Erfolg trotz Stottern, Sprachproblemen oder Schüchternheit: Mehr Mut für Introvertierte!


Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
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Wer als schüchtern oder introvertiert gilt oder gar ein Sprachproblem wie Stottern hat, gilt als Sonderling, beruflicher Erfolg wird ihm eher selten zugeschrieben. Doch gerade solche Menschen können überraschende Stärken entwickeln. Daher brauchen wir mehr solche Rollenvorbilder.



Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin & Beraterin für HR-Kommunikation. Profil


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Introvertierte, Stotterer & Sonderlinge im Rampenlicht

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Filme über Außenseiter stehen in Hollywood hoch Kurs: Unlängst etwa "The Biggest Showmann" und vor einigen Jahren "The King’s Speech" gesehen. Solche Filme räumen längst auch bei den bekannteste internationalen Preisverleihungen ab.

Das zeigt, dass wir uns hier in einem gesellschaftlichen Wandel befinden: Auch als Introvertierter oder Stotterer kann man es weit bringen - und genau deshalb brauchen wir solche Rollenvorbilder und vielleicht auch die etwas verkitschten Filme aus Hollywood.

The Kings Speech - vom König, der stotterte

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"The Kings Speech" etwa, den habe ich mir kürzlich angesehen und war begeistert. Denn der Inhalt macht wirklich Mut - und zwar nicht nur stotternden Menschen, sondern auch vielen eher introvertierten Naturen, die sich in einer lauten Welt eine Stimme verschaffen wollen oder aufgrund von beruflichen Umständen gar müssen.

Um was geht es eigentlich genau? "The King’s Speech" ist eine britische Filmbiografie des Regisseurs Tom Hooper aus dem Jahre 2010, in der Colin Firth den britischen König Georg VI. darstellt. Der Film gewann bei der Oscarverleihung 2011 vier Auszeichnungen in den Kategorien bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und bestes Originaldrehbuch.


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Lieber einen neuen Beruf suchen?

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Der eigentliche Knackpunkt des Themas: Der Film verarbeitet den Werdegang des britischen Königs Georg VI. vom von Selbstzweifeln geplagten Stotterer zum würdevollen Staatsoberhaupt, das Großbritannien und den ehemaligen Kolonien in der Zeit des Zweiten Weltkriegs Mut zusprechen musste.

Denn Georg VI. litt seit frühester Kindheit an den Hänseleien, denen er durch sein Stottern ausgesetzt war: "Er sollte sich vielleicht einen neuen Beruf suchen!" rät Sprachtherapeuten Lionel Logue der späteren Queen Mum im Film.

Weg mit der Angst!

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Solche Sprüche haben wir, ob wir nun stottern oder nicht, irgendwie alle schonmal gehört: "Lass das lieber sein, du kannst das nicht!" oder "Das schaffst du doch eh nicht" sind solch typische wohlmeinende Ratschläge. Und zwar immer von Leuten, die uns das, was wir tun wollen, eh nicht zutrauen.

Meiner Meinung fügen sich zu viele Leute genau in dieses Urteil und lassen sich fortan von Ihren Ängsten leiten, statt einfach das zu machen, was sie wollen. Mit anderen Worten: Sie resignieren einfach!

Über sich hinauswachsen

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Georg VI. hatte Glück - denn er hatte keine Wahl. Als sein Bruder Edwart VIII. wegen einer unstandesgemäßen Beziehung auf den Thron verzichtete, wurde er König - öffentliche Auftritte inklusive. Und das hieß für den schüchternen Mann, dass er praktisch gezwungen wurde, seine Ängste zu überwinden.

Jetzt bin ich prinzipiell kein Fan des britischen Königshauses, aber ich finde, da zeigte der Film sehr schön in bewegten Bildern, dass auch zurückhaltende, unsichere Menschen, die an sich glauben, über sich hinauswachsen und viel erreichen können. Wenn man nur seine Angst überwindet!


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"Weil ich etwas zu sagen habe!"

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Oder wie es in einer Rezension zu dem Film so treffend heißt:

[zitat]Wir leiden mit Bertie, als er bei einer Rede im Wembley-Stadion kein Wort herausbringt und fiebern mit wenn er seine Rede an die Nation hält, in der er bekannt gibt das sich England am zweiten Weltkrieg beteiligen wird.

In keiner Szene wird das, dass es in dem Film nicht nur um Stottern, sondern vor allem auch um das finden der eigenen, inneren Stimme geht: "Warum sollte ich meine Zeit damit vergeuden, Ihnen zu zuzuhören?" "Fragt Logue den König. "Weil ich etwas zu sagen habe!" sagt der König.

Mut auch für andere Stotterer

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Übrigens hat der Film mittlerweile Kreise gezogen und macht auch anderen Stotterern Mut: Stotternde Teenager in den USA hoffen beispielsweise, dass der Film hilft, Vorurteile gegenüber dem Sprechleiden abzubauen. Denn die gibt es leider nach wie vor.

Kein Wunder also, dass es bei der 80. Oscarverleihung 2011 dann auch hieß "And the Oscar goes to 'The Kings Speech' ". Dabei wurde der Film gleich mit vier der fünf Oscars in den wichtigen Hauptkategorien ausgezeichnet und zwar: Bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und bestes Originaldrehbuch. Auch den Goldenen Globe für den besten Hauptdarsteller hatte Collin Firth schon gewonnen.

Mut machen & Vorbild sein: Trotz stottern in die Politik

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Doch auch in der deutschen Politik spiel Stottern durchaus eine Rolle. Malte Spitz zeigt, dass man auch mit diesem Handicap politisch erfolgreich sein kann. Er war von 2004 bis 2006 politischer Bundesgeschäftsführer der Grünen Jugend und 2006 bis 2013 Beisitzer im Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen. Von Juni 2014 bis Mai 2016 war er Mitglied im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen.


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In einem Interview sprach er damals über den mehrfach oscar-gekrönten Film und darüber, welchen Umgang er sich in der Öffentlichkeit mit Stotterern wünscht. Das Beispiel zeigt: Nur Mut haben und an sich glauben.

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  1. Eli Landvatter

    Schüchternheit und Introversion sind so wichtige Themen, die oft vergessen werden in dieser lauten Welt. Danke.

    • Simone Janson

      Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar!

  2. Lutz Palmgren

    Es ist und war schon immer sehr schwer, mit einem Handicap eine wertschätzende Arbeit zu finden.
    Ob nun, ein Sprachproblem, nicht hören können, anders sein - wo doch in den Medien uns der perfekte Mensch über wahrscheinlich 90 % entgegenstrahlt. Raus aus der Isolation und andere Selbsthilfegruppen aufsuchen, feststellen, dass es noch ganz andere Heftigkeiten gibt. Nicht jeder ist ein Wahnsinnsgenie, das Genie in einem jeden muss herausgekitzelt werden. Sich austauschen - derjenige, der nichts sieht mit dem, der da nichts hört - wie kommt ihr zurecht? Kreativität in der Gruppe fördern, miteinander reden, schreiben, um Ideen zu entwickeln oder zu verwerfen. Dies regelmäßig. Wöchtentlich, sich fordern und zwingen. "Wir hatten gesagt, dass Du heute das Konzept mitbringst! Wo ist es?" "Ja, ich weiß, Dir geht es dreckig und weiter?"

    • Simone Janson

      Vielen Dank für Ihren wichtigen Beitrag!

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