Mobiles Arbeiten der Zukunft: Kochen auf einem Surfboard?


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Offenlegung & Bildrechte:  Destination Canada hat die Kosten für Flug und Unterkunft auf diversen Recherche-Reisen übernommen. Bildmaterial erstellt mit einer kostenlos zur Verfügung gestellten Kamera unseres Sponsors Olympus. Rocky Mountaineer hat unsere Recherche in Kanada durch Teil-Übernahme der Reisekosten unterstützt.  Bild-Location: 200 Sentinel Road, Banff-Nationalpark, Improvement District No. 9, Alberta T0L, Kanada.

Über die Zukunft der Arbeit wird viel diskutiert. Ein wichtiger Faktor dabei: die richtigen Arbeitsgeräte. Und da muss möglichst groß gedacht werden, dann ist ganz anderes Arbeiten möglich – z.B. auch mit holographischen Screens und mobilen Küchen.


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Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

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Traumarbeitsgeräte der Zukunft

Ich experimentiere ja schon länger mit diversen mobilen Arbeitsgeräten herum. So richtig zufrieden war ich bislang noch nicht: Meine perfekte Lösung   leicht und klein genug für Handtasche oder Reiserucksack, aber dennoch praktisch genug, um möglichst viele Arbeitsgänge erledigen zu können. Und damit meine ich nicht nur eMailen, Im Internet surfen und Twittern, sondern auch Artikel schreiben, bloggen und vielleicht sogar noch Grafikbearbeitung.

Unsere zukünftigen Werkzeuge sind Arbeitsgeräte für unterwegs. Ideal sind die heutigen Möglichkeiten dafür aber noch lange nicht. Denn mein Traum wäre ja ein Smartphone mit vernünftiger externer Tastatur und einen Holographischen Screen wie oben im Video. Dann bräuchte man ja sämtliche Diskussionen über Tablets oder Notebooks nicht mehr zu führen. Oder gibt es das schon?

Leicht, aber nicht leistungsfähig

Genau da fangen die Probleme an: Denn klein und leicht meint meist eben doch auch unkomfortabel zu bedienen und wenig leistungsfähig. Immerhin macht die Technik in letzter Zeit einige Schritte vorwärts, wie ich beim Tests mit verschieden Smartphones feststellen durfte: Mittlerweile benutze ich unterwegs fast nur noch das Handy, einfach weil es kleiner und leichter ist.

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Die Notebooknutzung fand ich aufgrund es Betriebssystems lange zu kompliziert, die neuste Version von Windows hat hier deutlich aufgeholt. Auf einem 10-Zoll-Bildschirm wurde das für große Screens konzipierte Betriebssystem schnell zum Problem: Abgesehen von davon dass das mit Fenstern und Menüleisten bei einem kleineren Displays schnell unübersichtlich wird: Das tippen von Texten mag ja noch gut funktionieren. Spätestens aber wenn ich zwischen verschiedenen Anwendungen hin- und herswitchen will, wird das Touchpad auf dem kleinen Keyboard zu unhandlich. Und überhaupt: Spätestens um mal schnell zwischendurch einen Text im Internet lesen zu können, ist so ein Netbook viel zu unhandlich: Was fehlt, ist einfach der Touchscreen.

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Smartphone: Besser als das Nebook?

Auf dem deutlich kleineren Smartphone geht das alles viel einfacher: Denn die Apps sind für die kleinen mobilen Bildschirme optimiert. Sogar bloggen und Kommentare bearbeiten finde ich auf dem Smartphone einfacher als auf dem Netbook. Und das will schon was heißen. Der Computer der Zukunft wird möglicherweise ganz anders funktionieren: Mit Touchpad und viel interaktiver als wir uns das heute schon vorstellen können – Star Trek lässt grüßen. Oder wie Johnny Haeusler einst schrieb:

“Ich schätze, ich kann mittlerweile als computer-konservativ gelten, denn ich glaube, dass wir gerade den ersten wirklichen Hardware- und GUI-Umbruch seit der Mainstreamisierung des Internet erleben. Gerade die Selbstverständlichkeit, mit der Kinder Apples Touch-Interface benutzen, zeigt, dass die Tage der Mäuse, Fenster und Schreibtische gezählt sind.”

