Zum Text

Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine nachhaltige Arbeitswelt. Mit unserem einzigartigen on-Demand Verlags-Konzept bieten wir Bücher, Magazine sowie eKurse und haben über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – Kunden u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen, Projekt-Partner Bundesbildungsministerium. Verlegerin Simone Janson ist eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte: Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 
Redaktionelle Bearbeitung: Dieser Beitrag wurde zur Veröffentlichung auf Best of HR – Berufebilder.de® überarbeitet und inhaltlich für das Format angepasst von Simone Janson. Alle Beiträge von Simone Janson


84Hier schreibt für Sie: Tom Diesbrock ist Psychologe, Berater, Teamentwickler und Buchautor.Tom Diesbrock hat selbst eine kurvenreiche Karriere hinter sich: Angefangen mit einem Medizinstudium über die Arbeit in einem Musikprojekt und als Fotoredakteur, studierte er Psychologie und gründete eine Praxis für Psychotherapie. Heute arbeitet er in Hamburg als Coach und psychologischer Berater. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Begleitung von Menschen bei ihrer beruflichen Neuorientierung. Sein Buch “Ihr Pferd ist tot? Steigen Sie ab!” wurde in mehrere Sprachen übersetzt, im Oktober erscheint sein neues Buch “Jetzt mal Butter bei die Fische!”. Mehr Informationen unter tomdiesbrock.de Alle Texte von Tom Diesbrock.

  • Besser verhandeln & richtig gut verkaufen lernen {+AddOn nach Wunsch}
  • Perfekte Bewerbung {+AddOn nach Wunsch}
  • Knigge Gutes Benehmen & Stil im Berufsalltag {+AddOn nach Wunsch}
  • Türöffner {+AddOn nach Wunsch}
  • Mythos Motivation. Neue Wege zum Ziel {+AddOn nach Wunsch}
  • Entspannt mehr Geld verdienen {+AddOn nach Wunsch}
  • Comeback! Wieder voll durchstarten {+AddOn nach Wunsch}
  • Zeitdiebe Effizient Bekämpfen {+AddOn nach Wunsch}
  • Körpersprache – Menschen lesen & verstehen {+AddOn nach Wunsch}
  • Power of Relax. Neu durchstarten dank Stresskiller Schlaf {+AddOn nach Wunsch}
  • Führungskraft – was jetzt? {+AddOn nach Wunsch}
  • Die Macht der Wünsche nutzen {+AddOn nach Wunsch}
  • Erfolg über Nacht {+AddOn nach Wunsch}
  • Green Management {+AddOn nach Wunsch}
  • Stresskiller Extrem {+AddOn nach Wunsch}
  • Mehr Verkaufen mit Körpersprache {+AddOn nach Wunsch}
  • Karriereplan – Bewerben für Führungskräfte {+AddOn nach Wunsch}
  • Gewohnheiten ändern {+AddOn nach Wunsch}
  • Finanzkrise überwinden {+AddOn nach Wunsch}
  • Einsamkeit & Isolation überwinden {+AddOn nach Wunsch}

Fatalismus statt Mut & Risikobereitschaft zur Veränderung: “Das Pferd ist zwar tot, aber wenigstens sicher!”

Bisher 6823 Leser, 1810 Social-Media-Shares Likes & Reviews (5/5) • Kommentare lesen & schreiben

Auch Fatalismus kann uns davor bewahren, uns mit unbequemen Veränderungen auseinander setzen zu müssen. Da bleibt man lieber wie unter einer Glasglocke sitzen – das erscheint im Moment sicherer.

Best of HR – Berufebilder.de®

Wie auf der Titanic

Dieser Typus Mensch erinnert ein wenig an einen Passagier auf der Titanic. Motto: Ich weiß sehr gut, dass mein Job mich unzufrieden und vielleicht irgendwann krank macht. Möglich, dass mein Leben besser und ausgefüllter sein könnte. Aber wer garantiert mir, dass mir ein anderer Job genauso viel Sicherheit gibt? Keiner! Und deshalb bewege ich mich lieber gar nicht.

Stellen Sie sich vor, jemand reist schon eine Weile auf einem Kreuzfahrtschiff, das jetzt leider leckgeschlagen ist. Durch ein Loch dringt Wasser – nicht viel, aber dummerweise zu viel für die Pumpen. Die meisten Passagiere haben sich schon in Rettungsbooten abgesetzt.

Schiffe und Jobs, die zum Untergang verurteilt sind

Aber dieser Jemand weigert sich, von Bord zu gehen, und verweist darauf, dass das Schiff doch bisher ein sicherer und komfortabler Ort gewesen ist. Welche Gefahren mögen in so einem kleinen Boot auf dem Ozean drohen? Das Kreuzfahrtschiff hat sich schließlich bewährt, und wer weiß schon, ob es wirklich untergehen wird! Bestimmt wird der Reiseveranstalter dafür sorgen, dass bald Hilfe kommt, davon ist er überzeugt. Warum also unnötige Risiken eingehen?

Eine absurde Geschichte. Natürlich. Wer würde sich jemals so ver- halten? Na ja, ich kenne eine Menge Menschen, die sich zwar vielleicht nicht an untergehende Schiffe, aber an Jobs klammern, die auf absehbare Zeit mit ziemlich hoher Sicherheit “ihr Untergang” sein werden.

