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Situativ erfolgreich führen: 2 X 3 Schritte zur Mitarbeiter-Motivation


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Führung funktioniert nur dann, wenn sie akzeptiert wird. Wird situativ angemessen geführt und gelingt es Stärken zu fördern, sind Mitarbeiter zu Höchstleistungen bereit.

situativ-fuehren Situativ erfolgreich führen: 2 X 3 Schritte zur Mitarbeiter-Motivation


Hier schreibt für Sie: Dr. Daniel Keller arbeitet für das Malik Management Zentrum in St. Gallen und berät Firmen zu ganzheitlicher Strategie- und Organisationsentwicklung.

Wie sieht gute Führung aus?

Führung entfaltet nur dann positive Wirkung, wenn sie akzeptiert wird und professionell ist. Werden Menschen in Organisationen situativ angemessen und passend zu ihren jeweiligen Stärken geführt, können sie Spitzenleistungen erbringen.

Hier kommt entwicklungsgerechte, situative Führung ins Spiel: Abgestimmt auf den Mitarbeiter, auf dessen Kompetenz bezogen auf die Aufgabe und Situation. Sie führen also denselben Mitarbeiter entsprechend seines Reifegrades für eine spezifische Aufgabe – bei Aufgabe A Marktanalyse für den US-Markt durchführen und aufbereiten anders als bei Aufgabe B Fortführung des Marktradars China.

Was macht Situative Führung aus?

Der Mitarbeiter muss die  unterschiedlichen Führungsansätze rational nachvollziehen und emotional akzeptieren können. Anders ausgedrückt: Wenn Ihr Mitarbeiter erkennt, warum er bei einer spezifischen Aufgabe auf eine bestimmte Art und Weise geführt wird, kann sich das Gefühl von Konsistenz innerhalb einer Führungsbeziehung einstellen.

Denn es gibt nicht den richtigen Führungsansatz oder gar immer gültigen Führungsstil, sondern nur die passende Führung für einen bestimmten Mitarbeiter bezogen auf eine bestimmte Aufgabe in einer bestimmten Situation (die hier vorliegende Methode verwendet die Begriffe Führungsansatz und Führungsstil synonym).

Reden und Tun in der Führung sind dann deckungsgleich. Insofern besteht die Chance, dass Ihr Mitarbeiter zufriedener mit seiner Führung ist – mit allen positiven Effekten wie z. B. geringer Krankenstand, keine Demotivation und höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Der Weg dorthin ist freilich nicht linear, es kann Schleifen und Rückschritte geben: Professionelle Führung ist kontinuierliche Arbeit.

Situative Führung bietet auf drei verschiedenen Ebenen Orientierungshilfe:

  1. bei der Frage, welche Führungsansätze es für die Praxis gibt und wie diese zu verstehen sind
  2. bei der Frage, welcher Führungsstil für welchen Mitarbeiter bei welcher speziellen Aufgabe der richtige ist sowie
  3. bei der Frage, wie Sie vorgehen können, um situative Führung in Ihrem Team einzuführen und zu verankern.

Die Methode eignet sich für jeden, der in einer Organisation Menschen führt und seinen Führungsstil verbessern möchte. Sei es nun als direkter Vorgesetzter oder als Projektleiter. Sie benötigen dafür keine besonderen Vorkenntnisse.

Wichtig ist, dass Sie eine Vorstellung davon besitzen, welche Aufgaben und Ziele die Menschen haben, die Sie führen. Alles, was Sie brauchen, sind Ihr Kopf und zwei Stunden Zeit – und Sie müssen bereit sein, situative Führung gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden durchzusprechen und anzuwenden.

Was verbirgt sich hinter situativer Führung?

Führung bzw. Management kann man lernen. Die beiden Begriffe werden hier synonym verwandt. Situative Führung ist eine Methode, mit der die Managementaufgabe Fördern von Menschen umgesetzt werden kann.

Aber: Situative Führung ist dann – und nur dann – gut, wenn sie wirksam ist. Wirksamkeit meint dabei das Zusammenspiel von Effektivität und Effizienz in Anlehnung an einen der Begründer modernen Managements, Peter Drucker. Und zwar in dieser Reihenfolge:

  1. Effektivität meint das Richtige tun: Aber was ist das Richtige für Ihr Team bzw. Ihre Organisationseinheit? Sie müssen wissen, womit sich Ihr jeweiliger Mitarbeiter befasst und welche Ziele er verfolgt. Und vor allen Dingen, ob dies auch Ihre Ziele sind. Erst wenn die Frage nach der Zielsetzung beantwortet ist, macht es Sinn sich mit der folgenden Frage zu beschäftigen.
  2. Effizienz meint etwas richtig tun: Doch wie machen Sie das Richtige möglichst richtig – also ohne unnötig viel Energie, Geld und Zeit aufzuwenden? Ein Beispiel: Wenn es mein Ziel ist, ohne große Anstrengung von Nürnberg nach München zu fahren, so erweist sich bei der Auswahl zwischen Hubschrauber, Flugzeug, Fahrrad und Bahn unter Kosten-Nutzen-Aspekten vermutlich die Bahn als das effizienteste Transportmittel.
  3. Widersprüche zwischen angeblichem und realem Führungsverhalten sind eine der häufigsten Ursachen von Belastungen im individuellen Führungsverhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Klaffen das gewollte und das tatsächlich gelebte Führungsverhalten stark auseinander, kann dies Mitarbeiter stark demotivieren. Um wirksam zu führen, braucht es die Einheit von Wort (So wollen wir führen) und Tat (So führen wir tatsächlich).

Fazit

Um wirksam zu führen, braucht es also unterschiedliche Ansätze. Ubnd welcher Führungsansatz passt, richtet sich nach den jeweiligen Reifegrad des Mitarbeiters für eine spezifische Aufgabe.

Wirksame Führung hängt davon ab, wie gut Führungsansatz und Entwicklungsgrad des betreffenden Mitarbeiters, bezogen auf Aufgabe und Situation, harmonieren. Wichtig ist, dass ein Mitarbeiter bei verschiedenen Aufgaben und in unterschiedlichen Situationen jeweils ganz andere Reifegrade haben kann.

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