Notebook oder Tablet?

Indes machen sich die Gerätehersteller Gedanken, wohin denn die Reise geht: Notebook oder doch eher Tablet? Tablets sind kleiner und leichter, für unterwegs also besser geeignet. Allerdings sind sie noch kein vollwertiger Computerersatz. Photoshop auf dem iPad wird wohl fürs erste noch ein Traum bleiben! Also doch lieber Netbook oder gleich Notebook?

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Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, mit Peter Hortensius, Entwickler der Lenovo Thinkpads, zu sprechen: Nach seiner Einschätzung wird das Tablet das Notebook als Arbeitsgerät nicht ersetzen, weder was Leistungsfähigkeit noch Stabilität angeht. Wenn da mal nicht eher der Wunsch Vater des Gedankens ist. Ich glaube jedenfalls auch, dass Tablets über kurz oder lang vor allem Netbooks, aber auch Notebooks als mobile Arbeitsgeräte ablösen werden. Leichtigkeit ist im Bezug auf Mobilität einfach ein unschlagbares Argument.

Muss leicht und Leistungsfähig ein Traum bleiben?

Eine Alternative könnten höchsten Geräte sein, die Leichtigkeit und hohe Leistungsfähigkeit vereinen und auch mit entsprechend großen Bildschirmen daherkommen: Auf 13 Zoll lässt sich ja schon fast wie gewohnt arbeiten. Und auch einen guten Akku sollen sie haben. Aber natürlich wiegen sie immer noch über 1 kg, im Gegensatz zum iPad mit etwas über 600 Gramm, was wahrscheinlich auch der Tastatur geschuldet ist.

Aber mal abgesehen, dass diese Geräte bisher auch fast doppelt so teuer wie ein Tablet sind: Sind Notebooks, die unsere bisherigen Gewohnheiten und traditionelle Arbeitsweisen bedienen, nicht vielleicht doch ein Schritt in die falsche Richtung? Wäre es nicht an der Zeit, Computing grundsätzlich neu, innovativer, mobiler und leichter zu denken? Ansätze zum Thema Foldable Screens gibt es ja bereits, aber noch ist dieser Traum noch nicht Realität.

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Die Zukunft der Arbeit – einfach zu kurz gedacht?

Nebenbei, was m.E. wirklich noch fehlt auf dem Markt: Eine richtig gute Kamera, mit der man tolle Fotos machen und so nebenebei noch seine Kommunikation abwickeln kann. Auch wenn der Trend auch hier mehr und mehr zum leichten Smartphone geht, das in die Hosentasche passt und richtig gute Bilder macht: Bei den vielen Menschen, die ich immer noch mit großer Spiegelreflex-Kamera durch die Gegend laufen sehe, könnte das ein Knüller werde.

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Dass wir manchmal das Thema Zukunft der Arbeit einfach zu kurz denken, ist mir vor einiger Zeit in Kanada klar geworden, als ich mit einem Zug die Rocky Mountains durchquert. Dabei sind mir gleich zwei spannende Arbeitsplatzvarianten aufgefallen: Ein Büro im Plexiglaskoffer und eine First-Class-Restaurantküche, die den Erfordernissen eines schwankenden Zuges genügen muss.

Mobiles Büro aus Plexiglas

Morgens vor dem Einsteigen treffe ich Chris Cohoe, der Stationsvorsteher des Rock Mountaineer in Calgary und Lake Louise ist. Und in dieser Eigenschaft muss er bei jeder Abfahrt des Zuges die 150 Kilometer zwischen beiden Komunen zurücklegen.