Die Logik des Sicherheitsprimats

Und genau wie unser Kreuzfahrer folgen sie der “Logik des Sicherheitsprimats”. Ich habe ja schon beschrieben, dass der Gedanke an Veränderung bei den meisten Menschen Angst auslöst. Das Unbekannte beurteilen wir anscheinend automatisch erst einmal als gefährlich.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Dieser Mechanismus ist ja auch sinnvoll, um uns davor zu schützen, leichtfertig unser Leben aufs Spiel zu setzen, er sorgt für unsere Sicherheit. Sein natürlicher Gegenspieler ist unser Streben nach Glück, Aufregung, neuen Erfahrungen und Wachstum. Beides ist in jedem von uns angelegt – individuell sehr unterschiedlich ist aber, wer in uns die Oberhand hat.

Das Sicherheitsbedürfnist ist unerschiedlich ausgeprägt

Für den einen reicht ein geringes Maß an Unzufriedenheit und Stagnation, um sich sofort auf die Suche nach neuen Möglichkeiten zu machen. Sein “innerer Sicherheitsbeauftragter” wird sich erst einmischen, wenn die Risiken ihm existenzbedrohend scheinen.

Ein anderer Mensch braucht viel mehr Veränderungsdruck und Leiden, bis er sich auf den Weg macht. Und auch dann ist er immer darauf bedacht, die Lösung mit dem scheinbar geringsten Risiko zu wählen – sein Sicherheitsbeauftragter ist immer wachsam und übernimmt häufig die Kontrolle.

Der Totstellreflex

Ob wir eher zu der einen oder anderen Seite neigen, hängt von unseren Erfahrungen, der Persönlichkeit und auch vom jeweiligen Thema ab: Denn möglicherweise sind wir zum Beispiel im Privatleben bereit, höhere Risiken einzugehen als im Beruf oder umgekehrt. Je sicherheitsorientierter wir sind, desto mehr Stress bedeutet eine mögliche Veränderung für uns.

Und ein typischer Reflex auf Stress ist die “Totstellreaktion” (alle Lebewesen reagieren auf Gefahr entweder mit Angriff, Flucht oder Totstellen): Sie bewirkt, dass ich mich nicht mehr bewege oder orientiere, sondern nur noch verharre, wo ich bin, bis die Gefahr vorüber ist.

Wenn das Großhirn regiert

Eine recht archaische Reaktion, die natürlich nicht unbedingt den Anforderungen der Situation genügt. Aber unser Großhirn gibt gern vor, Herr der Lage zu sein (auch wenn es an der Stressreaktion kaum beteiligt ist), und findet schnell viele gute Argumente, die anderen und uns selbst erklären, dass wir das Bestmögliche und Vernünftigste tun.

Auch wenn wir gerade ein totes Pferd reiten oder mit unserem Schiff untergehen… Stress führt außerdem dazu, dass wir den Status quo grundsätzlich als eher sicher bewerten und Gefahren, die eine Veränderung mit sich bringen könnten, eher überschätzen.

Nur keine Panik!

Erstaunlich oft erlebe ich, dass Menschen angesichts einer beruflichen Veränderung Angst haben, alles zu verlieren und völlig mittellos auf der Straße zu landen – obwohl sie dieses Risiko dann rational bei genauerer Betrachtung als doch eher gering einschätzen.

Diese Tendenz zur Risikoüberschätzung mag unseren Vorfahren vor Zigtausenden von Jahren beim Überleben geholfen haben. Denn tödliche Gefahren zu vermeiden war bestimmt viel wichtiger, als etwas Neues zu entdecken.

Das Gehirn ist noch in der Steinzeit

Nur werden wir heute – jedenfalls im Berufsleben – nicht mehr von so vielen tödlichen Ge- fahren bedroht. Leider hat sich unser Gehirn auf diese “neue” Situation noch nicht eingestellt. Wie wir es auch drehen und wenden: Die Suche nach Neuland wird immer mit einem gewissen Maß an Risiko verbunden sein.

Wenn ich aus Angst reflexhaft nur darauf schaue, in jeder Situation ein Maximum an Sicherheit zu haben, ist mein Bewegungsradius sehr, sehr klein. Mit so wenig innerem Spielraum werde ich kaum eine wirklich neue Lösung finden können. Viel eher werde ich mich häufiger auf sinkenden Schiffen wiederfinden.

Und welcher Typ sind Sie?

Natürlich gibt es auch Menschen, denen Sicherheitsdenken fremd ist und die gern hohe Risiken eingehen, wenn ihr Leben dadurch nur nicht eintönig und gleichförmig ist. Sie würden wohl niemals so lange warten, bis ihr Pferd tot ist…

Wie schätzen Sie sich ein? Welche Rolle spielt Sicherheit für Sie, wenn es um Ihre berufliche Neuorientierung geht? Könnte es Ihnen auch passieren, dass Sie auf einem toten Pferd noch ein bisschen sitzen bleiben, weil es Ihnen so schön sicher erscheint?


Text als PDF kaufen

Diesen Text als PDF erwerben (nur zur eigenen Nutzung ohne Weitergabe gemäß AGB): Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu. Sie können auch Text-Reihen erwerben.

3,99Jetzt buchen

Mehr erfahren – unsere Bücher zum Thema

Oder für wenig mehr direkt ganzes Buch oder eKurs zu diesem Thema kaufen, dazu weiterlesen. Hier finden Sie eine passende Auswahl.

eKurs on Demand kaufen

Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!

19,99Jetzt buchen

  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review

2 Antworten zu „Fatalismus statt Mut & Risikobereitschaft zur Veränderung: “Das Pferd ist zwar tot, aber wenigstens sicher!”“

  1. Ich freue mich sehr, zufällig via Facebook über Ihre Seite gestolpert zu sein und bin nun sehr gespannt auf weitere Beiträge.

  2. Veränderungen tun gut – Ich werde einfach diese Website Bookmarken und regelmäßig zurückkommen. Danke dafür.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.

EnglishDeutsch