Heißer Sommer, schweißtreibende Temperaturen. Und dennoch erwarten Arbeitgeber ein vernünftiges Erscheinungsbild. Daher geben Zwei Experten exklusive Tipps für perfekte Outfits und die passende Pflege dazu.

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Styling für Hochsommer-Tage

Am liebsten würde frau bei Temperaturen von 30 Grad und darüber nur mit Shorts, Top und Flipflops oder einem kurzen Hängerkleid aus dem Haus gehen, das Gesicht mit kaltem Wasser gewaschen und ungeschminkt, die Haare lediglich luftgetrocknet nach der Dusche am Morgen.

Doch jenseits von See, Strand oder Schwimmbad wirkt ein legerer Freizeitlook schnell underdressed. Denn Kleidung drückt ihre Werthaltung und ihr Bewusstsein für ein gepflegtes Gesamterscheinungsbild aus. Aus der Kleidung bzw. Uniform können Kunden, Kollegen und Mitarbeiter durchaus Rückschlüsse ziehen.

Warum Dresscode auch bei 38 Grad sinnvoll ist

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Dabei repräsentiert der Mitarbeiter oder auch die Mitarbeiterin immer auch das Unternehmen, für das er oder sie arbeitet. Auch wenn es in vielen Unternehmen zumindest einen Casual Freitag gibt, der gerade auch bei heißen Temperaturen zum Einsatz kommt:

Immer mehr Unternehmen kehren wieder zurück zum bewährten Dresscode, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu bieten und zwischen Arbeits- und Freizeitkleidung wieder klarer zu trennen, um die Arbeitsatmosphäre zu betonen.

Klare Bekleidungs-Regeln sind von Vorteil

Denn es ist auch für die Mitarbeiter von Vorteil, wenn es klare Bekleidungs-Regeln gibt. Das verhindert, hinterher lästige Diskussionen führen zu müssen. Allerdings besteht natürlich die Möglichkeit, Sonderregeln für heiße Tage aufzustellen.

Nur Kleinselbständige, Freiberufler oder Mitarbeiter im eigenen Homeoffice haben es da besser: Hier finden sich im Internet tatsächlich zahlreiche zu den Vorteilen dieser Berufsgruppe, die bei dieser Hitze sogar Barfuß oder in Unterwäsche arbeiten können.

Aber Vorsicht, manchmal kommt ein Arbeitsgefühl so gar nicht erst auf und spätestens bei Videokonferenzen sollte auch wieder der Dresscode eingehalten werden.

2 X 5 Tipps für das Sommeroutfit von Style-Experten

Daher, egal ob Homeoffice, Büro, Kundentermine oder auch privat: Mit diesen Outfit- und Styling Tipps von zwei Experten sind Sie immer auf der sicheren Seite, ohne ins Schwitzen zu geraten.

Helmut Bayer, Gründer des Münchner Modelabels OSKA

  1. Je höher das Thermometer klettert, umso lästiger kleben enge Kleidungsstücke am Körper. Besser sind lässig-luftige Outfits, die die Silhouette umspielen –  angefangen beim Oberteil, wo sich Schweißflecken unter den Achseln durch weite Schnitte vermeiden lassen, bis zu Hosen im lockeren Marlene Dietrich-, extravaganten Savon- oder Caleçon-Stil.
  2. Kunstfasern fühlen sich schnell unangenehm feucht an, wenn es warm wird. Geeigneter an Sommertagen sind Naturmaterialien wie Baumwolle, Lyocell oder kühles Leinen. Letzteres knittert zwar leicht, doch unschöne Falten lassen sich durch Stickereien oder Stoff-Muster kaschieren.
  3. Zehn Grad Temperaturunterschied sind keine Seltenheit, sobald in geschlossenen Räumen, Autos oder Zügen Klimaanlagen zum Einsatz kommen. Eine kleine Jacke aus Baumwolle oder ein tolles Tuch aus Leinen oder Baumwolle verhindern bei dünnen Outfits Gänsehaut oder gar Erkältungen.
  4. Im Frühling und Sommer bunt, ansonsten eher gedeckt – an diese Farb-Empfehlungen muss sich niemand halten. Denn erlaubt ist, was zum persönlichen Typ passt und gefällt. Sogar gegen Schwarz spricht im Hochsommer nichts, wegen seiner kühlenden Eigenschaften aber am besten aus Leinen.
  5. Ledertaschen sind robuste Ganzjahresbegleiter, die auch Regenschauer aushalten. An heißen Tagen hingehen sind mittlerweile auch Baumwoll-Taschen salonfähig. Denn sie wiegen kaum etwas und sind in Gute Laune-Farben oder mit Mustern zu haben, die perfekt zu jedem Outfit passen.

Bibi Horst vom Life und Style-Blog Schokoladenjahre

  1. Weniger ist an warmen Sommertagen mehr. Geeigneter als deckende Cremes sind in dieser Jahreszeit so genannte Fluids. Wegen ihres hohen Anteils an Feuchtigkeit lassen sie sich leicht auf der Haut verteilen und verleihen dem Teint Gleichmäßigkeit, ohne maskenhaft zu wirken.
  2. Patentrezept gegen ein glänzendes Gesicht ist Puder. Unterwegs besonders unkompliziert anzuwenden sind Oil-Control Blotting Paper Pudertücher von Shiseido. Sie absorbieren nicht nur überschüssiges Fett und mattieren die Haut, sondern wirken auch antibakteriell gegen Unreinheiten.
  3. Auf die richtige Dosis kommt es beim dekorativen Make-up an. Die Augen werden mit dezenten Lidstrich, etwas Wimperntusche und ein wenig Farbe auf den Lidern zurückhaltend betont. Auch Parfum wird sparsam verwendet, der Mund allerdings mit Lippenstift zum Hingucker erklärt.
  4. Unter einem Brillengestell perlen besonders schnell Schweißtröpfchen. Dieser Effekt lässt sich mit Kontaktlinsen vermeiden. Für einen ähnlichen Belüftungseffekt sorgen Hochsteckfrisuren. Mit ihnen bleiben Nacken und Schultern spürbar kühler, statt unter langen Haaren zu schwitzen.
  5. Fett legt sich bei hohen Temperaturen als störender Film auf die Haut. Morgens versorgt statt Tagescreme ein hochwertiges, mattierendes Serum die Haut konzentriert mit wertvollen Wirkstoffen. Abends kommt sie wie gewohnt mit einer reichhaltigen Nachtpflege auf ihre Kosten.


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