Daher hat er eine besonders originelle Variante des mobilen Büros dabei: Einen durchsichtigen Plexiglas-Koffer mit verschiedenen Fächern, in die er seine gesamten Büro-Utensilien übersichtlich einsortiert hat. Ein Griff, und Chris hat, was er braucht.

Just Handy

Es sieht längst nicht so stylisch aus, wie die Lederkoffer, die ich allenthalben im Business-Gebrauch sehe, aber unglaublich praktisch, weil man nach den Utensilien nicht wühlen muss, sondern sie auf einen Griff findet. Oder wie Chris sagt: “Its just handy.”

Später im Zug treffe ich den aus Austin, Texas, stammenden Travis Catfish, der die Küchen im Rocky Mountanier managt. Und das bedeutet für jeden der beiden Reisetage einmal Frühstück und einmal 3-Gänge-Menü für die First-Class-Reisenden – und zwar nicht etwa ein Fertig-Menü, sondern ein frisch zubereitetes Essen.

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Kochen auf einem Surfboard

Für viele Menschen auf kleinem Raum zu kochen, sei dabei nicht die Herausforderung, meint Travis, der bereits in 14 verschiedenen Restaurants gekocht hat. Eher ist es das ständige schwanken des Zuges, der sich durch die Rocky Mountains schlängelt: “Wenn man nicht aufpasst, fliegt einem das Essen entgegen. Das ist wie kochen auf einem Surfboard”, meint Travis.

Sein Arbeitsplatz weist daher einige Besonderheiten im Vergleich zu anderen Restaurant-Küchen auf: Es gibt Matten, damit das Geschirr stehen bleibt. Und es wird nur mit Elektrik gekocht, nicht Propan. “Das wäre zu gefährlich”, meint Travis. Daran orientiert sich natürlich auch der Speiseplan: Fritiertes etwa sucht man vergeblich.

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Küchenarbeitsplätze der Zukunft

Überhaupt muss das Essen nicht nur hochwertig, sondern auch praktisch sein: “Wir planen immer für vier Tage zwei verschiedene Menüs, jeweils für die Hin- und Rückfahrt von Calgary nach Vancouver. Beim Zwischenstopp in Calgary laden wir nachts das Essen ein”, erklärt er den logistischen Aufwand, der hinter seiner Arbeit steht.

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Und warum überhaupt sollte es mit Küchen anders sein als mit digitalen Arbeitsplätzen? Auch sie müssen ständig modernisiert und neusten Erfordernissen angepasst werden.


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  1. Maria

    Großartiger Artikel, Danke!

  2. Nerid Achs

    Es ist immer wieder super spannend, welche unterschiedlichen Jobmöglichkeiten es nicht gibt. Ich habe eigentlich immer gedacht, es gibt nur 9-5 Jobs in denen ich arbeiten kann, aber durch Stories wie diese bin ich wahnsinnig motiviert. Mir ist schon bewusst, dass wenn man etwas Neues ausprobiert, auch viel Arbeit und Stress damit verbunden sein kann/wird, dafür macht man was man will. Vor einiger Zeit habe ich eine Zweipersonen Firma gefunden, die unterschiedlichsten Events organisieren, sie haben machen fast alles. Bei einer Veranstaltung haben sie eine Feier in Brasilien in einem etwas größeren Baumhaus organisiert und es war wie in dem alten Film “aus einer anderen Zeit” (?), in Wien bei einem Event die Zeit in die 20er zurückgedreht und und und. und so um die ganze Welt bereisen.

    • Simone Janson

      Danke, das freut uns sehr zu hören.

  3. adzunaDE

    Kochen auf einem Surfboard und andere Arbeitsplatzvarianten: Mobiles Arbeiten mal anders

  4. shutterstockDE

    RT @SimoneJanson: Kochen auf einem Surfboard und andere Arbeitsplatzvarianten: Mobiles Arbeiten mal anders

  5. SimoneJanson

    Kochen auf einem Surfboard und andere Arbeitsplatzvarianten: Mobiles Arbeiten mal anders

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