Niemand würde allen Ernstes verlangen, dass wir für all die Dinge, die wir irgendwo hochladen, mögen oder teilen, finanziell entlohnt werden. Aber es kann nicht schaden, eine grobe Vorstellung vom Wert unserer Meinungsäußerungen online zu bekommen.

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Wir haben keine Wahl

So rechnet nämlich die Gegenseite, wenn sie entscheidet, was sie uns “umsonst” anbieten möchte.

Noch wichtiger ist aber, dass wir von vornherein keine Wahl haben, ob wir entweder bezahlen wollen, um in Ruhe gelassen zu werden, oder lieber ein Gratisangebot akzeptieren und im Gegenzug verkauft werden.

Ein wirklich revolutionäres Geschäftsmodell

“Die Idee, dass ein Unternehmen von der sozialen Interaktion profitiert, ist nicht so abwegig oder neu”, erklärte Wirtschaftsprofessor Yannis M. Ioannides von der Tufts University gegenüber der New York Times.

“Eine Menge Cafés und kleine Restaurants lassen die Leute bei sich abhängen, weil sie so andere Menschen anziehen. Ungewöhnlich und neu ist die Tatsache, dass Facebook auf Informationen über diese Leute zugreift, um seinem Geschäft mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Der Inhaber eines Cafés verwendet keine persönlichen Informationen über mich und meine Freunde, um Geld zu verdienen.”

Milliarden von Verbraucherdaten

Um beim Vergleich mit der Gastronomie zu bleiben: Wohl kaum ein Cafébesitzer würde zum Multimillionär werden, wenn er lediglich ein paar Tische und Stühle aufstellt, aber niemals etwas serviert, weil jeder seiner Gäste etwas zum Picknick mitbringt und ihm die Arbeit abnimmt.


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Der Wert der persönlichen Daten von Hunderten Millionen Verbrauchern ist enorm. Nach einer Studie der Boston Consulting Group belief er sich in der EU im Jahr 2011 auf 315 Milliarden Euro und wird bis 2020 auf eine Billion Euro steigen. (Liberty Global Policy Series und Boston Consulting Group 2013)

Sie sind das Inventar, nicht der Kunde!

Es ist gängige Praxis von Unternehmen, unsere Daten zu durchforsten und zu verkaufen, als wären wir das Inventar, nicht der Kunde. Laut einer Studie der European Network and Information Security Agency (ENISA) betrachtet fast die Hälfte der von ihr befragten Online-Dienste persönliche Daten als Handelsware, und die Hälfte von ihnen teilt diese Informationen mit Dritten.

Die Forscher gelangen zu dem Schluss, dass wir keine Ahnung haben, was wirklich passiert, wenn wir uns online bewegen und auf jedem Schritt unseres Weges winzige digitale Spuren hinterlassen. “Unser Wissen über den wirt- schaftlichen Wert der Daten, also die Kosten-Nutzen-Abwägungen, die Einzelpersonen bei wirtschaftlichen Transaktionen treffen, bei denen ihre persönlichen Informationen im Spiel sind, ist äußerst bruchstück- haft.”


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