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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Text stammt aus dem Buch: “Resilienz: Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen” (2013), erschienen bei BusinessVillage Verlag, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Hier schreibt für Sie:

98Dr. Denis Mourlane ist Psychotherapeuth und einer der führenden europäischen Experten für Wirtschaftsresilienz.Dr. Denis Mourlane ist ehemaliger Stipendiat der Christoph-Dornier-Stiftung, Diplom-Psychologe und psychologischer Psychotherapeut. Er unterstützt mit seiner Beratung seit über 10 Jahren internationale Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Mitarbeiter und Führungskräfte. Er ist in Deutschland derzeit exklusiver Anbieter des Resilienztrainings, das an der University of Pennsylvania im Team des weltweit renommierten Prof. Dr. Martin Seligman entwickelt wurde. Mehr Informationen unter www.mourlane.de/

Resilienz und Selbstwirksamkeit: Yes, We Can!

Die Selbstwirksamkeitsüberzeugung gehört zu den am besten untersuchten menschlichen Eigenschaften in der Psychologie. Doch was bedeutet sie genau?

Best of HR – Berufebilder.de®

Psychologisch gut erforscht

Glaubt die Person, die uns gegenübersitzt, dass sie ihr eigenes Schicksal in der Hand hält und dass sie durch ihr eigenes Verhalten sich und die Dinge, die sie umgeben, zum Besseren ändern kann? Wenn ja, ist das Selbstwirksamkeitsüberzeugung.

Dass die Selbstwirksamkeitsüberzeugung so gut erforscht ist, liegt insbesondere daran, dass die psychologische Forschung erst einmal eine krankheitsbezogene Forschung ist und wir Therapeuten wissen, dass der Erfolg einer Therapie in sehr hohem Maße von diesem Resilienzfaktor abhängt

Ja, aber…

Wahrscheinlich haben Sie schon einmal engen Kontakt zu einem Menschen gehabt, einem guten Freund, einem Partner, jemandem aus Ihrer Familie, der beispielsweise Schwierigkeiten hatte, eine Trennung oder vielleicht eine Kündigung zu verarbeiten. Sie haben dann wahrscheinlich versucht, Verständnis für die Situation aufzubringen, haben der Person Tipps und Ratschläge gegeben, was sie tun kann, damit es ihr besser geht.

Vielleicht erinnern Sie sich in diesem Zusammenhang daran, dass die Person Ihnen immer wieder geantwortet hat: “Ja, Du hast ja recht, aber ich kann ihn/sie einfach nicht vergessen”, oder: “Ich kann das nicht, ich habe keine Kraft dafür und außerdem macht das ja alles sowieso keinen Sinn.”

Hoffnungslos oder fehlende Selbstwirksamkeitsüberzeugung?

Wahrscheinlich haben Sie dann nach einiger, meist langer Zeit frustriert aufgegeben, vielleicht haben Sie sogar den Kontakt zu der Person aufgegeben. Ihnen selbst erschien das nur noch sinnlos.

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Was der Person gefehlt hat, war nichts anderes als eine gute Selbstwirksamkeitsüberzeugung, also die Überzeugung, dass sie doch etwas an ihrer Situation ändern kann.

Nur keine Opferrolle!

Auch dieser Faktor ist in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Erst einmal natürlich weil hoch resiliente Menschen eine feste Überzeugung besitzen, die sich sehr gut mit dem folgenden Satz ausdrücken lässt: “Ich bin nicht Opfer, sondern Schöpfer meiner Welt!”

Sie gehen diesem Satz entsprechend auch selten in eine Opferrolle. Diese würde sie lähmen, da sie dann externen, nicht beeinflussbaren Faktoren die Schuld dafür geben würden, dass es ihnen emotional nicht gut geht.

Immer die Kontrolle behalten!

Was hoch resiliente Menschen mit ihrer Selbstwirksamkeitsüberzeugung gewinnen, ist, neben einem Gefühl der Gelassenheit im Umgang mit den Widrigkeiten des Lebens, ein Gefühl der Kontrolle über sich und den emotionalen Zustand, in dem sie sich befinden.

Sie sind fast immer der Überzeugung, dass sie das “Heft ihres Lebens” selbst in der Hand halten.

Alles eine Frage der Haltung

Der zweite Grund, warum dieser Faktor von Bedeutung ist, betrifft Sie als Leser dieses Buches ganz direkt. Insbesondere, wenn Sie Ihre Resilienz weiterentwickeln möchten.

Als aufmerksamer Leser wird Ihnen nicht entgangen sein, dass eine Vielzahl der hier genannten sieben Faktoren vor allem mit unseren Einstellungen, Haltungen und den Perspektiven, die wir einnehmen, in Zusammenhang stehen.

