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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einem einzigartigen Buch-Konzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Text stammt aus dem Buch: „Die Macht der Stille: Wie introvertierte und hochsensible Menschen ihre Besonderheit erkennen, verstehen und nutzen können“ (2015), erschienen bei Münchener Verlagsgruppe (MVG), Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Hier schreibt für Sie:

Sophia_Dembling(c)David_BaumbachSophia Dembling schreibt u.a. für Psychology Today und Wall Street Journal.Sie betreibt ihren Blog „The Introvert‘s Corner“ für Psychology Today und hat eine Vielzahl von Artikeln in renommierten Zeitschriften veröffentlicht, u.a. im Wall Street Journal. Sie lebt in Dallas, Texas. Mehr Informationen unter www.sophiadembling.com Alle Texte von Sophia Dembling.

Introvertiert Extrovertiert Sonderling? Von Freud, Sexmuffeln & Menschenfeinde

Wie genau sich Introversion definiert, hängt davon ab, wen Sie fragen. Die Wissenschaftler Sigmund Freud, C.G. Jung und Hans Jürgen Eysenck etwa hatten jeweils ganz unterschiedliche Meinungen.

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Der sexbesessene Sigmund Freud

Für Sigmund Freud in seiner miesepeterigen Art war
Introversion pathologisch, eine Form der Neurose. Er definierte sie als „Abkehr der Libido von den Möglichkeiten der realen Be­friedigung…“ Mit anderen Worten: Er glaubte, Menschen seien introvertiert, weil sie der Realität nicht ins Auge blicken und nicht
glauben können, dass sie niemals Sex haben werden.

Glücklicher­ weise werden Gespräche heute nicht mehr von der sexbesessenen Freud’schen Meinungsmache beherrscht, auch wenn deren Schat­ten noch immer in dem Klischee der in einen Bademantel gehüll­ten männlichen Jungfrau weiterlebt, die bei Muttern in der Keller­wohnung lebt.

Seit den Tagen Freuds hat sich die Definition der Introversion gewandelt, verändert und ist gewachsen – und dieser Vorgang hält noch immer an. Introversion ist eigentlich ein schwer greifbarerBegriff, der näher bestimmt werden muss.

Die Nuancen der Introversion

Je genauer wir ihn uns anschauen, desto mehr allerdings entzieht er sich. Wissenschaftler
arbeiten noch immer an dem Versuch einer Definition, die alle
Nuancen der Introversion beinhaltet, und sie versuchen gleichzei­tig, die Unterschiede zwischen Introversion und Schüchternheit, Hochsensibilität und weiteren Elementen herauszuarbeiten, die zur Sprache kommen, wenn Introvertierte die Introversion beschreiben.

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Zudem würden die Wissenschaftler gerne eine Defi­nition finden, die ihnen bei der empirischen Erforschung in der Psychologie und in den Kognitionslabors helfen könnte.

C.G. Jung und das Modell der psychischen Energie

C.G. Jung, ein Schützling Freuds, des ewigen Sexgeredes und der
negativen Art seines Mentors überdrüssig, trennte sich von diesem,
um seine eigenen Gedanken zu formulieren und eine weniger trost­
lose Meinung über Introversion und Extroversion zu äußern – ihm
ist übrigens die Popularisierung dieser Begriffe zu verdanken.

Jung war der Erste, der das Modell der psychischen Energie aufbrachte
und darauf hinwies, dass die Energie bei Introvertierten nach innen
und bei Extrovertierten nach außen fließt. Wir Introvertierten sind
geneigt, diese Definition aufzugreifen.

Das Aufbrauchen persönlicher Energie

Wir empfinden sie als rich­tig, weil wir genau wissen, wie es sich anfühlt, wenn unsere Energie aufgebraucht ist, weil wir sie zu sehr haben nach außen fließen las­sen. Ein Wochenende in größerer Gesellschaft kann mich persön­lich anschließend ein paar Tage geradezu ins Koma versetzen. Eine Woche in größerer Gesellschaft, und ich muss mich mindestens eine Woche lang in meine Höhle zurückziehen.

