrengend und vor allem zeitraubend. Also tun Sie sich und Ihrem Gegenüber einen Gefallen und machen Sie der Quälerei ein Ende, und zwar möglichst ohne Umschweife.

Natürlich hängt es von der Situation ab, in der Sie sich gerade befinden, wie schnell und wie direkt Sie das Gespräch beenden. In einem völlig gesunden Gespräch können Sie eine Frage oder einen Kommentar mit einem einfachen Nein beantworten, ohne das Gespräch völlig abzubrechen. Oder Sie können Ihren Gesprächspartner sanft darauf hinweisen, dass er etwas gesagt hat, das Ihnen nicht gefällt, ohne wie ein Idiot dazustehen.

Small-Talk mit dem Bundespräsidenten?

In anderen Situationen ist das vielleicht nicht so einfach: Sollten Sie sich auf einem Empfang des Bundespräsidenten befinden und Joachim Gauck möchte ein paar Worte mit Ihnen wechseln, würde ich Ihnen empfehlen, sich ein wenig Zeit zu nehmen, auch wenn Sie gerade viel lieber mit der blonden Hostess anbandeln würden, die die Häppchen reicht.

Aber wie geht man prinzipiell am besten mit Situationen, Kommunikationspartnern und Gesprächen, die man irgendwie beenden oder loswerden möchte? Sollten Sie einfach brüsk sagen, was Sie denken? Ist es in Ordnung, einfach zu gehen oder sollte man eine Entschuldigungsgeste finden wie den alten Klassiker “Ich muss zur Toilette.” Oder besonders prekär der Umgang mit Vorgesetzten: Können Sie ein Gesprächsangebot Ihres Chefs ablehnen, wenn Sie doch weiterhin Aufgaben in dieser Firma übernehmen möchten?

Machen Sie es wie Starkoch Alfons Schuhbeck

Die Lösung hängt natürlich von der jeweiligen Situation ab, die individuell verschieden sein kann. Generell gilt aber: Reden Sie nicht um den heißen Brei herum, seien Sie aber trotzdem höflich. Wie diese scheinbare Quadratur des Kreises geht? Ein Minimum an Gespür für die Situation setze ich einfach mal voraus, denn sonst würden Sie diesen Text gar nicht lesen.

Ein wahrer Meister darin, eine Unterhaltung zu beenden, ohne dass er einem das Gefühl gibt, man würde gerade dumm stehengelassen, ist Starkoch Alfons Schuhbeck. Ich habe ihn mehrfach dabei beobachtet, wie er die fünfzig Meter, die in München zwischen seinen beiden Restaurants liegen, unter zehn Minuten zurücklegt, obwohl er auf dem kurzen Weg regelmäßig von geschätzt zwanzig Menschen angesprochen wird.

Immer ein nettes Wort parat

Trotzdem hat er für jeden ein nettes Wort, ein Schulterklopfen oder zumindest ein Autogramm übrig und alle freuen sich über ein paar Sekunden Aufmerksamkeit vom Schuhbeck. Bis heute ist mir ein Rätsel, wie der “Fonse” das macht.

Da steckt mehr dahinter, aber dieses Geheimnis habe ich noch nicht gelüftet. Inzwischen bin ich allerdings sicher, es funktioniert auch deshalb, weil es ihn nicht anstrengt und die Menschen spüren, dass er gerne mit ihnen redet.

3 Tipps um Gespräche konfliktfrei zu beenden

Was machen aber Menschen, denen ein solch kommunikatives Talent nicht in die Wiege gelegt ist? Für die bieten sich drei praktische Tipps:

1. Freundlich den Gesprächspartner wechseln

Am einfachsten beenden Sie ein Gespräch, indem Sie um Entschuldigung bitten und kommunizieren, dass Sie noch mit einer anderen Person im Raum sprechen müssen. Gerade bei Empfängen, Partys, Einladungen mit mehreren Gästen erscheint mir das als eine sehr angemessene Methode.

Natürlich macht auch hier wieder der Ton die Musik: Ein freundliches “Es tut mir leid, ich würde mich gerne noch länger mit Ihnen unterhalten, aber ich muss unbedingt Frau/Herrn XY noch sprechen”, begleitet von einem kleinen Lächeln, wird wohl niemand in den falschen Hals bekommen.

Wer sich mit einem Spruch oder einer witzigen Bemerkung verabschieden möchte, um sich danach der nächsten Person zuzuwenden, der sollte schon die hohe Schule der Kommunikation beherrschen.

2. Der Trinkspruch

Wer es einfacher möchte, dem empfehle ich, sein Glas zu Hilfe zu nehmen. Das funktioniert auch wieder auf Partys und Empfängen besonders gut.

Prosten Sie Ihrem Gegenüber zu und verabschieden Sie sich mit den Worten: “Es war schön, mit Ihnen zu reden, aber ich glaube, es wird erwartet, dass wir uns unter die Leute mischen.”

3. Die Übergabe

Schon etwas mehr Raffinesse verlangt die folgende Methode, die einem umgekehrten Abklatschen beim Tanzen ähnelt.

Reichen Sie Ihren Gesprächspartner einfach an den nächsten Bekannten weiter, indem Sie die beiden einander vorstellen, ein gemeinsames Thema ansprechen und zum Schluss Ihrer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass die beiden in den nächsten Minuten auch ohne Sie zurechtkommen werden.


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