  • Schaffe ich es, eine Haltung zu einer Situation zu finden, die mich positiv stimmt oder die Situation mit Sinnhaftigkeit belegt (Emotionssteuerung)?
  • Bin ich jemand, der das Glas Wasser eher halb voll oder eher halb leer sieht, und will ich das ändern (Realistischer Optimismus)?
  • Wie stark ist meine Bereitschaft, mich auch einmal zurückzunehmen, zuzuhören, um mich in die Haut des anderen zu versetzen (Empathie)?
  • Oder wie stark bin ich bereit, auch einmal etwas, das ich nicht so gerne tue, diszipliniert zu Ende zu führen, weil ich weiß, das mir dies ein gutes Gefühl geben und mich meinem Ziel näherbringen wird (Impulskontrolle)?

Das Verahlten ändern

Wir wissen aus der psychologischen und der neurobiologischen Forschung, dass Menschen durch kontinuierliches Training auch sehr tief verwurzelte Haltungen ändern und entsprechend ihr gesamtes Leben lang lernen können. Die Mehrzahl der Tiere kann dies nicht.

Nichts anderes wird mit dem Begriff “Persönlichkeitsentwicklung” beschrieben. Dieser Weg kann steinig und mühsam werden, haben sich diese Haltungen doch häufig über Jahrzehnte in Form von neuronalen Strukturen in unseren Gehirnen gefestigt.

Auf der Autobahn der Gewohnheit

Sie bilden dort, um den Begriff des Neurobiologen Prof. Dr. Gerald Hüther zu verwenden, stark befahrene und fest betonierte Autobahnen, die ganz automatisch benutzt werden, wenn wir ähnlichen Situationen begegnen.

Manchmal ändern sie sich aber auch ganz schnell, insbesondere weil uns der Nutzen einer neuen Haltung schlagartig und in einer emotional prägenden Art und Weise vor Augen geführt wurde. Dinge gehen plötzlich viel einfacher als zuvor.

Der Weg ist das Ziel

Nur wenn Sie daran glauben, dass Sie selbst solche eigenen Haltungen ändern können, also wenn Sie Ihre eigene Selbstwirksamkeitsüberzeugung auch diesbezüglich aufbauen, werden Sie auch zuversichtlich die Rückschläge wegstecken, die Ihnen bei der Entwicklung Ihrer persönlichen Resilienz zwangsläufig begegnen werden.

Mit anderen Worten: Schon die Arbeit an Ihrer eigenen Resilienz wird Sie zu einem resilienteren Menschen machen.

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3 Antworten zu “Resilienz und Selbstwirksamkeit: Yes, We Can!”

  1. Cornelia sagt:

    Die Selbstwirksamkeit ist aber heute sehr eingeschränkt: Prodkutivität und Effizienz werden in unserem durchorganisierten und vollautomatisierten Arbeitsleben immer wichtiger, der Mensch bleibt auf der Strecke. Sehr schade!

  2. Karin Meyerhofer sagt:

    Yes We Can ist ein toller Werbesloagen, mehr nicht.

  3. Eckhard Schölzel sagt:

    Ein wenig ist mir diese Spielart von „alles unter Kontrolle“ verdächtig: Beherrsch Dich! Eine gesunde Selbstwirksamkeitsüberzeugung tut es einfach, ist frei von Zweifeln, basiert auf gewachsenem Selbstvertrauen, sie will nicht unbedingt beherrschen: just do it! Sie ist zweifellos ein wichtiger Faktor, um an kommenden Krisen zu wachsen.
    Resilienz wird m. E. richtig auf die Probe gestellt, wenn die Dinge wirklich außer Kontrolle geraten! Echter Schrecken, Panik! „Worauf kann ich mich nun stützen?“– „Cool bleiben! Bloß nichts anmerken lassen! Bei meinem Resilienzquotienten geht das ja gar nicht!“ – ??? Selbstvertrauen, innere Ruhe, echte Souveränität – wie kriegt man so was?
    Selbstwirksamkeitsüberzeugung – also ein gewachsenes Wissen um die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu bewirken – hilft dann sehr, schimmert quasi aus dem Hintergrund durch. Preußische Selbstkontrolle „reiß Dich zusammen!“ oder „Sei der, den es hier braucht“ wäre eher ein Bestreben, angestrengt eine Fassade von Resilienz zu wahren. Mit solchen Antreibern befinden wir uns nicht mehr im salutogenen sondern schon im psychopathologischen Bereich: auf Dauer mündet das eher in einen größeren Zusammenbruch.

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