Diese Theorie der nach innen oder außen fließenden Energie
bestimmt noch immer die allgemeine Diskussion, auch wenn es
so gut wie unmöglich ist, „psychische Energie“ zu definieren, und
noch schwieriger, sie im Labor zu messen. Dennoch gehört sie zu
den Dingen, die die meisten von uns sozusagen auf zellulärer Ebe­ne verstehen. Zu schade, dass „ich weiß es genau“ nicht ausreicht, sodass Wissenschaftler irgendwelche Daten daran festmachen könnten.

Hans Jürgen Eysenck und der introvertierte Menschenfeind

Hans Jürgen Eysenck, ein deutsch-britischer Psychologe, brachte
die Soziabilität in die Diskussion mit ein. Eysenck betrachtete die
Introversion als das Gegenteil der Extroversion, die er als kontakt­freudig, gesellig, begeisterungsfähig und impulsiv beschrieb. Nach
diesem Modell klingt die Introversion in meinen Ohren wie ein
trostloses Päckchen; Begriffe, die das Gegenteil von Eysencks De­finition der Extroversion beschreiben, sind „kontaktarm“, „nicht
begeisterungsfähig“, „distanziert“.

Während Freud uns das Trau­erkloß-Jungfrau-Modell der Introversion bescherte, kann man Eysenck zum Teil für das Klischee des kontaktarmen Menschen­feindes verantwortlich machen. (Wobei wir, wenn wir uns die Cha­rakterzüge der Extroversion noch einmal ansehen, vielleicht darin übereinstimmen könnten, dass Impulsivität nicht unbedingt etwas ist, worauf man immer stolz sein kann. Ein Punkt geht also doch
an die Introvertierten.)

Introversion als angeborene Eigenschaft

Eysenck war auch der Erste, der äußerte,
Introversion und Extroversion könnten physiologisch bedingt
sein; die Gehirne der Extrovertierten könnten nach mehr Erregung
lechzen als die Gehirne der Introvertierten.

Nicht, dass Eysenck bezüglich der Introversion in allen Punk­ten falsch liegen würde oder diese unbedingt kritisch sähe. Wir Introvertierten sind tatsächlich weniger gesellig als Extrovertierte. Diese Definition ist für uns in Ordnung. Ich möchte nur, dass die
Rechtmäßigkeit dieser Tatsache anerkannt und nicht als Mangel
abgestempelt wird.

Auch gefällt mir der Ge­ danke, dass Introversion tatsächlich eine Veranlagung ist, weil ich
die Leute satt habe, die versuchen, mich zu ändern – oder das Ge­fühl, ich müsste mich selbst ändern. Wenn dies meine bzw. unsere grundlegende Natur ist, kann sie nicht verändert werden.

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7 Antworten zu “Introvertiert Extrovertiert Sonderling? Von Freud, Sexmuffeln & Menschenfeinde”

  1. Melania sagt:

    Wenn alle Blogger ähnlich gute Inhalte ins Netz stellen würden, wäre das Internet viel nützlicher.

  2. Finetta sagt:

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  3. Natalie Schnack sagt:

    #Introvertierte sind weder Sexmuffel noch Menschenfeinde – gut geschrieben via @Berufebilder – Empfehlenswerter Beitrag jOQFmuGiYt

  4. kanzlei-job sagt:

    Introversion nach Freud, Jung & Co – 1/2: Sexmuffel & Menschenfeinde von Sophia Dembling: Wie genau sich Intro… – Empfehlenswerter Beitrag uqcJBVMLab

  5. KompetenzPartner sagt:

    Introversion nach Freud, Jung & Co – 1/2: Sexmuffel & Menschenfeinde von Sophia Dembling: Wie … – Empfehlenswerter Beitrag Yp3ZVIefEu #Beruf #Bildung

  6. Thomas Eggert sagt:

    Introversion nach Freud, Jung & Co – 1/2: Sexmuffel & Menschenfeinde von Sophia Dembling via B E R U F E B I L D E R – Empfehlenswerter Beitrag jJhbG7jAaU

  7. BEGIS GmbH sagt:

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